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Was ist denn nun mit GNOME?

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Magnus Warker

unread,
Mar 5, 2013, 4:42:44 AM3/5/13
to
Hi,

was ist denn nun mit GNOME?

Nachdem ich vor ca. 2 Jahren nach �ber 10 Jahren Plasmawahn (KDE)
entnervt zu GNOME gewechselt bin, stelle ich zumindest im Usenet ein
gro�es Ungleichgewicht zwischen der KDE- und GNOME-Gruppe fest.

Ok, bei GNOME 3 habe ich relativ schnell den "Classic Mode" von Debian
Wheezy heimgesucht, aber damit kann ich eigentlich ganz gut leben.

Trotzdem: Hier ist nix los.

Stirbt GNOME?

Magnus

--
This is Unix-Land. In quiet nights, you can hear the Windows machines
reboot.
Message has been deleted

Jan Heitkötter

unread,
Mar 6, 2013, 5:13:40 PM3/6/13
to
Am 05.03.2013 10:42, schrieb Magnus Warker:
> Trotzdem: Hier ist nix los.
>
> Stirbt GNOME?

Möglicherweise. Gleich betritt Erika die Bühne und wird dir erzählen,
was alles besser als GNOME ist und dass GNOME deshalb mausetot ist.

Ganz sicher aber stirbt das Usenet, leider...

Jan

Paul-Wilhelm Hermsen

unread,
Mar 7, 2013, 2:57:21 AM3/7/13
to
Am 05.03.2013 10:42, schrieb Magnus Warker:

> Stirbt GNOME?

Die Frage ist schon so alt wie Gnome selber.
Gnome wird nicht sterben. Es ist frischer, denn je.
Gestern erst habe ich f�r Jemanden seinen Medion-Schlepptop
eingerichtet, Wheezy (Debian Testing), gezwungener Ma�en, da Squeeze
keinen passenden Treiber f�r die verbaute Netzwerkkarte parat hatte und
eine nachtr�gliche Einrichtung derselben einfach nicht gelingen wollte.
Und da habe ich zum ersten Mal Gnome3 kennen gelernt. Ich habe mich beim
Spielen mit der Oberfl�che von der neuen Funktionalit�t angenehm
�berraschen lassen. Klar ist das Geschmacksache. Ich kannte Gnome3
(Unitiy like) bisher noch nicht, da in einer virtuellen Umgebung unter
Parallels zur Zeit Gnome3 noch nicht l�uft und sich in diesen F�llen bei
mir automatisch das Fallback auf Gnome2 einstellt.
So wie Gnome3 sieht jedenfalls niemand auf dem Sterbebett aus.
Erika, der Lenz ist da!

Magnus Warker

unread,
Mar 8, 2013, 9:24:12 AM3/8/13
to
On 03/07/2013 08:57 AM, Paul-Wilhelm Hermsen wrote:
> Am 05.03.2013 10:42, schrieb Magnus Warker:
>
>> Stirbt GNOME?

> So wie Gnome3 sieht jedenfalls niemand auf dem Sterbebett aus.

Klar, sieht ganz nett aus, aber verwendet hier jemand ernsthaft die neue
Oberfl�che?

Magnus Warker

unread,
Mar 8, 2013, 9:27:10 AM3/8/13
to
On 03/05/2013 10:57 PM, Andreas Kohlbach wrote:
> Magnus Warker wrote on 05. March 2013:

>> Stirbt GNOME?

> Wohl eher: "Es ist alles paletti". Oder fast alles. Dass es nichts zu
> Beklagen gibt.

Na gut. Man könnte vielleicht darüber reden, wie man bei Gnome 3 im
Nautilus die File Associations für einen neuen Dateityp erweitert.

Oder sich mal über die Wewehchen nebenan in der KDE-Gruppe lustig machen.

Magnus Warker

unread,
Mar 8, 2013, 9:27:42 AM3/8/13
to
On 03/06/2013 11:13 PM, Jan Heitkötter wrote:
> Am 05.03.2013 10:42, schrieb Magnus Warker:
>> Trotzdem: Hier ist nix los.

> Ganz sicher aber stirbt das Usenet, leider...

Können wir das nicht verhindern?

Jan Heitkötter

unread,
Mar 8, 2013, 5:15:50 PM3/8/13
to
Am 08.03.2013 15:24, schrieb Magnus Warker:
> Klar, sieht ganz nett aus, aber verwendet hier jemand ernsthaft die neue
> Oberfl�che?

*aufzeig* *schnips*

Ist die Frage, was du unter "ernsthaft" verstehst. F�r 08/15-Anwender
wie mich (surfen, mailen, Fotos sortieren und gelegentlich mal ein
Briefchen schreiben) funktioniert es sehr gut. YMMV.

Gru�

Jan

Ralph Angenendt

unread,
Mar 8, 2013, 7:05:23 PM3/8/13
to
Well, Magnus Warker <war...@mailinator.com> wrote:
> Klar, sieht ganz nett aus, aber verwendet hier jemand ernsthaft die neue
> Oberfläche?

Ja.

Ralph
--
Ich weiß nicht wieso ich euch so hasse, Fahrradfahrer dieser Stadt.

Micha Kuehn

unread,
Mar 10, 2013, 5:12:45 PM3/10/13
to
Ralph Angenendt schrieb:
> Ja.

Ich auch (auf meinem Zweitrechner = netbook).

Micha
--
Wir essen jetzt Opa
- korrekte Zeichensetzung rettet Leben

Werner P. Schulz

unread,
Mar 10, 2013, 5:38:54 PM3/10/13
to
Am 2013-03-08 schrieb Magnus Warker:
> On 03/07/2013 08:57 AM, Paul-Wilhelm Hermsen wrote:
>> Am 05.03.2013 10:42, schrieb Magnus Warker:
>>
>>> Stirbt GNOME?
>
>> So wie Gnome3 sieht jedenfalls niemand auf dem Sterbebett aus.
>
> Klar, sieht ganz nett aus, aber verwendet hier jemand ernsthaft die neue
> Oberfläche?
>

Ich nicht. Als ich es das erste Mal erprobte, fand ich es erschreckend
in der Bedienung, als ob er nur für Idioten gedacht sei, weil für mich
sehr viele wesentliche Features fehlten. Dann habe ich etwa zwanzig
Extensions dazu installiert, damit es einigermaßen akzeptabel wurde.

Aber insgesamt fand ich es sinnentleert, diesen Aufwand mit den
Extensions zu betreiben, da es mit XFCE4 wesentlich einfacher ist, eine
vernünftige Arbeitsplattform zu haben.

