Hallo Marcus,
Du schriebst am Tue, 10 Apr 2012 17:02:35 +0200:
> > Auswahl des 64-Bit-grub zur Installation. Und warum wird der überhaupt
> > angeboten, wenn man ihn mit dem System, unter dem er installiert werden
^^^^^^^er (gnrfzg(c))
> > soll, garnicht funktionieren _kann_? Und wenn dabei der efibootmanager
> > aufgerufen worden wäre, hätte ich doch wohl wenigstens dessen
> > Fehlermeldung sehen müssen?
> Nein. Ich bin selbst auf den ganzen Kram am Anfang reingefallen und hab
Naja, eine Fehlermeldung eines nicht so ganz unwesentlichen Teils der
Aktion (efibootmanager) sollte wohl nicht ohne weiteres unterdrückt werden?
Sie kommt auch, wenn man das "einfach so" aufruft, dann will der nämlich
die BIOS-Version installieren. Wie das eben brave Anhänger des mächtigen
Monopolisten tun sollen. :-( ];-[=]
> mit grub kämpfen müssen, weil da die Doku nicht wirklich toll ist.
Mit der grub-Dokumentation habe ich nicht so sehr viele Probleme gehabt,
wenn auch die Beschreibung von grub-install mehr Löcher als Information
aufweist. Unter aller Sau ist allerdings die "Dokumentation" des
efibootmanagers - die ist eher nicht vorhanden, grade mal die Auflistung
der Optionen, und die Hinweise auf die intel-Machwerke führen eher in die
Irre, als daß sie helfen könnten.
> Trick war dann bei meinem speziellen Problem, grub einfach ohne jeden
> weiteren Paramter aufzurufen und wunderbarerweise hat der dann alles
> automatisch richtig gemacht - sobald man ihn aus einem laufenden System
Du hast das aber auch bei einem 64-Bit-System gemacht (ich habe Deine
Ausführungen gelesen). Ich habe noch ein 32-Bit-System, da scheint das
nicht zu klappen, obwohl irgendwelche hirnverbrannte Dödel (sorry...)
sowohl den grub _für_ _dieses_ System in 32 Bit _für_ ein 64-Bit-BIOS
anbieten, als auch den efibootmanager (32-bittig).
> im EFI Modus installiert. Ist so ein kleines Henne/Ei Problem und die
> Doku hängt Ewigkeiten hinter EFI hinterher.
Und ist an wesentlichen Stellen einfach irreführend, weil für ganz andere
Konfigurationen vorgesehen.
> >> Firmware und Bootcode/Kernel müssen in Sachen Bitformat immer
> >> übereinstimmen.
> >
> > Zumindest für den Kernel scheint das nicht zuzutreffen, siehe letzten
> > Absatz - der Übergang Bootcode -> Kernel funktioniert. Nur das
> > "initiale" Starten _überhaupt_ eines plattenresidenten Programms
> > funktioniert eben nicht.
>
> Logisch. Dafür muß der Bootloader bei Efi halt angemeldet sein. Anmelden
> geht aber nur bei einem 64 bittigen UEFI mit efibootmgr unter einem 64
> bittigen Kernel. Solange Du den nicht hast, geht es ganz einfach nicht.
Es könnte auch mit einem EFI-Programm gehen, schließlich laufen die ja
anstandslos. Warum gibt es das eigentlich nicht? So kompliziert kann das
doch auch nicht sein - angeblich ist EFI doch standardisiert?
> > Der müßte ja offenbar irgendwo eingetragen werden, und dafür gibt
> > es _nichts_ an Mitteln, was funktionierte.
>
> Doch, efibootmgr funktioniert. Dazu muß aber der Kernel von der
> bitbreite her zu Efi passen, damit das funktioniert.
Eben, und damit gibt es _nichts_ was auf meinem System funktionierte.
> Daß es startet ist klar. Efi kann alles booten, was überhaupt auf der
> CPU läuft. Ich meinte damit nat. mit der Anmeldung des Bootmanagers
> fällst Du auf die Nase.
Das hab' ich gemerkt. Und ich hab' auch gemerkt, daß das _Absicht_ sein muß
- es _gibt_ ja Möglichkeiten, die sogar in der Shell vorgesehen sind - sie
sind nur in _den_ Shells, die für PCs zur Verfügung stehen _ausgebaut_.
Und die Linuxer lassen sich das gefallen, daß man ihnen auf der Nase
'rumtanzt.
> Nur Kernel geht. Ich hab meine ganze Kiste ja komplett von BIOS auf EFI
Sollte, ja, aber anscheinend nicht mit Distributionsunterstützung. Da werd'
ich wohl auch noch basteln müssen. Was das wieder Zeit kostet... :-(
> Im Grunde brauchst Du aber nur einen einmal funktionierendes efibootmgr,
...
> EFI System in 64 Bit für finden und auf ein Bootmedium packen.
