http://www.jungewelt.de/2011/08-13/069.php
Walter
> http://www.jungewelt.de/2011/08-13/069.php
Danke, Genosse Walter[*] für den Hinweis und die geschickte Anpassung an
heutige Diktion! Aus Dokumentationsgründen hier noch das Original:
»Wir sagen an dieser Stelle einfach mal: Danke
für 28 Jahre Friedenssicherung in Europa
für 28 Jahre ohne Beteiligung deutscher Soldaten an Kriegseinsätzen
für 28 Jahre ohne Hartz IV und Erwerbslosigkeit
für 28 Jahre ohne Obdachlosigkeit, Suppenküchen und »Tafeln«
für 28 Jahre Versorgung mit Krippen- und Kindergartenplätzen
für 28 Jahre ohne Neonaziplakate »GAS geben« in der deutschen Hauptstadt
für 28 Jahre Geschichtswissenschaft statt Guidoknoppgeschichtchen
für 28 Jahre Club Cola und FKK
für 28 Jahre ohne Hedgefonds und Private-Equity-Heuschrecken
für 28 Jahre ohne Praxisgebühr und Zwei-Klassen-Medizin
für 28 Jahre Hohenschönhausen ohne Hubertus Knabe
für 28 Jahre munteren Sex ohne »Feuchtgebiete« und Bild-Fachwissen
für 28 Jahre Bildung für alle«
[*] »Er trug die Tafel, stellte sich auf die Strasse und überlebte, Genosse
Walter, wo sind meine Tauben jetzt?« :-D
Veith
--
Strukturen, Bilder & Geschichte(n) der LSK/LV
http://www.DDR-LUFTWAFFE.de
> "Walter Sobchak" <uziw...@sobchak.com> verwies auf:
>
> > http://www.jungewelt.de/2011/08-13/069.php
>
> Danke, Genosse Walter[*] für den Hinweis und die geschickte Anpassung an
> heutige Diktion! Aus Dokumentationsgründen hier noch das Original:
>
> »Wir sagen an dieser Stelle einfach mal: Danke
> für 28 Jahre Friedenssicherung in Europa
28 Jahre Mauermorde, 251 Mauertote durch "Grenztruppen"-Mörder.
Es stimmt:
Strunzkommunistisches FDJ-Organ "Junge Welt" dankt für Mauermorde.
FFM
Selbst ohne die Zahl selber zu hinterfragen (letztens las ich ja was
von > 1600, aber das war ja auch vom Heiligen Hubertus...), ist das
doch ein ganz guter Schnitt, fuer 28 Jahre. Wieviel hat den die
Bundeswehrmacht allein in den letzten zehn Jahren so zu verbuchen?
Dirk
--
Es herrschen zensurähnliche Zustände. Ich kann verstehen, wenn
Menschen das umgangssprachlich Zensur nennen. Ich tue das auch.
[Junge Welt]
Ich schrieb dazu was unter
http://hodruz.de/blogruz/index.php?title=die_junge_welt&more=1&c=1&tb=1&pb=1
Jo, nur auf dafd umgelenkt habend
H�bsch!
Ich sehe gerne Zombie-Filme. Deshalb gef�llt es mir auch, dass diese
Untote aus der alten DDR-Welt noch immer durch die Gegend tapert und
ausgerechnet auch noch "junge welt" hei�t.
Das Blatt der lebenden Toten ist doch immer wieder am�sant und f�r
einen kleinen Grusel gut.
Gru�
Gerald
>Selbst ohne die Zahl selber zu hinterfragen (letztens las ich ja was
>von > 1600, aber das war ja auch vom Heiligen Hubertus...), ist das
>doch ein ganz guter Schnitt, fuer 28 Jahre. Wieviel hat den die
>Bundeswehrmacht allein in den letzten zehn Jahren so zu verbuchen?
Hauptsache, man hat was zum Gegenrechnen.
Wie w�r's denn mal mit den Verkehrstoten in Karachi, oder der
Kindersterblichkeit in der Bronx?
... ach so, g�ngige Gegenrechnungsware sind doch eigentlich der
Aachener Kaffeekrieg oder die in der Oder ertrunkenen Asylbewerber.
Die werden doch immer gern genommen.
Immer sch�n gegenrechnen, und schwupp sind die peinlichen Mauertoten
weg.
Gru�
Gerald
--
http://www.boen-end.de
> 28 Jahre Mauermorde, 251 Mauertote durch "Grenztruppen"-Mörder.
allein die Bundesdt. Polizei hat in der Zeit weit mehr pro Jahr
erschossen
> Hauptsache, man hat was zum Gegenrechnen.
Hauptsache sie verrecken in Deinem Sinne?
Bei denen hat sich die Zielgruppe nach der Wende geändert:
Die schreiben für die ganz Harten. Mit Tendenz zu linksradikal.
>>> »Wir sagen an dieser Stelle einfach mal: Danke
>>> für 28 Jahre Friedenssicherung in Europa
Diese jw-Aussage ist ja der Hohn. Wir hatten das vor Wochen ja
mal differenziert angesehen. Die jw behauptet, dass die DDR den
Frieden gesichert hätte. Hat sie nicht. Ihre Armee war eine
Koalitionsarmee; der sowjetische Generalstab sagte an. Der allein.
>> 28 Jahre Mauermorde, 251 Mauertote durch "Grenztruppen"-Mörder.
Mörder. So differenzierte Betrachtungen liebe ich ja.
