Nach meinen Abenteuern mit fcpci bin ich nun am experimentieren mit
mISDN (1.1.9.2 als auch 2.x). Letzteres passt nicht richtig ins
System, will nicht richtig kompilieren, aber ersteres scheint zu
funktionieren. (Jedenfalls werden alle Module gebaut und mISDNuser
klappt auch).
Aber Capiplugin klappt nicht. Alle dazu notwendigen Module sind
geladen, aber capiplugin besteht auf:
| capiplugin: CAPI_REGISTER failed - CAPI not installed (0x1009) [No
such device or address (6)]
Kernel ist 2.6.28, der 2.6.32 will nicht mit den userspace-tools
zusammen...
Bin ich bezüglich mISDN und capiplugin generell auf dem Holzweg oder
habe ich nur eine falsche Abzweigung genommen?
(Christian) Jason Peper
(gerade via google groups, mein Upstream hat techn. Probleme)
--
Fachbegriffe der Informatik:
263: MCSE
Meine Computerkenntisse Sind Erbärmlich
- Sebastian Posner
Ersteres. mISDN != CAPI. Genauer: mISDN stellt keine CAPI zur Verfügung.
Wenn ich es richtig mitgekriegt habe (selber bin ich von mISDN wieder
abgekommen), ist für Wählverbindungen mit mISDN "LCR" das Stichwort.
HTH
Tilman
Storno. Wie ich gerade auf der isdn4linux-Mailingliste lese, soll das
mittels des Moduls mISDN_capi doch gehen.
Vielleicht mal die Ausgabe von lsmod posten, damit man sehen kann, ob
die notwendigen Module (insbesondere mISDN_capi, kernelcapi, capi und
capifs) alle geladen sind.
HTH
T.
sitze hier vor einem ähnlichen Problem.
Benutze jetzt unter gentoo misdn direkt aus dem Kernel 2.6.32.
grobe Gründe/Historie:
- fritzcapi kompiliert nicht (probiert: Kernel 2.6.31/30/16)
- fcpci kompiliert kann auch (prinzipiell) benutzt werden, friert mir aber dauernd die komplette Maschine ein Ziel ist es einen Kanal zum Auswählen (provider) und einen Kanal zum Einwählen (dialin) zu verwenden. (probiert: 2.6.31/30/27/16)
Zwischenzeitlich erreichte Zustände:
A Kann pppd für demand-dialing starten - beim Wählen friert die Maschine ein.
B Wählen klappt - beim dial-in friert die Maschine ein
(War über eine Stunde oder so stabil) nach nem reboot: A
*kopfschüttel*
- neue Idee: misdn - von Hand runterladen und kompilieren/in den Kernel integrieren klappt wegen (gegoogleten) typedefproblemen nicht [/root/mISDN-1_1_9.1/drivers/isdn/hardware/mISDN/helper.h:74: error: expected ')' before '*' token] - Vermutung: Kernel-Header passen nicht.
Habe gelesen, dass die fritzcard ab 2.6.32 im Kernel ist und mich gefreut - lässt sich auch wunderbar kompilieren, installieren und laden....
ABER: ~ # capiinit
ERROR: failed to load driver avmfritz
....
lsmod zeigt:
Module Size Used by
capi 8933 0
capifs 1893 2 capi
kernelcapi 20136 1 capi
avmfritz 7861 0
mISDNipac 14955 1 avmfritz
intel_agp 19253 0
atl2 17665 0
mISDN_core 57405 3 avmfritz,mISDNipac
die notwendigen Dinge sehe ich - was ich vermisse nach meinen google-Recherchen ist: capi_misdn
Gibt's das nicht mehr, brauche ich das nicht - im Kernel finde ich keine Option - (in den Google-Ergebnissen, die ich gefunden habe, scheint's die bei ~2.6.8 und manuell installiertem misdn noch gegeben zu haben).
Bin ziemlich ratlos ....
Jemand eine Idee für mich?
Oder einen Pointer auf aktuelle Doku/Diskussionen/Problemlösungen bzgl. 2.6.32 oder misdn...
Bin für jede Hilfe dankbar!