Deswegen bei mir: Gnome3 => Tonne

--
Gruss Werner * http://www.wp-schulz.de/index.php
Eigene Rescue-CD (Knoppix remaster)
mail nur an => nospam0601 at wp-schulz.de

Edzard Egberts

unread,
Mar 11, 2013, 7:25:55 AM3/11/13
to
Magnus Warker schrieb:
>> So wie Gnome3 sieht jedenfalls niemand auf dem Sterbebett aus.
>
> Klar, sieht ganz nett aus, aber verwendet hier jemand ernsthaft die neue
> Oberfläche?

Läuft auf meinem PC nicht (der Screen ist fast sofort mit Artefakten
zugemüllt) und ein Handy habe ich auch nicht. GNOME3 habe ich als rundum
misslungen bis fast zum persönlichen Affront empfunden und bin immer
noch damit beschäftigt, wieder ein brauchbares System zusammenzustellen.
MATE scheint in die richtige Richtung zu gehen, ich aber noch lange
nicht so gut, wie GNOME2, z.B. habe ich das Autologin noch nicht
hinbekommen, es gibt beim Start so einen D-Bus-Error, für das Panel
fehlt noch das Plug-In der CPU-Auslastung, das Anmelden als Root dauert
ewig, bei manchen Programmen fehler die Schalter-Icons, usw....

Paul-Wilhelm Hermsen

unread,
Mar 11, 2013, 11:32:06 AM3/11/13
to
Am 11.03.2013 12:25, schrieb Edzard Egberts:

> Magnus Warker schrieb:

> L�uft auf meinem PC nicht

Kann durchaus sein. Die Software ist u.a. nur so gut, wie das System auf
welcher sie l�uft.
Die ganze Gnomemeckerei wird sich, mit 100 %iger Sicherheit
vorausgesagt, wieder legen. So ist es IMMER. Eine gewagte Innovation
wird verteufelt, und wenn das �bern�chste Projekt am Horizont auftaucht,
will man vom lieb gewonnenen Vorg�nger nicht mehr lassen.

Edzard Egberts

unread,
Mar 11, 2013, 1:07:54 PM3/11/13
to
Paul-Wilhelm Hermsen schrieb:
> Am 11.03.2013 12:25, schrieb Edzard Egberts:
>> L�uft auf meinem PC nicht
>
> Kann durchaus sein. Die Software ist u.a. nur so gut, wie das System auf
> welcher sie l�uft.

Okay, das ist schon etwas aus der Garantie raus, also v�llig
unzeitgem��. :o/

> Die ganze Gnomemeckerei wird sich, mit 100 %iger Sicherheit
> vorausgesagt, wieder legen.

Kein Wunder, die Nutzer laufen ja auch in Scharen nach KDE oder XFCE �ber.

> Eine gewagte Innovation wird verteufelt

So weit bin ich ja gar nicht gekommen, ich verteufele erst einmal, dass
diese "gewagte" Innovation ein perfekt laufendes System v�llig vermurkst
hat (und als Fedora-Nutzer muss ich sp�testens nach einem Jahr updaten,
weil sonst keine Sicherheitsupdates mehr). Dass die an sich schon nicht
so toll ist, sagen blo� alle anderen. :o/

Vor allem, ich *verstehe* es nicht - warum musste das denn sein?

H�tten es denn nicht auch zwei H�kchen [Panels ausblenden] und
[Verkacheln] getan? Und was hat es mit der "3D-Beschleunigung" auf sich,
wegen der meine Grafikkarte wahrscheinlich nicht l�uft? Da sitzt man
doch nicht mit der 3D-Brille vor dem PC, sondern das sind doch nur ein
paar �berfl�ssige Fensterrand-Dekorationen, oder nicht? Warum tun die
Entwickler daf�r sich und anderen so etwas an? Und wenn schon 3D, warum
nehmen die denn keine richtige Engine, z.B. von Quake? Was genau konnte
bei dieser "Innovation" nicht einfach hinzugef�gt werden?

Ich w�rde das wirklich gerne wissen, f�r mich sieht es einfach nur so
aus, als ob ein paar Idioten ohne guten Grund einen der f�hrenden
Linux-Desktops verfrickelt haben...

Florian Diesch

unread,
Mar 11, 2013, 3:05:26 PM3/11/13
to
Am Mon, 11 Mar 2013 18:07:54 +0100
schrieb Edzard Egberts <ed...@tantec.de>:

> [Verkacheln] getan? Und was hat es mit der "3D-Beschleunigung" auf
> sich, wegen der meine Grafikkarte wahrscheinlich nicht läuft?

Unterstützung von OpenGL für Compisiting
<http://en.wikipedia.org/wiki/Compositing_window_manager>

> Da
> sitzt man doch nicht mit der 3D-Brille vor dem PC, sondern das sind
> doch nur ein paar überflüssige Fensterrand-Dekorationen, oder nicht?

Nein. Compositing wird z.B. für die Fenster-Übersicht benötigt.


> Warum tun die Entwickler dafür sich und anderen so etwas an? Und wenn
> schon 3D, warum nehmen die denn keine richtige Engine, z.B. von
> Quake?

Gnome Shell ist kein Ego-Shooter.


> Ich würde das wirklich gerne wissen, für mich sieht es einfach nur so
> aus, als ob ein paar Idioten ohne guten Grund einen der führenden
> Linux-Desktops verfrickelt haben...

"Ich verstehe es nicht, daher müssen das Idioten gemacht haben"
halte ich für einen eher suboptimalen Denkansatz.


--
Privacy Indicator
Unity appindicator to switch privacy settings
<http://www.florian-diesch.de/software/indicator-privacy/>

Andreas Kohlbach

unread,
Mar 11, 2013, 7:45:53 PM3/11/13
to
Edzard Egberts wrote on 11. March 2013:
>
> Läuft auf meinem PC nicht (der Screen ist fast sofort mit Artefakten
> zugemüllt) und ein Handy habe ich auch nicht.

Hast du Firmware für deinen Video Treiber installiert? Es sollte sich
etwas in /lib/firmware finden lassen, was von Namen her zum Treiber
passen könnte.
--
Andreas
Linux: The choice of a GNU generation.

Burkhard Müller

unread,
Mar 11, 2013, 8:53:04 PM3/11/13
to
*Florian Diesch* wrote:
[..snip..][..snip..]
> Gnome Shell ist kein Ego-Shooter.

YMMD! :-)
Darf ich das bei Gelegenheit als Signatur benutzen?

