Zun�chst mal muss man erkl�ren, worin "Armut" besteht. Frage 100 Menschen
und Du wirst 100 verschiedene Antworten darauf bekommen.
Um den Bezug zur DDR und der erkl�rten Armut der armen DDR-B�rger
herzustellen:
ICH f�hlte mich damals nicht arm. Sicher - ich fuhr damals kein gro�es Auto
und hatte auch keine Eigentumswohnung. Aber ich f�hlte mich zu Hause,
geborgen und sicher.
So gesehen war ich damals reich.
Gru� D. Wilhelm
> Am 11.09.2011 02:52, schrieb Martin Ebert:
>> Am 10.09.2011 20:35, schrieb Andreas Henicke:
>>> <http://kittykoma.twoday.net/stories/ich-hasse-eure-armutsangst/>
>> Nat�rlich hat es in der DDR Armut gegeben. Zun�chst einmal muss man
>> die Zeitschiene beachten: "Die DDR" war ja auch 1950 oder 1951.
> Aber selbst 1988 hat es Armut gegeben: Da muss man sich die damaligen
>> Rentner (insbesondere Frauen, die Kindererziehung machten und sodann
>> in gering bezahlten Berufen arbeiteten) mal genauer ansehen.
> Ach Meister Ebert, hast mal wieder nicht in den Header geschaut, na gut,
Nun, da haben wir uns alle tapfer eine Reaktion auf den Unfug verkniffen ...
schlie�lich wei� jeder, da� die Zonis nicht nur arm sondern auch eingesperrt
waren. Hartzer leben in (Konsum-) Freiheit mit Auto, Basta!
Die schr�cklichste Fachlichliteratur zum Thema:
"Armut in der 'DDR'-Bev�lkerung, Lebensstandard und Konsumtionsniveau vor
und nach der Wende" von G�nter Manz
http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3875121775/ddrluftwaffde-21
Veith
--
Strukturen, Bilder & Geschichte(n) der LSK/LV
http://www.DDR-LUFTWAFFE.de
><http://kittykoma.twoday.net/stories/ich-hasse-eure-armutsangst/>
>
>"Wenn "keine Armut" bedeutete, daß keiner Obdachlos war oder
>verhungerte, dann akzeptiere ich das. Ansonsten lebt heute selbst ein
>Hartz IV Empfänger auf wesentlich höherem Niveau als ein Armer in der
>DDR.
>Nur zur Erinnerumg."
Der Treppenwitz an dem Beitrag ist, daß die Koma-Katze ihre eigene
Eingangsprämisse verrät, um der DDR eins reinzuwürgen.
Es ist schon eine Leistung, innerhalb weniger Sätze von: "Darum, ab
und zu den Test zu machen, wie wenig man eigentlich braucht und wovon
man sich trennen kann. Materielles Fasten sozusagen. Darum, welchen
Wert man sich beimißt. Wie sich das ausdrückt. Ob man es sich wert
ist." auf das von Dir Zitierte zu kommen.
Gruß Uwe
--
Die Sicherheiten des Westens - Gewerkschaftsfürsorge,
Flächentarif, lineare Arbeitsbiographien, Sesshaftigkeit -
sind im Osten längst der Einzelkämpfer-Anthropologie gewichen.
Christoph Dieckmann === http://www.sicherheitslampe.de ===
>> Wenn ich �berlege wie ich damals klebte und wie heute. kann ich
>> eigentlich
In USA ...?
>> Unterschiede nur durch den technischen Fortschritt feststellen.
>> Allerdings Dinge die keiner sieht.
>> wie z.b.Mieter 125,- mark inklusive Wasser, Warm, M�ll u.s.w. f�r ne 5
>> raum Neubauwohnung.
>
> Was du nicht erw�hnst: wer kriegte sowas?
In USA ...? Die dort obligatorische Holzh�tte?!
Mann, in meiner DDR mu�te man nur verheiratet mit Kindsein, Knackie oder mit
Ausreiseantrag, schon klappte es auch mit der Wohnung ... mit 18 Jahre.
Wenn nicht, wurde tats�chlich mit 20 an "Erich" geschrieben und mit 23
folgte der Parteiaustritt und mit 25 der Ausreiseantrag.
