ich habe mir vor längerem mal einen billigen 4-Port KVM-Switch von Gembird (CAS-441) zugelegt. Das Gerät hatte massig Probleme mit der Kompatibilität, also habe ich es gegen ein höherwertiges Gerät von Aten (CS1758) ersetzt. Der Switch von Aten läuft jetzt insgesamt völlig problemlos. Was mich aber stutzig macht: Die VGA-Qualität des KVM-Switches von Aten ist deutlich schlechter. Beim Gembird-Switch habe ich Noname-Kabel hinzugekauft, und im Ergebnis waren Schatten im Bild so gut wie nicht erkennbar, der Switch von Aten erzeugt mit den proprietären Kabeln im Ergebnis aber deutlich sichtbare Schatten an harten Kanten im Bild. Ich habe das am Aten-Switch mit 3m und 1,8m-Kabeln getestet, je länger das Kabel desto mehr treten Schatten auf bzw. desto länger sind die Schatten.
Insgesamt wirken die proprietären Kabel des Aten-Switches nicht so gut geschirmt wie die Noname-Kabel, welche deutlich dicker und außerdem beidseitig mit Ferritkernen versehen sind.
Wie weit bin ich auf die proprietären Kabel von Aten angewiesen? Gibt es evtl. kompatible, höherwertige Kabel von Fremdherstellern, die qualitativ besser sind? Ich komme irgendwie nicht mit der Vorstellung zurecht, dass ein Markenswitch eine schlechtere VGA-Qualität an den Tag legt als ein Noname-Gerät mit Noname-Kabeln.
Gabriel Schumann <gabriel.schum...@netcomcity.de> schrieb
>Was mich aber stutzig macht: Die VGA-Qualität des >KVM-Switches von Aten ist deutlich schlechter.
Bei welcher Aufloesung?
>Ich habe das am Aten-Switch mit 3m und >1,8m-Kabeln getestet, je länger das Kabel desto mehr treten Schatten auf >bzw. desto länger sind die Schatten.
Also das der Aten qualitativ besser sein soll (nur weil teurer und 8-fach) sehe ich nicht so. Welche Arten von Verbindungen brauchst Du denn wirklich? Wieviele Systeme willst Du damit steuern?
-- MfG, Shinji P.S.:Wegen Viren/Wuermern werden Mails >141kByte <155kByte geloescht.
>> Was mich aber stutzig macht: Die VGA-Qualität des >> KVM-Switches von Aten ist deutlich schlechter.
> Bei welcher Aufloesung?
1920x1200 am Eizo FlexScan S2431W
>> Ich habe das am Aten-Switch mit 3m und >> 1,8m-Kabeln getestet, je länger das Kabel desto mehr treten Schatten auf >> bzw. desto länger sind die Schatten.
> Also das der Aten qualitativ besser sein soll (nur weil teurer und > 8-fach) sehe ich nicht so.
Dass ein 8-fach KVM-Switch besser sein soll, wäre nicht unbedingt logisch, aber gewisse Vorteile von Markengeräten gegenüber Noname-Produkten erwarte ich eigentlich schon.
> Welche Arten von Verbindungen brauchst Du denn wirklich? > Wieviele Systeme willst Du damit steuern?
Ich möchte acht Systeme steuern, u.A. auch etwas ältere. Die neueren können aber die volle Auflösung des Bildschirms fahren, deshalb ist das mit den Schatten ja so ärgerlich, weil die bei höheren Auflösungen erst so richtig zum Vorschein treten. Verbindungstechnisch ist VGA, PS/2 bzw. USB und Audio angesagt, oder was meintest Du mit den Arten der Verbindungen?
Gabriel Schumann wrote: >>> Was mich aber stutzig macht: Die VGA-Qualität des KVM-Switches von >>> Aten ist deutlich schlechter.
>> Bei welcher Aufloesung?
> 1920x1200 am Eizo FlexScan S2431W
Ui!
Dafür braucht man etwa 250MHz Videobandbreite bei allen beteiligten Komponenten. Und auch die Kabel- und Abschlussimpedanzen müssen bis zu der Frequenz einigermaßen stimmen. Letzteres ist offensichtlich nicht der Fall.
