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Suche von Linux aus ansprechbares GSM-Modem

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Marc Haber

unread,
May 12, 2008, 5:28:42 PM5/12/08
to
Hallo,

ich möchte gerne von einem Linux-Rechner aus SMS verschicken, und zwar
direkt ins GSM-Netz, ohne IP-, ISDN- oder Dienste mit analogem Modem
zu verwenden.

Die übliche Low-Cost-Lösung "altes Nokia-Handy mit Netzteil,
USB-Datenkabel und gnokii" möchte ich diesmal gerne vermeiden, es ist
etwas "professionelleres", z.B. in Form eines GSM-Modems gewünscht.

Extrapunkte gibt es, wenn die (einzige) serielle Schnittstelle des
bedienenden Rechners frei bleiben kann, das Modem also entweder direkt
selbst am USB-Port angeschlossen werden kann oder mit einem
USB-to-Serial-Adapter funktioniert. Ebenso wäre es super, wenn man
unter Linux keine speziellen Treiber für das Gerät braucht und es eine
für Debian paketierte Software gibt, die nach dem Motto "echo sms-text
| some-program 49151..." bedient werden kann und ich nicht selbst per
expect AT-Kommandos an das Modem schicken muss.

Gibt es sowas, ist es erschwinglich, oder bin ich doch besser mit
einem gebrauchten 6110 bedient?

Grüße
Marc

--
-------------------------------------- !! No courtesy copies, please !! -----
Marc Haber | " Questions are the | Mailadresse im Header
Mannheim, Germany | Beginning of Wisdom " | http://www.zugschlus.de/
Nordisch by Nature | Lt. Worf, TNG "Rightful Heir" | Fon: *49 621 72739834

Frank-Christian Kruegel

unread,
May 13, 2008, 3:02:21 AM5/13/08
to
On Mon, 12 May 2008 23:28:42 +0200, Marc Haber
<mh+usene...@zugschl.us> wrote:

>Hallo,
>
>ich möchte gerne von einem Linux-Rechner aus SMS verschicken, und zwar
>direkt ins GSM-Netz, ohne IP-, ISDN- oder Dienste mit analogem Modem
>zu verwenden.
>
>Die übliche Low-Cost-Lösung "altes Nokia-Handy mit Netzteil,
>USB-Datenkabel und gnokii" möchte ich diesmal gerne vermeiden, es ist
>etwas "professionelleres", z.B. in Form eines GSM-Modems gewünscht.

Der Befehlssatz der GSM-Modems ist im GSM-Standard selber definiert (GSM
07.07 alias ETSI TS 100916), d.h. Du darfst zu irgendeinem GSM-Modem
(Siemens, Ericsson, ...) greifen, und es wird mit den üblichen Tools
funktionieren. USB-Seriell Wandler sollten hier eigentlich unkritisch sein.

Mit freundlichen Grüßen

Frank-Christian Krügel

Marc Haber

unread,
May 13, 2008, 7:03:47 AM5/13/08
to
Frank-Christian Kruegel <dontm...@news.invalid> wrote:
>On Mon, 12 May 2008 23:28:42 +0200, Marc Haber
><mh+usene...@zugschl.us> wrote:
>>ich möchte gerne von einem Linux-Rechner aus SMS verschicken, und zwar
>>direkt ins GSM-Netz, ohne IP-, ISDN- oder Dienste mit analogem Modem
>>zu verwenden.
>>
>>Die übliche Low-Cost-Lösung "altes Nokia-Handy mit Netzteil,
>>USB-Datenkabel und gnokii" möchte ich diesmal gerne vermeiden, es ist
>>etwas "professionelleres", z.B. in Form eines GSM-Modems gewünscht.
>
>Der Befehlssatz der GSM-Modems ist im GSM-Standard selber definiert (GSM
>07.07 alias ETSI TS 100916),

Das sind dann normale AT-Befehle, oder wie darf ich mir das
vorstellen?

> d.h. Du darfst zu irgendeinem GSM-Modem
>(Siemens, Ericsson, ...) greifen,

Wo gibt es sowas, und was für Kosten muss man erwarten?

Oder, anders gesehen, eigentlich kann man da ja ein USB-UMTS-Interface
nehmen. Gibt es da inzwischen etwas, was unter Linux halbwegs
schmerzfrei tut? Wie sieht's mit der Vodafone Easybox aus, kann man
mit der SMS verschicken und wie?

