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Linux-taugliches USB-MIDI-Keyboard

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Holger Marzen

unread,
Mar 25, 2012, 10:47:24 AM3/25/12
to
Hallo Leute,

ich hab nach Jahrzehnten der Abstinenz mal wieder zu fummeln angefangen.
Unter Linux bin ich von dem kostenlosen Gespann Rosegarden, Fluidsynth
und Hydrogen schon recht angetan. Mein Rechner hat genügend Dampf (Core
I5, 16 GB RAM, SSD), aber er ist ein kompaktes Teil ohne Gameport, so
dass ich mein uraltes MIDI-Interface nicht anschließen kann. Das ist
nicht so schlimm, denn eigentlich wäre mir ein kleines Keyboard (2 1/2
Octaven würden schon reichen) für den USB-Anschluss, das MIDI kann,
wegen meines Platzmangels viel lieber.

Gibt es sowas, was auch unter Linux läuft und sich bei ALSA oder Jack
als MIDI-Gerät meldet? Aftertouch muss nicht sein, Anschlagdynamik und
ein oder zwei Modulationsräder wären aber schon fein.

Kurt Harders

unread,
Mar 25, 2012, 11:00:53 AM3/25/12
to
Hallo Holger,

Am 25.03.2012 16:47, schrieb Holger Marzen:

> [...]eigentlich wäre mir ein kleines Keyboard (2 1/2
> Octaven würden schon reichen) für den USB-Anschluss, das MIDI kann,
> wegen meines Platzmangels viel lieber.
>
> Gibt es sowas, was auch unter Linux läuft und sich bei ALSA oder Jack
> als MIDI-Gerät meldet? Aftertouch muss nicht sein, Anschlagdynamik und
> ein oder zwei Modulationsräder wären aber schon fein.

Such Dir ein MIDI-Keyboard aus und scghließ es an. MIDI-Geräte sind zum
Glück sehr weitgehend standardisiert.

Grüße, Kurt

--
KHTronik - Kurt Harders
Elektronik, Softwareentwicklung, Opensource-Beratung
Leimbacher Str. 36
42281 Wuppertal

T +49 202 2 50 11 64
F +49 202 2 50 11 65
M +49 171 8 36 82 33

Stefan Gruber

unread,
Mar 25, 2012, 12:58:39 PM3/25/12
to
Holger Marzen schrieb am Sonntag, 25. März 2012 16:47:
> Mein Rechner hat genügend Dampf (Core
> I5, 16 GB RAM, SSD), aber er ist ein kompaktes Teil ohne Gameport, so
> dass ich mein uraltes MIDI-Interface nicht anschließen kann.

Es gibt MIDI-auf-USB-Adapter, mit denen man alte Geräte immer an den PC
kriegt. Ich habe selbst so eins, das kann unter Linux problemlos
angesprochen werden.

Geräte mit "altem" MIDI-Anschluss in Form sind m.E. universeller.

Mein Stiefsohn hat sich gerade ein schickes Teil von M-Audio mit 49 Tasten
und vielen Reglern besorgt. Das hat nur einen USB-Port, der anscheinend nur
mit Windows und Mac zusammenarbeitet. Das kann man noch nicht mal mit
anderen Standard-MIDI-Komponenten verbinden - ganz schlecht...

Stefan

Ewald Pfau

unread,
Mar 25, 2012, 1:12:22 PM3/25/12
to
[<de.comp.os.unix.linux.hardware> habbichnich]

In de.rec.musik.machen, Holger Marzen <hol...@marzen.de> wrote:
> Hallo Leute,
Hollihallö Derda,

> Gibt es sowas, was auch unter Linux läuft und sich bei ALSA oder Jack als
> MIDI-Gerät meldet?

Besser als USB ist MIDI, wegen galvanischer Entkoppelung. Das macht eine
mögliche Fehlerquelle weniger. Konverter USB zu MIDI-in/out kosten fast nix
(ein Kabelkonverter für in/out ist auch als Zwillingskabel zu haben, ist
also auch nur 1 Strippe), oder sind bei Soundkarten sowieso dabei.