Da das Symptom mit der Kabellänge skaliert und ich mal annehme, dass wir über die Kabel vom Rechner zum KVM reden, kann man sagen, dass es auf dieser Seite passiert und nicht (oder zumindest nicht so stark) auf der Anschlussseite zum Monitor. Ob es nun am Kabel oder den Abschlussimpedanzen der beteiligten Komponenten liegt, kann man so nicht sagen. Um einen signifikanten Schatten zu bekommen müssen allerdings /zwei/ Reflexionen auftreten. Einmal am KVM und einmal an der Graka. Erst dann ist man wieder in Richtung Monitor unterwegs und bekommt ein Schattenbild. Das bedeutet, dass die Impedanz zwischen Kabel und Gerät an beiden Enden nicht stimmt. Ein schlechtes Kabel würde das erklären. Allerdings bekleckern sich die Grafikkarten in der Disziplin fast ausnahmslos auch nicht mit Ruhm, so dass ein matschiger KVM-Eingang durchaus der Tropfen sein kann, der dass Fass zum Überlaufen bringt. Möglicherweise ist auch beides schlecht.
Für diese Auflösung braucht man einfach durchweg hochwertige Komponenten. Also GraKa, Kabel und Monitor. Und falls ein KVM im Spiel ist, gilt das auch für diesen und seine Kabel. So aus dem Bauch heraus würde ich sagen, dass außer dem Monitor keine der Komponenten diese Bedingung wirklich erfüllt. Mag natürlich sein, dass die GraKa wieder erwarten doch gut ist. Die Alternative heißt DVI. Da kommt, wenn die Komponenten nichts taugen, wenigstens gar kein Bild. Das akzeptieren die Kunden nicht. Deshalb taugen die Komponenten etwas.
>>> Ich habe das am Aten-Switch mit 3m und 1,8m-Kabeln getestet, je >>> länger das Kabel desto mehr treten Schatten auf bzw. desto länger >>> sind die Schatten.
>> Also das der Aten qualitativ besser sein soll (nur weil teurer und >> 8-fach) sehe ich nicht so.
> Dass ein 8-fach KVM-Switch besser sein soll, wäre nicht unbedingt > logisch, aber gewisse Vorteile von Markengeräten gegenüber > Noname-Produkten erwarte ich eigentlich schon.
Ein Blick ins Datenblatt sollte verraten, für welche Videobandbreite das Gerät ausgelegt ist. Weniger als 200MHz => Game lost. Weniger als 250MHz => so-la-la.
Diese Multiport-Geräte werden eher für Server-Racks eingesetzt. Da ist hohe Auflösung eher ungewöhnlich. Viel mehr als XGA hat man da selten.
> Ich möchte acht Systeme steuern, u.A. auch etwas ältere. Die neueren > können aber die volle Auflösung des Bildschirms fahren, deshalb ist das > mit den Schatten ja so ärgerlich, weil die bei höheren Auflösungen erst > so richtig zum Vorschein treten.
Für die Anforderung kann man guten Gewissens in der Oberklasse aktiver KVMs anfangen zu suchen. Ob man wirklich ein 8-Port-Gerät mit diesen Eigenschaften bekommt, sei allerdings dahingestellt.
Gabriel Schumann <gabriel.schum...@netcomcity.de> schrieb
>>> Was mich aber stutzig macht: Die VGA-Qualität des >>> KVM-Switches von Aten ist deutlich schlechter. >> Bei welcher Aufloesung? >1920x1200 am Eizo FlexScan S2431W
VGA Analog 1920x1200? Damit uebertreibst Du es aber dich schon sehr. Ab 1280x1024 sind bei analoger Uebertragung doch schon diverse Kabel/KVM ueberfordert, so dass man die ersten Schatten sieht. Vielleichts solltest Du von VGA auf DVI umsteigen?
>> Also das der Aten qualitativ besser sein soll (nur weil teurer und >> 8-fach) sehe ich nicht so. >Dass ein 8-fach KVM-Switch besser sein soll, wäre nicht unbedingt >logisch, aber gewisse Vorteile von Markengeräten gegenüber >Noname-Produkten erwarte ich eigentlich schon.
Ich auch, aber dass dieser preiswerte ATEN 8fach Siwtch mit teureren prof. Markengeraeten gleichziehen kann ist nicht meien Meinung.
>> Welche Arten von Verbindungen brauchst Du denn wirklich? >> Wieviele Systeme willst Du damit steuern? >Ich möchte acht Systeme steuern, u.A. auch etwas ältere.
