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Re: Spaß mit Ubuntu

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Marc Haber

unread,
Apr 1, 2013, 7:13:15 AM4/1/13
to
"Oliver Sch@d"
<spam.entfernen.und.bring...@oschad.de> wrote:
>Ubuntu schlägt vor eine PC-BIOS-Partition anzulegen, nur so könnte es
>mit GPT starten (3 TB-Platte). Ok, ich hab ehrlich gesagt keine Ahnung,
>was das sein soll, also habe ich es *nicht* gemacht.

Ohne Worte.

>Ok, dann hab ich diese Partition eingerichtet. LVM kann übrigens Ubuntu
>super: es wird weder im Menü angeboten und wenn man es händisch während
>der Installation reinhaut, dann findet der Installer, dass man in ein
>Volume erstmal eine Partitionstabelle knallen müsste - oh mein Gott.

Ubuntu soll halt einfach sein.

>Jetzt überlege ich noch, ob ich KDE installieren soll, aber
>ich ahne da ja schon schlimmes, wenn es Kubuntu und Co. gibt. Warum zur
>Hölle macht man eine ganze Sammlung desktop-spezifischer Distributionen?

Weil Ubuntu einfach sein soll. Ein anderes Installationsimage wählen
überfordert den Endbenutzer bei der Installation weniger als die
Frage, welches Desktop Environment man nehmen soll. Denn ansonsten
kommen die Superspezialexperten und sagen, sie haben ehrlich gesagt
keine Ahnung was ein Desktop Environment ist, also haben sie einfach
gar keins genommen.

Und dann ist dieses seltsame Linuxdings, das offensichtlich nur aus
einer DOS-Box besteht, völlig unbenutzbar.

Grüße
Marc
--
-------------------------------------- !! No courtesy copies, please !! -----
Marc Haber | " Questions are the | Mailadresse im Header
Mannheim, Germany | Beginning of Wisdom " | http://www.zugschlus.de/
Nordisch by Nature | Lt. Worf, TNG "Rightful Heir" | Fon: *49 621 72739834
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Ralph A. Schmid, dk5ras

unread,
Apr 1, 2013, 7:36:24 AM4/1/13
to
Marc Haber <mh+usene...@zugschl.us> wrote:

>Weil Ubuntu einfach sein soll.

Ich habe hier ja ein Kubuntu am Laufen, und in einem halben Jahr
intensiverer Besch�ftigung mit dem Geschraddel lernt man schon eine
Menge, aber so richtig warm damit werde ich noch nicht. Das System
k�nnte mittlerweile sicher 90, 95% meines Rechneralltages abdecken,
aber Windows deckt 99% ab.

>Und dann ist dieses seltsame Linuxdings, das offensichtlich nur aus
>einer DOS-Box besteht, v�llig unbenutzbar.

Ich komme an den Box-Dingern auch nicht vorbei, hab durchaus deren
mehrere auf dem Schirm, und die Leute neben einem im Zug schielen
manchmal ganz mi�trauisch auf meinen Bildschirm. Alles b�ses
Hacker-Zeugs.


-ras

--

Ralph A. Schmid

http://www.schmid.xxx/ http://www.db0fue.de/
http://www.bclog.de/

Ralph Angenendt

unread,
Apr 1, 2013, 7:51:22 AM4/1/13
to
Well, Oliver Sch@d <spam.entfernen.und.bring...@oschad.de> wrote:
> Was haben die da eigentlich als Standardoberfläche - ist das Gnome? Das
> sieht aus wie Mac. Die Menüleiste des gerade aktiven Fensters, wo immer
> sich dieses Fenster auch gerade befindet, ist im Kopf des Desktops. Das
> erleichtert einem die Arbeit ungemein, wenn man mit einem
> Programmfenster arbeitet, was rechts unten in der Ecke ist und man immer
> nach links oben in die Menüleiste wechseln darf. WTF?

"Fanboys?" - "Ja, Mark?" - "Die Deppen von Gnome haben mir gesagt, dass
sie meine Ideen scheiße finden." - "Und?" - "Deswegen machen wir das
jetzt selber." - "Was denn?" - "Wir malen jetzt nur noch mit
Pumasperma." - "Toll, Mark!"

So also jetzt Unity, und weil sie in Wayland auch nicht patchen wollen,
machen sie das auch noch mal selber und weil das so toll war, wird Unity
jetzt nicht mehr auf Gtk aufsetzen, sonder auf Qt, weil man will ja das
gleiche Feeling auf Desktop und Smartphone haben, auch wenn "Ubuntu on
the Phone" irgendwas ist, was auf Android aufsetzt (nein, man sagt das
schöner: "With all-native core apps and no Java overhead, Ubuntu runs
well on entry-level smartphones – yet it uses the same drivers as
Android.").

In Ubuntuland wird jetzt also alles nur noch mit Pumasperma^W^Win QML
geschrieben. Muss ja nicht schlecht sein, ist halt nur noch ein Silo
mehr.

Ralph
--
Ich weiß nicht wieso ich euch so hasse, Fahrradfahrer dieser Stadt.
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Holger Marzen

unread,
Apr 1, 2013, 9:44:09 AM4/1/13
to
* On Mon, 01 Apr 2013 12:03:54 +0200, Oliver Sch@d wrote:

[Ubuntu]

> Was haben die da eigentlich als Standardoberfläche - ist das Gnome? Das
> sieht aus wie Mac. Die Menüleiste des gerade aktiven Fensters, wo immer
> sich dieses Fenster auch gerade befindet, ist im Kopf des Desktops. Das
> erleichtert einem die Arbeit ungemein, wenn man mit einem
> Programmfenster arbeitet, was rechts unten in der Ecke ist und man immer
> nach links oben in die Menüleiste wechseln darf. WTF? Ich nehme an, dass
> ein Mac-^WGnome-Benutzer immer nur im Vollbildmodus arbeitet, sonst ist
> dieses Konzept einfach nur für die Mülltonne. Warum ich auf einem
> Display mit >=2k Pixel in der Horizontale nur ein Fenster benutzen soll,
> erschließt sich wohl nur in der Einfachheitswelt von Mac^WGnome-
> Benutzern.

Das frage ich mich seit Jahren, wie einfach gestrickt man sein muss, um
das toll zu finden. Kann Unity überhaupt was anderes als einzelne
Anwendungen als Vollbild zu zeigen? Soweit ich mich erinnere, haben sie
NICHT einfach Window Maker nachprogrammiert sondern das gesamte
Fensterhandling verkrüppelt.

Firefox haben sie auch verfummelt, so dass neue Fenster öffnen per Klick
mit mittlerer Maustaste nicht mehr ging. Einfach xul-ext-ubufox
deinstallieren, und der Spuk ist vorbei.

> Na ja, noch Auto-Updates eingerichtet mit cron-apt, VPN installiert für
> Fernwartung. Jetzt überlege ich noch, ob ich KDE installieren soll, aber
> ich ahne da ja schon schlimmes, wenn es Kubuntu und Co. gibt. Warum zur
> Hölle macht man eine ganze Sammlung desktop-spezifischer Distributionen?

Man kann auch nachträglich Xfce4 installieren, aber wenn man gleich
Xubuntu nimmt, ist es schön bequem.

Ich bin derzeit bei Xubuntu 12.04 LTS.

Bisher haben sie kaum Böcke geschossen. Jedenfalls bis zum letzten
Kernelupdate 3.2.0-39. Der verliert auf dem Rechner meiner Frau nach
einer Minute USB-Maus und Tastatur, und auf meinem Rechner malt er
Schmutzpixel auf selektierte Bereiche in Terminals, als wenn da
irgendein Dreck wild im Speicher rumschreibt.

Bei anderen bootet die Kiste gar nicht mehr:
http://www.ubuntu-forum.de/artikel/61514/kernel-upgrade-3-2-0-39-generic-system-bootet-nicht-mehr.html

Bei diesem Menschen "locks" die Kiste "up". Aber womöglich hat er keine
andere Kiste, von der er per ssh rankommt.

http://www.fixya.com/support/t17308270-linux_core_3_2_0_39_locks_up

Na vielleicht wird der nächste Kernel wieder was.

