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OOo 3.2: Konvertierung von Word-Dateien - Sonderzeichen und Ursprungsdatum

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Rainer

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Feb 21, 2012, 2:46:59 AM2/21/12
to
Hallo zusammen,

nach der Konvertierung abertausender Word-Dateien ins OOo-Format wüsste
ich gern, ob sich zwei Phänomene beseitigen lassen, die für mich eher
unschön und unpraktisch sind:

*Da die Word-Dokumente mit unterschiedlichen MS-Office-Versionen
entstanden waren, hat die Zeichenfilter-Einstellung (ich meine, mich
für irgendein ISO / westlich entschieden zu haben) nicht bei allen
gegriffen. Es gibt viele Dokumente, bei denen sich deutsche
Sonderzeichen nun kryptisch zeigen. Gibt es irgendeinen Filter, ein
Werkzeug, oder ähnliches, wo ich sämtliche Dateien in einem Rutsch
durchlaufen und entsprechende Dateien möglichst gleich korrigieren
lassen kann?

*Bei allen Dateien ist das ursprüngliche Entstehungsdatum weg. Lässt es
sich sichtbar machen oder (im schlechtesten Fall) bei erneuter
Konvertierung durch eine entsprechende Einstellung erhalten?

Mein Betriebssystem ist Ubuntu 10.04

Viele Grüße

Rainer

--
*********************************************

Nachrichten für mich persönlich bitte an

spots4as~gmx.de (Tilde durch das at-Zeichen ersetzen).

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Ralph Aichinger

unread,
Feb 21, 2012, 4:45:26 AM2/21/12
to
Rainer <absenderadres...@gmx.de> wrote:
> *Da die Word-Dokumente mit unterschiedlichen MS-Office-Versionen
> entstanden waren, hat die Zeichenfilter-Einstellung (ich meine, mich
> für irgendein ISO / westlich entschieden zu haben) nicht bei allen
> gegriffen. Es gibt viele Dokumente, bei denen sich deutsche
> Sonderzeichen nun kryptisch zeigen. Gibt es irgendeinen Filter, ein
> Werkzeug, oder ähnliches, wo ich sämtliche Dateien in einem Rutsch
> durchlaufen und entsprechende Dateien möglichst gleich korrigieren
> lassen kann?

Ich würde das auf jeden Fall noch mal von den Originalen
ausgehend machen. Ich weiß nicht, ob man das ex post noch
sinnvoll korrigieren kann.

Welche Word-Formate brauchen eine Angabe des Zeichensatzes?
Ich hab mit Word-Formaten bis mindestens 95 zurück eigentlich
die Erfahrung gemacht, daß sie LO/OOo automatisch erkennt
und richtig aufmacht.

> *Bei allen Dateien ist das ursprüngliche Entstehungsdatum weg. Lässt es
> sich sichtbar machen oder (im schlechtesten Fall) bei erneuter
> Konvertierung durch eine entsprechende Einstellung erhalten?

Was meinst du mit Entstehungsdatum? Das Datum der Datei? Oder was
in der Datei drin? Ersteres ist mit "touch" oder ähnlichen Programmen
sicher leicht hinzubiegen.

/ralph

Rainer

unread,
Feb 21, 2012, 6:24:43 AM2/21/12
to
Hallo Ralph,

Am 21 Feb 2012 09:45:26 GMT
schrieb Ralph Aichinger <ra...@pangea.at>:

> Rainer <absenderadres...@gmx.de> wrote:
> > *Da die Word-Dokumente mit unterschiedlichen MS-Office-Versionen
> > entstanden waren, hat die Zeichenfilter-Einstellung (ich meine, mich
> > für irgendein ISO / westlich entschieden zu haben) nicht bei allen
> > gegriffen. Es gibt viele Dokumente, bei denen sich deutsche
> > Sonderzeichen nun kryptisch zeigen. Gibt es irgendeinen Filter, ein
> > Werkzeug, oder ähnliches, wo ich sämtliche Dateien in einem Rutsch
> > durchlaufen und entsprechende Dateien möglichst gleich korrigieren
> > lassen kann?
>
> Ich würde das auf jeden Fall noch mal von den Originalen
> ausgehend machen. Ich weiß nicht, ob man das ex post noch
> sinnvoll korrigieren kann.
>
Halb händisch, halb automatisch ist es ja möglich - allerdings bezogen
auf jeweils ein einziges Dokument: Mit Suchen-Ersetzen das falsche
Sonderzeichen durch das richtige ersetzen. Ist aber keine Lösung, weil
ich dann Monate dransitze. Es müsste wenigstens dieselbe Funktion sein,
mit der sich dann automatisch alle Dokumente durchsuchen und
entsprechende Ersetzungen vornehmen lassen.