So hatte ich das auch gedacht. Werd' ich mir wohl ein aktuelles grml oder
sowas 'runterladen müssen (das wär' sicher auch anderweitig brauchbar).
[Kernel direkt]
> > Sehr theoretisch, das. Müßte sich dazu nicht der Kernel als
> > EFI-Programm "tarnen"?
>
> Wieso tarnen? Der traditionelle Kernel hat ja einen BIOS-Stub vorne
> dranpappen, so daß ein normales BIOS den einfach booten kann. Das gibt
> es schon immer, damit man z.B. früher direkt den Kernel von Floppy
Wurde das nicht vor einiger Zeit zugunsten eines externen Boot-Laders
aufgegeben? Aktuelle Kernel sollen doch nicht nur wegen der Größe nicht
mehr von Floppy (oder CD o.ä.) starten können, sondern brauchen LILO oder
grub dazu.
> starten konnte, wo kein Platz für Bootloader und ähnlichen Luxus war.
> Mit EFI sieht das nicht anders aus. Dann hängt eben ein entsprechendes
> EFI-Stub davor.
Das ginge dann natürlich. Wäre sowieso der sinnvollere Weg - das ganze
Geraffel mit demBIOS ist eigentlich völliger Unsinn, jede Menge Software in
der Maschine, die praktisch nie benutzt wird.
Eigentlich würd's reichen, einen minimalen Lader in einen kleinen Speicher
auf der Karte zu packen, der bei Auslieferung einen USB-Stick oder sowas
booten kann, von dem aus man dann einen anderen oder weiteren _kleinen_
Lader installiert, der das gewünschte Boot-Medium lädt - und auch da
erstmal nur einen minimalen Lader, der dann in der bisherigen Art
schrittweise die ganze Maschine hochfährt.
So wird's ja auch bei den ARMs gemacht, da sitzt der initiale Minimal-Lader
oft sogar in einem prozessorinternen (Flash-) ROM, so daß nichtmal ein
zusätzliches Bauelement anfällt. Die dicken intel- (und AMD-) Prozessoren
dagegen, die schon für die Speicherverwaltung mehr Transistoren (und
Leistung) verbraten als ein ganzer ARM-Prozessor, haben nichtmal ein
eingebautes Boot-ROM. (Naja, bei den internen Temperaturen würde das wohl
auch zu schnell "flüchten"... ];-> )
> > dieses EFI-Glump einfach so überkandidelt daherkommt, daß es nichtmal
> > ein Werkzeug enthält, einen ganz normalen funktionierenden Boot-Lader
> > auf einer GPT-partitionierten Platte als Boot-Lader anzumelden.
>
> Du redest von Consumerkisten. Die sind für Windows und Leute gedacht,
> die gerade mal mit der Maus 'ok' anklicken können. Da sind dann auch gar
Solche Leute brauchen aber keine dicken Prozessoren mit vier "Kernen" und
mehr und allem möglichen anderen Krimskrams.
Aber klar, das ist so wie bei den Autos - die Kiste muß riesengroß sein,
hunderte PS haben (damit sie schneller in die Botanik fligen, dann ist der
Entsorgungseffekt besser) und möglichst viele "Gadgets" eingebaut haben,
vor denen sioe dann nicht mehr zum Aufpassen aufs Fahren kommen und mal
schnell den Gehsteig abräumen oder ein paar Bäume ummmähen.
Ersetzt man Auto mit CPU, PS mit GHz und Kiist mit Speicher, ist das fast
direkt für "Consumer"-Computer zu lesen...
Und, bitte schön, _was_ sollen _die_ dann eigentlich mit dem EFI-Geraffel?
Die _sehen_ das doch nichtmal. Rausgeschissenes Geld und Aufwand.
> keine Shells dabei, mit denen sich die Leute dann womöglich noch die
> Kiste kaputtspielen und die dem Support am Telefon im Mumbai dann auch
> noch Kopfschmerzen bereiten.
Oooch - _der_ Support ist diesen "Nutzern" doch richtig gut angepasst. ];->
> Kaufst Du Dir einen richtigen Rechner aus der Serverecke, sieht das auch
> gleich schon wieder ganz anders aus.
Nnnjaa - aber halt nicht meinem "Geldbeutel"...
Davon abgesehen wüßte ich jetzt nichtmal, wo man was "aus der Serverecke"
als kleiner Programmierer überhaupt herkriegen könnte, unabhängig vom Preis.
> Der Hase. Und der liegt da, weil wie immer: You get what you pay for.
Nee, _das_ stimmt ja schon lange nicht mehr. Du zahlst immer öfter für
Sachen, die Du nie nutzen kannst, weil die andere kriegen. Manchmal kriegst
Du dafür Sachen (fast( umsonst, die Du eigentlich garnicht haben willst.
Die "Globalisierung" im Verein mit dem internet haben's möglich gemacht.
Aber _das_ ist ein anderes, weites Feld...