Heute m�ssen die Kinder mit 30 Jahren aus der Wohnung geworfen werden. Alles
eine Frage der "Marktwirtschaft" bzw. der Mietpreise, vgl.:
http://ddr-luftwaffe.blogspot.com/2010/05/wohnungs-marktregulierung.html
> Florian Ritter wrote:
>
>> Was verdiente eigentlich eine Wäscherin bei Rewatex?
> Ich vermute mit ausgleich ungefähr von der Kaufkraft her das gleiche wie
> heute eine Wäscherin bei MEWA.
Ich vermute, Du vermutest da ziemlich optimistisch.
Vinzent.
--
f u cn rd ths, u cn gt a gd jb n cmptr prgrmmng.
> "R.Borchmann" <newsgro...@t-online.de> schrieb:
>
>>> Mit
>>> 300 Mark Rente nach f�nfzig Jahren Arbeit war in keiner Hinsicht besser
>>> als Armut heute.
>>
>>
>>300?
>>
>>Oma hat 224 M bekommen
>
> Wann?
>
> Aus einem Rentenbescheid 1984:
> "In Verwirklichung des Gemeinsamen Beschlusses des Zentralkomitees der
> SED, des Bundesvorstandes des FDGB und des Ministerrates der DDR vom
> 22. Mai 1984 �ber die weitere Erh�hung der Mindestranten und und
> anderer Renten wurden auf der Grundlage der vom Ministerrat der DDR in
> �bereinstimmung mit dem Bundesvorstand des FDGB erlassenen
> Rechtsvorschriften auch Ihre bisherigen Rentenleistungen auf die neue
> Mindestrente/den neuen Mindestbetrag erh�ht. Ihre Alters-Rente wurde
> um 30 M auf 340 M erh�ht."
> (zit. nach Matthias Judt (Hg): DDR-Geschichte in Dokumenten, Berlin
> 1997)
>
> Gru�
> Gerald
Ja und jetzt kam es drauf an wo du wohntest.
Also
Miete:
Dresden Fritz Hoffmanstr. 5 Vierte Etage. 2 1/2 Zimmer und K�che Bad. 17,80
Mark der DDR Miete Monatlich.
Strom:
Die KWH 7 Pfennige.
plus 23 mark Z�hlergeb�r einmal im Jahr.
( Konnte auf Antrag erlassen werden, Habe ich auch erst erfahren als ich
dann bei der Energieversorgung war.)
Wasser M�ll u.s.w. war in der Miete Inbegriffen ( F�r Leute aus den
Gebrauchten L�ndern, das war der Normalzustand in der DDR.)
Gas:
Stadtgas cm 14 Pfennige? ( Hier mache ich mal ein Fragezeichen dahinter.)
Stra�enbahn 20 Pfennige die Fahrt ( In DD ohne Zonen)
Essen gabs f�r 5,- Mark, auch den ganzen Monat, von der Volkssolidarit�t,
f�r eben Rentner mit wenig Rente.
( OK �ber die Qualit�t kann, ( konnte ) man streiten)
Problem siehe oben, es musste bekannt sein.
MFG
>
> Komme mir keiner damit, daß bei kinderreichen Familien das
> Geld nicht gereicht hätte. Nicht umsonst wurden die
> Väter derselben "Herr Biber" genannt. In Dresden wohnte
> eine Familie mit zwanzig Kindern, deren Eltern brauchten
> garnicht arbeiten. Das hübsche Anwesen in Altgorbitz konnte
> man seinerzeit in der Sendung "Außenseiter-Spitzenreiter"
> bewundern. Wie Armut sah das nicht aus.
>
> Die Kinder sind übrigens in den 90ern noch mal "berühmt"
> geworden - als notorische Brandstifter.
>
> Ronald.
Familie A...?
[Eine sehr detaillierte Darstellung der Situation]
> Problematisch war die Situation der bäuerlichen Umsiedler, die auf eigner
> Scholle gearbeitet und frühestens mit Beginn der Kollektivierung - als sie
> ihr Bodenreformland einbrachten - in das Sozialsystem eingezahlt haben. Ihre
> "Altersvorsorge" (Land und Spargroschen) waren "im Krieg" geblieben.
Dieses als Beispiel.
> ... aber Dank Ehepartner,
> eigenem (neuen) Haus, subventionierten Grundnahrungsmitteln und Busse und
> Bahnen sowie "landwirtschaftlichen Nebenerwerb" bedeutete das weder relative
> noch absolute Armut.