Wenn die passenden Module mit einkompiliert sind, meldet sich da eigentlich
nix von selber. Die Daten liegen an und werden abgeholt. Es könnte sein,
dass man via ALSA den Namen des Ports angeben muss (z.B. bei Aufruf von
jackd), den verrät ein <cat /proc/asound/cards> (und was per USB
angeschlossen ist, zeigt <lsusb>), wenn das Gerät fehlt, muss gesucht
werden, warum. Die Kernels der Distributionen sind aber typischerweise
ziemlich 'breitbandig' konfiguriert, sodass normalerweise hoffentlich alles
gleich bedient wird, was so herumfliegt.

Für Audio findet man die Geräte, wenn es mehrere sind, auch via <aplay -l>
bzw. <arec -l>, und wenn sonst keine Programme dazwischenfunken, kann man
dann mit <alsamixer -cx> (x ist die gefundene Gerätenummer) direkt
manipulieren.

Sound via HTML-Browser greift typischerweise nur auf die Nummer 0 zu; die
Reihenfolge lässt sich, in Grenzen, manipulieren durch einen Eintrag in
</etc/modules.d/modules.conf>, z.B., um eine eingebaute Karte an die zweite
Stelle verschieben, sodass externer USB-Sound immer als Nummer 0 erscheint,
bei mir mit der Zeile: <options snd_intel8x0 index=1>, d.h., der Name
'snd_intel8x0' steht für das Modul für den eingebauten Sound. Ok, ALSA ist
eine ziemlich große Bastelkiste, wenn man will.

Die sparsamste und sicherste Möglichkeit, MIDI aufzuzeichnen, wird via des
Direktwerkzeugs von ALSA sein, <arecordmidi>, hier gilt analog: Mit
<arecordmidi -l> werden alle MIDI-Geräte angezeigt, und <arecordmidi -px:y>
(mit 'x:y' als Port, den '-l' ausgegeben hat) nimmt auf, bis man per
Control-C (äh ... in der Siemens-Welt heißt das Strng-C oder so)
unterbricht.

Hier ein paar Zeilen, um die Suche der Portnummer fix an den Namen des
Konverters zu koppeln (der in der 6. Zeile als Konstante angegeben ist;
aufzurufen mit dem Namen einer zu erstellenden Midi-Datei als Parameter):

------------------- schnipp -------------------------------------
#!/bin/sh

if [ -r $1 ]; then { echo "$1 exists"; exit;
}; fi;

d="USB-MIDI";
z=$(arecordmidi -l |grep $d |tr -s " ");

if [[ $z != "" ]]; then { y=$(echo $z |cut -d" " -f1);
if [[ $y == "" ]]; then { y=$(echo $z |cut -d" " -f2);
} fi; } fi;

if [[ $y == "" ]]; then { echo "$0 --> no device"; exit
} fi;

echo "$1 --> $d ($y)";
arecordmidi -p$y $1;
chmod -w $1;
------------------- schnapp -------------------------------------

****

Für das anzuschaffende Klimper-Gerät: Für Wünsche und Gier des Kunden gibt
es doch ein riesiges Angebot? Anstöpseln und spielen ...

Besser vorher in einen Laden gehen und antesten, als viel herumfragen.

Brauchbare Klänge für Fluidsynth usw. sind rar. Ich würde das nur als
Notbehelf ansehen, wenn kein externer Generator in Stöpselweite ist.

Es ist also gewiss kein Nachteil, wenn der Generator der Tastenmaschine doch
auch halbwegs nach etwas klingt, zumindest, dass der einem nicht auf die
Nerven geht, wenn man sich das länger anhören muss.

Solange keine Noten mit im Spiel sind, fand ich Qtractor wesentlich
sparsamer wg. CPU-Ĺast (dahinter steht derselbe Autor, der qjackctl
geschrieben hat, womit sich jackd leichter einrichten lässt).

Wenn via jackd nur Midi laufen soll, und kein Audio, so kann man es mit
<jackd -d dummy> aufrufen (der Midiport wird hernach im Sound-Programm
'verbunden'), dann bleiben die 'Audio'-Resourcen für andere Programme direkt
(via ALSA) erhalten.