Tschüß, BM

Paul-Wilhelm Hermsen

unread,
Mar 12, 2013, 4:15:50 AM3/12/13
to
Ich kann den �rger von Usern recht gut verstehen.
Dass Dein System durch Gnome angeblich vermurkst wurde, kann ich
allerdings nicht verstehen. Dann deinstalliere den "Kram" und laufe zu
KDE oder besser zu XFCE �ber. Letzteres ist �brigens Gnome2 like. Kann
ich Dir tats�chlich empfehlen. Sei Dir aber bewusst, dass der Spass auch
da eines sch�nen Tages sicherlich neue Herausforderungen mit sich
bringen wird.
Inwieweit Fedora eventuell Probleme bereitet, vermag ich nicht zu
beurteilen.
Wie w�re es aber mit einer neuen kompatiblen Grafikkarte?
Wer es bequem liebt, sollte auch bereit sein, ab und zu ein wenig Geld
auf den Tisch zu legen. Oder l�sst Dein MB (motherboard, Monatsbudget)
das nicht zu?

Frank Schletz

unread,
Mar 12, 2013, 6:48:05 AM3/12/13
to
On Tue, 12 Mar 2013 09:15:50 +0100, Paul-Wilhelm Hermsen wrote:

> Ich kann den Ärger von Usern recht gut verstehen.
> Dass Dein System durch Gnome angeblich vermurkst wurde, kann ich
> allerdings nicht verstehen. Dann deinstalliere den "Kram" und laufe zu
> KDE oder besser zu XFCE über. Letzteres ist übrigens Gnome2 like. Kann
> ich Dir tatsächlich empfehlen. Sei Dir aber bewusst, dass der Spass auch
> da eines schönen Tages sicherlich neue Herausforderungen mit sich
> bringen wird.
> Inwieweit Fedora eventuell Probleme bereitet, vermag ich nicht zu
> beurteilen.
> Wie wäre es aber mit einer neuen kompatiblen Grafikkarte?
> Wer es bequem liebt, sollte auch bereit sein, ab und zu ein wenig Geld
> auf den Tisch zu legen. Oder lässt Dein MB (motherboard, Monatsbudget)
> das nicht zu?

Pah! Alles mit Konsole machen :-)
SCNR

Paul-Wilhelm Hermsen

unread,
Mar 12, 2013, 10:00:00 AM3/12/13
to
Am 12.03.2013 11:48, schrieb Frank Schletz:

> Pah! Alles mit Konsole machen :-)

Gar nicht so verkehrt, zumindest auf einem Server.
Indes, für mich ist das nichts. Soviel, für mich absolut unnützen,
Befehslkram möchte ich gar nicht in meiner Birne mit mir herum tragen
müssen. Manuals sind auch nicht gerade bequem und Lynx für's Surfen -
ich weiß nicht? Ein wenig Spaß sollte schon sein.
Für das Einrichten oder Entfernen von Softwarepaketen sollte die Konsole
allerdings schon bedient werden können.

Wer in der Konsole allerdings fit ist, hat meine Höchstachtung.

Der sollte sich allerdings eher für FreeBSD entscheiden. Das ist so ein
schlankes und apple like Hackersystem. Da steht man nach der Einrichtung
in der Root-Konsole und dann...kommt lange erst einmal nichts. Danach
darf man sich richtig austoben, sofern man überhaupt weiß, wie das alles
heißt, was man eventuell haben möchte. Und wenn Du dann auch noch aus
den Sourcen arbeitest, compiliert das System u.U. aber mal locker einige
Stunden lang vor sich hin.

Für Informatikstudenten und Nerds genial, ansonsten - Nein Danke!


Magnus Warker

unread,
Mar 12, 2013, 11:10:01 AM3/12/13
to
On 03/12/2013 03:00 PM, Paul-Wilhelm Hermsen wrote:
> Am 12.03.2013 11:48, schrieb Frank Schletz:
>
>> Pah! Alles mit Konsole machen :-)

> Für Informatikstudenten und Nerds genial, ansonsten - Nein Danke!

Womit wir bei der Frage wären:
Was ist ein GUI?

Antwort:
Ein X-Server und 18 xterms! :-)

Edzard Egberts

unread,
Mar 12, 2013, 2:49:38 PM3/12/13
to
Paul-Wilhelm Hermsen schrieb:
> Ich kann den �rger von Usern recht gut verstehen.
> Dass Dein System durch Gnome angeblich vermurkst wurde, kann ich
> allerdings nicht verstehen. Dann deinstalliere den "Kram" und laufe zu
> KDE oder besser zu XFCE �ber. Letzteres ist �brigens Gnome2 like. Kann
> ich Dir tats�chlich empfehlen.

KDE, XFCE und MATE habe ich schon ausprobiert und das hatte alles
irgendwelche Macken, die vorher nicht da waren. Inzwischen l�uft mein
Rechner auf CentOS-6. Das hatte ich auch schon einmal und bin davon
wieder weg, weil ich so viel Software compilieren musste. Das hat sich
inzwischen aber deutlich ge�ndert - alles da. :o)

> Wie w�re es aber mit einer neuen kompatiblen Grafikkarte?

Mit der Grafikkarte (Zwei Monitore) bin ich aber sehr zufrieden und die
bedient jetzt wieder perfekt beide Schirme mit h�chster Aufl�sung.

Edzard Egberts

unread,
Mar 12, 2013, 2:56:59 PM3/12/13
to
Florian Diesch schrieb:
> Am Mon, 11 Mar 2013 18:07:54 +0100
> Unterstützung von OpenGL für Compisiting
> <http://en.wikipedia.org/wiki/Compositing_window_manager>
>
> Compositing wird z.B. für die Fenster-Übersicht benötigt.

Ich habe mir das angeguckt und mit den Schultern gezuckt - macht das bei
der Arbeit wirklich etwas aus?

>> Warum tun die Entwickler dafür sich und anderen so etwas an? Und wenn
>> schon 3D, warum nehmen die denn keine richtige Engine, z.B. von
>> Quake?
>
> Gnome Shell ist kein Ego-Shooter.

http://www.cs.unm.edu/~dlchao/flake/doom/after.html

Ich mein ja nur - geht doch! ;o)

>> Ich würde das wirklich gerne wissen, für mich sieht es einfach nur so
>> aus, als ob ein paar Idioten ohne guten Grund einen der führenden
>> Linux-Desktops verfrickelt haben...
>
> "Ich verstehe es nicht, daher müssen das Idioten gemacht haben"
> halte ich für einen eher suboptimalen Denkansatz.

Das ist eben der Punkt, wo man herausfinden sollte, was die sich gedacht
haben.