Diesen Absatz kritisiere ich deutlich.
Die *Wertung* kannst Du nicht belegen. Reine Ideologie Deinerseits.
Übrigens wird niemand den sachlichen Teil Deiner Postings zur Kenntnis
nehmen. Mit dem letzten Satz vergeigst Du es regelmäßig.
Mt
Rat des Stadtbezirkes. Steht fast so in Gunters letztem Satz.
>
>> Diese Personen bekamen da Untersützung.
>> leider wussten gerade ältere das nicht.
>
> Das ist der Punkt.
> Der andere Punkt ist, dass diese alten Menschen (mal rechnen!) sich
> schlicht schämten.
Was soll man rechnen? Wie ich hier lese kümmerte sich die VP darum,
daß unbeholfene Bürger zu Ihren Kohlen und den Essenmarken der VS
kamen. Hast Du eine Idee, was man noch tun könnte? Ich meine ohne,
daß wieder einer "Bevormundung!" und "Stasimethoden!" schreit?
In Deiner DDR muß es schlimm ausgesehen haben. In meiner war
Großvater Dorfschmied, und ich durfte hier und da bei der
Arbeit zuschauen oder dem Bauern im Stall helfen. So richtig
arm waren die alle nicht dran. Ich argwöhne, daß die SPIEGEL-
Gläubigen nur die Lohntüte sehen und was man mit dem Inhalt
anfangen konnte. Das ist eine sehr westdeutsche Sicht. Es war
nun mal nicht so, daß man für jeden Furz löhnen mußte, so
wie heute. Das wird bei solchen Betrachtungen regelmäßig
ausgeblendet. Das Geld hatte nicht Bedeutung, und wer ehrlich
ist muß zugeben, daß es nach der Währungsunion schon einer
Gewöhnung bedurfte, vor jeder Handlung die Kosten zu erwägen.
> Übrigens wird niemand den sachlichen Teil Deiner Postings zur Kenntnis
> nehmen. Mit dem letzten Satz vergeigst Du es regelmäßig.
Ich nehme Postings immer dann ernsthaft zur Kenntnis, wenn
darin die Meinung des Autors zum Ausdruck kommt. Angepaßtes
Gelaber, keine Meinung und keinen Standpunkt haben, ist mir
suspekt. So wird man vielleicht Bundeskanzlerin, gewinnt
aber weder Aufmerksamkeit noch Respekt.
> => Ich setze noch einen - provokativ sachlichen - drauf:
Flinke Hufe:
http://ddr-luftwaffe.blogspot.com/2011/09/renten-in-der-ddr.html
stimmt schon, nur eben,
ich vermute mal man erwischte nicht alle die eigentlich Anspruch darauf
gehabt hätten.
( Leider)
Das heutzutage wegen jedem und fast allen Stasie geschrien wird ist ja fast
schon normal.
Und wen ich mir den Papstbesuch die öffentliche Reaktion und die Kommentare
in einigen Zeitungen durchlese, kommt man zu dem Schluß, für alle
Nichtgläubigen kommen bald wieder die Lager mit dem Spruch oben drüber.
Insofern ist das heute hier nur Randerscheinung.
Nun wieder o.T.
Das mit dem Schämen ist schon war.
Es gab sogar ältere Damen die wollten sich anschließend mit Trinkgeld bei
mir bedanken.
( Ich hatte mich darum Gekümmert das sie ihre Kohlen und die
Markenkartoffeln, Umsonst in ihren Keller bekam.)
Da kommt man schon in eine Zwickmühle.
( Deshalb gabs eben auch Genossen die dagegen waren sowas zu tun.)
mfg
> Florian Ritter gab zur Kenntnis:
>
>> Entweder K�chenhilfe oder Beik�chin - entscheide Dich!
>
> Kaltmamsell.
>
> Matthias
>
Da gabs aber auch richtig scharfe. Wen auch O.T. zum Thema, aber in Folklore
m�sste es passen :)
MfG
> Gunter K�hne gab zur Kenntnis:
>
>> Die KWH 7 Pfennige
>
> Meine Erinnerung sagt: 8
>
> Matthias
>
�hh die waren nicht gleich in der DDR ( zu meinen Erstaunen)
Das hing mit der Z�hlergeb�r zusammen ( heute gibt es so ne Pauschale ab und
an auch noch.)
hat mich sp�ter selbst weniger interessiert.
