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Re: Bootloader

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Gernot Fink

unread,
Jan 29, 2012, 3:33:01 AM1/29/12
to
In article <fav7i7dclt7tc1m0a...@4ax.com>,
Ferdinand Müller <ferdinand...@arcor.de> writes:
> Kann ich diesen Bootloader durch Installation auf Diskette oder
> Start-CD einfachst (!) wiederherstellen, so daß ich sofort Zugriff auf
> beide Betriebssysteme bekomme?

Mit Glück funktioniert bei dir die Supergrubdisk oder die Supergrub2disk.
Die Windowsinstallation wird meist gefunden.
Bei Linux kommt es darauf an was passiert ist.
Wenn dein Bootverzeichnis beschädigt ist kann es nötig werden
Kernel, initrd und root-verzeichnis manuell anzugeben oder widerherzustellen.

Sehr zuverlässig kannst du von einer CD mit isolinux, dem passenden Kernel und
Initrd booten, aber man muss sie erst einmal herstellen.

--
MFG Gernot
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Wilhelm C. Schütze

unread,
Jan 29, 2012, 6:23:16 AM1/29/12
to
Am 28.01.2012 schrieb Ferdinand Müller:

> Dieser Bootloader/Bootmanager fiel mir urplötzlich aus, so daß ich
> weder auf Windows noch auf den Pinguin Zugriff bekam.
>

Das ist allerdings völlig untypisch für Grub. Ich habe das Gefühl, dass
du hier nur die halbe Wahrheit erzählst - oder die wirkliche Ursache
nicht erkennst (z.B. Platte kaputt, Reihenfolge der Platten im BIOS
vertauscht usw.). Die dir angebotenen Lösungsvorschläge passen dann zu
deiner Fehlerbeschreibung, aber nicht unbedingt zum wirklichen Fehler.
Das muss dir klar sein.

Ich habe seit einiger Zeit keine Erfahrung mehr mit Suse (zuletzt
10.2). Bis dahin gab es aber im Menü der Installationsroutine immer
die Option "installiertes System von Festplatte booten" (oder so
ähnlich). Damit bekam man sehr bequem eine vom Bootlader abgehängte
Installation ans Laufen. Ich nehme einfach mal an, dass es diese Option
noch gibt. Wo der Linuxkernel installiert ist, findet dieses Bootmenü
von selbst. Merke dir vorsorglich den Pfad für die nachfolgende Eingabe.

Wenn du deine Suse-Installation auf diesem Wege starten kannst,
brauchst du nur noch als root per Kommandozeile zuerst "grub-install"
und dann "update-grub"einzugeben. Du möchtest aber vorher "man
grub-install" aufrufen, lesen und verstehen. grub-install installiert
Grub als Bootlader für Linux; update-grub sucht andere bootbare OS und
passt das Grub-Menü entsprechend an.

Das Grubinstaller-GUI aus dem Yast2-Menü würde ich nicht benutzen. Es
war, solange ich mich mit Suse beschäftigt habe, schlecht dokumentiert,
keineswegs ausreichend selbsterklärend und deshalb ein schlechtes
Werkzeug, jedenfalls für mich. Wenn ich mal ein Verständnisproblem mit
Grub anhand der Grub-Dokumentation gelöst hatte, kam ich auch nie in
die Versuchung, die Kommandos dann noch "mit Hilfe" von Yast2
abzusetzten.

Grüße - Wilhelm

Helmut Hullen

unread,
Jan 29, 2012, 6:45:00 AM1/29/12
to
Hallo, Ferdinand,

Du meintest am 29.01.12:

>>> Kann ich diesen Bootloader durch Installation auf Diskette oder
>>> Start-CD einfachst (!) wiederherstellen, so daß ich sofort Zugriff
>>> auf beide Betriebssysteme bekomme?

>> Mit Glück funktioniert bei dir die Supergrubdisk oder die
>> Supergrub2disk.