Aha. Du hattest vorher einen 4port-Switch. Den hast Du also nicht nur wegen einer Qualitaetsaenderung ausgesondert, sondern auch, weill Du mehr Systeme steuern willst. Kannst Du den nicht ggf. kaskadieren?
>Die neueren >können aber die volle Auflösung des Bildschirms fahren, deshalb ist das >mit den Schatten ja so ärgerlich, weil die bei höheren Auflösungen erst >so richtig zum Vorschein treten.
Meist sind die Kabel das Problem. Ich habe bei meinem 2 und 4fach Switches mit analogem VGA je nach Kabel und Laenge eben schon bei 1280x1024 die ersten Problem bemerkt. 1920 unveraendert ueber analoges VGA zu transportieren wuerde mir im Traum nicht einfallen. Sie Tech. Marketing.Specs geben das zwar oft her, aber die heutigen Grafikkarten haben meist bei analog VGA ein nicht mehr so gutes Signal wie die damailg noch sehr guten Matrox-Karten und die meist suboptimlane Kabel verschleifen dann den Rest auch noch etwas.
>Verbindungstechnisch ist VGA, PS/2 bzw. >USB und Audio angesagt, oder was meintest Du mit den Arten der Verbindungen?
Ja, das waren die von mir erfragten "Arten der Verbindung".
Meine Meinung: Die gewuenschte Aufloesung ist fuer analog VGA ungeeignet. Wenn Du diese Aufloesungen (1920...)transportieren willst, wechsel auf DVI digital. PS/2 oder USB fuer key und Mouse: Ich bevorzuge weiterhin PS2 um kompatbiel zu aelteren Systemen zu bleiben. Leider erfordert das an neueren Systemen meist Adapter. Audio: Wofuer das?
-- MfG, Shinji P.S.:Wegen Viren/Wuermern werden Mails >141kByte <155kByte geloescht.
Am Sun, 11 May 2008 18:49:01 +0200 schrieb Gabriel Schumann:
> 1920x1200 am Eizo FlexScan S2431W
Das würde ich ja analog noch nicht einmal ohne KVM dazwischen wollen, weil es selbst so schon unscharf wird.
Schaff dir was an, was DVI umschalten kann und vergiss diese analoge Umschalterei. In der Auflösung bekommst du das nie sauber hin.
-- Und tschüß | Bitte nach Möglichkeit keine Rückfragen per Mail. Ich lese Ingo | die Gruppen, in denen ich schreibe. | Die E-Mail Adresse ist gültig, bitte nicht verstümmeln!
> Das würde ich ja analog noch nicht einmal ohne KVM dazwischen wollen, weil > es selbst so schon unscharf wird.
Nein, nur wenn schlechte Komponenten im Spiel sind.
Ich verwende durch die Bank UXGA@75Hz für große CRTs. Das benötigt mit knapp 300MHz Videobandbreite sogar noch etwas mehr. Das Thema Schatten hat nicht die geringste Bedeutung. Die Bildschärfe steht trotz CRT einem gleichwertigen TFT nicht nach. Anstelle der geringfügigen Unschärfe der Röhre hat das TFT hal 0,67 Pixel bauartbedingten Konvergenzfehler. Das gibt sich unter dem Strich nichts.
Sobald allerdings eine minderwertige Komponente im Spiel is, endet die Freude. Ein Standard-SVGA-Kabel und das Bild wird schon etwas schlechter. Ein Notebook mit einem mäßigen VGA-Ausgang und das Bild wird matschig. Aber an einer ordentlichen GraKa ist das Bild astrein. Die uralten Matrox-Karten führen hier unangefochten das Spitzenfeld an. Sogar ein Toshiba Tecra Notebook erzielt an der Docking-Station gute Ergebnisse. Das ist allerdings auch die einzige Notebook-Kombination, die in den Tests jemals mithalten konnte.
> Schaff dir was an, was DVI umschalten kann und vergiss diese analoge > Umschalterei. In der Auflösung bekommst du das nie sauber hin.
Das befürchte ich im Kontext KVM allerdings auch. Ich denke dafür gibt es einfach keinen Markt. Technisch möglich ist es problemlos.
>> Das würde ich ja analog noch nicht einmal ohne KVM dazwischen wollen, >> weil >> es selbst so schon unscharf wird.
> Nein, nur wenn schlechte Komponenten im Spiel sind.