Frank-Christian Kruegel

unread,
May 13, 2008, 7:41:35 AM5/13/08
to
On Tue, 13 May 2008 13:03:47 +0200, Marc Haber
<mh+usene...@zugschl.us> wrote:

>>Der Befehlssatz der GSM-Modems ist im GSM-Standard selber definiert (GSM
>>07.07 alias ETSI TS 100916),

>Das sind dann normale AT-Befehle, oder wie darf ich mir das
>vorstellen?

genau.

>> d.h. Du darfst zu irgendeinem GSM-Modem
>>(Siemens, Ericsson, ...) greifen,
>
>Wo gibt es sowas, und was für Kosten muss man erwarten?

Ich habe meine immer geebayt, hab da also keinen speziellen Händler.

>Oder, anders gesehen, eigentlich kann man da ja ein USB-UMTS-Interface
>nehmen. Gibt es da inzwischen etwas, was unter Linux halbwegs
>schmerzfrei tut? Wie sieht's mit der Vodafone Easybox aus, kann man
>mit der SMS verschicken und wie?

Da sei mal vorsichtig. Ich weiß nicht, wie sich das nach außen hin
darstellt, und ob das überhaupt irgendeinem Standard genügt, und wie SMS im
UMTS überhaupt geregelt sind (da habe ich die Standards nicht).

Bei den Siemens GSM Teilen und den Modems von Falcom kannst Du bedenkenlos
zugreifen.

Message has been deleted

Marc Haber

unread,
May 13, 2008, 11:41:10 AM5/13/08
to
Frank-Christian Kruegel <dontm...@news.invalid> wrote:
>On Tue, 13 May 2008 13:03:47 +0200, Marc Haber
><mh+usene...@zugschl.us> wrote:
>>Oder, anders gesehen, eigentlich kann man da ja ein USB-UMTS-Interface
>>nehmen. Gibt es da inzwischen etwas, was unter Linux halbwegs
>>schmerzfrei tut? Wie sieht's mit der Vodafone Easybox aus, kann man
>>mit der SMS verschicken und wie?
>
>Da sei mal vorsichtig. Ich weiß nicht, wie sich das nach außen hin
>darstellt, und ob das überhaupt irgendeinem Standard genügt, und wie SMS im
>UMTS überhaupt geregelt sind (da habe ich die Standards nicht).

Alle UMTS-Karten, die ich jemals in der Hand hatte können auch
"normales" GSM, und lassen sich darauf festnageln.

Hätte den Vorteil, dass kein extra Netzteil benötigt wird das kaputt
gehen kann.

Message has been deleted

Frank-Christian Kruegel

unread,
May 13, 2008, 2:12:39 PM5/13/08
to
On Tue, 13 May 2008 17:41:10 +0200, Marc Haber
<mh+usene...@zugschl.us> wrote:

>Frank-Christian Kruegel <dontm...@news.invalid> wrote:
>>On Tue, 13 May 2008 13:03:47 +0200, Marc Haber
>><mh+usene...@zugschl.us> wrote:
>>>Oder, anders gesehen, eigentlich kann man da ja ein USB-UMTS-Interface
>>>nehmen. Gibt es da inzwischen etwas, was unter Linux halbwegs
>>>schmerzfrei tut? Wie sieht's mit der Vodafone Easybox aus, kann man
>>>mit der SMS verschicken und wie?
>>
>>Da sei mal vorsichtig. Ich weiß nicht, wie sich das nach außen hin
>>darstellt, und ob das überhaupt irgendeinem Standard genügt, und wie SMS im
>>UMTS überhaupt geregelt sind (da habe ich die Standards nicht).
>
>Alle UMTS-Karten, die ich jemals in der Hand hatte können auch
>"normales" GSM, und lassen sich darauf festnageln.

Netzseitig ja. Rechnerseitig? Aber Du darfst das gerne ausprobieren.

Ansonsten kannst Du Dir die 12V 500mA für ein TC35i doch auch sicher aus dem
Rechner klauen. Hohlsteckerbuchse in ein Slotblech montiert, an ein
Laufwerkskabel vom Netzteil angeklemmt und gut ists. Gibts notfalls auch
fertig zu kaufen.