Edzard Egberts

unread,
Mar 12, 2013, 3:05:09 PM3/12/13
to
Andreas Kohlbach schrieb:
> Edzard Egberts wrote on 11. March 2013:
>>
>> Läuft auf meinem PC nicht (der Screen ist fast sofort mit Artefakten
>> zugemüllt) und ein Handy habe ich auch nicht.
>
> Hast du Firmware für deinen Video Treiber installiert? Es sollte sich
> etwas in /lib/firmware finden lassen, was von Namen her zum Treiber
> passen könnte.

Habe ich alles schon hinter mir - anderen Grafiktreiber installiert,
Grafik lief gar nicht mehr, alles wieder neu installiert... ;o(

Aber jetzt habe ich ein GNOME2, das noch einige Zeit unterstützt wird
und das gefällt mir gerade sehr.

Juergen Ilse

unread,
Mar 13, 2013, 6:30:37 AM3/13/13
to
Hallo,

Edzard Egberts <ed...@tantec.de> wrote:
> Florian Diesch schrieb:
>> Am Mon, 11 Mar 2013 18:07:54 +0100
>> Unterstützung von OpenGL für Compisiting
>> <http://en.wikipedia.org/wiki/Compositing_window_manager>
>> Compositing wird z.B. für die Fenster-Übersicht benötigt.
> Ich habe mir das angeguckt und mit den Schultern gezuckt - macht das bei
> der Arbeit wirklich etwas aus?
>>> Warum tun die Entwickler dafür sich und anderen so etwas an? Und wenn
>>> schon 3D, warum nehmen die denn keine richtige Engine, z.B. von
>>> Quake?
>> Gnome Shell ist kein Ego-Shooter.

... und Gnome Shell ist fuer Leute, die ernsthaft arbeiten wollen oftmals
kein "Multimedia-Ereignis", warum also nicht (zumindest optional) den
*gesamten* 3D- und Animationskram *komplett* *weglassen*? Fuer mich ist
so etwas ganz nett, um anderen vorzufuehren, dass es so etwas gibt, aber
nach dieser Demonstration moechte ich den Kram dann lieber wieder raushaben.

>>> Ich würde das wirklich gerne wissen, für mich sieht es einfach nur so
>>> aus, als ob ein paar Idioten ohne guten Grund einen der führenden
>>> Linux-Desktops verfrickelt haben...

In manchen Punkten: Ja.

>> "Ich verstehe es nicht, daher müssen das Idioten gemacht haben"
>> halte ich für einen eher suboptimalen Denkansatz.
> Das ist eben der Punkt, wo man herausfinden sollte, was die sich gedacht
> haben.

Das muss ich nicht. Wenn es mich zu sehr stoert, wechsele ich zu etwas
anderem (was diesen Multimedia- und 3D-Unfug noch nicht so stoerend mit
eingebaut hat) ...

Tschuess,
Juergen Ilse (jue...@usenet-verwaltung.de)
--
Ein Domainname ist nur ein Name, nicht mehr und nicht weniger.
Wer mehr hineininterpretiert, hat das Domain-Name-System nicht
verstanden.

Edzard Egberts

unread,
Mar 13, 2013, 6:55:58 AM3/13/13
to
Juergen Ilse schrieb:
> Edzard Egberts<ed...@tantec.de> wrote:
>>>> Warum tun die Entwickler dafᅵr sich und anderen so etwas an? Und wenn
>>>> schon 3D, warum nehmen die denn keine richtige Engine, z.B. von
>>>> Quake?
>>> Gnome Shell ist kein Ego-Shooter.

Ich habe noch den Brutal File Manager http://www.forchheimer.se/bfm/
entdeckt und denke, die sind mit der Gnome Shell einfach noch nicht so
weit. Mal wieder so eine Pseudoinnovation, wo vor dem entscheidenen
Schritt zurᅵckgeschreckt wurde. Den Desktop voller herumhᅵpfender
3D-Symbole und Textverarbeitung so tetrismᅵᅵig mit Joystick, da wᅵre
dann mal ein echter Fortschritt erkennbar! ;o)

>>> "Ich verstehe es nicht, daher mᅵssen das Idioten gemacht haben"
>>> halte ich fᅵr einen eher suboptimalen Denkansatz.
>> Das ist eben der Punkt, wo man herausfinden sollte, was die sich gedacht
>> haben.
>
> Das muss ich nicht.

Man kᅵnnte etwas lernen! :o)

>. Wenn es mich zu sehr stoert, wechsele ich zu etwas
> anderem (was diesen Multimedia- und 3D-Unfug noch nicht so stoerend mit
> eingebaut hat) ...

*Das* habe ich mir auch gedacht und dann festgestellt, dass GNOME2 ein
sehr ausgereiftes und umfangreiches Desktop-System darstellt, das gar
nicht so einfach zu ersetzen ist, wenn man keine Abstriche machen will.

Henning Oschwald

unread,
Mar 13, 2013, 7:00:26 AM3/13/13
to
On Mo, Mär 11 2013, Paul-Wilhelm Hermsen wrote:

> Die ganze Gnomemeckerei wird sich, mit 100 %iger Sicherheit
> vorausgesagt, wieder legen.

Hat sich doch schon, im großen und ganzen. Von denen die jetzt noch
meckern (einschließlich mir) werden wohl auch nicht mehr viele ihre
Meinung jetzt noch ändern.

Viele Grüße

Henning

--
Ohne Sinn macht das Leben keinen Spaß - und besonders umgekehrt.

Henning Oschwald

unread,
Mar 13, 2013, 7:04:57 AM3/13/13
to
So lustig find ich das gar nicht. Wenn ich wählen müsste, würd ich
lieber auf das X-Environment verzichten als auf die Textkonsole.

Henning

--
Zu Dionys, dem Meucheltöter, schlich Damon mit dem Hundeköter.
"Was willst Du mit dem Ungetier?"
"Halt's Maul mein Freund, sonst beißt er Dir!"

Ralph Aichinger

unread,
Mar 13, 2013, 10:49:23 AM3/13/13
to
Henning Oschwald <h.osc...@gmx.de> wrote:
> Hat sich doch schon, im großen und ganzen. Von denen die jetzt noch
> meckern (einschließlich mir) werden wohl auch nicht mehr viele ihre
> Meinung jetzt noch ändern.

Ach wo, ist das gleiche Spiel wie bei Windows. Wie
Windows XP rausgekommen ist, haben viele Leute über das
unmögliche "Teletubby-Windows" geschimpft. Jetzt ist
Windows 8 herausgekommen, und es ist schon längst das
"gute alte Windows" das angeblich "ewig" reichen wird.