> Welche Word-Formate brauchen eine Angabe des Zeichensatzes?
> Ich hab mit Word-Formaten bis mindestens 95 zurück eigentlich
> die Erfahrung gemacht, daß sie LO/OOo automatisch erkennt
> und richtig aufmacht.

Die Frage hat folgenden Hintergrund: Ich habe - um nicht den Überblick
zu verlieren - nicht alles in einem Durchgang konvertiert, sondern
jeweils 1 Verzeichnis mit vielen Unterverzeichnissen (bis zu 5 Ebenen).
Das waren immer noch ziemlich viele Dateien. Phasenweise - und immer
bezogen auf 1 Datei - öffnete sich ein Abfragedialog. Soweit ich mich
erinnere, hatte der 4 Zeilen, in denen etwas eingestellt werden konnte.
Eine davon betraf den Zeichensatz. Stichprobenartig habe ich
ausprobiert, mit welchem Zeichensatz die Dokumente korrekt konvertiert
werden, angenommen, dass es für alle "Problemfälle" gilt und stoisch
immer genau diesen Zeichensatz ausgewählt. Nun sehe ich, dass es in
vielen Fällen offenbar nicht richtig war.

Dem, was Du über Deine Erfahrung schreibst bin ich jetzt an zwei
Beispielen nachgegangen. Es handelt sich um zwei Dateien, die 1995
angelegt wurden, 1998 aber offenbar eine Aktualisierung auf die nächste
Word-Generation durchlaufen haben: Das Erstellungsdatum ist jedenfalls
1998. Öffne ich die Word-Datei mit OOo, erscheinen die "verkorksten"
Sonderzeichen, greife ich via Netzwerk von einem Windowsrechner mit MS
Office 2000 auf sie zu, zeigen sie sich korrekt. Zugriff von demselben
Windows-Rechner mit OOo 3.2: Sonderzeichen verkorkst. Exakt dasselbe
Ergebnis bekomme ich sowohl mit dem Dokumentenkonverter von OOo auf dem
Windows-, als auch auf dem Ubuntu-Rechner.

>
> > *Bei allen Dateien ist das ursprüngliche Entstehungsdatum weg.
> > Lässt es sich sichtbar machen oder (im schlechtesten Fall) bei
> > erneuter Konvertierung durch eine entsprechende Einstellung
> > erhalten?
>
> Was meinst du mit Entstehungsdatum? Das Datum der Datei?

Das Erstellungsdatum der Datei. Beispiel: Die beiden genannten Dateien.
wurden lt. "Eigenschaften" am 20.3.98 erstellt. Dies Datum wird bei der
Konvertierung "gekillt" und als Entstehungsdatum das der
Konvertierungsaktion verewigt.

> Oder was
> in der Datei drin? Ersteres ist mit "touch" oder ähnlichen Programmen
> sicher leicht hinzubiegen.
>
Hmm, aber wie geht das? In den odt-Dateien ist es nach der
Konvertierung offenbar ja komplett verschwunden.

Rainer

unread,
Feb 22, 2012, 2:59:54 AM2/22/12
to
Am Tue, 21 Feb 2012 12:24:43 +0100
schrieb Rainer <absenderadres...@gmx.de>:

[... ungelöst: Sonderzeichen bei Konvertierung ...]
>
> >
> > > *Bei allen Dateien ist das ursprüngliche Entstehungsdatum weg.
> > > Lässt es sich sichtbar machen oder (im schlechtesten Fall) bei
> > > erneuter Konvertierung durch eine entsprechende Einstellung
> > > erhalten?
> >
> > Was meinst du mit Entstehungsdatum? Das Datum der Datei?
>
> Das Erstellungsdatum der Datei. Beispiel: Die beiden genannten
> Dateien. wurden lt. "Eigenschaften" am 20.3.98 erstellt. Dies Datum
> wird bei der Konvertierung "gekillt" und als Entstehungsdatum das der
> Konvertierungsaktion verewigt.
>
> > Oder was
> > in der Datei drin? Ersteres ist mit "touch" oder ähnlichen
> > Programmen sicher leicht hinzubiegen.
> >
> Hmm, aber wie geht das? In den odt-Dateien ist es nach der
> Konvertierung offenbar ja komplett verschwunden.
>
"touch" habe ich mir mal angesehen. Wenn ich es richtig verstehe, wird
damit ein Datum bei jeweils einem Dokument geändert und entweder das
aktuelle verwendet oder ein selbst definiertes. So ist "touch" nicht
brauchbar, denn es geht um tausende Dateien.