[...]

> Danke erst einmal, Gernot.Geht das nicht zu reparieren mit den
> vorgesehenen Start-Disketten für Linux

Was für "Start-Disketten für Linux"? So etwas habe ich in den letzten
Jahren nirgendwo mehr gesehen oder angeboten bekommen.

> oder macht man sich dadurch seine eigenen Linux-Einstellungen kaputt?

Vielleicht. Du hast ja sicherlich eine Datensicherung.

Eben habe ich mit der Super_Grub2-CD experimentiert: kann meine
vermurkste Ubuntu-Installation (in einem System mit etlichen
Installationen) nicht wieder lauffähig machen.


Viele Gruesse
Helmut

"Ubuntu" - an African word, meaning "Slackware is too hard for me".

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Gernot Fink

unread,
Jan 29, 2012, 7:28:01 AM1/29/12
to
In article <C1lr5...@helmut.hullen.de>,
Hel...@Hullen.de (Helmut Hullen) writes:
> Eben habe ich mit der Super_Grub2-CD experimentiert: kann meine
> vermurkste Ubuntu-Installation (in einem System mit etlichen
> Installationen) nicht wieder lauffähig machen.

Ich musste die initrd selbst nacheditieren.
mit dem Format (Hd0,x)/boot.... kann man sie leicht per tab finden.
Wenn das nichts hilft noch den kernel und root korrigieren dann klappt es
sicher.

An den OP: ich dachte du suchst was universelles.

--
MFG Gernot

Sieghard Schicktanz

unread,
Jan 29, 2012, 12:39:07 PM1/29/12
to
Hallo Helmut,

Du schriebst am 29 Jan 2012 12:45:00 +0100:

> Eben habe ich mit der Super_Grub2-CD experimentiert: kann meine
> vermurkste Ubuntu-Installation (in einem System mit etlichen
> Installationen) nicht wieder lauffähig machen.

_Wie_ vermurkst? "Bootfähig" ist _nicht_ "lauffähig" - wenn da zwar der
Kernel lädt, aber nachher der Systemstart in die Binsen geht, kann der grub
sicher nix mehr ausrichten - weder der alte noch der zweier.
(Und wenn der Kernel oder die initrd kaputt sind, hat auch kein Bootmanager
eine Chance mehr - der kann schlie0lich keine neuen herstellen.)

--
(Weitergabe von Adressdaten, Telefonnummern u.ä. ohne Zustimmung
nicht gestattet, ebenso Zusendung von Werbung oder ähnlichem)
-----------------------------------------------------------
Mit freundlichen Grüßen, S. Schicktanz
-----------------------------------------------------------

Ansgar Strickerschmidt

unread,
Jan 30, 2012, 4:12:10 AM1/30/12
to
Also schrieb Ferdinand Müller:

> Wie kann ich den beim Hochfahren des Computers angezeigten
> Bootmanager/Bootloader sichern - auf CD beispielsweise oder auf
> Diskette?
>
> Installiert habe ich Windows XP SP3 auf HD1 sowie OpenSuse 12.x auf HD
> 2. Hierzu installiert sich ja seitens Linux ein Bootloader zum
> Aussuchen des jeweils gewünschten Betriebsprogrammes.
>
> Dieser Bootloader/Bootmanager fiel mir urplötzlich aus, so daß ich
> weder auf Windows noch auf den Pinguin Zugriff bekam.
>
> Kann ich diesen Bootloader durch Installation auf Diskette oder
> Start-CD einfachst (!) wiederherstellen, so daß ich sofort Zugriff auf
> beide Betriebssysteme bekomme?
>
> Wie würde das funktionieren? Sogar noch auf deutsch?

Am einfachsten ist es, GRUB nicht in den Master Boot Record zu
installieren, sondern in den Bootsektor der aktiven Partition.
Dann reicht es, einen Standard-MBR einzuspielen, der immer den Bootloader
von der aktiven Partition nachstartet.