Wie gesagt: ich rate Dir wirklich zu einem der dafür vorgesehenen externen
seriellen GSM-Modems. Da kannst Du Dir inzwischen auch sicher sein, daß das
langzeitstabil ist. Das ist nicht selbstverständlich. Die ganz alten
Firmware-Versionen vom Siemens M1 haben nach etwa 10000 SMS (bei einem
meiner Ex-Arbeitgeber etwa ein halbes Tagesvolumen) ab und an keine Lust
mehr gehabt. Klar, das wird auch kaum jemand bei Siemens bis zu unserem
Support-Call so getestet haben.

Martin Schröder

unread,
May 13, 2008, 5:26:28 PM5/13/08
to
Frank-Christian Kruegel schrieb:

>> Oder, anders gesehen, eigentlich kann man da ja ein USB-UMTS-Interface
>> nehmen. Gibt es da inzwischen etwas, was unter Linux halbwegs
>> schmerzfrei tut? Wie sieht's mit der Vodafone Easybox aus, kann man
>> mit der SMS verschicken und wie?
>
> Da sei mal vorsichtig. Ich weiß nicht, wie sich das nach außen hin
> darstellt, und ob das überhaupt irgendeinem Standard genügt, und wie SMS im
> UMTS überhaupt geregelt sind (da habe ich die Standards nicht).

SMS mit UMTS verhält sich am TE auch nicht anders als bei GSM, also
07.05 reicht.

Martin

Andreas Wenzel

unread,
May 13, 2008, 5:25:49 PM5/13/08
to
Marc Haber schrieb:

> Hallo,
>
> ich möchte gerne von einem Linux-Rechner aus SMS verschicken, und zwar
> direkt ins GSM-Netz, ohne IP-, ISDN- oder Dienste mit analogem Modem
> zu verwenden.
>
> Die übliche Low-Cost-Lösung "altes Nokia-Handy mit Netzteil,
> USB-Datenkabel und gnokii" möchte ich diesmal gerne vermeiden, es ist
> etwas "professionelleres", z.B. in Form eines GSM-Modems gewünscht.
> [...]

Die meisten Telefone (Motorola, Nokia) die ich bisher ausprobiert habe
laufen am USB unter Linux mit dem ttyACM-Treiber wesentlich
unkomplizierter als unter Windows.

Eine Suche im Adept-Manager nach SMS unter Kubuntu hier bringt u.a. das
Paket smstools zum Vorschein. Die Paketbeschreibung sagt

|| [...] The SMS Server Tools use one or more (max. 32)
|| GSM modems to send and receive SMS messages [...]

Klingt doch ganz passend, oder? Näheres gibts unter

http://smstools3.kekekasvi.com

und unter

http://smstools3.kekekasvi.com/index.php?p=hardwarecomp

gibt es eine Hardwarekompatibilitätsliste.

Gruß,
Andreas

Martin Schröder

unread,
May 13, 2008, 5:55:49 PM5/13/08
to
Chris schrieb:

>> Alle UMTS-Karten, die ich jemals in der Hand hatte können auch
>> "normales" GSM, und lassen sich darauf festnageln.
>>
> Bist Du Dir sicher?

Ja.

> Kann man damit CSD-Verbindungen aufbauen

Ja, sowohl im GSM als auch UMTS. Im UMTS allerdings nicht bei T-D1, da
die im UMTS kein CSD unterstützen.

> oder SMS versenden?

GSM wie UMTS.

> Sprache geht ziemlich sicher nicht.

nein.

> Ich kenne nur die Software der Swisscom fuer die Option-Karten, und die kann
> afair keine SMS versenden.

Die Option-Software z.B. kann das von Haus aus und per Terminal kommt
man (zumindest unter Windows) prima aufs AT-Interface um dann ggf. die
SMS im Text-Mode einzutüten.

Und für die Novatel-USB-Teile gibts sogar ein ausführliches Linux Guide
vom Hersteller
http://www.novatelwireless.com/support/Linux/LinuxSetupUMTS.html


Martin

Pascal B. Kreil

unread,
May 14, 2008, 2:03:10 AM5/14/08
to
On Mon, 12 May 2008 23:28:42 +0200, Marc Haber wrote:

>Die übliche Low-Cost-Lösung "altes Nokia-Handy mit Netzteil,
>USB-Datenkabel und gnokii" möchte ich diesmal gerne vermeiden, es ist
>etwas "professionelleres", z.B. in Form eines GSM-Modems gewünscht.

