>Es war damals, als man diesen "guten Ton" im deutschsprachigen Usenet
.^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^
>eingeführt hat, eine bewusste Abgrenzung gegenüber Teilnehmern aus der
.^^^^^^^^^^^^^^
>Mailboxszene. Man hat durch die "Empfehlung" der Namensnennung
>gewissermaßen die "richtigen" Usenet-Regulars von den unerwünschten
>Neulingen, die sich scheinbar nicht zu benehmen wissen getrennt, weil ja
>sonst kaum etwas bleibt, woran man die "netztechnische" Herkunft eines
>Schreibers erkennen konnte.
Und du bist dir da (s. Markierung) auch gaaaanz sicher? Auch
hinsichtlich des Motives "Abgrenzung"?
XPost & F'up2 dafu
Henning
Ja. Zitat:
"14. Benutze Deinen wirklichen Namen, kein Pseudonym!
In der Mailboxszene ist es ab und zu üblich, seine wahre Identität
hinter einem Pseudonym zu verbergen. Pseudonyme ermöglichen es auch,
Dinge zu sagen und zu tun, die man sich sonst nicht erlauben würde.
Aufgrund der negativen Erfahrungen, die sehr viele Leute auf dem Netz
mit den Trägern solcher Pseudonyme gemacht haben, und auch aus
presserechtlichen Gründen sollten Sie Ihre Artikel mit Ihrem wirklichen
Namen versehen. Wenn Sie nicht vorhaben, Ihren Namen preiszugeben,
vergessen Sie das Usenet (oder zumindest das Schreiben von Artikeln und
Mails) bitte schnell wieder."
Das ist eine eindeutige Ansage: "Schreib hier unter deinem Namen oder
geh' wieder".
Wer es aus Mailboxen gewohnt war, seinen Nickname zu verwenden, und das
auch im Usenet so machen wollte, sollte gleich wissen, daß er unter
diesen Umständen unerwünscht ist.
Dann beschreibe doch einmal, wie das war, "als man diesen "guten Ton" im
deutschsprachigen Usenet eingeführt hat". Wer hat das getan, wie hat er
das durchgesetzt?
Was spricht eigentlich gegen die Annahme, dass es im aus dem
universitären Bereich kommenden Usenet üblich war, den Realnamen
anzugeben (s. auch den entsprechenden RfC)?
Erst als später immer mehr Leute aus der Mailboxszene im Usenet
aufschlugen, die mit den Gepflogenheiten nicht vertraut waren, wurde der
o.a. Punkt 14 der Netiquette geschrieben.
--
Sie haben sich auf der Grundlage harter Fakten eine feste Meinung
gebildet? Posten Sie sie doch einfach mal nach de.talk.bizarre. Die
kriegen dort beides wieder weich. (Stefan Schneider in dtb)
> On Thu, 19 Feb 2009 09:03:25 +0100, Arno Welzel wrote:
>
>> Henning Sponbiel schrieb:
>>
[...]
>>> Und du bist dir da (s. Markierung) auch gaaaanz sicher? Auch
>>> hinsichtlich des Motives "Abgrenzung"?
>> Ja. Zitat:
>>
>> "14. Benutze Deinen wirklichen Namen, kein Pseudonym!
>>
>> In der Mailboxszene ist es ab und zu üblich, seine wahre Identität
>> hinter einem Pseudonym zu verbergen. Pseudonyme ermöglichen es auch,
>> Dinge zu sagen und zu tun, die man sich sonst nicht erlauben würde.
>> Aufgrund der negativen Erfahrungen, die sehr viele Leute auf dem Netz
>> mit den Trägern solcher Pseudonyme gemacht haben, und auch aus
>> presserechtlichen Gründen sollten Sie Ihre Artikel mit Ihrem wirklichen
>> Namen versehen. Wenn Sie nicht vorhaben, Ihren Namen preiszugeben,
>> vergessen Sie das Usenet (oder zumindest das Schreiben von Artikeln und
>> Mails) bitte schnell wieder."
>>
>> Das ist eine eindeutige Ansage: "Schreib hier unter deinem Namen oder
>> geh' wieder".
>>
>> Wer es aus Mailboxen gewohnt war, seinen Nickname zu verwenden, und das
>> auch im Usenet so machen wollte, sollte gleich wissen, daß er unter
>> diesen Umständen unerwünscht ist.
>
> Dann beschreibe doch einmal, wie das war, "als man diesen "guten Ton" im
> deutschsprachigen Usenet eingeführt hat". Wer hat das getan, wie hat er
> das durchgesetzt?
Mit Einführung der de-Netiquette, die den Punkt 14 bzgl. Namensnennung
beim Absender eines Artikels beinhaltet.
> Was spricht eigentlich gegen die Annahme, dass es im aus dem
> universitären Bereich kommenden Usenet üblich war, den Realnamen
> anzugeben (s. auch den entsprechenden RfC)?