Wenn man sich den Bootloader mal zerstört hat, ist es am besten, man wirft
die Installations-CD des jeweiligen installierten Linux ein, bootet von
dort aus im Rettungsmodus in das auf der Platte installierte System und
macht dort als root ein erneutes "grub-install <Boot-Device>".

Sichern des MBR und/oder des Bootsektors der Partition ist mitunter etwas
sinnfrei, weil sich die Kernel-Version jederzeit bei einem Update
ändernkann, und ggf. ist die bisher vorhandene Kernel-Konfiguration schon
kurz nach der Sicherung nicht mehr vorhanden. Ein Neu-Einspielen des
Bootloaders auf die beschriebene Art ist dagegen immer zielführend und
auch nicht komplizierter als ein Rücksichern.

Ansgar


--
*** Musik! ***

Christoph 'Mehdorn' Weber

unread,
Jan 30, 2012, 7:04:25 AM1/30/12
to
Hallo!

* Ansgar Strickerschmidt <dropspamhe...@arcor.de>:

> Am einfachsten ist es, GRUB nicht in den Master Boot Record zu
> installieren, sondern in den Bootsektor der aktiven Partition.
> Dann reicht es, einen Standard-MBR einzuspielen, der immer den
> Bootloader von der aktiven Partition nachstartet.

Interessant kann auch das Paket "mbr" sein. Da ist ein kleiner
Lader drin, mit dem man sogar aus den (primären) Partitionen
auswählen kann. Hatte das zeitweilig mit zwei Linuxen in Betrieb,
wo ich keine separate, gemeinsame Bootpartition erstellt hatte und
dann ein Grub den anderen im MBR verdrängt hätte. Man konnte IIRC
sogar per Kommandozeile vor dem Reboot ansagen, welche Partition
man haben will.

Christoph

--
Und wann wird USA endlich durch USB abgeloest?
Und wie verhaelt sich das dann mit USV?
(Mark Lothschuetz)

Christoph 'Mehdorn' Weber

unread,
Jan 30, 2012, 8:02:26 AM1/30/12
to
Hallo!

* Helmut Hullen <Hel...@Hullen.de>:

>> Danke erst einmal, Gernot.Geht das nicht zu reparieren mit den
>> vorgesehenen Start-Disketten für Linux
> Was für "Start-Disketten für Linux"?

Vermutlich die, die bei Kauf-Distributionen den CDs oft noch
beiliegen. Meist ist da nur Kernel, Initrd und eine Sammlung
CD-Treiber dabei, damit man bei Systemen, die nicht von CD
booten wollen, irgendwie an die Installationsmedien kommt.

> So etwas habe ich in den letzten Jahren nirgendwo mehr gesehen
> oder angeboten bekommen.

Zudem bekommt man im Netz weiterhin diverse Rettungsdisketten
wie "Tom's rt+bt" angeboten. Ausgerechnet letzteres wird aber
zunehmend problematisch, da Kernel und Libc recht alt sind und
damit teilweise schon das chroot, spätestens aber Shell oder
Bootloader dann Schwierigkeiten machen (wenn man den Bootup fixen
wollte; sonstige Probleme behebt man eher direkt als per externem
Bootmedium).


Im Prinzip sollte man das vielleicht mal neubauen. Dank besserer
Packverfahren wie lzma/xz kann da bestimmt noch etwas herausholen.

> Eben habe ich mit der Super_Grub2-CD experimentiert: kann meine
> vermurkste Ubuntu-Installation (in einem System mit etlichen
> Installationen) nicht wieder lauffähig machen.

Wo scheitert es denn? Meist reicht es, wenn man den Bootloader
zum Laufen bekommt, es sei denn, Kernel oder Initrd sind auch
defekt. Und wenn die tun, kann eigentlich nur noch eine defekte
libc aufhalten, und dagegen helfen statische Shells wie die sash
oder gar ein statisch gelinktes Busybox.