Holger Marzen

unread,
Apr 1, 2013, 9:51:24 AM4/1/13
to
* On Mon, 01 Apr 2013 15:03:05 +0200, Oliver Sch@d wrote:

> Xfce4 sieht aus wie GEOS, wenn man es nicht umkonfiguriert. Mein Gott!

Aber immerhin *kann* man es umkonfigurieren. Eine Leiste oben und unten
ist natürlich idiotisch, aber die Menge der Idioten ist nach Ansicht der
Maintainer wohl die größte.

> Ubuntu erinnert mich irgendwie an Mac OS: es sieht gut aus, aber wehe,
> man will damit ordentlich arbeiten.

Wir müssen uns daran gewöhnen, dass wir in einem Zeitalter angekommen
sind, in dem man sich die Systeme mit Gewalt untertan machen muss.
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Stefan Kanthak

unread,
Apr 1, 2013, 10:17:17 AM4/1/13
to
"Oliver Sch@d" <spam.entfernen.und.bring...@oschad.de> schrieb:

> Ubuntu erinnert mich irgendwie an Mac OS: es sieht gut aus, aber wehe,
> man will damit ordentlich arbeiten.

Ein richtiger Masoc^H^H^HcOShist laesst sich von solchen Kleinigkeiten
doch nicht abhalten...

Stefan

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Sebastian Luettich

unread,
Apr 1, 2013, 6:26:21 PM4/1/13
to
* Oliver Sch@d <spam.entfernen.und.bring...@oschad.de> schrob:

[snip]

> Ich meine immer, wenn ich einen Mac sehe, dass ich zu bl�d bin zu
> verstehen, warum das jetzt einfach ist. Ich finde das Zeug �berhaupt
> nicht einfach, ich stehe jedes mal wie ein Ochs' vor'm Berg.

Du bist Tastaturkind. Kannste vergessen. Ich habe letzte Woche
abteilungs�bergreifendes Erstaunen hervorgerufen, indem ich im Tagesbergwerk
am Windowsrechner per Fenster+L den Bildschirm gelockt habe.

Das wurde weiter erz�hlt und es kamen �ber einem Dutzend Leute vorbei um
sich das zeigen zu lassen.

Wenn ihr lieb seid, dann zeige ich euch die Arbeitsanweisung, die ich
dar�ber verfasst habe. Mit Bildern.


S�
--
Dumm wie Kruppstahl.
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Juergen P. Meier

unread,
Apr 2, 2013, 12:55:20 AM4/2/13
to
Oliver Sch@d <spam.entfernen.und.bring...@oschad.de>:
> da hab ich mich angeboten einen Rechner fᅵr Schwiegervater zu
> installieren und weil er Windows 8 verfluchte ("Kᅵnnen die nicht einfach
> mal alles so lassen wie es ist? Ich finde nichts wieder"), wollte er
> jetzt Linux probieren. Vom Sohnemann schon Ubuntu vorgeschlagen
> bekommen, also soll er Ubuntu bekommen - aber in LTS versteht sich, soll
> ja mᅵglichst lange gleich aussehen.

Mutig, aber es gibt sowas haeufiger und die Bekannten sind damit
eigentlich recht Erfolgreich.

> Ich hatte kurz mit CentOS geliebᅵugelt, hatte aber Sorgen wegen Desktop-
> Featuritis.

Das waere dann ja Koerperverletzung gewesen, und die ist auch
innerhalb der Familie Strafbar!

> Mit Ubuntu lernte ich aber erst die "Einfachheit" kennen und auch die
> "Vorzᅵge" von EFI. Ist das eine grottige Kacke alles zusammen, das geht
> ja gar nicht.
> Ubuntu schlᅵgt vor eine PC-BIOS-Partition anzulegen, nur so kᅵnnte es
> mit GPT starten (3 TB-Platte). Ok, ich hab ehrlich gesagt keine Ahnung,
> was das sein soll, also habe ich es *nicht* gemacht. Ok, wie sich
> herausstellte geht das so nicht, Start funktioniert nicht.

Lektion #1 im Unbuntuland: Gehirn ausschalten.
Lektion #2 im Unbuntuland: Immer auf Ok klicken.

> Ok, dann hab ich diese Partition eingerichtet. LVM kann ᅵbrigens Ubuntu
> super: es wird weder im Menᅵ angeboten und wenn man es hᅵndisch wᅵhrend
> der Installation reinhaut, dann findet der Installer, dass man in ein
> Volume erstmal eine Partitionstabelle knallen mᅵsste - oh mein Gott.

Siehe Oben. Hint: LVM ist der Default wenn du einfach garnicht an
den Einstellhebeln herumpfriemelst.

> Aber auch nach der Einrichtung der BIOS-Partition wurde mir immer
> gemeldet, dass keine Festplatte gefunden worden wᅵre.

S.O.

> Ok, also hab ich eine zweite Platte eingebaut, 250 GB SSD und siehe da:
> auch ein Ubuntu kann man installieren, hᅵndisch LVM eingerichtet
> hinterher, DM-Module fᅵr die Initramfs reingehauen, neue RAM-Disk
> gebaut, /etc/fstab angepasst und "schon" kann auch ein Ubuntu LVM -
> Drecksteil.

Tue bitte dir und uns allen folgenden Gefallen: Fasse NIE, und damit
meine ich unter GAR KEINEN UMSTAENDEN jemals einen Apple Mac an.
Versuche niemals OSX zu installieren oder konfigurieren. Bitte nicht!

Ich habe Bekannte die an einen Computer genauso herangehen wie du -
ich selbst kenne aus eigener Erfahrung diese Herangehensweise - nur
ist das vollkommen Inkompatibel mit solchen Systemen!

Zur Ueberraschung aller seiner Freunde, Kollegen und Bekannten hatte
er sich vor ein paar Jahren einen Macbook gekauft.

Er ist damit nicht gluecklich geworden.

Dir wuerde es genauso ergehen.

> Was haben die da eigentlich als Standardoberflᅵche - ist das Gnome? Das

Wen interessiert die Technologie? Man klickt die default ab und
*benutzt* das alles einfach so, wie vorgesetzt.
Du hast Unbuntu ganz offensichtlich nicht verstanden.

> sieht aus wie Mac. Die Menᅵleiste des gerade aktiven Fensters, wo immer

Ach. Das ist *Absicht*.

> sich dieses Fenster auch gerade befindet, ist im Kopf des Desktops. Das
> erleichtert einem die Arbeit ungemein, wenn man mit einem

Natuerlich. Wenn man sich daran einmal gewoehnt hat, ist es viel
Ergonomischer.

Merke: Du darfst nicht erwarten, dass du deinen Desktop ungestraft an
deine Beduerfnisse und Befindlichkeiten anpassen kannst - nein, um
so ein System unfallfrei nutzen zu koennen, musst *du* *dich* an die
Vorgaben anpassen!
Das meine ich uebrigens ausnahmsweise Ernst. Genau das ist das
Geheimnis. Das ist so wie eine Beziehung zu einer/m
Lebensabschnittsgefaehrtin/en: Solange du versuchst SIE/IHN zu aendern
und an deine Beduerfnisse anzupassen wirst du nicht gluecklich. Erst wenn
du verstanden hast, dass du bei dir Kompromisse eingehen musst...

> Programmfenster arbeitet, was rechts unten in der Ecke ist und man immer
> nach links oben in die Menᅵleiste wechseln darf. WTF? Ich nehme an, dass
> ein Mac-^WGnome-Benutzer immer nur im Vollbildmodus arbeitet, sonst ist
> dieses Konzept einfach nur fᅵr die Mᅵlltonne. Warum ich auf einem
> Display mit >=2k Pixel in der Horizontale nur ein Fenster benutzen soll,
> erschlieᅵt sich wohl nur in der Einfachheitswelt von Mac^WGnome-
> Benutzern.

Das ist uebrigens keine Frage der Technologie sondern der Philosophie.
Darum ist es auch sinnfrei auf technischer Ebene ueber die Details zu
Diskutieren.

> Na ja, noch Auto-Updates eingerichtet mit cron-apt, VPN installiert fᅵr
> Fernwartung. Jetzt ᅵberlege ich noch, ob ich KDE installieren soll, aber
> ich ahne da ja schon schlimmes, wenn es Kubuntu und Co. gibt. Warum zur
> Hᅵlle macht man eine ganze Sammlung desktop-spezifischer Distributionen?