/ralph

Edzard Egberts

unread,
Mar 13, 2013, 11:15:17 AM3/13/13
to
Ralph Aichinger schrieb:
> Ach wo, ist das gleiche Spiel wie bei Windows. Wie Windows XP
> rausgekommen ist, haben viele Leute über das unmögliche
> "Teletubby-Windows" geschimpft.

Als Zeitzeuge wage ich das zu bezweifeln:

Die neue Oberfläche wurde schon mit Windows-95 eingeführt und später
auch bei NT4 verwendet (die Installation einer bestimmten IE-Version war
noch nötig, um an den Desktop zu kommen). Mit Windows-XP wurden dann
zwar die DOS-Versionen (95, 98, Millenium) offiziell abgekündigt,
hinsichtlich des Desktops war aber kein besonderer Unterschied zu den
anderen aktuellen Versionen vorhanden und Windows-XP war durchaus auch
noch DOS-kompatibel. Und im Vergleich zu Win-3.11 oder NT3 gab es
wirklich nichts zu meckern, sondern das war ein echter Fortschritt im
Bedienungskomfort.

> Jetzt ist Windows 8 herausgekommen, und es ist schon längst das "gute
> alte Windows" das angeblich "ewig" reichen wird.

Wenn es nach meinem Chef ginge, würde ich ausschließlich für Win-XP
entwickeln, dabei setzen schon über die Hälfte der Kunden die "nicht
unterstützten, inoffiziellen" Linux-Versionen ein...

Jan Heitkötter

unread,
Mar 13, 2013, 11:20:05 AM3/13/13
to
"Gefällt mir."

Ich verstehe das Gemeckere sowieso nicht. Unter Linux haben wir immerhin
die Wahl der Desktop-Umgebung. Wenn jemandem GNOME 3 nicht gefällt, dann
zwingt ihn oder sie niemand, es zu nutzen.

Jan

Jan Heitkötter

unread,
Mar 13, 2013, 11:31:47 AM3/13/13
to
Am 13.03.2013 16:15, schrieb Edzard Egberts:
> Ralph Aichinger schrieb:
>> Ach wo, ist das gleiche Spiel wie bei Windows. Wie Windows XP
>> rausgekommen ist, haben viele Leute über das unmögliche
>> "Teletubby-Windows" geschimpft.
>
> Als Zeitzeuge wage ich das zu bezweifeln:
>
> Die neue Oberfläche wurde schon mit Windows-95 eingeführt

Ralph meint speziell das "Luna"-Theme, das erstmals mit Windows XP
rauskam, und nicht den Desktop mit Startknopf etc. im Allgemeinen.

<https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Windows_XP_Desktop_Luna.png&filetimestamp=20120528082246>

Jan

Edzard Egberts

unread,
Mar 13, 2013, 12:18:28 PM3/13/13
to
Jan Heitkötter schrieb:
> Am 13.03.2013 16:15, schrieb Edzard Egberts:
>> Als Zeitzeuge wage ich das zu bezweifeln:
>>
>> Die neue Oberfläche wurde schon mit Windows-95 eingeführt
>
> Ralph meint speziell das "Luna"-Theme, das erstmals mit Windows XP
> rauskam, und nicht den Desktop mit Startknopf etc. im Allgemeinen.

Ach ja, da war was! Dann bin ich also ab XP dazu übergegangen, nach der
Installation "Effekte Aus", "klassisches Startmenü", "Scheme Windows
Classic" einzustellen. Und als das mit Win7 nicht mehr ging, bin ich zu
Linux gewechselt, weil mir diese ständigen, willkürlichen Änderungen zu
blöd waren. Tja, so kann man sich täuschen! ;o)

Juergen Ilse

unread,
Mar 13, 2013, 1:55:41 PM3/13/13
to
Hallo,

Edzard Egberts <ed...@tantec.de> wrote:
> Ralph Aichinger schrieb:
>> Ach wo, ist das gleiche Spiel wie bei Windows. Wie Windows XP
>> rausgekommen ist, haben viele Leute ᅵber das unmᅵgliche
>> "Teletubby-Windows" geschimpft.
> Als Zeitzeuge wage ich das zu bezweifeln:
> Die neue Oberflᅵche wurde schon mit Windows-95 eingefᅵhrt und spᅵter
> auch bei NT4 verwendet (die Installation einer bestimmten IE-Version war
> noch nᅵtig, um an den Desktop zu kommen). Mit Windows-XP wurden dann
> zwar die DOS-Versionen (95, 98, Millenium) offiziell abgekᅵndigt,
> hinsichtlich des Desktops war aber kein besonderer Unterschied zu den
> anderen aktuellen Versionen vorhanden

Oh doch. Man konnte XP zwar auf den "GUI-Stand" von Windows2000 zurueck-
drehen, aber der Default sah bereits deutlich anders aus. Bei nachfolgenden
Versionen das selbe: man konnte *manches* (noich nicht einmal alles) wieder
auf den stand des jeweiligen Vorgaengers zurueckdrehen, aber wirklich bis
Windows2000-Aussehen (was bei mir schon hart an der Grenze bzgl. "Ey-Candy"
war) kam man nicht mehr in allen Punkten zurueck. von vielen unbemerkt
haben sich dann noch ergonomische Katastrophen wie die sich staendig
aendernde Reihenfolge des "Programme" Menus (zuletzt benutztes wandert
nach oben) oder das "verkuerzen" des Menus auf die obersten paar Eintraege,
was sich dann erst nach einem gewissen Timeout auf die Komplette Liste
erweiterte, oder die "Mini-Programme" oder wie die hiessen eingeschlichen.
Wenn du die Gelegenheit hast, dann vergleich noch mal aktuelles Windows
mit den aelteren Versionen und achte auf die Unterschiede ...

> und Windows-XP war durchaus auch noch DOS-kompatibel. Und im Vergleich
> zu Win-3.11 oder NT3 gab es wirklich nichts zu meckern, sondern das war
> ein echter Fortschritt im Bedienungskomfort.

Das GUI von NT3 taugte auch nichts. Dazwinschen gab es aber noch NT4
und windows2000 (beide *deutlich* anders als das Default-GUI von XP).
Und auch ab XP zu dessen Nachfolgern ist die Oberflaeche bei weitem
nicht unveraendert geblieben: es wurde immer bunter, immer "multimedialer",
aber von fuer mich relevanten *VERBESSERUGNEN* war nichts zu spueren
(mancher mag die Aenderungen als Verbesserung empfunden haben, ich
empfand die Veraenderungen am GUI aber nur als laestig und unerwuenscht
und keienswegs als Verbesserung).