Außerdem habe ich jetzt entdeckt, dass das Problem mit dem Datum etwas
verzwackter ist und es keine Lösung geben dürfte: Mir war bisher nicht
aufgefallen, dass in Nautilus nur das Datum der letzten Änderung
angezeigt wird. Der Grund: In sehr vielen Fällen sind hier beide Daten
identisch. Klar, dass nun das Konvertierungsdatum erscheint - ist ja
eine Änderung. Nautilus bietet leider keine entsprechende Einstellung
an, so dass ich in einer Auflistung nicht erkennen kann, wann eine
Datei entstanden ist. Das finde ich nur bei geöffneter Datei unter
"Eigenschaften" des Dokuments. Eine Nautilus-Einstellung wäre also
eigentlich die Lösung...

Ralph Aichinger

unread,
Feb 22, 2012, 3:24:29 AM2/22/12
to
Rainer <absenderadres...@gmx.de> wrote:
> "touch" habe ich mir mal angesehen. Wenn ich es richtig verstehe, wird
> damit ein Datum bei jeweils einem Dokument geändert und entweder das
> aktuelle verwendet oder ein selbst definiertes. So ist "touch" nicht
> brauchbar, denn es geht um tausende Dateien.

Nicht händisch, sondern mit einem Skript. Man geht jeweils das Original-
verzeichnis nach Namen durch, liest das Datum aus, und überträgt mit
Touch das Datum auf die Datei mit dem gleichen Namen im Verzeichnis
mit den konvertierten Dateien. Und dann macht man das mit der nächsten
Datei, bis keine mehr vorhanden ist. Läuft in einer Schleife vermutlich
keine 20 Sekunden.

> Außerdem habe ich jetzt entdeckt, dass das Problem mit dem Datum etwas
> verzwackter ist und es keine Lösung geben dürfte: Mir war bisher nicht
> aufgefallen, dass in Nautilus nur das Datum der letzten Änderung
> angezeigt wird. Der Grund: In sehr vielen Fällen sind hier beide Daten
> identisch. Klar, dass nun das Konvertierungsdatum erscheint - ist ja
> eine Änderung. Nautilus bietet leider keine entsprechende Einstellung
> an, so dass ich in einer Auflistung nicht erkennen kann, wann eine
> Datei entstanden ist. Das finde ich nur bei geöffneter Datei unter
> "Eigenschaften" des Dokuments. Eine Nautilus-Einstellung wäre also
> eigentlich die Lösung...

Mit touch solltest du das Datum der letzten Änderung "fälschen"
können.

/ralph

Mandri Vator

unread,
Feb 22, 2012, 4:45:55 AM2/22/12
to
Am 22.02.2012 08:59, schrieb Rainer:

> aufgefallen, dass in Nautilus nur das Datum der letzten Änderung
> angezeigt wird. ... Eine Nautilus-Einstellung wäre also
> eigentlich die Lösung...

Leider nein, denn das von dir gewünschte Datum wird nicht im Dateisystem
gespeichert:

http://www.linupedia.org/opensuse/Zeitstempel_von_Dateien

--
So long
Mandri

Rainer

unread,
Feb 22, 2012, 5:43:35 AM2/22/12
to
Am 22 Feb 2012 08:24:29 GMT
schrieb Ralph Aichinger <ra...@pangea.at>:

> Rainer <absenderadres...@gmx.de> wrote:
> > "touch" habe ich mir mal angesehen. Wenn ich es richtig verstehe,
> > wird damit ein Datum bei jeweils einem Dokument geändert und
> > entweder das aktuelle verwendet oder ein selbst definiertes. So ist
> > "touch" nicht brauchbar, denn es geht um tausende Dateien.
>
> Nicht händisch, sondern mit einem Skript. Man geht jeweils das
> Original- verzeichnis nach Namen durch, liest das Datum aus, und
> überträgt mit Touch das Datum auf die Datei mit dem gleichen Namen im
> Verzeichnis mit den konvertierten Dateien. Und dann macht man das mit
> der nächsten Datei, bis keine mehr vorhanden ist. Läuft in einer
> Schleife vermutlich keine 20 Sekunden.
>
Ja, so meine ich es verstanden zu haben. Genau da liegt das
aber Problem (wenn ich Dich richtig verstehe): Datei für Datei muss
geöffnet werden, um dort unter Eigenschaften das Erstellungsdatum zu
ermitteln und es anschließend mit touch zu übertragen. Ein irrsinniger
Aufwand: bei Zugrundelegung Deiner Rechnung: 3000 Dateien = 14 Stunden
ununterbrochene, fehlerfreie Arbeit bei voller Konzentration. In meinem
Fall sind es aber noch mehr Dateien. So nicht machbar.