Mit Anderen Worten: Du hast ein Debian ueber den Umweg eines
Unbuntu-Installationsmedium draufgeklatscht, durch herumpfriemeln deinen
ganz persoenlichen Fingerabdruck sowohl am Desktop als auch diversen
Systemunterstuetzungsroutinen hinterlassen und hoffst dennoch deinen
Wartungsaufwand reduzieren zu koennen?

> Jedenfalls hatte ich jetzt auch mal das "Glᅵck" ein Windows 8 live zu
> sehen. Also ich dachte auch nur, dass meine kleine Tochter auch so
> Spielautomaten hat, die so aussehen, aber dann sind es statt 5 Knᅵpfen
> dann 20-30 Kacheln. Ich bleibe da doch lieber bei i3. Diese Kacheln
> sehen wirklich total bescheuert aus, unᅵbersichtlich, unstrukturiert,
> verschiedene Grᅵᅵen und keine Hierarchie.

Ja, Windows 8 ist schlimm. Darum entfernt man dieses ja auch nach Kauf
eines neuen PCs und ersetzt es durch Windows 7.

> Das wirkt so aufgerᅵumt, als wenn ich einen Haufen verschieden groᅵer
> und farbiger Klebezettel auf eine Tafel kreuz und quer klebe. Hey,
> Windows 8 ist so wie Scrum-Boards.

Abseits dieser Diskussion kann ich nur jedem (bei Typen wie meinem
Bekannten und auch dir nur mit unten stehender Einschraenkung)
empfehlen, der in einer aehnlichen Ausgangssituation ist:

KAUFT IHNEN EINEN MAC**!

Jede Erfahrung* diesbezueglich aus dem groesseren Ver-/Bekannten- und
Kollegenkreis der letzten 15 jahre gibt mir damit Recht.

Fuer Linux-Typen, die es nicht lassen koennen an den Systemvorgaben
selbst herumzupfriemeln oder eine eigene Auswahl an Komponenten zu
installieren muss ich die Einschraenkung aussprechen: Lasst es!
Wenn das System nicht vollstaendig mit Defaults zu installieren ist,
machst du was verkehrt.

* (laenger: drei Absaetze)
Wenn du $DAU/ONU einen Windows-PC hinstellst, und du nicht die
notwendigen Tage an Konfigurations- und Schulungsaufwand investierst
um das halbwegs betriebsstabil zu machen, wirst du in der Woche
mehrmals mit Supportanfragen gequaelt. Regelmaessig (mehrmals pro
Jahr) wirst du das System Reparieren oder gar neu installieren
muessen. Und selbst wenn du die vielen Stunden investierst (z.B. aus
Basteltrieb heraus, muss ja keine Qual sein), wirst du bestenfalls den
Supportaufwand auf paar Mal pro Monat reduzieren koennen.
Jeder der schon mal $ELTERN&Co. sowas gebaut hat wird diese These bestaetigen
koennen. Im K-Fall braucht man idR. mehrere Stunden um ein Windows-System
zum letzten Stand hin zu recovern. Unter lokaler Anwesenheit. Sofern
man Geld fuer eine brauchbare Backuploesung ausgegeben hat.

Bei Linux sieht das schon ein bisschen anders aus: Hier ist der aehnlich
hohe Vorbereitende Aufwand zwingend notwendig (ohne gehts garnicht).
Dafuer ist der Supportaufwand im Normalfall geringer. Mit geschickter
Vorbereitung kann man auch den obligatorischen K-Fall einfach und
schnell Meistern. Groesster Nachteil: die Nutzer lernen den Umgang mit
einem Linux-Desktop, kommen mit anderen Systemen so nicht zurecht.
Das Umlernen von Windows-Versauten ist mit hohem Supportaufwand verbunden.

Bei einem Mac mit OSX ist der Vorbereitende Aufwand im schlimmsten
Fall ein halber Tag wenn man sowas zum ersten Mal fuer jemand anderes
Einrichtet. Der Supportaufwand liegt idR. bei einem Bruchteil von
obigem (weniger als einmal/Monat, bei vielen keine drei mal pro Jahr).
Dank eingebauten trivial zu administrierenden und nutzbaren Backup/Restore
ist das Recovern im K-Fall in ner halben Stunde erledigt. Remote. BTDT.
Der Nachteil oben bei Linux gilt jedoch auch hier - allerdings nur
ausserhalb der Apple-Welt. Bei Linux gilt das auch innerhalb der
Linux-Welt, denn mit dem, was ONU unter Unbunt Desktop lernt, kann
er auf einem SuSE-Desktop genau garnichts anfangen.

** Siehe Sig.

Auch wenn es vielleicht nicht als Hilfreich erkennbar war: HTH
Juergen
--
Juergen P. Meier - "This World is about to be Destroyed!"
"[Tell him to] buy an iMac. It's a computer especially built for idio...
for mommies and daddies."
Three Dead Trolls In a Baggie: The Internet Helpdesk

Ansgar -59cobalt- Wiechers

unread,
Apr 2, 2013, 6:38:28 AM4/2/13
to
Oliver Sch@d <spam.entfernen.und.bring...@oschad.de> wrote:
> Ok, aber es gibt hier doch bestimmt Mac-Benutzer. Kann mir einer von
> euch erzählen, was auf einem Mac viel leichter ist bei seiner
> täglichen Arbeit als auf anderen Systemen? Was macht einen Mac zu
> einem effizienteren Werkzeug?

Photoshop und "das war auf dem Mac schon immer so". Und dass man auch
als Normalsterblicher die Kiste installieren und konfigurieren kann.

[...]
> Obwohl ich ja keine Ahnung von Windows habe, benutze ich auch Win1+D
> und Win1+E. Das ist *echt* praktisch. Gut, ich bräuchte Win1+D nicht,
> hätte ich einen gescheiten Window-Manager und virtuelle Desktops, aber
> das ist jetzt wieder eine andere Sache.

Dexpot[1]? Oder du verwendest eine alterative Shell[2]?

[1] http://dexpot.de/
[2] http://en.wikipedia.org/wiki/List_of_alternative_shells_for_Windows

cu
59cobalt
--
"All vulnerabilities deserve a public fear period prior to patches
becoming available."
--Jason Coombs on Bugtraq

Juergen Ilse

unread,
Apr 2, 2013, 6:57:14 AM4/2/13
to
Hallo,

Oliver Sch@d <spam.entfernen.und.bring...@oschad.de> wrote:
> Ok, ich hab jetzt X gegen ein Shell-Script getauscht, wo ich TCP
> deaktiviere (ja, ich hab den lightdm-Weg versucht, aber es kᅵmmert ihn
> nicht), hab zusᅵtzlich noch ein verstᅵndliches FW-Skript in Upstart
> reingequetscht (nein, rc.local wird wohl nicht mehr ausgefᅵhrt, auch
> wenn es herumliegt und ufw benutze ich sicher nicht) und xfce4 in den
> Autologin in lightdm reingeschmissen.

Warum hast du die entsprechende Option nicht einfach in der Datei
/etc/X11/xinit/xserverrc ergaenzt? Ausserdem wundert mich ein bischen,
dass diese Option dort noch nicht vorhanden war, denn bei mir ist sie
vorhanden (aber OK, ich habe 12.10 nicht neu installiert sondern nur
auf diese Version ein Upgrade durchgefuehrt). Bei mir steht dort:

#!/bin/sh

exec /usr/bin/X -nolisten tcp "$@"

> Warum man allerdings den Grub fᅵr 10 Sekunden prᅵsentiert, ist mir
> schleierhaft - auf einem Idiotensystem wᅵrde ich den nicht mal
> prᅵsentieren, sondern einfach booten. Daher ist die Startzeit dann etwa
> bei 15 Sekunden.

Um auch "ungeuebten Benutzern" nach Installation eines neuen Kernels
die Moeglichkeit zu geben, bei Problemen noch einmal den alten zu booten.
Dir wird vielleicht aufgefallen sein, dass bei einem Kernel-Update die
vorherige Version noch installiert bleibt und auch im grub-Bootmenu
eingetragen ist ...