Edzard Egberts

unread,
Mar 13, 2013, 3:35:52 PM3/13/13
to
Juergen Ilse schrieb:
> Edzard Egberts <ed...@tantec.de> wrote:
>> Ralph Aichinger schrieb:
>>> Ach wo, ist das gleiche Spiel wie bei Windows. Wie Windows XP
>>> rausgekommen ist, haben viele Leute ᅵber das unmᅵgliche
>>> "Teletubby-Windows" geschimpft.
>> Als Zeitzeuge wage ich das zu bezweifeln:
>
> Oh doch. Man konnte XP zwar auf den "GUI-Stand" von Windows2000 zurueck-
> drehen, aber der Default sah bereits deutlich anders aus.

Windows-Defaults waren gelegentlich verbesserungswᅵrdig, stimmt.

> haben sich dann noch ergonomische Katastrophen wie die sich staendig
> aendernde Reihenfolge des "Programme" Menus (zuletzt benutztes wandert
> nach oben) oder das "verkuerzen" des Menus auf die obersten paar Eintraege,

Alles konfigurierbar - [persᅵnliche Menᅵs] und [nicht benutzte Programme
ausblenden] in der Konfiguration der Taskleiste abhaken. Wie gesagt, fᅵr
mein Empfinden war die Oberflᅵche von Win95 bis WinXP identisch, nur die
Menᅵs wurden dauernd umgestellt.

> Das GUI von NT3 taugte auch nichts. Dazwinschen gab es aber noch NT4
> und windows2000 (beide *deutlich* anders als das Default-GUI von XP).

Man konnte das tatsᅵchlich deutlich individueller einstellen, aber mit
ein paar Handgriffen auch alles auf einen nᅵchternen grauen Nenner
bringen. Auch bei den Systemdialogen gab es diesen Fallback.

> Und auch ab XP zu dessen Nachfolgern ist die Oberflaeche bei weitem
> nicht unveraendert geblieben: es wurde immer bunter, immer "multimedialer"

Ja, das konnte man nicht mehr zurᅵckdrehen und das wurde mir dann
wirklich zu bunt! :o)

Der Desktop ist ja kein Ego-Shooter, bei dem die Texte um die Ecke
liegen, die Datei den Gang runter links und einen von der Seite dauernd
irgendwelche Messages anspringen... ;o)

Andreas M. Kirchwitz

unread,
Mar 13, 2013, 3:59:02 PM3/13/13
to
Jan Heitkötter <usenet...@heitkoetter.net> wrote:

> Ich verstehe das Gemeckere sowieso nicht. Unter Linux haben wir immerhin
> die Wahl der Desktop-Umgebung. Wenn jemandem GNOME 3 nicht gefällt, dann
> zwingt ihn oder sie niemand, es zu nutzen.

Das mag bei jeder Distribution anders aussehen, aber unter Fedora
komme ich nicht völlig an GNOME vorbei, auch wenn ich meine Fenster
von fvwm2 verwalten lasse. Es sei denn, ich wollte masochistisch auf
alle Anwendungen verzichten, die direkt oder indirekt mit GNOME
verbandelt sind (ohne gnome-settings-daemon geht's nicht).

Damit beschäftigen muss man sich also schon. Zwangsweise.

Aber natürlich hast Du Recht, dass man die Berührungspunkte mit
GNOME durch Wahl einer anderen "Oberfläche" auf das notwendige
Minimum reduzieren kann, so dass es erträglich wird.

Grüße, Andreas
Message has been deleted

Florian Diesch

unread,
Mar 13, 2013, 10:37:34 PM3/13/13
to
Am Tue, 12 Mar 2013 19:56:59 +0100
schrieb Edzard Egberts <ed...@tantec.de>:

> Florian Diesch schrieb:
> > Am Mon, 11 Mar 2013 18:07:54 +0100
> > Unterstützung von OpenGL für Compisiting
> > <http://en.wikipedia.org/wiki/Compositing_window_manager>
> >
> > Compositing wird z.B. für die Fenster-Übersicht benötigt.
>
> Ich habe mir das angeguckt und mit den Schultern gezuckt - macht das
> bei der Arbeit wirklich etwas aus?

Für viele Leute ist es schon ein erheblicher Unterschied, ob sie in der
Fesnrer-Übersicht nur farbige Rechtecke oder den in Echtzeit
aktualisierten Fensterinhalt sehen.

Für mich war das vor einigen jahren der Grund, von Fvwm nach Compiz
zu wechseln.

Florian Diesch

unread,
Mar 13, 2013, 10:53:29 PM3/13/13
to
Am 13 Mar 2013 10:30:37 GMT
schrieb Juergen Ilse <jue...@usenet-verwaltung.de>:

> ... und Gnome Shell ist fuer Leute, die ernsthaft arbeiten wollen
> oftmals kein "Multimedia-Ereignis", warum also nicht (zumindest
> optional) den *gesamten* 3D- und Animationskram *komplett*
> *weglassen*?

Das würde dauerhaft einen ganz erheblichen zusätzlichen Zeitaufwand
für Entwicklung, Testen, Debuggen usw. bedeuten.

Und ich habe Zweifel, dass das Bedienkonzept von Gnome Shell sich ohne
Compositing so umsetzen lässt, dass sich relevant viele Leute dafür
begeistern können.


> Fuer mich ist so etwas ganz nett, um anderen
> vorzufuehren, dass es so etwas gibt, aber nach dieser Demonstration
> moechte ich den Kram dann lieber wieder raushaben.

Dafür gibt es ja inzwischen genug andere Arbeitsumgebungen.

Juergen Ilse

unread,
Mar 14, 2013, 3:27:57 AM3/14/13
to
Hallo,

Florian Diesch <die...@spamfence.net> wrote:
> Am 13 Mar 2013 10:30:37 GMT
> schrieb Juergen Ilse <jue...@usenet-verwaltung.de>:
>> ... und Gnome Shell ist fuer Leute, die ernsthaft arbeiten wollen
>> oftmals kein "Multimedia-Ereignis", warum also nicht (zumindest
>> optional) den *gesamten* 3D- und Animationskram *komplett*
>> *weglassen*?
> Das wᅵrde dauerhaft einen ganz erheblichen zusᅵtzlichen Zeitaufwand
> fᅵr Entwicklung, Testen, Debuggen usw. bedeuten.
> Und ich habe Zweifel, dass das Bedienkonzept von Gnome Shell sich ohne
> Compositing so umsetzen lᅵsst, dass sich relevant viele Leute dafᅵr
> begeistern kᅵnnen.