Beim Kompilieren des Kernels lassen sich Echtzeit-Präferenzen angeben; es
könnte hilfreich sein, hier eine Stufe schärfer einzugeben, als 'nur Desktop
bzw. Server'. Ausgangspunkt, um das Leben zu erleichtern, sollte die
<.config>-Datei sein, womit der Kernel der Distribution kompiliert wurde;
die landet dann im Hauptverzeichnis der Linux-Sourcen, wahrscheinlich
'/usr/src/linux-<version>', hernach kann man (in diesem Verzeichnis) <make
menuconfig> aufrufen und sich dann einen Abend Zeit für weitere Meditationen
nehmen, wenn der Masochismus diesseits schädlicher Nebenwirkungen soweit
reicht (Echtzeit-Einstellungen bitte nur mit Bedacht verstellen; es steht in
den Quelltexten die Warnung, man könne sich ein unstabiles System
einhandlen, wenn man da zuviel dran herumdreht.)

Diese Einstellung im Kernel:
| Processor type and features ->
| Preemption Model ->
| Preemptible Kernel (Low-Latency Desktop)
(führt in .config zu den beiden Zeilen:
CONFIG_PREEMPT=y
CONFIG_PREEMPT_COUNT=y
) sollte noch auf der harmlosen Seite sein und war jedenfalls bislang stabil
bei mir, und lässt jackd auch ohne Echtzeitbetrieb leidlich sicher laufen,
auch wenn ich das für härtere Anforderungen nicht verallgemeinern möchte.

Matthias Hanft

unread,
Mar 25, 2012, 2:39:41 PM3/25/12
to
Holger Marzen schrieb:
>
> wegen meines Platzmangels viel lieber.

Bei Platzmangel: http://www.logilink.de/showproduct/UA0104.htm :-)

(Ich weiß aber nicht, ob das unter Linux geht. Gibts da Testprogramme,
die ohne X auskommen? Dann kann ichs gern mal ausprobieren. Oder wenig-
stens reinstecken und den dmesg-Output posten, falls das was hilft.)

Gruß Matthias.

Henning Paul

unread,
Mar 25, 2012, 3:58:36 PM3/25/12
to
Stefan Gruber wrote:

> Mein Stiefsohn hat sich gerade ein schickes Teil von M-Audio mit 49 Tasten
> und vielen Reglern besorgt. Das hat nur einen USB-Port, der anscheinend
> nur mit Windows und Mac zusammenarbeitet. Das kann man noch nicht mal mit
> anderen Standard-MIDI-Komponenten verbinden - ganz schlecht...

Mein M-Audio ProKeys Sono 61 hat keines dieser Probleme:

henning@nyquist:~> aplay -l
**** Liste der Hardware-Geräte (PLAYBACK) ****
[...]
Karte 2: P61 [ProKeys Sono 61], Gerät 0: USB Audio [USB Audio]
Sub-Geräte: 1/1
Sub-Gerät #0: subdevice #0
henning@nyquist:~> arecord -l
**** Liste der Hardware-Geräte (CAPTURE) ****
[...]
Karte 2: P61 [ProKeys Sono 61], Gerät 0: USB Audio [USB Audio]
Sub-Geräte: 0/1
Sub-Gerät #0: subdevice #0
henning@nyquist:~> amidi -l
Dir Device Name
IO hw:2,0,0 ProKeys Sono 61 MIDI 1
O hw:2,0,1 ProKeys Sono 61 MIDI 2

MIDI-Out ist dran, außerdem ein USB-Audiointerface für Mic-, Instrumenten-
oder Lineeingang (um bspw. Gesang zusammen mit den MIDI-Events aufnehmen zu
können).

Gruß
Henning

Stefan Gruber

unread,
Mar 25, 2012, 6:16:53 PM3/25/12
to
Henning Paul schrieb am Sonntag, 25. März 2012 21:58:
>> Mein Stiefsohn hat sich gerade ein schickes Teil von M-Audio mit 49
>> Tasten und vielen Reglern besorgt. Das hat nur einen USB-Port, der
>> anscheinend nur mit Windows und Mac zusammenarbeitet. Das kann man noch
>> nicht mal mit anderen Standard-MIDI-Komponenten verbinden - ganz
>> schlecht...
>
> Mein M-Audio ProKeys Sono 61 hat keines dieser Probleme:

Bei uns geht es um ein Oxygen 49, ein MIDI-Keyboard-Controller, der nur
einen USB-Ausgang hat.
Hab nur gestern mal kurz gesehen, dass es keine Kernel-Messages über USB-
Geräte auslöst, wenn man es am Linux-PC anschließt, wie ich es erwartet
hätte.

