Martin Schoenbeck schrieb:
>Hallo Detlef,
Hallo Martin.
>Detlef Wirsing schrieb:
>
>> Frank schrieb zusammengefaßt, daß es inzwischen allgemein üblich sei,
>> nach dem Erreichen des freien Downloadvolumens für weiteres Surfen
>> vollautomatisch Geld zu verlangen. Eine andere Interpretation läßt der
>> Text nicht zu.
>
>Ich weiß nicht, ob Du jetzt trollen willst, aber daß der Text eine andere
>Interpretation zuläßt, ergibt sich schon daraus, daß ich ihn anders
>interpretiert habe.
Aber falsch. Das "dieser" bezieht sich immer auf den zuletzt
verwendeten passenden Begriff, nicht auf Sätze oder Kapitel vorher.
Wenn solche Bezüge nicht feststünden, könnten wir uns kaum verstehen.
>Frank beschrieb relativ ausführlich das Verfahren
>seines Vertrages und einen für ihn daraus resultierenden Vorteil. Dann
>schrieb er, daß dieses Verfahren jetzt das übliche sei.
Direkt vorher schrieb er: "Es kann mir nicht passieren, dass ich
lustig umeinandersurfe, plötzlich ist mein Inklusivvolumen weg und ich
muss 30 Cent pro Extra-Megabyte zahlen." und im Anschluß "Dieses
Verfahren ist IMHO inzwischen allgemein üblich."
Daraus ergab sich für mich zweifelsfrei, was gemeint ist, nämlich das
im Satz vorher beschriebene Verfahren für Extra-Megabyte zu zahlen.
Auf etwas anderes kann sich "dieses Verfahren" gar nicht beziehen,
sonst müßte man bei jedem Text rätselraten, welcher Bezug zum
vorherigen Text denn wohl gemeint sein könnte. Deshalb kam ich nicht
einmal auf die Idee, es könne ein anderer Zusammenhang gemeint sein.
>Du hast dann nur den von ihm genannten Vorteil zitiert und so getan, als ob
>er das als das übliche Verfahren darstellen wollte. Was soll sowas?
>
>> Wenn er sich mit "dieses Verfahren" auf vorherige
>> Kapitel bezieht, hat er sich falsch ausgedrückt. "Dieses Verfahren"
>> bedeutet im genannten Kontext, 30 Cent pro Extra-Megabyte zu zahlen.
>
>Nur, wenn man den Kontext so zusammenkürzt, wie Du das getan hast.
Nein, auch wenn man seinem Text komplett folgt. Ansonsten könnte sich
"dieses Verfahren" ja auf alles mögliche beziehen, was irgendwo steht.
Wer soll da wissen, welcher Zusammenhang gemeint ist?
[...]
>Ich sehe, Du willst doch trollen.
[...]
Nein. Aber ich finde es schade, daß man viele Teilnehmer im Usenet
heute nicht mehr oder mißversteht, weil sie die deutsche Sprache nicht
richtig beherrschen. Es gab und gibt für mich keine andere sinnvolle
Interpretation als die, auf die ich zwangsläufig auch kam. Nach
irgendwelchen, für mich an den Haaren herbeigezogenen Bezügen im
übrigen Text zu suchen, kam mir nicht in den Sinn.
Tut mir leid wegen des Mißverständnisses, aber für mich gab es da
keinen Interpretationsspielraum. Der Sinn war und ist für mich völlig
eindeutig, auch wenn er anders gemeint gewesen sein sollte. Das konnte
ich aus besagten Gründen nicht ahnen.