Ich würde ein Siemens TC35i vorschlagen, das ist nicht teuer, macht
was Du willst und bedient auch den gewünschten professionellen
Anspruch.


Bis denne,

Pascsl

Message has been deleted

Frank-Christian Kruegel

unread,
May 14, 2008, 10:26:28 AM5/14/08
to
On Wed, 14 May 2008 12:16:22 +0000 (UTC), Chris <m...@privacy.net> wrote:

>In de.comm.geraete.mobil.misc Frank-Christian Kruegel <dontm...@news.invalid> wrote:
>> Wie gesagt: ich rate Dir wirklich zu einem der dafür vorgesehenen externen
>> seriellen GSM-Modems. Da kannst Du Dir inzwischen auch sicher sein, daß das
>> langzeitstabil ist. Das ist nicht selbstverständlich. Die ganz alten
>> Firmware-Versionen vom Siemens M1 haben nach etwa 10000 SMS (bei einem
>> meiner Ex-Arbeitgeber etwa ein halbes Tagesvolumen) ab und an keine Lust
>> mehr gehabt. Klar, das wird auch kaum jemand bei Siemens bis zu unserem
>> Support-Call so getestet haben.
>>

>ui. 20000 SMS/Tag.
>Das sind ja 4000.- Euro SMS Kosten. Pro Tag. Nicht schlecht...
>OK. Ich nehme mal an, dass bei dem Volumen der SMS-Preis vll. doch nicht mehr
>20 Cent betraegt, oder?

Mit Sicherheit nicht.

Message has been deleted

Andreas Wenzel

unread,
May 14, 2008, 2:05:59 PM5/14/08
to
Frank-Christian Kruegel schrieb:

> [...]


>> ui. 20000 SMS/Tag.
>> Das sind ja 4000.- Euro SMS Kosten. Pro Tag. Nicht schlecht...
>> OK. Ich nehme mal an, dass bei dem Volumen der SMS-Preis vll. doch nicht mehr
>> 20 Cent betraegt, oder?
>
> Mit Sicherheit nicht.

> [...]

Warum kippt man denn bei solchen Mengen die Nachrichten überhaupt noch
über die Luftschnittstelle ein? Ich hätte jetzt gedacht, daß man die
Texthäppchen da schon per IP bei einem SMSC abliefern kann...

Gruß,
Andreas

Frank-Christian Kruegel

unread,
May 14, 2008, 2:37:06 PM5/14/08
to
On Wed, 14 May 2008 20:05:59 +0200, Andreas Wenzel <awspam...@gmx.de>
wrote:

>Frank-Christian Kruegel schrieb:
>
>> [...]
>>> ui. 20000 SMS/Tag.
>>> Das sind ja 4000.- Euro SMS Kosten. Pro Tag. Nicht schlecht...
>>> OK. Ich nehme mal an, dass bei dem Volumen der SMS-Preis vll. doch nicht mehr
>>> 20 Cent betraegt, oder?
>>
>> Mit Sicherheit nicht.
>> [...]
>
>Warum kippt man denn bei solchen Mengen die Nachrichten überhaupt noch
>über die Luftschnittstelle ein?

Wegen der Schnarchnasigkeit der Netzbetreiber?

> Ich hätte jetzt gedacht, daß man die
>Texthäppchen da schon per IP bei einem SMSC abliefern kann...

Nachher gabs zu D1 und D2 ISDN-Festverbindungen, mit X75 (wenn ich mich
recht entsinne), und einer Drosselung, weil die SMSC sonst schlappgemacht
haben.

Das ganze ist jetzt aber auch schon mehr als ein halbes Jahrzehnt her.

Marc Haber

unread,
May 15, 2008, 7:08:35 AM5/15/08
to
Chris <m...@privacy.net> wrote:

>In de.comm.geraete.mobil.misc Marc Haber <mh+usene...@zugschl.us> wrote:
>> Alle UMTS-Karten, die ich jemals in der Hand hatte können auch
>> "normales" GSM, und lassen sich darauf festnageln.
>>
>Bist Du Dir sicher?
>Kann man damit CSD-Verbindungen aufbauen, oder SMS versenden?

Mit meiner Option 3G fürs Notebook kann ich SMS versenden, ja.

>> Hätte den Vorteil, dass kein extra Netzteil benötigt wird das kaputt
>> gehen kann.
>>

>Das stimmt natuerlich.
>Daher meine Empfehlung fuer das alte Cardphone 2.0.
>Das kann alles was Du brauchst recht zuverlaessig.