Vielleicht bin ich auch etwas voreilig gewesen, ich werde es bei Gelegenheit
nochmal richtig testen..

Stefan

Bubi Meier

unread,
Mar 25, 2012, 6:53:55 PM3/25/12
to
Am 25.03.2012 16:47, schrieb Holger Marzen:
Hallo, ich hab hier so ein Korg Nano Teil, das ohne weiteres erkannt
wird und auch funtioniert. (mit ubuntu, aber wahrscheilich egal)
Dasselbe Ding wird auch in Windoofs ohne jeglichen Treiber erkannt.

Ich vermute mal, dass das Midi via USB so ein quasi Standard ist und
vermutlich werden die meissten USB Dinger out of the Box funtionieren.

Ausprobieren geht über studieren:))

bm

--
Früher war alles besser, sogar die Zukunft.
mfg

Heiko Nocon

unread,
Mar 26, 2012, 12:41:33 AM3/26/12
to
Stefan Gruber wrote:

>Hab nur gestern mal kurz gesehen, dass es keine Kernel-Messages über USB-
>Geräte auslöst, wenn man es am Linux-PC anschließt, wie ich es erwartet
>hätte.

Dann wird wohl was kaputt sein. Entweder das Gerät oder der USB-Anschluß
oder das Kabel.

Zumindest eine Meldung á la "new xxx speed usb device on ..." muss
kommen, egal ob Treiber für das Gerät verfügbar sind oder nicht.

Ansgar Strickerschmidt

unread,
Mar 26, 2012, 5:21:39 AM3/26/12
to
Also schrieb Stefan Gruber:

> Holger Marzen schrieb am Sonntag, 25. März 2012 16:47:
>> Mein Rechner hat genügend Dampf (Core
>> I5, 16 GB RAM, SSD), aber er ist ein kompaktes Teil ohne Gameport, so
>> dass ich mein uraltes MIDI-Interface nicht anschließen kann.
>
> Es gibt MIDI-auf-USB-Adapter, mit denen man alte Geräte immer an den PC
> kriegt. Ich habe selbst so eins, das kann unter Linux problemlos
> angesprochen werden.

MIDI auf USB? Ich würde es eher umgekehrt betrachten: ein MIDI-Interface,
das am USB angeschlossen wird, also USB-zu-MIDI.
Da kann man Korinthen spalten und Haare k.... lassen wir's dabei. :)
Wie auch immer: ich habe ein ESI MIDIMATE II unter Linux in Betrieb.
Einfach, bequem, tut was es soll.

> Geräte mit "altem" MIDI-Anschluss in Form sind m.E. universeller.

ACK.

Zumindest mein eines Keyboard (der große blaue Yamaha-Türkeil CS-1x ;) )
hat aber auch die Möglichkeit, über einen "Host-Anschluss" (vulgo:
serielle Schnittstelle, mit rundem Mini-DIN-Anschluss) betrieben zu
werden. Unter Linux habe ich das noch nicht probiert; unter Windows
gibt/gab es einen Treiber dafür, der auf der seriellen Schnittstelle dann
ein MIDI-Interface bereitgestellt hat. Braucht man nur noch ein serielles
Kabel DSUB-9pol.<->Mini-DIN dazu. Für Laptops, die noch eine serielle
Schnittstelle haben, ein gangbarer Weg - BTDT in der Vergangenheit.

Ansgar

--
*** Musik! ***

Henning Paul

unread,
Mar 26, 2012, 7:48:57 AM3/26/12
to
Ansgar Strickerschmidt wrote:

> Zumindest mein eines Keyboard (der große blaue Yamaha-Türkeil CS-1x ;)
> ) hat aber auch die Möglichkeit, über einen "Host-Anschluss" (vulgo:
> serielle Schnittstelle, mit rundem Mini-DIN-Anschluss) betrieben zu
> werden. Unter Linux habe ich das noch nicht probiert;

Geht grundsätzlich mit dem Treiber snd-serial-u16550. Braucht natürlich
ein "setserial uart none" vorweg.