> Ubuntu erinnert mich irgendwie an Mac OS: es sieht gut aus, aber wehe,
> man will damit ordentlich arbeiten.

Es laesst sich ohne weiteres ordentlich damit arbeiten, und es laesst
sich auch problemlos an unterschiedliche Anforderungen anpassen, wenn
man denn will und bereit ist, sich darueber zu informieren, wie das
geht ...

Tschuess,
Juergen Ilse (jue...@usenet-verwaltung.de)
--
Ein Domainname ist nur ein Name, nicht mehr und nicht weniger.
Wer mehr hineininterpretiert, hat das Domain-Name-System nicht
verstanden.

Joerg Dorchain

unread,
Apr 2, 2013, 7:22:31 AM4/2/13
to
Wow, noch einer mit Feiertagsfrust ;-)

Ich hatte Freitag das Vernuegen, eine neue Kiste mit integrierter
Radeon CPU dual Booot Ubuntu und Windows 7 aufzusetzen. UEFI und
GPT, versteht sich.

Windows: DVD bringt beim UEFI booten krausige Meldungen, dass
wichtige Dateien fehlen. Beim BIOS-Boot weigert es sich,
UEFI-Partition zu installieren. Google sagt, bekanntes Problem,
man kopiere alles auf einen passenden Stick, verschiebe ein, zwei
directories dahin, wo sie hingehoeren, und wenn man schon mal
dran ist, kann man noch gerade das Medium so bearbeiten, dass
Windows so installiert wie ich will. Netterweise geht das alles
ganz ohne Windows tools, Posixsystem reicht.

Installieren dauert eine gute Stunde inkl. 3 reboots, dann der
aha-effekt: Grafik geht, Netzwerk fehlt dafuer. Egal, Treiber-CD
fuers MB rein, durchklicken, jetzt fehlt nur noch der Treiber
fuer Atheros-WIFI an USB (fest auf dem MB verdrahtet). Der ist
zwar auf der DC, wird aber nicht von allein gefunden.
Kaum dass Netzwerk da ist, zieht er sich erst mal 1GB an fixes
und updates, ueberschreibt dabei den Grafiktreiber. Also in
640x320 zu amd.com, nochmal 200MB Kartentreiber ziehen.
Danach Lizenz aktivieren. Per Netz schlaegt fehl, einmal
20stellige Nummer durch die Telefontastatur druecken und Antwort
fehlerfrei niederschreiben dauert auch nur 20 Minuten.

Positiv: Man kann zwischendurch Fruehstuecken, mails lesen,
Sackpost verarbeiten und Staubsaugen.

Nun zu Ubuntu. Ein Vorabtest ergab, dass es nach 10Minuten in den
Defaulteinstellungen installiert ist, dabei allerdings die
Platte putzt. Also Systembuilderimage im Expert-Modus.
Viele Fragen spaeter installiert es dann. Sogar mit lvm. Dafuer
will es unbedingt den bios-grub auf der gpt-platte installieren,
trotz UEFI-boot. Laesst sich mit der Shell im zweiten Fenster
aber retten. Auch eine Knappe Stunde, dafuer sind alle Treiber
dabei, sogar die "proprietary" fuer die Grafik. Dummerweise kennt der
os-prober nichts ausser Linux und booted den Defaulteintrag mit
einer Wartezeit von 0. Also grub-konfig zurechtpfrimeln und einen
chain-Eintrag fuer Windows dabeischreiben. Tante Google weiss das
aber alles schon. Dafuer haben die Ubuntuentwickler beim kopieren
des Debianpaket fuer pulseaudio eine Builddepency weggelassen, so
dass es nichts von aac=ac3=dolby surround weiss. Da es in der
upcoming debian stable drin ist, dass es kein politisches Problem
sein, sondern eher ein Versehen. Also Paket neu bauen, nach
Anleitung von ergoogletem Bugreport bei ubuntu. Dafuer keine
aktivieren von irgendwelchen Lizenzen.

Negativ: Haelt einen staendig beschaeftigt bis es
durchinstalliert ist, bootet nur einmal und dann ist gut,
insgesamt ca 1.5h bis geht, nochmal 10minuten fuer dualboot.

Fazit: UEFI ist schoen, wenn es denn mal alle koennten. Multiboot
ist einfach wie nie, wenn man alle doofen Moechtegernwizards und
assistenten weglaesst.
Windows fuehrt immer noch zu Boot- und Updateorgien, um mit der
Zeit zu gehen auch zu Downloadorgien. Linux muss immer noch
bebastelt werden.

Und ich weiss wieder, warum ich die geschatzten 100 Systeme
vorher per debbootstrap oder per Netzwerkinstaller hochgezogen
habe.

Tschau,

Joerg

P.s.: Der arbeitgeberfreundliche Feiertagsschnupfen war anschliesend
auch rum.

Oliver Sch@d

unread,
Apr 2, 2013, 7:52:16 AM4/2/13
to
Juergen Ilse wrote:

> Oliver Sch@d
> <spam.entfernen.und.bring...@oschad.de> wrote:
>> Ok, ich hab jetzt X gegen ein Shell-Script getauscht, wo ich TCP
>> deaktiviere (ja, ich hab den lightdm-Weg versucht, aber es kümmert ihn
>> nicht), hab zusätzlich noch ein verständliches FW-Skript in Upstart
>> reingequetscht (nein, rc.local wird wohl nicht mehr ausgeführt, auch
>> wenn es herumliegt und ufw benutze ich sicher nicht) und xfce4 in den
>> Autologin in lightdm reingeschmissen.
>
> Warum hast du die entsprechende Option nicht einfach in der Datei
> /etc/X11/xinit/xserverrc ergaenzt? Ausserdem wundert mich ein bischen,
> dass diese Option dort noch nicht vorhanden war, denn bei mir ist sie
> vorhanden (aber OK, ich habe 12.10 nicht neu installiert sondern nur
> auf diese Version ein Upgrade durchgefuehrt). Bei mir steht dort:
>
> #!/bin/sh
>
> exec /usr/bin/X -nolisten tcp "$@"

Steht auch bei mir. Wird aber nicht ausgeführt, in der Prozessliste
nachweisbar. Ich hab das ja auch erst gemerkt, als ich netstat gemacht
habe. Die Lösung mit dem Skript ist ja auch nur ein ganz mieser Hack, weil
ich keine Lust hatte den Ubuntu-Scheiß zu debuggen. So sollte man das ja
eigentlich nicht machen, aber da ich schon in 4-6 Stunden 5 mal Ubuntu neu
installiert hatte und es immer noch nicht lief, war aufgrund der
Einfachheit von Ubuntu einfach die Zeit zu knapp.

>> Warum man allerdings den Grub für 10 Sekunden präsentiert, ist mir
>> schleierhaft - auf einem Idiotensystem würde ich den nicht mal
>> präsentieren, sondern einfach booten. Daher ist die Startzeit dann etwa
>> bei 15 Sekunden.
>
> Um auch "ungeuebten Benutzern" nach Installation eines neuen Kernels
> die Moeglichkeit zu geben, bei Problemen noch einmal den alten zu
> booten. Dir wird vielleicht aufgefallen sein, dass bei einem
> Kernel-Update die vorherige Version noch installiert bleibt und auch im
> grub-Bootmenu eingetragen ist ...

"Press key to change boot options"
3 2 1, fertig

>> Ubuntu erinnert mich irgendwie an Mac OS: es sieht gut aus, aber wehe,
>> man will damit ordentlich arbeiten.
>
> Es laesst sich ohne weiteres ordentlich damit arbeiten, und es laesst
> sich auch problemlos an unterschiedliche Anforderungen anpassen, wenn
> man denn will und bereit ist, sich darueber zu informieren, wie das
> geht ...

Ich kann auch mit Gentoo mir einen Desktop aufsetzen, das geht alles, hab
ich auch schon oft genug gemacht. Aber dann soll man mir bitte nicht
erzählen, dass da alles einfach wäre. Entweder es *ist* einfach oder aber
nicht.

mfg
Oli

--
Man darf ruhig intelligent sein, man muss sich nur zu helfen wissen

Stefan Kanthak

unread,
Apr 2, 2013, 9:35:47 AM4/2/13
to
"Juergen P. Meier" <nospa...@jors.net> schrieb:

[...]