Und woher bekommt es seinen Strom?

Marc Haber

unread,
May 15, 2008, 7:10:08 AM5/15/08
to
Frank-Christian Kruegel <dontm...@news.invalid> wrote:
>Ansonsten kannst Du Dir die 12V 500mA für ein TC35i doch auch sicher aus dem
>Rechner klauen. Hohlsteckerbuchse in ein Slotblech montiert, an ein
>Laufwerkskabel vom Netzteil angeklemmt und gut ists. Gibts notfalls auch
>fertig zu kaufen.

Ohne Sicherung würde ich das nicht wagen wollen, PC-Netzteile haben
den Nachteil dass sie ordentlich wumms auf der 12-Volt-Schiene haben.

Außerdem: Wenn ich hier anfange an den Servern rumzuschrauben und zu
bohren dann reißt der Kunde mir - zu recht - den Kopf ab.

Marc Haber

unread,
May 15, 2008, 7:10:37 AM5/15/08
to
Andreas Wenzel <awspam...@gmx.de> wrote:
>Marc Haber schrieb:

>> Die übliche Low-Cost-Lösung "altes Nokia-Handy mit Netzteil,
>> USB-Datenkabel und gnokii" möchte ich diesmal gerne vermeiden, es ist
>> etwas "professionelleres", z.B. in Form eines GSM-Modems gewünscht.
>> [...]
>
>Die meisten Telefone (Motorola, Nokia) die ich bisher ausprobiert habe
>laufen am USB unter Linux mit dem ttyACM-Treiber wesentlich
>unkomplizierter als unter Windows.

Ich möchte es trotzdem vermeiden, ein Telefon im Rack liegen zu haben.

Andreas Wenzel

unread,
May 15, 2008, 2:42:37 PM5/15/08
to
Marc Haber schrieb:

> Andreas Wenzel <awspam...@gmx.de> wrote:
>> Marc Haber schrieb:
>>> Die übliche Low-Cost-Lösung "altes Nokia-Handy mit Netzteil,
>>> USB-Datenkabel und gnokii" möchte ich diesmal gerne vermeiden, es ist
>>> etwas "professionelleres", z.B. in Form eines GSM-Modems gewünscht.
>>> [...]
>> Die meisten Telefone (Motorola, Nokia) die ich bisher ausprobiert habe
>> laufen am USB unter Linux mit dem ttyACM-Treiber wesentlich
>> unkomplizierter als unter Windows.
>
> Ich möchte es trotzdem vermeiden, ein Telefon im Rack liegen zu haben.

Musst Du ja nicht, über USB angebundene GSM-Modems (und die UMTS
Expresscards machen auch nur USB) dürften genauso unproblematsisch sein.
Auf dre Kompatibilitätsliste aus meinem anderen Posting stehen
jedenfalls alle möglichen GSM-Modems drauf.

Gruß,
Andreas

Martin Schröder

unread,
May 15, 2008, 7:24:22 PM5/15/08
to
Marc Haber schrieb:

>> Das stimmt natuerlich.
>> Daher meine Empfehlung fuer das alte Cardphone 2.0.
>> Das kann alles was Du brauchst recht zuverlaessig.
>
> Und woher bekommt es seinen Strom?

Vom PCMCIA bzw. Card-Bus Slot, der gewöhnlich 3,3V/5V bzw. 3,3V zur
Verfügung stellt.

Und über das Cardphone 2.0 könnte man sogar per Kabel-Headset
telefonieren ;-)

Martin

Marc Haber

unread,
May 16, 2008, 5:32:34 AM5/16/08
to
Martin Schröder <gic...@gmx.de> wrote:
>Marc Haber schrieb:
>>> Das stimmt natuerlich.
>>> Daher meine Empfehlung fuer das alte Cardphone 2.0.
>>> Das kann alles was Du brauchst recht zuverlaessig.
>>
>> Und woher bekommt es seinen Strom?
>
>Vom PCMCIA bzw. Card-Bus Slot, der gewöhnlich 3,3V/5V bzw. 3,3V zur
>Verfügung stellt.

Ah, ok. Der in Frage kommende Server hat keinen CardBus-Slot, und den
einzigen freien PCI-Slot möchte ich gerne für eine I/O-Karte oder eine
Netzwerkkarte freihalten.