Die letzten DDR Jahre bekamen Angestellte der Energieversorgung ja so ne Art
Deputat.( 2000 kWh frei)
MfG
> Martin Ebert <mx...@gmx.net> schrieb:
>>
>> Diesen Absatz kritisiere ich deutlich.
>> Die *Wertung* kannst Du nicht belegen. Reine Ideologie Deinerseits.
>
> In Deiner DDR muß es schlimm ausgesehen haben. In meiner war
> Großvater Dorfschmied, und ich durfte hier und da bei der
> Arbeit zuschauen oder dem Bauern im Stall helfen. So richtig
> arm waren die alle nicht dran. Ich argwöhne, daß die SPIEGEL-
> Gläubigen nur die Lohntüte sehen und was man mit dem Inhalt
> anfangen konnte. Das ist eine sehr westdeutsche Sicht. Es war
> nun mal nicht so, daß man für jeden Furz löhnen mußte, so
> wie heute. Das wird bei solchen Betrachtungen regelmäßig
> ausgeblendet. Das Geld hatte nicht Bedeutung, und wer ehrlich
> ist muß zugeben, daß es nach der Währungsunion schon einer
> Gewöhnung bedurfte, vor jeder Handlung die Kosten zu erwägen.
Gerade bei Kleinigkeiten, kann man das voll unterschreiben.
>
>> Übrigens wird niemand den sachlichen Teil Deiner Postings zur Kenntnis
>> nehmen. Mit dem letzten Satz vergeigst Du es regelmäßig.
>
> Ich nehme Postings immer dann ernsthaft zur Kenntnis, wenn
> darin die Meinung des Autors zum Ausdruck kommt. Angepaßtes
> Gelaber, keine Meinung und keinen Standpunkt haben, ist mir
> suspekt. So wird man vielleicht Bundeskanzlerin, gewinnt
> aber weder Aufmerksamkeit noch Respekt.
>
> Ronald.
Sie galt aber früher schon als Führungsperson.
Oder ??
( was übrigens die These stützt das die DDR fast immer die falschen
gefördert hat.)
Mfg
Hallo Gerald,
ich denk das war Anfang/Mitte der 70iger Jahre.
Ich ging noch zur Schule und hatte mein Mped noch nicht,
deshalb k�me das so 72/74 hin.
Ich glaub nicht das die Rente in den Folgejahren wesentlich erh�ht worden
ist.
> > Entweder Küchenhilfe oder Beiköchin - entscheide Dich!
>
> Kaltmamsell.
Nö, das's Lehrberuf - FR
> > Ich nehme Postings immer dann ernsthaft zur Kenntnis, wenn
> > darin die Meinung des Autors zum Ausdruck kommt. Angepaßtes
> > Gelaber, keine Meinung und keinen Standpunkt haben, ist mir
> > suspekt. So wird man vielleicht Bundeskanzlerin, gewinnt
> > aber weder Aufmerksamkeit noch Respekt.
> Sie galt aber früher schon als Führungsperson.
> Oder ??
Nein, sie hatte in der Theoret. Abt. des ZIPC der AdW keine
Führungsverantwortung - FR
Nein - und das waere auch ein Fehler.
Man muss nur lernen, die Fakten von der Propaganda zu trennen, aber das
haben DDR-Buerger ja gelernt...
Dirk
--
Es herrschen zensur�hnliche Zust�nde. Ich kann verstehen, wenn
Menschen das umgangssprachlich Zensur nennen. Ich tue das auch.
>> Das ist der Punkt.
>> Der andere Punkt ist, dass diese alten Menschen (mal rechnen!) sich
>> schlicht sch�mten.
>
> Was soll man rechnen?
Das (Was meint der mit rechnen?) war auch mein Gedanke
beim Lesen dieses Satzes. Also was?
Matthias
--
Wenn ich ein paar Freunde find, die an meiner Seite gehen, und der
Lebensbrunnen voll ist f�r die durstgen Z�ge. Wenn ich eine Heimat
kenn' und die Heimat kennt mich wieder, n�mlich bin ich gl�cklich.
= Bitte bei Mailantwort Gro�buchstaben aus Reply-Adresse l�schen =