> Wenn du $DAU/ONU einen Windows-PC hinstellst, und du nicht die
> notwendigen Tage an Konfigurations- und Schulungsaufwand investierst
> um das halbwegs betriebsstabil zu machen, wirst du in der Woche
> mehrmals mit Supportanfragen gequaelt.

Meine DAUs/ONUs fragen vielleicht 1x pro Jahr.

> Regelmaessig (mehrmals pro Jahr) wirst du das System Reparieren oder
> gar neu installieren muessen.

Ich installiere Windows einmal, und dann laeuft das bis zum Ausfall der
Hardware... OHNE Reparatur. In diesem Jahrtausend hatte ich nur einen
Fall, bei dem Windows nicht mehr startete: das Dateisystem war strubbelig
und weder der beim Normalstart noch das in der (immer mitinstallierten)
Recovery Console ablaufende CHKDSK konnte den Fehler beheben, da der
initiale Mount mit BlueScreen abbrach.
Starten der Recovery Console von CD und "Reparatur" per CHKDSK hat den
Fehler behoben.

> Und selbst wenn du die vielen Stunden investierst (z.B. aus
> Basteltrieb heraus, muss ja keine Qual sein), wirst du bestenfalls den
> Supportaufwand auf paar Mal pro Monat reduzieren koennen.

Hier[tm] nicht: von den allermeisten meiner Installationen hoere ich NIE
wieder etwas; resp. immer nur, wenn ONU sich neue Hardware anschaffen will
und dann fragt, ob er wieder eine meiner Installationen bekommen kann.

> Jeder der schon mal $ELTERN&Co. sowas gebaut hat wird diese These bestaetigen
> koennen.

Nein, ICH nicht!

> Im K-Fall braucht man idR. mehrere Stunden um ein Windows-System
> zum letzten Stand hin zu recovern.

Bei defekter Hardware gibt's eine Neuinstallation, damit sind auch die
von ONU nicht gepflegten/aktualisierten Programme/Altlasten weg, und das
System auf dem neuesten Stand.
Nach der Neuinstallation werden die von ONU gesicherten Daten und
Einstellungen wieder restauriert.

> Unter lokaler Anwesenheit.

Nein: es genuegt, dass ONU die (von mir fuerchterlich verbasteltete)
Installations-DVD einlegen und das System davon starten kann.

> Sofern man Geld fuer eine brauchbare Backuploesung ausgegeben hat.

Dafuer langt ein selbstgebastelter AutoPlay-Handler (einige Registry-
Eintraege sowie ein Batch-Skript), der beim Anstecken von USB-Laufwerken
einen Eintrag "Sicherung" anzeigt.

Stefan
[
--
Die unaufgeforderte Zusendung werbender E-Mails verstoesst gegen ᅵ823
Abs. 1 sowie ᅵ1004 Abs. 1 BGB und begruendet Anspruch auf Unterlassung.
Beschluss des OLG Bamberg vom 12.05.2005 (AZ: 1 U 143/04)


Puerstinger Josef

unread,
Apr 3, 2013, 4:18:02 AM4/3/13
to
Stefan Kanthak wrote:
> "Juergen P. Meier" <nospa...@jors.net> schrieb:
>
> [...]
>
>> Wenn du $DAU/ONU einen Windows-PC hinstellst, und du nicht die
>> notwendigen Tage an Konfigurations- und Schulungsaufwand investierst
>> um das halbwegs betriebsstabil zu machen, wirst du in der Woche
>> mehrmals mit Supportanfragen gequaelt.
>
> Meine DAUs/ONUs fragen vielleicht 1x pro Jahr.

Ist Dir langweilig? Ich kᅵnnte ein paar meiner "Patienten" abgeben... :-)

Josef

Andreas Scherbaum

unread,
Apr 3, 2013, 5:26:53 AM4/3/13
to
Puerstinger Josef <nos...@puerstinger.cc> wrote:
> Stefan Kanthak wrote:
>> "Juergen P. Meier" <nospa...@jors.net> schrieb:
>>
>> [...]
>>
>>> Wenn du $DAU/ONU einen Windows-PC hinstellst, und du nicht die
>>> notwendigen Tage an Konfigurations- und Schulungsaufwand investierst
>>> um das halbwegs betriebsstabil zu machen, wirst du in der Woche
>>> mehrmals mit Supportanfragen gequaelt.
>>
>> Meine DAUs/ONUs fragen vielleicht 1x pro Jahr.
>
> Ist Dir langweilig? Ich könnte ein paar meiner "Patienten" abgeben... :-)

Zerstör doch nicht sein heiles Weltbild einer funktionierenden
Windows Welt.

Wenn er 1x pro Jahr nachschaut ist doch alles in Ordnung. Keine
Abstürze, keine Viren oder Trojaner, alle Updates ordnungsgemäß
und automatisch eingespielt, Firewall läuft und fängt alles ab,
die Kisten werden nicht durch neu aufgespielte Software immer
langsamer - ja, so eine Welt könnte mir auch gefallen. Habe ich
bisher aber nur leider nicht gesehen.

--
Andreas 'ads' Scherbaum
Failure is not an option. It comes bundled with your Microsoft product.
(Ferenc Mantfeld)

Joerg Dorchain

unread,
Apr 3, 2013, 8:35:30 AM4/3/13
to
Oliver Sch@d <spam.entfernen.und.bring...@oschad.de> wrote:

> Xfce4 sieht aus wie GEOS, wenn man es nicht umkonfiguriert. Mein Gott!

Die Alternative ist Gnome3....

> Das System nach dem Bootloader ist in etwa 4-5 Sekunden oben mit
> angemeldetem Desktop. Das ist dagegen nett. Ist aber auch eine Monster-
> Kiste mit i7 und wie gesagt SSD.

Hm, macht mein Versuchsteil auch ohne SSD.

> Warum man allerdings den Grub für 10 Sekunden präsentiert, ist mir
> schleierhaft - auf einem Idiotensystem würde ich den nicht mal
> präsentieren, sondern einfach booten. Daher ist die Startzeit dann etwa
> bei 15 Sekunden.

Genauso das ist mein Problem bei default-ubuntu-grub.cfg
generatoren: Nichts ausser ubuntu gefunden, warum sollte man den
User mit Menu verwirren und startet den default nach 0 Sekeunden.
Dies haben von Dir gelernt, schients.

> Ubuntu erinnert mich irgendwie an Mac OS: es sieht gut aus, aber wehe,
> man will damit ordentlich arbeiten.

Ich will damit spielen: 3d-Grafik mit Surround-sound.
Grafik ist wider Erwarten deutlich einfacher als das mit den 5.1
sound ueber SPDIF.

Joerg

David Seppi

unread,
Apr 3, 2013, 10:37:01 AM4/3/13
to
Oliver Sch@d schrieb:

>> Ich hab ja nichts gegen eine Vorauswahl. Ich würde die nur gerne
>> (auch im Nachhinein) ändern können.

Kann man auch. Du kannst jederzeit einen anderen dektop
manager installieren.

> Warum man allerdings den Grub für 10 Sekunden präsentiert, ist mir
> schleierhaft - auf einem Idiotensystem würde ich den nicht mal
> präsentieren, sondern einfach booten.

Genau das macht mein Ubuntu. Wenn man allerdings noch ein Windows oben
hat, dann soll Grub ja auch fragen. Die Wartezeit ist konfigurierbar.

--
David Seppi
1220 Wien

David Seppi

unread,
Apr 3, 2013, 10:41:29 AM4/3/13
to
Oliver Sch@d schrieb:

> Ah, übrigens auch schön: der X-Server horcht an Port 6000, auf allen
> Netzwerkschnittstellen. Paketfilter ist nicht eingerichtet. Echte
> Profis.

Das dürfte dann aber nicht die Standardeinstellung sein. Mein X-Server
(ja, auch Ubuntu, mit Standardeinstellung) hängt an gar keiner
Netzwerkschnittstelle, nicht einmal am loopback device.

David Seppi

unread,
Apr 3, 2013, 10:54:06 AM4/3/13
to
Oliver Sch@d schrieb:

> VPN installiert für Fernwartung.

Uhm, wofür das? Reicht Dir ssh nicht?