Danach könnte man im Zweifel über das Paketsystem einfach alle
installierten Pakete reinstallieren lassen und sollte danach nur
noch mit ggf. verbockten Konfigurationen kämpfen müssen.


Eventuell ist aber sichern von /home, /etc und /var,
Neuinstallation und Rückspielen interessanter Parts schneller
erledigt -- kommt darauf an, ob du nur ein funktionierendes
System willst oder ob es dir um die Reparatur-Erfahrung geht.

Christoph

--
Zitat:
"The terrorists continue to plot against America and the civilized world."
Man beachte die Unterscheidung.
(Arthur Erhardt)

Helmut Hullen

unread,
Jan 30, 2012, 9:30:00 AM1/30/12
to
Hallo, Christoph,

Du meintest am 30.01.12:

>>> Danke erst einmal, Gernot.Geht das nicht zu reparieren mit den
>>> vorgesehenen Start-Disketten für Linux

>> Was für "Start-Disketten für Linux"?

> Vermutlich die, die bei Kauf-Distributionen den CDs oft noch
> beiliegen. Meist ist da nur Kernel, Initrd und eine Sammlung
> CD-Treiber dabei,

???
Der Kernel ist heutzutage of viel grösser als 4 MByte, und die Init-
Ramdisk ist noch viel grösser.

> Zudem bekommt man im Netz weiterhin diverse Rettungsdisketten
> wie "Tom's rt+bt" angeboten. Ausgerechnet letzteres wird aber
> zunehmend problematisch, da Kernel und Libc recht alt sind und
> damit teilweise schon das chroot, spätestens aber Shell oder
> Bootloader dann Schwierigkeiten machen (wenn man den Bootup fixen
> wollte; sonstige Probleme behebt man eher direkt als per externem
> Bootmedium).

Eben - aktuelle Kernel passen nicht mehr auf eine Diskette.

Christoph 'Mehdorn' Weber

unread,
Jan 30, 2012, 7:58:05 PM1/30/12
to
Hallo!

* Helmut Hullen <Hel...@Hullen.de>:

> Der Kernel ist heutzutage of viel grösser als 4 MByte, und die
> Init-Ramdisk ist noch viel grösser.

Es geht durchaus auch kompakt. Ich baue derzeit arbeitsseitig
Images für Embedded-Kisten, die ca. 8 MiB groß sind und neben
Kernel, Busybox etc. auch noch genug Software zum Betrieb von
Telefonanlagen mitbringen -- dabei geht schon über ein MiB für
komprimierte Ansagen drauf und bei einem Rettungssystem könnte
man vermutlich auch auf Perl, Webserver&Co. verzichten.

Ich könnte mir durchaus vorstellen, daß das noch durchaus
machbar ist. Und wenn nicht, macht man es wie Debian und hat
eine Diskette mit dem Kernel und eine mit der Initrd (die vier
Disketten mit Extra-Modulen wird man sich wohl sparen können).
Und da man keinen Installer in der Initrd braucht, kann man den
Platz sinnvoll für die wichtigsten Module oder Rettungstools
verwenden.

Christoph

--
Heuristik ist, wenn der Virenscanner die format.com loeschen will!
(Eric Wick)

Helmut Hullen

unread,
Jan 31, 2012, 1:34:00 AM1/31/12
to
Hallo, Christoph,

Du meintest am 31.01.12:

>> Der Kernel ist heutzutage of viel grösser als 4 MByte, und die
>> Init-Ramdisk ist noch viel grösser.

> Es geht durchaus auch kompakt. Ich baue derzeit arbeitsseitig
> Images für Embedded-Kisten, die ca. 8 MiB groß sind und neben
> Kernel, Busybox etc. auch noch genug Software zum Betrieb von
> Telefonanlagen mitbringen -- dabei geht schon über ein MiB für
> komprimierte Ansagen drauf und bei einem Rettungssystem könnte
> man vermutlich auch auf Perl, Webserver&Co. verzichten.