> > Eine Nautilus-Einstellung wäre also eigentlich die Lösung...
>
> Mit touch solltest du das Datum der letzten Änderung "fälschen"
> können.
>
Ja, das geht offenbar - aber: s.o.

Rainer

unread,
Feb 22, 2012, 5:43:38 AM2/22/12
to
Am Wed, 22 Feb 2012 10:45:55 +0100
schrieb Mandri Vator <mandr...@gmx.de>:
OK, auf den Weg scheint es zumindestens gebracht zu werden - Zitat:

"Derzeit kommt im ext3/4 Filesystem noch ein weiterer Zeitstempel
hinzu, auf den wohl so mach ein ehemaliger Windowsuser schon lange
gewartet hat, und der die wirkliche Entstehungszeit der Datei
dokumentiert."

Den Verweis auf ehemalige Windowsuser halte ich nicht für angebracht,
denn OOo selbst enthält ja auch unter Linux (hier: Ubuntu) das
Erstellungsdatum. Dass OOo schon über das Feature verfügt, zeigt IMO,
dass ein Bedarf dafür besteht - egal unter welchem Betriebssystem.

Mandri Vator

unread,
Feb 22, 2012, 7:17:57 AM2/22/12
to
Am 22.02.2012 11:43, schrieb Rainer:

> "Derzeit kommt im ext3/4 Filesystem noch ein weiterer Zeitstempel
> hinzu,... der die wirkliche Entstehungszeit der Datei
> dokumentiert."

Wenn die Wikepedia nicht fehlerhaft ist, gilt das aber nur für ext4:

Datumsangaben einer Datei
geändert (modification, mtime),
Änderung der Metadaten (ctime),
letzter Zugriff (atime)

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Ext3

modification (mtime), attribute modification (ctime), access (atime),
create (crtime)

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Ext4

Allerdings kommst du auch im letzten Fall - bisher - nur über eine etwas
krude Kommandofolge an die Information:
sudo debugfs -R 'stat /etc/hosts' /dev/sda1

Zudem wird sie dir wohl nichts nutzen, weil deine Dateien wohl kaum auf
einem etx4-Dateisystem erzeugt wurden.

Um das Auswerten der OO.o-Dokumenteigenschaften wirst du nicht herum
kommen. Ob das per (per Kommandozeile zu übergebendem) Makro geht, weiß
ich nicht.

--
So long
Mandri

Ralph Aichinger

unread,
Feb 22, 2012, 11:08:33 AM2/22/12
to
Rainer <absenderadres...@gmx.de> wrote:
> Ja, so meine ich es verstanden zu haben. Genau da liegt das
> aber Problem (wenn ich Dich richtig verstehe): Datei für Datei muss
> geöffnet werden, um dort unter Eigenschaften das Erstellungsdatum zu
> ermitteln

Ich hätte gedacht, deine ursprünglichen Word-Dateien haben das
richtige Erstellungsdatum im Dateisystem?

> und es anschließend mit touch zu übertragen. Ein irrsinniger
> Aufwand: bei Zugrundelegung Deiner Rechnung: 3000 Dateien = 14 Stunden
> ununterbrochene, fehlerfreie Arbeit bei voller Konzentration. In meinem
> Fall sind es aber noch mehr Dateien. So nicht machbar.

Klar, so nicht.

/ralph

Marcus Glöder

unread,
Jun 15, 2012, 8:52:59 AM6/15/12
to
Am 21.02.2012 12:24, schrieb Rainer:
> Hallo Ralph,

Hallo Rainer,

Du schreibst:

> Halb händisch, halb automatisch ist es ja möglich - allerdings bezogen
> auf jeweils ein einziges Dokument: Mit Suchen-Ersetzen das falsche
> Sonderzeichen durch das richtige ersetzen. Ist aber keine Lösung, weil
> ich dann Monate dransitze. Es müsste wenigstens dieselbe Funktion sein,
> mit der sich dann automatisch alle Dokumente durchsuchen und
> entsprechende Ersetzungen vornehmen lassen.

Also, ich denke, Du suchst so etwas wie:

http://www.markus-bader.de/MB-SearchAndReplace/index.php
(Windows)

oder

http://de.wikipedia.org/wiki/Sed_%28Unix%29
(Unix bzw. Linux)

Du kannst ja mal nach multiplem suchen und ersetzen googeln (oder direkt
nach sed), vielleicht hilft Dir auch comp.unix.shell oder
linux.debian.user oder eine verwandte Newsgroup weiter.

> Viele Grüße
>
> Rainer

Viele Grüßen
Marcus
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