Oliver Sch@d

unread,
Apr 3, 2013, 10:55:21 AM4/3/13
to
David Seppi wrote:

> Oliver Sch@d schrieb:
>
>>> Ich hab ja nichts gegen eine Vorauswahl. Ich würde die nur gerne
>>> (auch im Nachhinein) ändern können.
>
> Kann man auch. Du kannst jederzeit einen anderen dektop
> manager installieren.

Hab ich.

>> Warum man allerdings den Grub für 10 Sekunden präsentiert, ist mir
>> schleierhaft - auf einem Idiotensystem würde ich den nicht mal
>> präsentieren, sondern einfach booten.
>
> Genau das macht mein Ubuntu. Wenn man allerdings noch ein Windows oben
> hat, dann soll Grub ja auch fragen. Die Wartezeit ist konfigurierbar.

Nein, da war kein Windows, alles nackt.

Oliver Sch@d

unread,
Apr 3, 2013, 10:56:00 AM4/3/13
to
David Seppi wrote:

> Oliver Sch@d schrieb:
>
>> Ah, übrigens auch schön: der X-Server horcht an Port 6000, auf allen
>> Netzwerkschnittstellen. Paketfilter ist nicht eingerichtet. Echte
>> Profis.
>
> Das dürfte dann aber nicht die Standardeinstellung sein.

Ubuntu 12.04 LTS, Standard-Config.

> Mein X-Server
> (ja, auch Ubuntu, mit Standardeinstellung) hängt an gar keiner
> Netzwerkschnittstelle, nicht einmal am loopback device.

So soll es ja auch sein. Vielleicht ein Bug bei LTS, kA

Oliver Sch@d

unread,
Apr 3, 2013, 10:56:23 AM4/3/13
to
David Seppi wrote:

> Oliver Sch@d schrieb:
>
>> VPN installiert für Fernwartung.
>
> Uhm, wofür das? Reicht Dir ssh nicht?

man Home-Router mit NAT/FW

Ansgar -59cobalt- Wiechers

unread,
Apr 3, 2013, 11:45:53 AM4/3/13
to
Oliver Sch@d <spam.entfernen.und.bring...@oschad.de> wrote:
> David Seppi wrote:
>> Oliver Sch@d schrieb:
>>> VPN installiert für Fernwartung.
>>
>> Uhm, wofür das? Reicht Dir ssh nicht?
>
> man Home-Router mit NAT/FW

Das ist für SSH ein Problem, für WhateverVPN hingegen nicht? Irgendwie
bezweifle ich das.

Oliver Sch@d

unread,
Apr 3, 2013, 12:05:25 PM4/3/13
to
Ansgar -59cobalt- Wiechers wrote:

> Oliver Sch@d
> <spam.entfernen.und.bring...@oschad.de> wrote:
>> David Seppi wrote:
>>> Oliver Sch@d schrieb:
>>>> VPN installiert für Fernwartung.
>>>
>>> Uhm, wofür das? Reicht Dir ssh nicht?
>>
>> man Home-Router mit NAT/FW
>
> Das ist für SSH ein Problem, für WhateverVPN hingegen nicht? Irgendwie
> bezweifle ich das.

In dem einen Fallmit SSH ist der Zielrechner ein Server, in dem anderen
ein Client mit OpenVPN. So komme ich dann über einen externen VPN-Server
per SSH an die Kiste.

Stefan Kanthak

unread,
Apr 3, 2013, 11:56:24 AM4/3/13
to
"Puerstinger Josef" <nos...@puerstinger.cc> schrieb:

> Stefan Kanthak wrote:
>> "Juergen P. Meier" <nospa...@jors.net> schrieb:
>>
>> [...]
>>
>>> Wenn du $DAU/ONU einen Windows-PC hinstellst, und du nicht die
>>> notwendigen Tage an Konfigurations- und Schulungsaufwand investierst
>>> um das halbwegs betriebsstabil zu machen, wirst du in der Woche
>>> mehrmals mit Supportanfragen gequaelt.
>>
>> Meine DAUs/ONUs fragen vielleicht 1x pro Jahr.
>
> Ist Dir langweilig?

Nein.
Ich kann mich immer noch ueber die allermeiste fuer Windows gefrickelte
(kommerzielle) Software aufregen, ueber deren unfaehige Entwickler, die
vielen Design-Fehler in Windows, die lausige Umsetzung der vorhandenen
Richtlinien, ...

> Ich könnte ein paar meiner "Patienten" abgeben... :-)

Ich betreibe eine kleine Diktatur. Wenn die das abkoennen...

Stefan

David Seppi

unread,
Apr 3, 2013, 1:05:36 PM4/3/13
to
Oliver Sch@d schrieb:

> man Home-Router mit NAT/FW

Der ist nicht konfigurierbar und blockt trotzdem Port 22? (oder jeden
beliebigen anderen Port, auf den man ssh hängt.) Komisches Teil.
Oder ist er zu alt für port forwarding?

Oliver Sch@d

unread,
Apr 3, 2013, 1:54:12 PM4/3/13
to
David Seppi wrote:

> Oliver Sch@d schrieb:
>
>> man Home-Router mit NAT/FW
>
> Der ist nicht konfigurierbar und blockt trotzdem Port 22? (oder jeden
> beliebigen anderen Port, auf den man ssh hängt.) Komisches Teil.
> Oder ist er zu alt für port forwarding?

Nein. Nein. Womöglich. Schätze ich nicht. Aber ich habe keine Lust eine
Stunde zu meinem Schwiegervater zu fahren, um das alles definitiv
herauszufinden, bei Defekt/Austausch des Gerätes dann erneut hinzufahren
und mit den wechselnden IPs klarzukommen, weil der DHCP-Server
herumspackt. Nein, ich will auch keine fixen IPs vergeben, weil beim
Austauschgerät das dann wieder Probleme macht. Aber wenn du gerne viel
reist, darfst du die Aufgabe gerne übernehmen.

Ansgar -59cobalt- Wiechers

unread,
Apr 3, 2013, 4:15:17 PM4/3/13
to
Oliver Sch@d <spam.entfernen.und.bring...@oschad.de> wrote:
> Ansgar -59cobalt- Wiechers wrote:
>> Oliver Sch@d wrote:
>>> David Seppi wrote:
>>>> Oliver Sch@d schrieb:
>>>>> VPN installiert für Fernwartung.
>>>>
>>>> Uhm, wofür das? Reicht Dir ssh nicht?
>>>
>>> man Home-Router mit NAT/FW
>>
>> Das ist für SSH ein Problem, für WhateverVPN hingegen nicht?
>> Irgendwie bezweifle ich das.
>
> In dem einen Fallmit SSH ist der Zielrechner ein Server, in dem
> anderen ein Client mit OpenVPN. So komme ich dann über einen externen
> VPN-Server per SSH an die Kiste.

Ebensogut kannst du über einen externen SSH-Server an einen geNATeten
SSH-Client kommen.

Oliver Sch@d

unread,
Apr 3, 2013, 4:50:13 PM4/3/13
to
Ansgar -59cobalt- Wiechers wrote:

> Oliver Sch@d
> <spam.entfernen.und.bring...@oschad.de> wrote:
>> Ansgar -59cobalt- Wiechers wrote:
>>> Oliver Sch@d wrote:
>>>> David Seppi wrote:
>>>>> Oliver Sch@d schrieb:
>>>>>> VPN installiert für Fernwartung.
>>>>>
>>>>> Uhm, wofür das? Reicht Dir ssh nicht?
>>>>
>>>> man Home-Router mit NAT/FW
>>>
>>> Das ist für SSH ein Problem, für WhateverVPN hingegen nicht?
>>> Irgendwie bezweifle ich das.
>>
>> In dem einen Fallmit SSH ist der Zielrechner ein Server, in dem
>> anderen ein Client mit OpenVPN. So komme ich dann über einen externen
>> VPN-Server per SSH an die Kiste.
>
> Ebensogut kannst du über einen externen SSH-Server an einen geNATeten
> SSH-Client kommen.

Ich will aber dann nicht mit den Logins da herumhampeln, chroot und Co.
Aber ja, natürlich hast du Recht, aber ich stehe da nicht so drauf.