Gruß
Henning

Gernot Zander

unread,
Mar 26, 2012, 1:06:12 PM3/26/12
to
Hi,

in de.comp.os.unix.linux.hardware Henning Paul <henni...@gmx.de> wrote:
> Mein M-Audio ProKeys Sono 61 hat keines dieser Probleme:

Was mich dabei (platonisch) interessierte ist die Verzögerung?
USB verzögert ja minimal, stört das, wenn man z.B. einen Track
abspielt und eine Stimme dazuspielen will?

mfg.
Gernot

--
<hi...@gmx.de> (Gernot Zander) *Keine Mailkopien bitte!*
while(!asleep) ++sheep; (Dieter Zasche)

Clemens Ladisch

unread,
Mar 26, 2012, 4:36:36 PM3/26/12
to
Matthias Hanft schrieb:
> Ich weiß aber nicht, ob das unter Linux geht. Gibts da Testprogramme,
> die ohne X auskommen?

aseqdump

> Oder wenigstens reinstecken und den dmesg-Output posten, falls das was hilft.

Besser "lsusb -v".


Gruß
Clemens

Ansgar Strickerschmidt

unread,
Mar 27, 2012, 3:32:26 AM3/27/12
to
Also schrieb Gernot Zander:

> Hi,
>
> in de.comp.os.unix.linux.hardware Henning Paul <henni...@gmx.de>
> wrote:
>> Mein M-Audio ProKeys Sono 61 hat keines dieser Probleme:
>
> Was mich dabei (platonisch) interessierte ist die Verzögerung?
> USB verzögert ja minimal, stört das, wenn man z.B. einen Track
> abspielt und eine Stimme dazuspielen will?

Mit Ubuntu Studio und einem halbwegs brauchbaren Rechner der 1,5GHz-(oder
höher...)Klasse bekommt man Latenzen unter 10 ms hin. Das ist in der
Praxis nicht spürbar.
Meine Maschinen (einmal ortsfester Athlon XP 2800+, einmal Notebook mit
Pentium-M 1,6 GHz) laufen mit JACK bei 2 Puffern und 128 Samples/Puffer
@48 kHz bei ~5 ms Latenz.
Ich weiss, das ist jetzt für Audio. Aber auch bei Midi (mit bereits
genanntem USB-MIDIMATE II) merkt man beim Spielen den Versatz nicht
wirklich.

Holger Marzen

unread,
Mar 27, 2012, 4:15:35 AM3/27/12
to
* On Mon, 26 Mar 2012 19:06:12 +0200 (CEST), Gernot Zander wrote:

> in de.comp.os.unix.linux.hardware Henning Paul <henni...@gmx.de> wrote:
>> Mein M-Audio ProKeys Sono 61 hat keines dieser Probleme:
>
> Was mich dabei (platonisch) interessierte ist die Verzögerung?
> USB verzögert ja minimal, stört das, wenn man z.B. einen Track
> abspielt und eine Stimme dazuspielen will?

Im Vergleich zum UR-MIDI mit den DIN-Steckern und 31250 Bit/s, das
damals schon für Übertragung der Tastaturanschläge brauchbar war, kann
USB nur besser sein.

Stefan Dreyer

unread,
Mar 27, 2012, 9:44:36 AM3/27/12
to
ACK. Aber es kommt natürlich drauf an, wie man es implementiert. Wenn
man aus vorhandenen Bausteinen einfach USB<->seriell<->MIDI
zusammenbrät, kann ich mir schon vorstellen, dass es zu Verzögerungen
kommen kann. Die Latenzen beim Spielen kommen aber trotzdem eher vom
Software-Synthesizer, als vom Interface. Sehr lustig ist es auch, wenn
man unter $Windoof versucht einen SW-Synth mit einer Standardsoundkarte
ohne ASIO4ALL zu betreiben.

Wobei das Ur-MIDI eigentlich auch schon am Anschlag war, wenn man viele
Tonerzeuger angeschlossen hat und alle an einem MIDI-Ausgang waren. Dann
kommen nicht mehr alle NOTE-On-Befehle hörbar gleichzeitig an.
Das hat sich aber daruch entzerrt, das man einfach beliebig viele
MIDI-Outs hat und jedes Gerät an einem eigenen Output hängt. MIDI-Thru
würde ich heutzutage jedenfalls nicht mehr verwenden.

