Hallo Sabine,
Du schriebst am Wed, 1 May 2013 18:44:38 +0200:
> puhha, mit Elektrizitaet stand ich schon immer auf Kriegsfuss.
Schlecht, wenn man mit solchen Geräten spielen will... ;->
Zur Sache: Die Spannungsversorgung für USB ist - gemäß der offiziellen
Spezifikation! - dermaßen knapp ausgelegt, daß schon längere Leitungen zum
Unterschreiten der Spannungsgrenzen führen könnten. Aus dem Grund sind fast
nirgends brauchbare Schutzelemente eingebaut - bei einem meiner Boards
waren das z.B. sog. 0-Ohm-Widerstände in SMT, ca. Größe 0603, von denen
sich bei einer Überlastung dann sogar einer mal "aufgelöst" hat (und später
durch einen Lotklecks ersetzt wurde;).
Inzwischen ist das durch die fast durchgängige 3,3V-Technik ein wenig
"entzerrt" worden, aber nachdem keine Schutzmaßnahme immer noch billiger
ist als welche einzubauen, blieb es halt dabei, die Spannungsversorgungen
einfach "hart" aufeinanderzuschalten. Nachdem die alle sowieso die
"gleiche" Spannung liefern (innerhalb +/- 5%), ist das auch meistens
folgenlos - die Quelle mit der höchsten Spannung liefert halt am meisten
Strom, bis ihr "die Puste ausgeht", und wenn sie "in die Knie" geht, dann
liefern die anderen in der Reihenfolge ihrer Spannungspegel eben nach,..
Soweit die Theorie, die bei Linearreglern auch weitestgehend zutrifft.
Bei getakteten Stromversorgungen kann das direkte Aufeinanderschalten aber
- je nach den vorhandenen Sieb- und Entkopplungsmaßnahmen - ganz
"interessante" Effekte produzieren, von harmlosem Mitziehen von Frequenz
oder Tastverhältnis bis zu heftigem Schwingen - was dann durchaus zum
"Totalausstieg" eines der Geräte führen kann.
> Also, das Netzteil, das ich habe, Hat oder liefert oder was auch immer
> 1A, also > 700mA.
Damit bleiben rechnerisch 300mA für den USB - bei USB2 könnten
angeschlossene Geräte bis zu 500mA pro Port ziehen. 1A ist da für mehr als
2 Ports schon unterdimensioniert, oder, anders ausgedrückt, auf einen
Gleichzeitigkeitsfaktor < 1 ausgelegt...
> Auf dem HUB steht drauf "Output 5V === 2,5A.
Auf dem _Hub_ selber oder auf seinem Netzteil? Wenn auf dem Hub selber, und
der hat 5 Ports, dann passt das. Wenn auf dem Netzteil, dann ist das eben
dessen Bemessungsgrenze, mehr gibt es nicht her, ohne Schaden zu nehmen
oder abzuschalten.
> Aber ich weiss nicht, wie sich das "verteilt" Rspberry Pi-Versorgung
> einerseits und USB-Anschluesse andererseits.
Das verteilt sich dann nach Bedarf - die angeschlossenen Geräte holen sich
den benötigten Strom, solange es ausreichend gibt und die Spannung nicht
einbricht. Wenn letzteres passiert, dann leidet darunter halt die
Funktion...
(Theoretisch gibt es bei den USB-Ports eine zweistufige Begrenzung: ein
Port sollte nicht mehr als [AFAIR] 200mA hergeben, wenn sich daran noch
kein Gerät gemeldet hat und seinen Strombedarf angegeben, danach darf er
bis zu 500mA liefern, sofern das Gerät das verlangt. Speicher-Sticks
brauchen aber meist nur ein paar bis ein paar zig mA, für die lohnt sich
das Anmelden des Bedarfs nicht. Nur gibt es ein paar Sticks, die beim
_Einstecken_ mal einen "tiefen Zug aus der Pulle" nehmen, d.h. ein paar
hundert mA für ein paar µs bis ms aufnehmen. Das bringt dann u.U. auch gut
versorgte Hubs in Schwierigkeiten, besonders wenn sie die Grenzwerte
wirklich einzuhalten versuchen...)
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Mit freundlichen Grüßen, S. Schicktanz
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