Erhard Schwenk

unread,
Apr 3, 2013, 8:05:52 PM4/3/13
to
Am 03.04.2013 16:56, schrieb Oliver Sch@d:
> David Seppi wrote:
>
>> Oliver Sch@d schrieb:
>>
>>> VPN installiert für Fernwartung.
>>
>> Uhm, wofür das? Reicht Dir ssh nicht?
>
> man Home-Router mit NAT/FW

man Port-Forwarding, man dyndns

--
Erhard Schwenk

Akkordeonjugend Baden-Württemberg - http://www.akkordeonjugend.de/
APAYA running System - http://www.apaya.net/

Juergen Ilse

unread,
Apr 4, 2013, 3:43:01 AM4/4/13
to
Hallo,

Oliver Sch@d <spam.entfernen.und.bring...@oschad.de> wrote:
>>> man Home-Router mit NAT/FW
>> Das ist für SSH ein Problem, für WhateverVPN hingegen nicht? Irgendwie
>> bezweifle ich das.
> In dem einen Fallmit SSH ist der Zielrechner ein Server, in dem anderen
> ein Client mit OpenVPN. So komme ich dann über einen externen VPN-Server
> per SSH an die Kiste.

Marginale Unterschiede. Ich habe schon Fernzugriffsloesungen gebastelt
(in dem Fall fuer Windows), wo ich mit ssh und Portforwarding eine RDP
Connection fuer mich zugelassen habe. Dazu habe ich auf dem Windows-Rechner
ein ICON auf den Desktop gelegt, dass eine *ausgehende* ssh-Connection mit
geeignetem "remote-Portforwarding" und Authentifizierung per ssh-Key auf
einen Server aufgebaut hatte, ueber den ich dann mit geeignetem "local-
Portforwarding" in ssh die Verbindung von meinem Arbeitsplatz-Rechner
aus ermoeglichte. Der "Kunde" musste zum "Fernzugriff erlauben" nur einen
Doppelklick auf dieses Icon machen, ich benoetigte dafuer keinen VPN-Server,
es war fuer mich damals die einfachste Loesung (ich benoetigte nur einen
ssh-Server mit fester IP-Adresse als eine Art "Relay fuer das Portforwar-
ding"). Das ist dann so aehnlich wie "teamviewer", nur dass ich alle
daran beteiligten Geraete unter eigener Kontrolle habe ...

Juergen Ilse

unread,
Apr 4, 2013, 3:48:09 AM4/4/13
to
Hallo,

Oliver Sch@d <spam.entfernen.und.bring...@oschad.de> wrote:
> David Seppi wrote:
>> Oliver Sch@d schrieb:
>>> man Home-Router mit NAT/FW
>> Der ist nicht konfigurierbar und blockt trotzdem Port 22? (oder jeden
>> beliebigen anderen Port, auf den man ssh hᅵngt.) Komisches Teil.
>> Oder ist er zu alt fᅵr port forwarding?
> Nein. Nein. Womᅵglich. Schᅵtze ich nicht. Aber ich habe keine Lust eine
> Stunde zu meinem Schwiegervater zu fahren, um das alles definitiv
> herauszufinden, bei Defekt/Austausch des Gerᅵtes dann erneut hinzufahren
> und mit den wechselnden IPs klarzukommen, weil der DHCP-Server
> herumspackt. Nein, ich will auch keine fixen IPs vergeben, weil beim
> Austauschgerᅵt das dann wieder Probleme macht. Aber wenn du gerne viel
> reist, darfst du die Aufgabe gerne ᅵbernehmen.

Deswegen kann man da mit einer *ausegehenden* ssh-Connection vom zu
wartenden Rechner arbeiten, der ueber die ssh-Verbindung dann *eingehende*
Verbindungen erlaubt. Oder ist dir die Option "-R" bei ssh nicht bekannt?

Oliver Sch@d

unread,
Apr 4, 2013, 5:36:46 AM4/4/13
to
Juergen Ilse wrote:

> Hallo,
>
> Oliver Sch@d
> <spam.entfernen.und.bring...@oschad.de> wrote:
>> David Seppi wrote:
>>> Oliver Sch@d schrieb:
>>>> man Home-Router mit NAT/FW
>>> Der ist nicht konfigurierbar und blockt trotzdem Port 22? (oder jeden
>>> beliebigen anderen Port, auf den man ssh hängt.) Komisches Teil.
>>> Oder ist er zu alt für port forwarding?
>> Nein. Nein. Womöglich. Schätze ich nicht. Aber ich habe keine Lust eine
>> Stunde zu meinem Schwiegervater zu fahren, um das alles definitiv
>> herauszufinden, bei Defekt/Austausch des Gerätes dann erneut
>> hinzufahren und mit den wechselnden IPs klarzukommen, weil der
>> DHCP-Server herumspackt. Nein, ich will auch keine fixen IPs vergeben,
>> weil beim Austauschgerät das dann wieder Probleme macht. Aber wenn du
>> gerne viel reist, darfst du die Aufgabe gerne übernehmen.
>
> Deswegen kann man da mit einer *ausegehenden* ssh-Connection vom zu
> wartenden Rechner arbeiten, der ueber die ssh-Verbindung dann
> *eingehende* Verbindungen erlaubt. Oder ist dir die Option "-R" bei ssh
> nicht bekannt?

Ist sie, aber wie gesagt, dann muss ich auf dem SSH-Server geeignete
Absicherungsmaßnahmen ergreifen, worauf ich aber nicht stehe, denn SSH ist
nunmal mit Logins verbunden, während ein VPN genau das tut, was ich
eigentlich will, den Netzwerkzugang ermöglichen.

Martin Hotze

unread,
Apr 4, 2013, 10:15:26 AM4/4/13
to
Am 02.04.2013 12:38, schrieb Ansgar -59cobalt- Wiechers:
> Oliver Sch@d <spam.entfernen.und.bring...@oschad.de> wrote:
>> Ok, aber es gibt hier doch bestimmt Mac-Benutzer. Kann mir einer von
>> euch erzählen, was auf einem Mac viel leichter ist bei seiner
>> täglichen Arbeit als auf anderen Systemen? Was macht einen Mac zu
>> einem effizienteren Werkzeug?
>
> Photoshop und "das war auf dem Mac schon immer so". Und dass man auch
> als Normalsterblicher die Kiste installieren und konfigurieren kann.

also, damals unter OS8 ... da war ein Hardwarewechsel schon bequem ...
einfach alle Programmordner rüberkopieren, fertig. Nix mit neu
installieren, CDs suchen, etc.

aber inzwischen sind die bei Apple einfach ein präpontenter Haufen
geworden. Apple macht heute das was man vor 10-15 Jahren Microsoft
vorgeworfen hat.

#m
--
"What would I do with 72 virgins? That's not a reward,
that's a punishment. Give me two seasoned whores any day."
(Billy Connolly)

David Seppi

unread,
Apr 4, 2013, 10:16:25 AM4/4/13
to
Oliver Sch@d schrieb:

> dann muss ich auf dem SSH-Server geeignete
> Absicherungsmaßnahmen ergreifen, worauf ich aber nicht stehe, denn SSH
> ist nunmal mit Logins verbunden, während ein VPN genau das tut, was
> ich eigentlich will, den Netzwerkzugang ermöglichen.

Und dann? Was machst Du dann im Netzwerk? Ich dachte Sinn der Übung wäre
Zugriff auf den zu wartenden Rechner?

Oliver Sch@d

unread,
Apr 4, 2013, 10:59:22 AM4/4/13
to
Ich mache, wie jeder andere auch, den Zugriff in 2 Schritten:

1) Ich brauche Netzwerkzugang, um einen Fernwartungsdienst anzusprechen
2) Ich brauche einen Fernwartungsdienst

Man kann 1) auf verschiedenen Wegen lösen, wie hier bereits diskutiert
wurde, per Port-Forwarding und Filterregeln auf dem Router des
Opf^WBenutzers, per SSH-Reverse-Tunnel, per VPN und mehr. Ich habe mich
für VPN entschieden und bereits dargelegt warum, obwohl ich mir der
anderen Möglichkeiten bewusst bin. Das darf gerne jeder anders für sich
entscheiden, aber solange *ich* hinfahren muss oder die sonstigen
Verfahren implementieren muss, solange mache ich das, was für *mich*
geschätzt am bequemsten ist. Die VPN-Sache war übrigens in 5 Minuten
implementiert, weil das VPN eh schon existiert, ich musste also nur
skriptgesteuert neue Zertifikate erzeugen und kopieren.