Ralph Sontag

unread,
Mar 28, 2012, 3:53:16 AM3/28/12
to
Holger Marzen schrieb:

> ich hab nach Jahrzehnten der Abstinenz mal wieder zu fummeln angefangen.
> Unter Linux bin ich von dem kostenlosen Gespann Rosegarden, Fluidsynth
> und Hydrogen schon recht angetan.

Wirf auch mal einen Blick auf nted
http://vsr.informatik.tu-chemnitz.de/~jan/nted/nted.xhtml
- könnte das Gespann wirkungsvoll ergänzen.

Gruß!
Ralph.

Matthias Hanft

unread,
Mar 28, 2012, 6:05:30 AM3/28/12
to
Clemens Ladisch schrieb:
>
> aseqdump

Hmmm... das gibts anscheinend nicht in meiner Distri (Gentoo), nur aseqview,
aber das würde bei der Installation etliche "libXirgendwas" mitinstallieren
wollen.

>> Oder wenigstens reinstecken und den dmesg-Output posten, falls das was hilft.
>
> Besser "lsusb -v".

Stimmt, dmesg sagt nur eine Zeile:
> usb 3-1: new full speed USB device using uhci_hcd and address 2

"lsusb -v" sagt dagegen in der Tat sehr viel, wo "MIDI" drin vorkommt :-)

--- schnipp --

Bus 003 Device 002: ID fc08:0101
Device Descriptor:
bLength 18
bDescriptorType 1
bcdUSB 1.10
bDeviceClass 0 (Defined at Interface level)
bDeviceSubClass 0
bDeviceProtocol 0
bMaxPacketSize0 8
idVendor 0xfc08
idProduct 0x0101
bcdDevice 2.50
iManufacturer 0
iProduct 2 USB MIDI Interface
iSerial 0
bNumConfigurations 1
Configuration Descriptor:
bLength 9
bDescriptorType 2
wTotalLength 101
bNumInterfaces 2
bConfigurationValue 1
iConfiguration 0
bmAttributes 0x80
(Bus Powered)
MaxPower 100mA
Interface Descriptor:
bLength 9
bDescriptorType 4
bInterfaceNumber 0
bAlternateSetting 0
bNumEndpoints 0
bInterfaceClass 1 Audio
bInterfaceSubClass 1 Control Device
bInterfaceProtocol 0
iInterface 0
AudioControl Interface Descriptor:
bLength 9
bDescriptorType 36
bDescriptorSubtype 1 (HEADER)
bcdADC 1.00
wTotalLength 9
bInCollection 1
baInterfaceNr( 0) 1
Interface Descriptor:
bLength 9
bDescriptorType 4
bInterfaceNumber 1
bAlternateSetting 0
bNumEndpoints 2
bInterfaceClass 1 Audio
bInterfaceSubClass 3 MIDI Streaming
bInterfaceProtocol 0
iInterface 0
MIDIStreaming Interface Descriptor:
bLength 7
bDescriptorType 36
bDescriptorSubtype 1 (HEADER)
bcdADC 1.00
wTotalLength 65
MIDIStreaming Interface Descriptor:
bLength 6
bDescriptorType 36
bDescriptorSubtype 2 (MIDI_IN_JACK)
bJackType 1 Embedded
bJackID 1
iJack 0
MIDIStreaming Interface Descriptor:
bLength 6
bDescriptorType 36
bDescriptorSubtype 2 (MIDI_IN_JACK)
bJackType 2 External
bJackID 2
iJack 0
MIDIStreaming Interface Descriptor:
bLength 9
bDescriptorType 36
bDescriptorSubtype 3 (MIDI_OUT_JACK)
bJackType 1 Embedded
bJackID 3
bNrInputPins 1
baSourceID( 0) 2
BaSourcePin( 0) 1
iJack 0
MIDIStreaming Interface Descriptor:
bLength 9
bDescriptorType 36
bDescriptorSubtype 3 (MIDI_OUT_JACK)
bJackType 2 External
bJackID 4
bNrInputPins 1
baSourceID( 0) 1
BaSourcePin( 0) 1
iJack 0
Endpoint Descriptor:
bLength 9
bDescriptorType 5
bEndpointAddress 0x81 EP 1 IN
bmAttributes 2
Transfer Type Bulk
Synch Type None
Usage Type Data
wMaxPacketSize 0x0008 1x 8 bytes
bInterval 0
bRefresh 0
bSynchAddress 0
MIDIStreaming Endpoint Descriptor:
bLength 5
bDescriptorType 37
bDescriptorSubtype 1 (GENERAL)
bNumEmbMIDIJack 1
baAssocJackID( 0) 3
Endpoint Descriptor:
bLength 9
bDescriptorType 5
bEndpointAddress 0x02 EP 2 OUT
bmAttributes 2
Transfer Type Bulk
Synch Type None
Usage Type Data
wMaxPacketSize 0x0008 1x 8 bytes
bInterval 0
bRefresh 0
bSynchAddress 0
MIDIStreaming Endpoint Descriptor:
bLength 5
bDescriptorType 37
bDescriptorSubtype 1 (GENERAL)
bNumEmbMIDIJack 1
baAssocJackID( 0) 1
Device Status: 0x74c0
(Bus Powered)
Debug Mode