Helmut Hullen

unread,
May 16, 2008, 6:08:00 AM5/16/08
to
Hallo, Marc,

Du meintest am 16.05.08:

>>>> Daher meine Empfehlung fuer das alte Cardphone 2.0.
>>>> Das kann alles was Du brauchst recht zuverlaessig.

>>> Und woher bekommt es seinen Strom?

>> Vom PCMCIA bzw. Card-Bus Slot, der gewöhnlich 3,3V/5V bzw. 3,3V zur
>> Verfügung stellt.

> Ah, ok. Der in Frage kommende Server hat keinen CardBus-Slot, und den
> einzigen freien PCI-Slot möchte ich gerne für eine I/O-Karte oder
> eine Netzwerkkarte freihalten.

Dann beschaff Dir einen "Zwischenstecker", der in die Zuleitung zur
Tastatur eingeschleift wird. Da kannst Du 5 V abzapfen - nahezu
unabgesichert. Gibt es für viele Zusatzgeräte, die nicht per USB
angeschlossen werden.

Viele Gruesse
Helmut

"Ubuntu" - an African word, meaning "Slackware is too hard for me".

Henning Paul

unread,
May 16, 2008, 6:19:20 AM5/16/08
to
Helmut Hullen wrote:

> Hallo, Marc,
>
> Du meintest am 16.05.08:
>
>>>>> Daher meine Empfehlung fuer das alte Cardphone 2.0.
>>>>> Das kann alles was Du brauchst recht zuverlaessig.
>
>>>> Und woher bekommt es seinen Strom?
>
>>> Vom PCMCIA bzw. Card-Bus Slot, der gewöhnlich 3,3V/5V bzw. 3,3V zur
>>> Verfügung stellt.
>
>> Ah, ok. Der in Frage kommende Server hat keinen CardBus-Slot, und den
>> einzigen freien PCI-Slot möchte ich gerne für eine I/O-Karte oder
>> eine Netzwerkkarte freihalten.
>
> Dann beschaff Dir einen "Zwischenstecker", der in die Zuleitung zur
> Tastatur eingeschleift wird. Da kannst Du 5 V abzapfen - nahezu
> unabgesichert.

Und dann braucht man keinen PCI-CardBus-Adapter mehr? Erstaunlich.

> Gibt es für viele Zusatzgeräte, die nicht per USB
> angeschlossen werden.

Stimmt schon.

Gruß
Henning

Martin Schröder

unread,
May 17, 2008, 5:27:30 AM5/17/08
to
Marc Haber schrieb:

> Martin Schröder <gic...@gmx.de> wrote:
>> Marc Haber schrieb:
>>>> Das stimmt natuerlich.
>>>> Daher meine Empfehlung fuer das alte Cardphone 2.0.
>>>> Das kann alles was Du brauchst recht zuverlaessig.
>>> Und woher bekommt es seinen Strom?
>> Vom PCMCIA bzw. Card-Bus Slot, der gewöhnlich 3,3V/5V bzw. 3,3V zur
>> Verfügung stellt.
>
> Ah, ok. Der in Frage kommende Server hat keinen CardBus-Slot, und den
> einzigen freien PCI-Slot möchte ich gerne für eine I/O-Karte oder eine
> Netzwerkkarte freihalten.

Aber USB hat der doch?

http://www.delock.de/produkte/gruppen/PCMCIA/UMTS_SLASH_3G_PCMCIA_Laufwerk_-_USB_zu_CardBus_20542.html
http://www.delock.de/produkte/gruppen/PCMCIA/UMTS_PCMCIA_Laufwerk_USB_zu_PC-Card_U-111_20523.html
http://www.delock.de/produkte/gruppen/PCMCIA/UMTSSLASH3G_PCMCIA_Laufwerk_USB_zu_CardBus_U-142_66001.html

Und für die Express Cards 34mm und 54mm tuts der hier:
http://www.delock.de/produkte/gruppen/USB+Adapter/Adapter_USB20_zu_Express_Card_34SLASH54mm_61575.html