Hier: Slackware 3.0.4 (selbstgebacken, ohne Video, fast alles fest
einkompiliert) liefert mir einen Kernel von 4,6 MByte, dazu eine (fast
leere) Init-Ramdisk von 1,4 MByte.

Kernel 2.4 passte noch auf eine 1,44-MByte-Diskette, Kernel 2.6 nicht
mehr. Aus der Erinnerung: darauf wird irgendwo auch ausdrücklich
hingewiesen.

> Ich könnte mir durchaus vorstellen, daß das noch durchaus
> machbar ist. Und wenn nicht, macht man es wie Debian und hat
> eine Diskette mit dem Kernel und eine mit der Initrd (die vier
> Disketten mit Extra-Modulen wird man sich wohl sparen können).

Das kenne ich (mit Kernel 2.0.x) noch von Trinux, war mein erstes
Rettungssystem.

Aber: wo bietet Debian so etwas jetzt noch an?

Christoph 'Mehdorn' Weber

unread,
Jan 31, 2012, 5:55:25 AM1/31/12
to
Hallo!

* Helmut Hullen <Hel...@Hullen.de>:

> Hier: Slackware 3.0.4 (selbstgebacken, ohne Video, fast alles
> fest einkompiliert) liefert mir einen Kernel von 4,6 MByte

Und da ist der Fehler: "fast alles" -- für ein Rettungssystem
braucht man hingegen "fast nichts": ein wenig Konsole, die
nötigsten Treiber für den Zugriff auf Diskette/Platte und ein
paar Dateisystemtreiber. Eventuell noch Netzwerk, aber das
braucht man zur Bootloaderreparatur nicht zwingend.

> dazu eine (fast leere) Init-Ramdisk von 1,4 MByte.

Wie gesagt, Busybox rein (ist eh meist drin) und schon hat man
eine gute Grundlage für das Rettungssystem.

> Kernel 2.4 passte noch auf eine 1,44-MByte-Diskette, Kernel 2.6
> nicht mehr. Aus der Erinnerung: darauf wird irgendwo auch
> ausdrücklich hingewiesen.

IIRC war es nur so, daß er einen Bootloader braucht, während 2.4
noch passend anfing und direkt bootete, wenn man ihn direkt an den
Anfang der Diskette geschrieben hat.

>> Und wenn nicht, macht man es wie Debian und hat eine Diskette
>> mit dem Kernel und eine mit der Initrd (die vier Disketten mit
>> Extra-Modulen wird man sich wohl sparen können).
> Aber: wo bietet Debian so etwas jetzt noch an?

Mit Kernel 2.6.18 gibt es das z. B. unter:
<http://ftp.de.debian.org/debian-archive/debian/dists/etch/main/installer-i386/current/images/floppy/>

Sind sogar nur noch 3 Disketten (bei Woody waren es 4).

Christoph

--
Auch mobile Beschattung mit Fahrraedern, Mopeds, Motorraedern, Autos,
Lastwagen, Booten oder kleinen Flugzeugen ist moeglich. --
Wer's mag. Ich lasse mich lieber von Baeumen oder Sonnenschirmen beschatten.
(Nico Hoffmann)

Sieghard Schicktanz

unread,
Jan 31, 2012, 2:12:16 PM1/31/12
to
Hallo Christoph,

Du schriebst am Tue, 31 Jan 2012 11:55:25 +0100:

> Und da ist der Fehler: "fast alles" -- für ein Rettungssystem
> braucht man hingegen "fast nichts": ein wenig Konsole, die

