Am 23.05.12 19:37, schrieb Arno Welzel:
> MacOS hat sich da komischerweise auch ohne komplette Änderung bei
> jeder Version gut gehalten
Nebenan in den Mac-Gruppen wird das aber gaaanz anders gesehen ...
Palo Alto tendiert z.B. dazu, Funktionen, die auch weiterentwickelt
werden, in jeder Version im GUI woanders zu verst^W platzieren.
Ich glaube, dass Linux und BSD/MacOS nach wie vor Nischenprodukte sind,
die eher von experienced usern verwendet werden 1), während Windoof das
Produkt für die Massen ist bzw. eben auch für's Büro die Standardware.
Das mit XP und dem Notebookmarkt, vor allem bei den Subnotebooks, sehe
ich auch so, da _lief_ Vista erstmal gar nicht :).
Ausserdem hat Apple, glaubt man der Jobs-Bio, von Anfang an das
entgegengesetzte Konzept von Windows verfolgt: Mac geschlossen, User
wird nicht gefragt, Windows dagegen war und ist (und bleibt?) offen und
für alle adaptierbar. Das hat ja Apple fast das Kreuz gebrochen. Ob
ihnen das mit den iDingens passiert ist oder ob's geplant war, darf
geraten werden. Mittlerweile machen sie zwei Drittel ihres Umsatzes mit
besagten iDingens, und in der Mac-Community machen sich ernsthafte
Sorgen breit, die Desktop-Rechner könnten demnächst auch aufgelassen
werden. Der X-Serve ist schon verschwunden.
Und iOS ist noch um einiges geschlossener. Und dessen Feind heisst
Android, und nicht Windows. Win8 japst da eher hinterher und will wieder
einmal alles: Backward compatible sein, gleichzeitig tablet-gerecht, und
die Idee, Software (nur mehr?) via Appstore zu verscherbeln, ist ja auch
recht attraktiv.
Wo das hingeht, kann nur wild spekuliert werden. Und meine Glaskugel ist
gerade beim Service ...
jm2cw
addio
1) Genau _das_ war ja der Grundstein vom Windows-Erfolg: Ein OS, das auf
jedem Schuhkarton zum Laufen gebracht werden konnte, und das immer
kompatibel blieb, sei es für Buchhaltungsprogramme, oder
Industriesteuerungen, blahfasel. Bei Apple gab es einfach keine backward
compatability. Punkt. Und was in 10.4. läuft, mus noch lange nicht in
10.6 laufen. Und in 10.7 schon überhaupt nicht mehr. OS9 - ja, das gab's
mal, glaube ich ... von OS7 ganz zu schweigen. (Obwohl das alles keine
fünfzehn Jahre her ist, also durchaus die Laufzeit einer kommerziell
eingesetzten Software.) Warum, glaubst Du, ist Mac im Officebereich
nirgendwo (ausser vielleicht in Werbeagenturen)? Und selbst in der
Werbeagentur läuft in der Buchhaltung und im Personalbüro ein Win-PC ...
wie oft kauft sich ein Unternehmen eine neue Buchhaltungssoftware? Oder
eine neue Prozesssteuerung für's Band? Oder stellt sein OS im
Officebereich um? Sicher nicht so oft, wie OS-Versionen rauskommen ...
--
pm <mein vorname> bei <mein nachname> punkt at
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