Martin

Marc Haber

unread,
May 19, 2008, 5:53:04 AM5/19/08
to
Martin Schröder <gic...@gmx.de> wrote:
>Marc Haber schrieb:
>> Martin Schröder <gic...@gmx.de> wrote:
>>> Marc Haber schrieb:
>>>>> Das stimmt natuerlich.
>>>>> Daher meine Empfehlung fuer das alte Cardphone 2.0.
>>>>> Das kann alles was Du brauchst recht zuverlaessig.
>>>> Und woher bekommt es seinen Strom?
>>> Vom PCMCIA bzw. Card-Bus Slot, der gewöhnlich 3,3V/5V bzw. 3,3V zur
>>> Verfügung stellt.
>>
>> Ah, ok. Der in Frage kommende Server hat keinen CardBus-Slot, und den
>> einzigen freien PCI-Slot möchte ich gerne für eine I/O-Karte oder eine
>> Netzwerkkarte freihalten.
>
>Aber USB hat der doch?

Das hat er, ja.

Wirklich gut gefällt mir die Idee allerdings nicht. Schließlich
verbinde ich da ein Gerät per USB mit dem Server, das einen
PC-Card-Slot hat, in den dann ein Gerät eingesteckt wird, das wiederum
einen USB-Port simuliert, an dem ein virtueller USB-to-Serial-Adapter
angeschlossen ist an dem schließlich das "Modem" hängt.

Wenigstens den USB-PCCard-USB-Umweg tät ich mir gerne ersparen wenn es
Geräte gibt die das auch nativ können.

Helmut Hullen

unread,
May 19, 2008, 6:29:00 AM5/19/08
to
Hallo, Marc,

Du meintest am 19.05.08:

>> Aber USB hat der doch?

> Das hat er, ja.

www.elv.de
Artikel 68-563-72

Ist zwar überdimensioniert, wenn er nur "ein" und "aus" feststellen
soll, aber in der Gegend sollte es auch fertige Geräte geben.

Oder

http://www.electronic-software-shop.com/product_info.php?pName=universelles-8kanal-usb-interface-p-36&cName=hardware-digital-io-c-2_12

Kostet 50 Euro ...

Martin Schröder

unread,
May 19, 2008, 4:20:40 PM5/19/08
to
Marc Haber schrieb:

> Wirklich gut gefällt mir die Idee allerdings nicht. Schließlich
> verbinde ich da ein Gerät per USB mit dem Server, das einen
> PC-Card-Slot hat, in den dann ein Gerät eingesteckt wird, das wiederum
> einen USB-Port simuliert, an dem ein virtueller USB-to-Serial-Adapter
> angeschlossen ist an dem schließlich das "Modem" hängt.
>
> Wenigstens den USB-PCCard-USB-Umweg tät ich mir gerne ersparen wenn es
> Geräte gibt die das auch nativ können.

Die mir bekannten UMTS Express Cards sind in Wirklichkeit USB-Geräte,
die ausschließlich den am Express Card Slot anliegenden USB nutzen. Der
USB<->Express Card Adapter ist sozusagen nur ein passiver
Zwischenstecker. Aber du kannst natürlich auch ein USB-Stick UMTS Modem
oder ein USB-UMTS-Kästchen nutzen.

Martin

Marc Haber

unread,
May 19, 2008, 5:26:02 PM5/19/08
to
Martin Schröder <gic...@gmx.de> wrote:
>Marc Haber schrieb:
>> Wirklich gut gefällt mir die Idee allerdings nicht. Schließlich
>> verbinde ich da ein Gerät per USB mit dem Server, das einen
>> PC-Card-Slot hat, in den dann ein Gerät eingesteckt wird, das wiederum
>> einen USB-Port simuliert, an dem ein virtueller USB-to-Serial-Adapter
>> angeschlossen ist an dem schließlich das "Modem" hängt.
>>
>> Wenigstens den USB-PCCard-USB-Umweg tät ich mir gerne ersparen wenn es
>> Geräte gibt die das auch nativ können.
>
>Die mir bekannten UMTS Express Cards sind in Wirklichkeit USB-Geräte,
>die ausschließlich den am Express Card Slot anliegenden USB nutzen. Der
>USB<->Express Card Adapter ist sozusagen nur ein passiver
>Zwischenstecker.

Ei guck, das war mir neu. So moderne Hardware habe ich nicht, meine
UMTS-Karte ist noch PC-Card, und da ist der Umweg etwas komplexer.

Marc Haber

unread,
Jun 3, 2008, 11:04:41 AM6/3/08
to
Chris wrote:
> Selbst bei 2 Cent macht das ja immernoch 400.- Euronen. Stolze Summen.