Ich habe ja schon vorher einen wirklich billigen Noname-KVM-Switch für 27EUR benutzt, der die gewünschte Auflösung so gut wie schattenfrei dargestellt hat. Es kann also nur am neuen KVM-Switch bzw. dessen proprietären Kabeln liegen.
>> Schaff dir was an, was DVI umschalten kann und vergiss diese analoge >> Umschalterei. In der Auflösung bekommst du das nie sauber hin.
> Das befürchte ich im Kontext KVM allerdings auch. Ich denke dafür gibt > es einfach keinen Markt. Technisch möglich ist es problemlos.
> Ich hätte ja am liebsten einen KVM-Switch, der DVI-I und USB sowie PS/2 schalten kann, gibt's aber nicht, zumindest ist mir keiner bekannt. Es gibt eh außer meinem Hauptrechner, welcher direkt per DVI am Bildschirm angeschlossen ist, nur einen angeschlossenen Rechner, der die 1920x1200 schafft, und der hat noch kein DVI.
Meine Frage war eigentlich auch, ob ich die Kabel des Aten-Switches gegen bessere Kabel von Drittherstellern ersetzen kann. Bei den vorhandenen Kabeln kann ich leider die Schirmung nicht verbessern, ich könnte höchstens noch Ferritkerne an jeweils beide Enden der Kabel klemmen, das dürfte aber eigentlich nichts bringen, was die Schatten angeht, wenn ich richtig informiert bin.
in de.comp.hardware.misc Gabriel Schumann <gabriel.schum...@netcomcity.de> wrote:
> Ich habe ja schon vorher einen wirklich billigen Noname-KVM-Switch für > 27EUR benutzt, der die gewünschte Auflösung so gut wie schattenfrei > dargestellt hat. Es kann also nur am neuen KVM-Switch bzw. dessen > proprietären Kabeln liegen.
Ich kenne das auch. Diese 2fach-Teile für eben diesen Preis, bei denen die Kabel direkt rauskommen, gaben ein wunderbares Bild (und überraschten mich, als ich nach Jahren, in denen ich nach Erfahrungen mit den alten mechanischen KVMs einen Bogen drum gemacht hatte, sehr positiv). Dann habe ich einen elektronischen 4er gekauft - Sh.t. Der hatte wieder Geisterbilder. Ich bin dann auf DVI umgestiegen, wobei der DVI-KVM auch DVI-A mit umschaltet und ich - mit etwas eigenwilliger Kabelkonstruktion - so zwei DVI-D und zwei DVI-A-Rechner zusammengelegt habe. Der ist nun wiederum schattenfrei.
> Ich hätte ja am liebsten einen KVM-Switch, der DVI-I und USB sowie PS/2 > schalten kann, gibt's aber nicht, zumindest ist mir keiner bekannt. Es > gibt eh außer meinem Hauptrechner, welcher direkt per DVI am Bildschirm > angeschlossen ist, nur einen angeschlossenen Rechner, der die 1920x1200 > schafft, und der hat noch kein DVI.
USB kann meiner nicht. Aber es gab für ihn sowohl DVI-D-Kabel als auch DVI-I auf 15pol. VGA, und den Ausgang habe ich über ein Y-Kabel (welches DVI-I aufteilt in VGA und DVI-D und _verdammt_ schwer aufzutreiben war) an einen FSC-P19 angeschlossen. Es gibt in der Bucht auch welche mit DVI+USB, ob die aber auch den Analogteil mit umschalten, weiß man erst, wenn man ihn vor sich stehen hat, das steht in keiner Spezifikation, leider.
> Meine Frage war eigentlich auch, ob ich die Kabel des Aten-Switches > gegen bessere Kabel von Drittherstellern ersetzen kann. Bei den > vorhandenen Kabeln kann ich leider die Schirmung nicht verbessern, ich > könnte höchstens noch Ferritkerne an jeweils beide Enden der Kabel > klemmen, das dürfte aber eigentlich nichts bringen, was die Schatten > angeht, wenn ich richtig informiert bin.
Die Schirmung ist nicht unbedingt der Grund für die Schatten. Das sind Reflexionen, weil der Wellenwiderstand nicht stimmt oder die Stecker (!) HF-technisch schlecht sind (sprich: einen Sprung in der Impedanz machen).
mfg. Gernot
-- <h...@gmx.de> (Gernot Zander) *Keine Mailkopien bitte!* Lieber Musik im Blut als Bier im Klavier.