2) macht man unter Unix/Linux in der Regel mit SSH, ich auch. Darf jeder
gerne aber so machen, wie er will, ich rede dir da nicht rein.

Oliver Jennrich

unread,
Apr 4, 2013, 2:37:10 PM4/4/13
to
Martin Hotze <local...@gmx.at> writes:

> Am 02.04.2013 12:38, schrieb Ansgar -59cobalt- Wiechers:
>> Oliver Sch@d <spam.entfernen.und.bring...@oschad.de> wrote:
>>> Ok, aber es gibt hier doch bestimmt Mac-Benutzer. Kann mir einer von
>>> euch erzählen, was auf einem Mac viel leichter ist bei seiner
>>> täglichen Arbeit als auf anderen Systemen? Was macht einen Mac zu
>>> einem effizienteren Werkzeug?
>>
>> Photoshop und "das war auf dem Mac schon immer so". Und dass man auch
>> als Normalsterblicher die Kiste installieren und konfigurieren kann.
>
> also, damals unter OS8 ... da war ein Hardwarewechsel schon bequem
> ... einfach alle Programmordner rüberkopieren, fertig. Nix mit neu
> installieren, CDs suchen, etc.

Huh? Das ist unter 10.x auch noch so. Aktuelles Backup mit Time Machine
machen, Backupplatte an neue Maschine hängen, Restore, fertig. Nix mit
neu installieren, CDs suchen, etc.

Das einzige was Handarbeit braucht sind ggfls. Programme die ihre Lizenz
an irgendwelche Hardware-Seriennummern binden.

--
Space - The final frontier

Martin Hotze

unread,
Apr 4, 2013, 3:11:43 PM4/4/13
to
Am 04.04.2013 20:37, schrieb Oliver Jennrich:
> Martin Hotze <local...@gmx.at> writes:
>
>> Am 02.04.2013 12:38, schrieb Ansgar -59cobalt- Wiechers:
>>> Oliver Sch@d <spam.entfernen.und.bring...@oschad.de> wrote:
>>>> Ok, aber es gibt hier doch bestimmt Mac-Benutzer. Kann mir einer von
>>>> euch erzählen, was auf einem Mac viel leichter ist bei seiner
>>>> täglichen Arbeit als auf anderen Systemen? Was macht einen Mac zu
>>>> einem effizienteren Werkzeug?
>>>
>>> Photoshop und "das war auf dem Mac schon immer so". Und dass man auch
>>> als Normalsterblicher die Kiste installieren und konfigurieren kann.
>>
>> also, damals unter OS8 ... da war ein Hardwarewechsel schon bequem
>> ... einfach alle Programmordner rüberkopieren, fertig. Nix mit neu
>> installieren, CDs suchen, etc.
>
> Huh? Das ist unter 10.x auch noch so. Aktuelles Backup mit Time Machine
> machen, Backupplatte an neue Maschine hängen, Restore, fertig. Nix mit
> neu installieren, CDs suchen, etc.

ja, aber ich habe bei OS8 angefangen und aufghört (IIRC). Ich hatte dann
immer neben dem Mac einen WinPC. Als ich dann mit der Maus an einem
Rechner den anderen Rechner steuern wollte habe ich es gelassen.

Ansgar -59cobalt- Wiechers

unread,
Apr 4, 2013, 3:56:18 PM4/4/13
to
Oliver Sch@d <spam.entfernen.und.bring...@oschad.de> wrote:
> da hab ich mich angeboten einen Rechner für Schwiegervater zu
> installieren und weil er Windows 8 verfluchte ("Können die nicht
> einfach mal alles so lassen wie es ist? Ich finde nichts wieder"),
> wollte er jetzt Linux probieren. Vom Sohnemann schon Ubuntu
> vorgeschlagen bekommen, also soll er Ubuntu bekommen - aber in LTS
> versteht sich, soll ja möglichst lange gleich aussehen.
>
> Ich hatte kurz mit CentOS geliebäugelt, hatte aber Sorgen wegen
> Desktop- Featuritis.
>
> Mit Ubuntu lernte ich aber erst die "Einfachheit" kennen und auch die
> "Vorzüge" von EFI. Ist das eine grottige Kacke alles zusammen, das
> geht ja gar nicht.

Versuch's mal mit Mint. Fühlt sich IMO recht enduser-kompatibel an. Auch
die Installation war ziemlich straightforward: von CD booten, Desktop-
Verknüpfung "auf Platte installieren" auswählen, dem Assistenten ein
paar Fragen beantworten, und dann abwarten, bis das System auf die
Platte gespult ist. Allerdings benötigt die Distri dem Verhalten meiner
Test-VM nach nennenswert Hardware.

Puerstinger Josef

unread,
Apr 5, 2013, 1:57:20 AM4/5/13
to
Oliver Jennrich wrote:
> Huh? Das ist unter 10.x auch noch so. Aktuelles Backup mit Time Machine
> machen, Backupplatte an neue Maschine hängen, Restore, fertig. Nix mit
> neu installieren, CDs suchen, etc.

Oder: Festplatte aus dem alten Rechner in den neuen einbauen
Oder: alten Rechner im Targetmodus starten und neuen von diesem booten

Das ist ein grosser Vorteil der überschaubaren Hardwarevielfalt...

Josef

Puerstinger Josef

unread,
Apr 5, 2013, 6:29:16 AM4/5/13
to
Stefan Kanthak wrote:
> "Puerstinger Josef" <nos...@puerstinger.cc> schrieb:
>> Ich könnte ein paar meiner "Patienten" abgeben... :-)
>
> Ich betreibe eine kleine Diktatur. Wenn die das abkoennen...

Die haben damit kein Problem, solange Du ihre Wünsche erfüllst... ;-)

Josef

Oliver Voß

unread,
Apr 5, 2013, 9:58:53 AM4/5/13
to
Am 01.04.2013 12:03, schrieb Oliver Sch@d:
>
> Was haben die da eigentlich als Standardoberfläche - ist das Gnome? Das
> sieht aus wie Mac. Die Menüleiste des gerade aktiven Fensters, wo immer
> sich dieses Fenster auch gerade befindet, ist im Kopf des Desktops. Das
> erleichtert einem die Arbeit ungemein, wenn man mit einem
> Programmfenster arbeitet, was rechts unten in der Ecke ist und man immer
> nach links oben in die Menüleiste wechseln darf. WTF? Ich nehme an, dass
> ein Mac-^WGnome-Benutzer immer nur im Vollbildmodus arbeitet, sonst ist
> dieses Konzept einfach nur für die Mülltonne. Warum ich auf einem
> Display mit >=2k Pixel in der Horizontale nur ein Fenster benutzen soll,
> erschließt sich wohl nur in der Einfachheitswelt von Mac^WGnome-
> Benutzern.
>
Eben das war für mich (ehemals begeisterter Ubuntu-Anwender) zu Mint zu
wechseln. Mit der MATE-GUI ist das alles kein Problem, alles läuft und
ist auch vergleichweise einfach und intuitiv zu bedienen. Ich habe
gerade gestern den Wechsel auf MINT Debian Edition vollzogen (ebenfalls
mit MATE). Nach einigen anfänglichen Schwierigkeiten (etwa mit GRUB, den
ich mit Hilfe der Live CD nochmals völlig neu installieren mußte) oder
mit dem Druckertreiber (hat auch etwas gedauert, bis ich schließlich den
richtigen gefunden hatte), läuft bis jetzt alles problemlos, und ich
hoffe auch, daß das so bleibt. Meine bisherigen Erfahrungen mit MINT
sind jedenfalls ziemlich positiv. Kann jemand hier vielleicht schon
Langzeiterfahrungen mit LMDE mitteilen?. Da ich / und /home auf
getrennten Partitions habe, sind nach der Installation des neuen Systems
auch die Einstellungen der meisten Programme problemlos mit übernommen
worden, so daß es relativ wenig Umgewöhnungsschwierigkeiten gab.

Gruß,

Oliver

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