Uwe Sieber schrieb:
> Meist muß es einen auch als Programierer nicht interessieren,
> dass Win32-Datei- und Gerätenamen in Kernelnamen übersetzt
> werden.
Jemand, der 15 Jahre für Win32 programmiert hat, sollte aber mal davon
gehört haben!
Das hat mich immer ganz verrückt gemacht - einen ganzen Stapel Bücher zu
Hause und auch im Netz viel gelesen, aber bis heute keine echte
Vorstellung, wie der ganze Kram zusammen hängt! Ich habe den Eindruck,
man muss sich die MSDN durchlesen und dann im Kopf integrieren, um ein
zusammenhängendes Bild zu bekommen. Und meine MSDN ist auf dem "vor
.NET-Stand", weil ich nach der Einführung von .NET nichts mehr gefunden
habe und ich habe eigentlich meistens nur gelesen, wo man klicken muss,
um mit einem bestimmten Tool eine bestimmte Aufgabe zu erfüllen. Man
muss also nicht nur alles lesen, sondern auch gleich genug verstehen, um
den ganzen Müll aussortieren zu können. In meinen Augen hat Windows
unnötige Komplexität zum Verkaufskonzept gemacht.
Seit ich vergleichsweise die Linux-Dokumentation kenne und weiß, dass
man als Programmierer richtig glücklich sein kann und "Workaround"
tatsächlich ein Fremdwort ist, kriege ich schon das Kotzen, wenn ich nur
das typische Windows-Festplattengerappel irgendwo höre...
> > Und um die Gerätehierarchie zu sehen, braucht man ein
> > spezielles Tool?
>
> Ja, um die Objekt-Vernüpfungen zwischen Win32 und Kernel zu
> sehen.
Okay, ich verstehe, dass das eine interne Sache des Betriebssystems ist,
aber wenn es schon nicht für den Anwender offengelegt wird, sollte man
auch nichts davon wissen müssen. Ich habe die Win32 API bisher
tatsächlich für das direkte und einzige Interface zum Kernel gehalten,
so dass man das als ein Gesamtsystem behandeln kann und dass auch Sachen
wie die clib darüber laufen.
Dann steckt die Inkonsistenz also in der API und CreateFile() müsste so
Sachen wie "COM32" richtig auf den Kernel abbilden? Bzw. müsste die API
dann doch eigentlich eine Funktion wie CreateDevice() oder
ConnectDevice() anbieten, habe ich die übersehen?