Nicht nur für ein Rettungssystem, auch für ein ganz normales System - wenn
der Kernel die Platte findet und sein Filesystem ansprechen kann, kann er
doch von dort alles weitere nachladen. Kann doch eh alles per Modul
eingebunden werden. (Jedenfalls bei den PC-Prozessoren, bei den ARMen
embedded Systemen schaut's leider deutlich schlechter aus...)
Mein Kernel für die "große" Maschine, den ich mir selber baue, weil ich
"zuviele" serielle Schnittstellen brauche, passt fast noch auf eine
(1,44MB-) Diskette: 3.1.0 1485536 Bytes, 3.2.2 1496016 Bytes.
Aber daran läßt sich auch ein Trend erkennen...
Sicher sind die Konfigurationen jeweils dieselben - ist ja für dieselbe
Maschine.

Christoph 'Mehdorn' Weber

unread,
Jan 31, 2012, 8:05:01 PM1/31/12
to
Hallo!

* Sieghard Schicktanz <Sieghard....@SchS.de>:

> Mein Kernel für die "große" Maschine, den ich mir selber baue, weil ich
> "zuviele" serielle Schnittstellen brauche, passt fast noch auf eine
> (1,44MB-) Diskette: 3.1.0 1485536 Bytes, 3.2.2 1496016 Bytes.

Du hast vermutlich mit '-O2' gebaut, oder? Wenn es um Größe
geht, kann der Wechsel auf '-Os' deutliche Effekte bringen.

Und welche Kompressionsmethode hast du gewählt?

> Sicher sind die Konfigurationen jeweils dieselben - ist ja für
> dieselbe Maschine.

Ganz sicher? Sowohl bei 'make oldconfig' passiert es mir, daß
ich ab und zu versehentlich etwas durchwinke, was ich gar nicht
wollte, als auch bei 'make menuconfig', wo ich ab und zu ein
vorausgewähles '[NEW]' übersehe. Neue Default-Features können
lästig sein.

Christoph

--
Bei uns wird Hand in Hand gearbeitet:
Was die eine nicht schafft, laesst sie andere liegen.

Sieghard Schicktanz

unread,
Feb 1, 2012, 1:34:40 PM2/1/12
to
Hallo Christoph,

Du schriebst am Wed, 1 Feb 2012 02:05:01 +0100:

> > (1,44MB-) Diskette: 3.1.0 1485536 Bytes, 3.2.2 1496016 Bytes.
>
> Du hast vermutlich mit '-O2' gebaut, oder? Wenn es um Größe
> geht, kann der Wechsel auf '-Os' deutliche Effekte bringen.

Nicht explizit, und implizit nur das "übliche":

# grep OPTIMI .config
CONFIG_ARCH_SUPPORTS_OPTIMIZED_INLINING=y
CONFIG_CC_OPTIMIZE_FOR_SIZE=y
CONFIG_OPTIMIZE_INLINING=y

Ob damit jetzt -O2 oder was anderes eingeschaltet wird, weiß ich so
nichtmal.

> Und welche Kompressionsmethode hast du gewählt?

Natürlich eine gute - LZO.

> > Sicher sind die Konfigurationen jeweils dieselben - ist ja für
> > dieselbe Maschine.
>
> Ganz sicher? Sowohl bei 'make oldconfig' passiert es mir, daß

235,78%. Den 3.2.2 habe ich nämlich erst vorgestern gebaut, und das
"make oldconfig" dazu lief _ohne eine einzige_ zusätzliche Abfrage durch.
Hat mich zwar gewundert, aber war so. Allerdings habe ich den 3.2.2er Kernel
noch nicht mal gebootet... (momentan läuft noch der 3.1.0er.)

> ich ab und zu versehentlich etwas durchwinke, was ich gar nicht

Nur, wenn das ohne Rückfrage eingeschoben wurde - und ich will doch nicht
hoffen, daß die Unsitte, zu meinen, daß man alles besser wüßte als der
dumme Anwender, jetzt auch beim Linux-Kernel Einzug gehalten hat.
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