Wenn bei nicht vorhandensein von Hardwarebeschleunigung vielleicht das
eine oder andere Feature nicht geht, ist das sicherlich eine Sache mit
der man leben koennte (und dass bei diesen Effekten zur Laufzeit die
Existenz von Hardwarebeschleunigung abgefragt und ansonsten diese Effekte
einfach weggelassen werden, wuerde sicherlich nicht so viel Performance
kosten). Aber das ist nicht, was ich meinte: Wenn man einfach Effekte
(auch solche, die mancher vielleicht als nuetzlich empfindet) *gaenzlich*
*abschalten* koennte in der Konfiguration des Desktops (auch wenn dadurch
Features verlorengehen), kann das eigentlich nicht so viewl zusaetzlichen
Mehraufwand in der Entwicklung bedeuten. Aber an solche Schlichtheit der
Desktop-Umgebung scheint heutzutage (leider) kaum noch jemand Interesse
zu haben ...

>> Fuer mich ist so etwas ganz nett, um anderen vorzufuehren, dass es so
>> etwas gibt, aber nach dieser Demonstration moechte ich den Kram dann
>> lieber wieder raushaben.
> Dafᅵr gibt es ja inzwischen genug andere Arbeitsumgebungen.

Mittlerweile (seit Gnome3) nutze ich auch kein Gnome mehr. Traurig ist,
dass sich viele andere auch in diese Richtung entwickeln. Vielleicht
werde ich dann mit meinem Wunsch nach etwas mehr Schlichtheit irgendwann
wieder von Desktop-Umgebungen zu einem simplen Window-Manager zurueck-
kehren muessen. Mir faellte es allerdings schon schwer zu glauben, dass
ich wirklich der einzige Linux-Nutzer sein soll, der sich bei "Desktop-
Effekten" etwas mehr "Schlichtheit" wuenschen wuerde ...

Magnus Warker

unread,
Mar 14, 2013, 5:55:16 AM3/14/13
to
On 03/14/2013 08:27 AM, Juergen Ilse wrote:

> Aber an solche Schlichtheit der
> Desktop-Umgebung scheint heutzutage (leider) kaum noch jemand Interesse
> zu haben ...

Gnome 2 war ja schᅵn schlicht, stabil und performant.

Was IMHO krank ist, ist dieser Druck, dass ein Desktop bei jeder neuen
Version vᅵllig anders aussehen muss. Warum nicht etwas gutes einfach
konsequent weiterentwickeln im Sinne von stabilisieren und verfeinern.
Warum muss bei jeder Versionssprung mit so einem visuellen Knall
einhergehen?

Paul-Wilhelm Hermsen

unread,
Mar 14, 2013, 6:38:13 AM3/14/13
to
Am 13.03.2013 20:59, schrieb Andreas M. Kirchwitz:
> Jan Heitkötter <usenet...@heitkoetter.net> wrote:

> Das mag bei jeder Distribution anders aussehen, aber unter Fedora
> komme ich nicht völlig an GNOME vorbei, auch wenn ich meine Fenster
> von fvwm2 verwalten lasse. Es sei denn, ich wollte masochistisch auf
> alle Anwendungen verzichten, die direkt oder indirekt mit GNOME
> verbandelt sind (ohne gnome-settings-daemon geht's nicht).

Als zufriedener Debiananwender unter Linux, habe ich vor dem Hintergrund
des hier diskutierten Inhaltes gestern mal Gnome unter wheezy komplett
radiert, so dass nach einem Reboot wieder die Konsole erschien.
Dann habe ich mein Homeverzeichnis, bis auf ganz wenige Ausnahmen,
auf einen jungfräulichen Stand gebracht und vor allem die
gnomespezifischen Homedateien gelöscht. Anschließend habe ich mir XFCE
installiert. Das Ganze hat gerade einmal eine knappe Stunde, inklusive
Googeln, gedauert, bis ich unter XFCE alles laufen hatte, was ich unter
Gnome in ähnlicher Form zu nutzen gewöhnt war, inklusive den für XFCE
empfohlenen Netzwerkmanager. Nebenbei - das grafische System ist
auffällig schneller geworden.
Ich bin hoch erfreut über die Möglichkeiten, unter Linux verschiedene
Desktops nutzen zu können.
Während der eine Steve aus Redmond auch mit Win8 lediglich EINE
alternativlose Arbeitsumgebung ermöglichen lässt und der Konzern in
Cupertino nach dem Ableben des anderen Steves bisher jedenfalls nur die
gewohnte Gerüchteküche intensiv pflegt, wird Linux vermutlich davon
profitieren und einen neuen Boom erleben.
Und Gnome passt da durchaus als sich mittlerweile weiterentwickelnder
Desktop rein, auch wenn das Ganze noch nicht so rund läuft. Jedenfalls
bedeutet der Verlust der Oberfläche noch lange keinen Zusammenbruch des
Systems, wie man vereinzelt hört. Gerade das Modulkonzept ermöglicht
gewaltige Freiheiten in alle nur denkbaren Richtungen.
Und das ist einfach nur hoch innovativ und zeitgemäß.


Magnus Warker

unread,
Mar 14, 2013, 7:36:58 AM3/14/13
to
On 03/14/2013 11:38 AM, Paul-Wilhelm Hermsen wrote:

> Das Ganze hat gerade einmal eine knappe Stunde, inklusive
> Googeln, gedauert, bis ich unter XFCE alles laufen hatte, was ich unter
> Gnome in ähnlicher Form zu nutzen gewöhnt war, inklusive den für XFCE
> empfohlenen Netzwerkmanager.

Muss man diesen bei XFCE separat installieren oder wie?

Paul-Wilhelm Hermsen

unread,
Mar 14, 2013, 8:19:14 AM3/14/13
to
Am 14.03.2013 12:36, schrieb Magnus Warker:
> On 03/14/2013 11:38 AM, Paul-Wilhelm Hermsen wrote:

> Muss man diesen bei XFCE separat installieren oder wie?

Ich musste.

Florian Diesch

unread,
Mar 14, 2013, 6:37:28 PM3/14/13
to
Am 14 Mar 2013 07:27:57 GMT
schrieb Juergen Ilse <jue...@usenet-verwaltung.de>:

> Wenn bei nicht vorhandensein von Hardwarebeschleunigung vielleicht das
> eine oder andere Feature nicht geht, ist das sicherlich eine Sache mit
> der man leben koennte

Es geht um Features wie "Zwischen Fenstern und Arbeitsflächen
wechseln".

