Bitte nicht nach sci.physik oder sci.geschichte f'uppen.
viele Grüße
JR
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Philosophers, like shampoo manufacturers, would always like to call
their products 'natural'.
(P. Godfrey-Smith)
> Ich war zuerst stutzig, mir wurde aber schnell klar, dass ich keine
> Ahnung habe, wie schnell eine Kanonenkugel fliegt (anno 1805). Ich kann
> auch nicht genau sagen, wie weit die Schiffe voneinander entfernt waren.
> Bei einer Geschwindigkeit von 100m/s (360 km/h) bleiben immerhin 2s bei
> 200m Entfernung. Oder ist so eine Kugel noch wesentlich schneller?
Ich habe mal mit den Begriffen "Kanone" bzw. "Haubitze" und
"Mündungsgeschwindigkeit" gegoogelt. Für den ersten Weltkrieg findet man
da Mündungsgeschwindigkeiten um 200 - 500 m/s.
Gruß,
Michael
--
Die Adresse im From existiert, wird aber nicht gelesen. Sollte
eine Mail-Antwort auf ein Posting vonnöten sein, bitte folgende
Adresse verwenden: newsreply@<DOMAIN_AUS_DEM_FROM_DIESES_POSTINGS>.
> Ich war zuerst stutzig, mir wurde aber schnell klar, dass ich keine
> Ahnung habe, wie schnell eine Kanonenkugel fliegt (anno 1805).
Warum fragst Du das nicht in de.alt.technik.waffen?
Michael Dahms
Schwarzpulver-Vorderlader haben eine V0 von 250-450m/s. Die 32-Pfünder
der "Victory" haben angeblich 1600 fps, alsor runde 450m/s. Allerdings
hat man zu der Zeit (das waren ja alles glatte Läufe) nur Kugeln
verschossen, die eine miserable Ballistik hatten und daher sehr schnell
an Geschwindigkeit verloren haben. Die ebenso verwendeten Stangenkugeln,
Kettenkugeln usw., die vor allem Takelage beschädigen sollten, hatten
natürlich noch schlechtere Ballistik. Grundsätzlich gilt natürlich, daß
schwere Geschosse eine bessere Querschnittsbelastung haben (der
Querschnitt steigt mit der zweiten Potenz des Durchmessers, das Gewicht
mit der dritten Potenz) und daher weniger Abbremsung durch den
Luftwiderstand haben. Bei gleicher V0 behalten also schwerere Geschosse
mehr Geschwindigkeit im Ziel als leichtere.
Die Kampfentfernungen in Napoleonischen Zeiten zwischen Segelschiffen
waren üblicherweise _sehr_ gering, die Treffergenauigkeit war so mies,
daß die Reichweiten der Geschütze (je nach Type bis ca. 2000m) praktisch
nie ausgenützt wurden, Entfernungen von dutzenden bis maximal 200m waren
eher üblich.
Martin