Nichts. Aber wieso sträubt man sich eigentlich gegen die Erkenntnis, daß
das Usenet schon seit fast 10 Jahren *nicht* mehr überwiegend im
universitären Bereich angesiedelt ist und spätestens seit Deja News auch
explizit *nicht* nur geschlossenen Benutzergruppen zugänglich gemacht wird?
> Erst als später immer mehr Leute aus der Mailboxszene im Usenet
> aufschlugen, die mit den Gepflogenheiten nicht vertraut waren, wurde der
> o.a. Punkt 14 der Netiquette geschrieben.
Ja, ist bekannt. Man sollte nach über 10 Jahren aber auch mal die
*jetzige* Situation überdenken.
> Wer es aus Mailboxen gewohnt war, seinen Nickname zu verwenden, und das
> auch im Usenet so machen wollte, sollte gleich wissen, daß er unter
> diesen Umständen unerwünscht ist.
Grundsätzlich ist eigentlich jeder unerwünscht, der mit woanders
gemachten Erfahrungen irgendwo hinkommt und nun erwartet, daß dort alles
genauso laufen muß wie er das von woanders her kennt. Das gilt z.B auch
für Leute, die mit dieser Attitüde von Fußballplatz in die Oper kommen
(oder umgekehrt).
Der Fehler liegt also nicht primär im Verwenden eines Nicknames, sondern
in der fehlenden Bereitschaft, sich an die örtlichen Gepflogenheiten
anzupassen.
--
...und tschuess!
Michael
E-mail: M.Otte...@sailor.ping.de
> Grundsätzlich ist eigentlich jeder unerwünscht, der mit woanders
> gemachten Erfahrungen irgendwo hinkommt und nun erwartet, daß dort alles
> genauso laufen muß wie er das von woanders her kennt. Das gilt z.B auch
> für Leute, die mit dieser Attitüde von Fußballplatz in die Oper kommen
> (oder umgekehrt).
Ich glaube nicht, dass der Schiedsrichter etwas gegen aus dem Publikum
geworfene Blumensträuße nach seinem Schlußpfiff hätte.
-is
Das ist nicht dein Ernst! Oder etwa doch?
Zur Erinnerung: Ich beziehe mich auf die folgende Passage (Die
Markierungen sind von mir.):
|>Es war damals, als man diesen "guten Ton" im deutschsprachigen Usenet
|.^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^
|
|>eingeführt hat, eine bewusste Abgrenzung gegenüber Teilnehmern aus der
|.^^^^^^^^^^^^^^
|>Mailboxszene.
Daher noch einmal die Fragen: Wer hat wie (will heißen: mit welchen
Sanktionen) "diesen 'guten Ton' im deutschsprachigen Usenet
_eingeführt_?
Und: Welcher "gute Ton" herrschte vorher?
Henning
Hat da nicht Otto Rehakles mal Sinniges über die noch daran hängenden
Töpfe abgesondert?
> Am Thu, 19 Feb 2009 09:03:25 +0100, schrieb Arno Welzel:
>
>> Wer es aus Mailboxen gewohnt war, seinen Nickname zu verwenden, und das
>> auch im Usenet so machen wollte, sollte gleich wissen, daß er unter
>> diesen Umständen unerwünscht ist.
>
> Grundsätzlich ist eigentlich jeder unerwünscht, der mit woanders
> gemachten Erfahrungen irgendwo hinkommt und nun erwartet, daß dort alles
> genauso laufen muß wie er das von woanders her kennt. Das gilt z.B auch
> für Leute, die mit dieser Attitüde von Fußballplatz in die Oper kommen
> (oder umgekehrt).
Nun ja - allein die Verwendung eines Nickname würde ich aber nicht als
"alles genauso laufen" bezeichnen, wenn die Leute sich ansonsten an alle
Gepflogenheiten halten, wie z.B. korrektes Quoting und vernünftige
Umgangsformen.
Darauf bin ich in dem Teil meines Postings eingegangen, den Du
weggelassen hast.
Das habe ich ganz bewusst nicht zitiert, weil auf diese "fehlende
Bereitschaft sich anzupassen" ja immer wieder in epischer Länge
herumgeritten wird - mitunter mit dem Schluß, daß solche Menschen, wohl
auch sonst Querulanten sind, die keine guten Umgangsformen haben.
Wenn dann wieder mal sinnfreie Diskussionen entstehen, weil man wieder
mal jemanden auf "schreib mit deinem Namen" hinweist, obwohl sonst
nichts an den Postings zu beanstanden ist, nervt das ebenso, wie der ach
so schlimme Verstoß gegen einen der 14 Punkte der Netiquette.
Man sollte den Punkt umformulieren: "Benutze einen Namen, der nicht als
Pseudonym erkennbar ist, um unnötige Diskussionen zum Thema
Pseudonymverwendung zu vermeiden" ;-)
Gibt es einen Grund, Arno, dass du die Antwort auf die o.a. Fragen nicht
beantwortest?
XPost & F'up2
Henning