Natürlich könnte man das alles auch anders machen, aber das wäre dann
nicht mehr das Bedienkonzept, dass die Autoren von Gnome Shell sich
vorstellen

> Performance kosten). Aber das ist nicht, was ich meinte: Wenn man
> einfach Effekte (auch solche, die mancher vielleicht als nuetzlich
> empfindet) *gaenzlich* *abschalten* koennte in der Konfiguration des
> Desktops (auch wenn dadurch Features verlorengehen), kann das
> eigentlich nicht so viewl zusaetzlichen Mehraufwand in der
> Entwicklung bedeuten.

Wenn man eine gute Abdeckung mit Tests haben will, vervielfacht sich
die Anzahl der nötigen Testfälle.

Und es stellt sich die Frage, warum man das alles in eine einzige
Arbeitsumgebung packen sollte. Viel sinnvoller ist es doch, in einer
Umgebung ein Konzept konsequent durchzuziehen - so ähnlich wie "One job,
one tool". Es gibt ja ausreichend viele Alternativen.


> Aber an solche Schlichtheit der
> Desktop-Umgebung scheint heutzutage (leider) kaum noch jemand
> Interesse zu haben ...

IMHO eher im Gegenteil, schlankere Alternativen zu GNOME und KDE sind
inzwischen populärer als noch vor einigen Jahren.


> Mittlerweile (seit Gnome3) nutze ich auch kein Gnome mehr. Traurig
> ist, dass sich viele andere auch in diese Richtung entwickeln.
> Vielleicht werde ich dann mit meinem Wunsch nach etwas mehr
> Schlichtheit irgendwann wieder von Desktop-Umgebungen zu einem
> simplen Window-Manager zurueck- kehren muessen.

Du kannst auch unter Gnome3 statt Gnome Shell so ziemlich jeden
Fentermanager nehmen, mit passenden Docks, Panels oder was immer du
willst.

Oder eine andere Desktopumgebung, z.B. XFCE, LXDE oder Razor-qt.

Juergen Ilse

unread,
Mar 15, 2013, 4:01:37 AM3/15/13
to
Hallo,

Florian Diesch <die...@spamfence.net> wrote:
> Am 14 Mar 2013 07:27:57 GMT
> schrieb Juergen Ilse <jue...@usenet-verwaltung.de>:
>> Wenn bei nicht vorhandensein von Hardwarebeschleunigung vielleicht das
>> eine oder andere Feature nicht geht, ist das sicherlich eine Sache mit
>> der man leben koennte
>
> Es geht um Features wie "Zwischen Fenstern und Arbeitsflächen
> wechseln".

Und das ueberspringen irgendwelcher "Animationen" dabei ist ein grosses
Problem, das den Wartungsaufwand der Software stark erhoeht? Das scheint
mit wenig plausibel zu sein ...

> Natürlich könnte man das alles auch anders machen, aber das wäre dann
> nicht mehr das Bedienkonzept, dass die Autoren von Gnome Shell sich
> vorstellen

Meinst du hier "Bedienkonzept" oder lediglich "Look&Feel"? Nein, das ist
*nicht* das selbe. Trotz identischem Bedienkonzept kann das look&feel
durchaus unterschiedlich sein (wenn einmal Animationen fuer z.B. das
hervorholen von Fenstern vorhanden sind, das andere mal nicht).

>> Performance kosten). Aber das ist nicht, was ich meinte: Wenn man
>> einfach Effekte (auch solche, die mancher vielleicht als nuetzlich
>> empfindet) *gaenzlich* *abschalten* koennte in der Konfiguration des
>> Desktops (auch wenn dadurch Features verlorengehen), kann das
>> eigentlich nicht so viewl zusaetzlichen Mehraufwand in der
>> Entwicklung bedeuten.
> Wenn man eine gute Abdeckung mit Tests haben will, vervielfacht sich
> die Anzahl der nötigen Testfälle.

Bei ordentlich strukturiertem Code nicht so wesentlich.

Jan Heitkötter

unread,
Mar 15, 2013, 5:11:21 PM3/15/13
to
Am 15.03.2013 09:01, schrieb Juergen Ilse:
>> Wenn man eine gute Abdeckung mit Tests haben will, vervielfacht sich
>> die Anzahl der nötigen Testfälle.
>
> Bei ordentlich strukturiertem Code nicht so wesentlich.

Das hat doch mit dem Code nichts zu tun: mehr Features -- mehr Tests.
Und was du verlangst, ist ein weiteres Feature.

Jan

Florian Diesch

unread,
Mar 15, 2013, 9:19:08 PM3/15/13
to
Am 15 Mar 2013 08:01:37 GMT
schrieb Juergen Ilse <jue...@usenet-verwaltung.de>:

> Hallo,
>
> Florian Diesch <die...@spamfence.net> wrote:
> > Am 14 Mar 2013 07:27:57 GMT
> > schrieb Juergen Ilse <jue...@usenet-verwaltung.de>:
> >> Wenn bei nicht vorhandensein von Hardwarebeschleunigung vielleicht
> >> das eine oder andere Feature nicht geht, ist das sicherlich eine
> >> Sache mit der man leben koennte
> >
> > Es geht um Features wie "Zwischen Fenstern und Arbeitsflächen
> > wechseln".
>
> Und das ueberspringen irgendwelcher "Animationen" dabei ist ein
> grosses Problem, das den Wartungsaufwand der Software stark erhoeht?

Was meinst du mit "Animationen"? Ich beziehe mich auf die "Aktivitäten"
von Gnome Shell.

> > Natürlich könnte man das alles auch anders machen, aber das wäre
> > dann nicht mehr das Bedienkonzept, dass die Autoren von Gnome Shell
> > sich vorstellen

> Meinst du hier "Bedienkonzept" oder lediglich "Look&Feel"?

Bitte geh davon aus, dass ich das meine, was ich schreibe. Alles
andere macht die Diskussion nur unnötig kompliziert.


> >> Performance kosten). Aber das ist nicht, was ich meinte: Wenn man
> >> einfach Effekte (auch solche, die mancher vielleicht als nuetzlich
> >> empfindet) *gaenzlich* *abschalten* koennte in der Konfiguration
> >> des Desktops (auch wenn dadurch Features verlorengehen), kann das
> >> eigentlich nicht so viewl zusaetzlichen Mehraufwand in der
> >> Entwicklung bedeuten.
> > Wenn man eine gute Abdeckung mit Tests haben will, vervielfacht sich
> > die Anzahl der nötigen Testfälle.
>
> Bei ordentlich strukturiertem Code nicht so wesentlich.

Im Idealfall hat man "mit OpenGL" und "ohne OpenGL" für alles, was mit
der grafischen Ausgabe zu tun hat.
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