Gustaf Mossakowski, 03.08.2012 13:24:
> Arno Welzel schrieb:
>
>> Am 17.07.2012 11:44, schrieb Peter J. Holzer:
>>
>>> "Inhalt" ist alles, was der Bot gemeinsam mit der Seite abspeichert
>>> und was bei der Suche berücksichtigt wird. Dazu gehört auch der URL,
>>> und dieser wird sogar relativ hoch gewichtet.
>>
>> Hast Du dafür auch konkrete Beispiele oder Angaben, wie stark die
>> Schreibweise einer URL in die Bewertung der Relevanz einer Fundstelle
>> einfliesst - also wie hier z.B. Umlaute statt "ae", "oe" usw.?
>
> Das ist schwierig darzustellen, da das nur durch Experimente
> nachwweisbar ist.
>
> <https://www.google.de/search?q=Schlangenöl>
> und
> <
https://www.google.de/search?q=Schlangenoel>
> geben (fast) dieselben Ergebnisse aus,
Ja - weil Google "ö" und "oe" als zwei analoge Schreibweisen erkennt.
Ja - warum auch nicht? Wenn jemand nach Bestandteilen einer URL sucht,
die nirgends als Inhalt auftauchen, ist es ja auch sinnvoll, wenn diese
auch gefunden werden.
> Das zeigt zumindest, dass die URL bei der Suche berücksichtigt wird.
> Daneben zeigt es, dass man ö im deutschsprachigen Bereich nicht durch
> »o« ersetzen sollte, sondern besser durch »oe«. Der Toptreffer bei
> Schlangenol kommt bei mir bei der Suche nach Schlangenöl erst auf Seite
> 5 der Google-Ergebnisse, dort ist die URL auch nicht hervorgehoben.
>
>> Gerade *weil* manche Leute meinen, sie können mit "sprechenden URLs"
>> eine bessere Positionierung bei Suchmaschinen erreichen und das auch
>> regelmäßig bei "SEO-Anleitungen" erwähnt wird, dürfte die Schreibweise
>> von URLs mittlerweile nahezu unbedeutend sein.
>
> Nee, das ist unlogisch. Nach der gleichen Logik wäre ja auch »Gerade
> weil Leute guten Text schreiben, um bei Suchmaschinen eine bessere
> Positionierung zu erreichen, dürften gute Texte mittlerweile nahezu
> unbedeutend sein.« richtig.
Hier liegt wohl ein Missverständnis vor: Ich meinte damit, dass Inhalte
nicht deswegen als wichtiger eingestuft werden, nur weil sie
*zusätzlich* eine "sprechende" URL haben.
Dein Beispiel war ja genau das Gegenteil: Die Information steckte *nur*
in der URL und wurde im Inhalt so gar nicht genannt. Das funktioniert
aber nicht, wenn andere Angebote eben jene Information nicht *nur* in
der URL haben, sondern auch als *Inhalt*.
Dagegen zeigt <
https://www.google.de/search?q=Schlangenoel> bei mir als
Top-Treffer eine Produktinfo, wo in der URL weder "Schlangenöl", noch
"Schlangenoel" enthalten ist. Deiner Theorie nach müsste ein
Online-Shop, der zusätzlich zur Produktbeschreibung auch noch
"Schlangenoel" in der URL verwendet, noch eher gefunden werden.
>> Viel wichtiger ist, dass die URL langfristig gültig ist und Inhalte
>> nicht alle paar Wochen oder Monate "neu strukturiert" werden.
>
> In der Tat. Ich habe gerade wieder bei einem Projekt die 15 Jahre
> stabilen URLs sterben sehen, weil das neue kommerzielle CMS keine URLs
> kann (neben vielen anderen Dingen, die es auch nicht kann ...)
Und das CMS läuft nur auf Webservern, die kein Rewriting beherrschen und
es darf auch kein Proxy verwendet werden?
Etliche meiner ganz alten URLs lasse ich umleiten auf die aktuelle
Version, weil sie so eben schon reichlich referenziert sind, wie z.B.
<
http://arnowelzel.de/wiki/Fli4lOpenVpn>