Ralf . K u s m i e r z <m...@privacy.invalid> wrote:
> Nachdem mir das kürzlich auch mal anderswo aufgefallen war, fängt
> jetzt auch der Spiegel-Online-Auftritt an, rumzuheulen, wie asozial
> ich sei, weil ich mich nicht mit Werbung zudröhnen lassen will, und
> sie jetzt deswegen verhungern müßten.
Ohne den Artikel bei Golem hätte ich von dieser Kampagne nichts
mitbekommen. Anscheinend filtern meine selbsterstellten ABP-Regeln,
ohne dass ich es darauf angelegt hätte, manche Erkennungsmerkmale
von Adblockern nicht raus.
Bei Golem versprach man hoch und heilig, nur noch dezente Werbung zu
verwenden, um die Akzeptanz zu erhöhen. Beim kurrzeitigen Ausschalten
von ABP blinkten mich mehrere riesige animierte Werbebanner an, die das
redaktionielle Layout beeinträchtigten und das Lesen der eigentlichen
Inhalte stark erschwerten.
So wird das nichts.
Gedruckte Zeitschriften sind gefühlt zwar zur Hälfte voller Werbung,
doch zum einen dreht und bewegt sich da nichts, und zum anderen habe
ich den Eindruck, dass die Werbung dort ein bisschen ideenreicher ist.
Und warum schaffen es die Werbe-Fuzzis trotz ihres aufwendigen und
rechtlich fragwürdigen Trackings seit Jahren nicht, mir Werbung zu
präsentieren, die mich ansatzweise interessieren könnte? Das bekommt
jede uralte gedruckte Zeitschrift besser hin.
Wer klickt überhaupt auf diese Banner? Ist mir ein Rätsel, warum man
Website-Betreibern Geld zahlt, damit sie solche Werbebanner auf ihre
Seiten packen. Wer sind diese Volltrottel, die das anklicken und
darüber tatsächlich Produkte kaufen? Ja, ich weiß, schon das bloße
Abrufen des Banner wird bereits bezahlt - ohne dass jemand klickt.
Das Geschäftskonzept dahinter verstehe ich nicht.
Grüße, Andreas