> Bin ziemlich ratlos ....
>
> Jemand eine Idee für mich?
> Oder einen Pointer auf aktuelle Doku/Diskussionen/Problemlösungen
> bzgl. 2.6.32 oder misdn...
>
> Bin für jede Hilfe dankbar!
Ich glaube, man kann das auch so zusammenfassen:
1. ISDN war von Linux schon immer schlecht unterstützt
2. Datenverbindungen über ISDN sind heute aus der Mode gekommen
Nach diversen Gesprächen mit ISDN-Karten-Herstellern, kann man die Lage
nicht anders beschreiben. Das einzige, was noch funktionieren könnte
(ja, das ist krank), ISDN über Asterisk benutzen und darüber dann PPP
machen (sagte ich schon, dass das krank ist?). Wer zur Hölle kommt auf
eine so kranke Idee?
Ich zweifle daran, dass ich den Protokollstapel überhaupt verstehen
will, der sich da auftürmt, wenn man das so betreibt, auch will ich
nicht wissen, wieviel Megabyte Code da durchlaufen werden, um PPP über
ISDN machen zu können.
Ich glaube, das vernünftigste ist, man macht einfach mit Liunx kein ISDN
mehr. ISDN haben die in Amiland nicht, daher existiert das nicht.
Mein Lichtblick sind noch die Dialogic-Karten, die kosten aber fast
soviel, wie eine Doppelhaushälfte.
mfg
Oli
--
Man darf ruhig intelligent sein, man muss sich nur zu helfen wissen
Du schriebst am Wed, 09 Dec 2009 03:01:16 +0100:
> Ich glaube, man kann das auch so zusammenfassen:
> 1. ISDN war von Linux schon immer schlecht unterstützt
Das würde ich nicht so sehen - zu Zeiten, als die internet-Zugänge noch
hauptsächlich per Modem und ISDN liefen, war ISDN unter Linux sehr gut
unterstützt; das waren die Zeiten von Hisax und ISDN-Modem-Emulation.
> 2. Datenverbindungen über ISDN sind heute aus der Mode gekommen
Seit der Einführung von ADSL, spätestens der Verbreitung in den
"Ballungsgebieten", ging die Unterstützung von ISDN laufend zurück; ein
wesentlicher Faktor dabei war auch, daß die Firmen, die ISDN-Karten
hergestellt hatten, immer weniger wurden, und daß die Firma, die Linux am
stärksten unetrstützt hatte (AVM), die Unterstützung recht plötzlich fast
völlig einstellte.
Und dann kam der Kernel 2.6 und mISDN, das alles viel besser können sollte;
und das nie aus den Windeln 'rauskam... Aber der Hisax wurde dafür fast aus
dem Kernel geschmissen, jedenfalls ist er nur noch recht halherzig dabei...
> Ich glaube, das vernünftigste ist, man macht einfach mit Liunx kein ISDN
Allmählich könnte man das so sehen - das "Problem" (es ist keins, wenn man
eine Hisax-unterstützte Karte hat) löst sich sowieso bald, wenn es keine
neuen Maschinen mehr mit PCI-Bus geben wird.
> mehr. ISDN haben die in Amiland nicht, daher existiert das nicht.
_Das_ war schon immer ein Problempunkt bei ISDN, ISDN unter Linux war schon
immer ein fast ausschließlich deutsches Projekt.
> Mein Lichtblick sind noch die Dialogic-Karten, die kosten aber fast
> soviel, wie eine Doppelhaushälfte.
^>-]
NEIN, _kein_ Komma hier! Du darfst meinetwegen einen Gedankenstrich machen,
um zu zeigen, daß Du Schwierigkeiten hast, einen Vergleich zu finedn, aber
_kein_ Komma! Ein Komma an der Stelle ist ein Stolperstein, ein
Lesehindernis, man verliert den Faden und vergißt, was Du sagen wolltest.
Sorry - aber sowas geht mir zunehmend auf den Wecker, und ich bin doch
sowieso schon ein beliebtes Ziel für die Schreib-, Tipp- und Grammatik-
Fehlerchen, die beim Schnellschreiben nicht ausbleiben. Da können einem die
Schlampereien so mancher beim Schreiben ihrer Formulierungen schon recht
sauer aufstoßen... :-(
Never mind...