In der Größenordnung würde ich eher mit 0,2 Cent pro SMS rechnen.

Grüße
Marc

--
-----------------------------------------------------------------------------
Marc Haber | "I don't trust Computers. They | Mailadresse im Header
Mannheim, Germany | lose things." Winona Ryder | Fon: *49 621 72739834
Nordisch by Nature | How to make an American Quilt | Fax: *49 3221 2323190

Marc Haber

unread,
Jun 3, 2008, 11:15:42 AM6/3/08
to
Hi,

Marc Haber wrote:
> ich möchte gerne von einem Linux-Rechner aus SMS verschicken, und zwar
> direkt ins GSM-Netz, ohne IP-, ISDN- oder Dienste mit analogem Modem
> zu verwenden.

Ich habe das inzwischen ausprobiert, mit guten und kostengünstigen
Ergebnissen.

Testsystem war ein altes Notebook Compaq nc8000, das später auch den
Produktivbetrieb übernehmen wird. Das hat gegenüber der Lösung, das
GSM-Interface direkt an den Server anzuschließen, den Charme, dass das
GSM-Interface aus Notebook und Steckkarte durch den Akku eine eingebaute
USV hat und durch seine "Eigenintelligenz" auch noch Warnmeldungen a
la "Hier im Rechenzentrum ist es plötzlich ganz dunkel und still und ich
bin der einzige der noch Strom hat" oder "meine Datenquelle hat gerade
ihren Dienst quittiert" versenden kann. Und der eigentliche Server kann
natürich auch das SMS-Gateway überwachen und im Falle dessen Ausfalls über
andere Wege (z.B. IP-SMS oder Mail) Alarm schlagen. Der einzige Nachteil
der Geschichte ist, dass das Notebook nach einem längeren Stromausfall (für
den die Akkukapazität nicht mehr gereicht hat) durch manuelles Handauflegen
wieder gestartet werden muss.

Als GSM-Interfaces hab ich ausprobiert:
- eine uralte, Vodafone-gebrandete Option 3G Datacard für den PC-Card-Slot
- eine neuere, ebenfalls Vodafone gebrandete Option Globetrotter für den
ExpressCard-Slot mit allen Klingeln und Pfeifen, HSDPA und
Schiessmichtot
- einen "Expresscard-in-PC-Card-Slot"-Adapter und
- einen "Expresscard-an-USB"-Adapter

Somit konnte ich testen:
- die alte Karte im PC-Card-Slot
- die neue Karte per Adapter im PC-Card-Slot
- die neue Karte per Adapter am USB

Alle drei Optionen haben unter Debian/GNU Linux etch mit aktuellerem
2.6.25.4 Kernel und dem dort vorhandenen Option-Treiber
(CONFIG_USB_SERIAL_OPTION=m) auf Anhieb funktioniert, und zwar ganz ohne
Unterschiede: Die Karten werden automatisch erkannt und initialisiert, und
man braucht nur noch etwas udev-Magie, damit die Interfaces eindeutig und
statisch benamst werden und um ggf. die PIN in die Karte hineinzuprügeln.
Falls die Details jemanden interessieren, habe ich darüber in Englisch
geblogged:
http://blog.zugschlus.de/archives/704-Automatic-initialization-of-a-Option-3G-Datacard.html,

Ich habe ausprobiert, ob ich mit gammu SMS versenden kann und mit dem
handelsüblichen pppd eine GPRS/UMTS-IP-Verbindung aufbauen kann. Das hat im
Test jeweils problemlos und auf Anhieb funktioniert. Getestet habe ich mit
einer alten, nicht UMTS-fähigen Simyo-SIM, habe aber wenig Zweifel daran,
dass es auch mit anderen Netzbetreibern oder U-SIMs funktionieren wird.

Ich bedanke mich bei allen Teilnehmern dieses Threads für ihre Beteiligung
und Kommentare und gehe nun zur nächsten Herausforderung über ;)

Meff

unread,
Jul 15, 2008, 7:34:34 AM7/15/08
to
> Gibt es sowas, ist es erschwinglich?
Ja siehe hier:
http://www.aldacom.com/GSM-modem/gprs-module.html
* Supported Operating Systems: Windows 2000 (SP4); XP (SP2);
Windows Vista (supported build from version 6.0.6000).
* Drivers available: Linux kernel 2.4.32 or higher; Mac OS X.
Grüsse
Meff


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