--- schnapp ---

Wobei sich das Dings anscheinend alle paar Sekunden als neues Device
anmeldet: dmesg:

[96110.576051] usb 3-1: new full speed USB device using uhci_hcd and address 8
[96113.012065] usb 3-1: USB disconnect, address 8
[96113.252037] usb 3-1: new full speed USB device using uhci_hcd and address 9
[96113.808062] usb 3-1: USB disconnect, address 9
[96114.544052] usb 3-1: new full speed USB device using uhci_hcd and address 10
[96115.792062] usb 3-1: USB disconnect, address 10
[96116.528036] usb 3-1: new full speed USB device using uhci_hcd and address 11
[96119.744073] usb 3-1: USB disconnect, address 11

Aber erst, seit ich das erste "lsusb" gemacht habe :-)

Gruß Matthias.

Holger Marzen

unread,
Mar 28, 2012, 8:54:41 AM3/28/12
to
Ich hab mir das Alesis Q49 besorgt, funktioniert einwandfrei.

Holger Marzen

unread,
Mar 28, 2012, 8:55:31 AM3/28/12
to
Danke für die Info. Ich kann zwar Noten lesen und schreiben, ich
editiere aber kleinere Einspielfehler lieber im Matrix-Editor.

Clemens Ladisch

unread,
Mar 28, 2012, 3:36:34 PM3/28/12
to
Matthias Hanft schrieb:
> Clemens Ladisch schrieb:
>> aseqdump
>
> Hmmm... das gibts anscheinend nicht in meiner Distri (Gentoo)

alsa-utils nicht installiert?

> "lsusb -v"
>
> bInterfaceClass 1 Audio
> bInterfaceSubClass 3 MIDI Streaming

Sollte problemlos funktionieren ...

> idVendor 0xfc08
> idProduct 0x0101

... weil der Treiber Workarounds für die Firmware-Bugs dieses Geräts hat.

> Wobei sich das Dings anscheinend alle paar Sekunden als neues Device
> anmeldet: dmesg:
>
> [96113.012065] usb 3-1: USB disconnect, address 8
> [96113.808062] usb 3-1: USB disconnect, address 9
> [96115.792062] usb 3-1: USB disconnect, address 10
> [96119.744073] usb 3-1: USB disconnect, address 11

Wackelkontakt? So etwas kann eigentlich nicht durch Software
verursacht werden.


Gruß
Clemens

Matthias Hanft

unread,
Apr 8, 2012, 4:35:24 AM4/8/12
to
Clemens Ladisch schrieb:
>[aseqdump]
> alsa-utils nicht installiert?

Ach, da ist das drin :-) Ok, wieder was dazugelernt.

Einlesen kann man damit allerdings trotzdem nix, denn:

fileserver ~ # aseqdump -l
Port Client name Port name
0:0 System Timer
0:1 System Announce

und das bleibt auch nach dmesg
[680427.236038] usb 3-1: new full speed USB device using uhci_hcd and address 2
so. Vermutlich muß man erst noch irgendwo konfigurieren, daß das jetzt
ein MIDI-Device ist und/oder einen Treiber installieren, aber da will
ich jetzt nicht unendlich viel Zeit investieren - war ja alles nur "aus
wissenschaftlichem Interesse" :-)

Gruß Matthias.
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