--
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nicht gestattet, ebenso Zusendung von Werbung oder ähnlichem)
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Mit freundlichen Grüßen, S. Schicktanz
-----------------------------------------------------------
Das ist so nicht richtig. Zu Zeiten von Kernel 2.4 und Deutschland als
Vorreiter der Telefonnetzdigitalisierung war die ISDN-Unterstützung
von Linux eigentlich recht gut. Mit SuSE und einer HiSax-Karte kam man
wunderbar ins Netz. Die seitdem eingetretene Verschlechterung wurde im
wesentlichen von zwei Umständen verursacht:
- die abnehmende Attraktivität von ISDN durch das Aufkommen von DSL
- das Debakel mit der voreiligen Abschaffung und notgedrungenen
Wiedereinführung von ISDN4Linux beim Kernel 2.6
> 2. Datenverbindungen über ISDN sind heute aus der Mode gekommen
In DSL-versorgten Gebieten ist das wahr. 64 oder 128 kBit/s locken heute
keinen Hund mehr hinter dem Ofen hervor. Aber da, wo man kein DSL bekommt,
ist ISDN für viele immer noch das Mittel der Wahl. Besser jedenfalls als
Analogmodem. Ich bekomme immer noch Anfragen in der Richtung. (Selber
habe ich Gott sei Dank DSL.)
> Nach diversen Gesprächen mit ISDN-Karten-Herstellern, kann man die Lage
> nicht anders beschreiben. Das einzige, was noch funktionieren könnte
> (ja, das ist krank), ISDN über Asterisk benutzen und darüber dann PPP
> machen (sagte ich schon, dass das krank ist?). Wer zur Hölle kommt auf
> eine so kranke Idee?
Das wäre allerdings wirklich krank. Wer macht denn sowas?
Wirklich funktionieren (nicht nur könnte, sondern) tut:
1. Der SuSE-Weg: smpppd, ippp, ISDN4Linux (ja, auch heute noch) mit einem
vom alten ISDN4Linux-Subsystem unterstützten Adapter (HiSAX-Familie,
viele andere passive PCI-Karten, aber auch USB-Geräte wie die
[Eigenwerbung] Gigaset SX255.)
2. Der CAPI-Weg: pppd, capiplugin, kcapi mit einem vom Kernel CAPI
Subsystem unterstützten Adapter (aktive Karten, v.a. von AVM und
Eicon, aber auch USB-Geräte wie - ab Kernel 2.6.33 - die [schon wieder
Eigenwerbung] Gigaset SX255.)
mISDN, das dritte und jüngste Linux-ISDN-Subsystem, scheint das Thema
Datenverbindungen hingegen eher zu vernachlässigen.
ISDN über Asterisk ist schön, wenn man auf diesem Weg Sprachverbindungen
vermitteln will. Das ging früher auch über ISDN4Linux, neuere Asterisk-
Versionen haben aber wohl kein chan_i4l mehr.
> Ich glaube, das vernünftigste ist, man macht einfach mit Liunx kein ISDN
Wenn man wirklich Bedarf für ISDN mit Linux hat, gibt es durchaus
vernünftige Möglichkeiten, den zu decken. Aber man sollte sich schon
überlegen, ob es im konkreten Fall nicht vernünftiger ist, z.B. einen
ISDN-Router davorzusetzen. (Wie es ja auch oft nicht die sinnvollste
Lösung ist, das PPPoE einer DSL-Verbindung direkt auf dem Linux-PC zu
terminieren.)
> mehr. ISDN haben die in Amiland nicht, daher existiert das nicht.
Schlimmer als das: die haben ISDN so verhunzt, dass man es nicht mehr
haben will. Ich sage nur "SPID".
> Mein Lichtblick sind noch die Dialogic-Karten, die kosten aber fast
> soviel, wie eine Doppelhaushälfte.
Von Faller[1]? ;-)
Grüßlis,
Tilman
[1] Die Doppelhaushälfte, nicht die Dialogic-Karte.