> Selbst ohne die Zahl selber zu hinterfragen (letztens las ich ja was
> von > 1600, aber das war ja auch vom Heiligen Hubertus...),
Das hatten wir vor Jahren. Die eine Zahl sind die durch Schußwaffe
oder Mine getöteten. Die andere Zahl sind alle Verstorbenen, hinzu
noch die, die nach einem Fluchtversuch nicht irgendwo auftauchten;
Ostsee mal so als Beispiel.
> ist das doch ein ganz guter Schnitt, fuer 28 Jahre.
Nein. Ist es nicht. Ganz und gar nicht.
Jeder Tote war einer zuviel.
Geopfert einer Idee, die nie lebensfähig war.
Mt
> Hauptsache sie verrecken in Deinem Sinne?
Raus hier!
Ganz schnell.
Mt
> Dirk Moebius <dirk.nosp...@gmx.de> schrieb:
>
>> Selbst ohne die Zahl selber zu hinterfragen (letztens las ich ja was
>> von > 1600, aber das war ja auch vom Heiligen Hubertus...), ist das
>> doch ein ganz guter Schnitt, fuer 28 Jahre. Wieviel hat den die
>> Bundeswehrmacht allein in den letzten zehn Jahren so zu verbuchen?
> Immer schön gegenrechnen, und schwupp sind die peinlichen Mauertoten
> weg.
Natürlich wird gegengerechnet, das ist auch legitim, wenn auch hier OT.
Das permanente mediale Nachtreten 20 Jahre nach dem Untergang der DDR hat
ja auch genau mit den heutigen Verhältnissen zu tun. Keiner soll in Zeiten
multipler Krisen des Kapitalismus auch nur ansatzweise an eine Alternative
denken.
--
Gruß Kai
Nicht die in der Oder ertrunkenen, sondern die im Mittelmeer versenkten,
bitte.
Ich wohn ja nun in der Schoensten Stadt der Welt (in der man schon seit
Wochen dem Mauergedenkritual nicht wirklich entgehen konnte) - und ich
bin eigentlich auchganz froh, dass diese Stadt wieder offen ist fuer
alles, schon weil ich sonst die Schoenste Frau Berlins nicht kennen-
gelernt haette.
Aber - Du wirst das nicht verstehen - diese arrogante "denn gottseidank,
ich bin *nicht* so"-Haltung der BRD-Politik, einer Clique, die Raub,
Mord, Krieg etc. gern in Kauf nimmt, so lange die drei nicht im eigenen
Lande stattfinden, sondern da, wo wir unsere Rohstoffe herholen, finde
ich nur noch eklig.
Wie schon geschrieben, Du wist das nicht verstehen. Andere vielleicht
schon.
> Immer schön gegenrechnen, und schwupp sind die peinlichen Mauertoten
> weg.
Mir sind sie nicht peinlich, ich hab die Gnade der Spaeten Geburt.
http://www.jungewelt.de/2011/08-13/069.php
Wir sagen an dieser Stelle einfach mal: Danke
für 28 Jahre Friedenssicherung in Europa
für 28 Jahre ohne Beteiligung deutscher Soldaten an Kriegseinsätzen
für 28 Jahre ohne Hartz IV und Erwerbslosigkeit
für 28 Jahre ohne Obdachlosigkeit, Suppenküchen und »Tafeln«
für 28 Jahre Versorgung mit Krippen- und Kindergartenplätzen
für 28 Jahre ohne Neonaziplakate »GAS geben« in der deutschen
Hauptstadt
für 28 Jahre Geschichtswissenschaft statt Guidoknoppgeschichtchen
für 28 Jahre Club Cola und FKK
für 28 Jahre ohne Hedgefonds und Private-Equity-Heuschrecken
für 28 Jahre ohne Praxisgebühr und Zwei-Klassen-Medizin
für 28 Jahre Hohenschönhausen ohne Hubertus Knabe
für 28 Jahre munteren Sex ohne »Feuchtgebiete« und Bild-Fachwissen
für 28 Jahre Bildung für alle
<zitat Ende>
Ich kann in dem obigen Zitat keinen Dank für Mauermorde entdecken. Es
bleibt aber festzusteller, dass die DDR-Bürger 1990 mehrheitlich die
BRD_Freiheit gewählt haben. Zusätzlich haben sie noch einen
gigantischen Schuldenberg von heute 4 Billionen DM bzw. fast 2
Billionen Euro gewählt haben. Der Bonner Staat und seine
gleichgeschalteten Medien hatte der Welt einen hohen Lebenststandard
auf Pump vorgegaukelt.
s.
>Dank für 28 Jahre, vom Mauerbau 1961 bis zum
----------
> vorübergehenden Abschaffung der Zonendiktatur durch das Volk 1989,
----------
Ja, einverstanden.
> in
> denen die Sozialisten ihre Vorstellung von Freiheit und Demokratie,
> gestützt auf die Panzerrohre der Russen, der Menschheit vorführen
> konnten.
> http://www.jungewelt.de/2011/08-13/069.php
Wers nicht kennet...
Dementilokick ebend , was das Dementi nicht kennet kanns nicht gegeben
haben und ist deshalb dauerhaft zu negieren und abzustreiten.
BU
Können die Herrschaften aus de.soc.weltanschauung.christentum und
de.soc.politic.misc gefälligst ihre jeweiligen Glaubensbekenntnisse in
ihren Gruppen ablassen, statt sie auch noch nach de.alt.folklore.ddr
zu crossposten.
Passendes followup-to gesetzt.
Das ist sicher auch der Grund für diese widerliche Mauerkampagne: Der
betrogene DDR-Bürger wird sich wehren. Die gegenwärtig herrschende
Klasse fürchtet soziale Unruhen, weil der Wut-DDR-Bürger sich
beschissen fühlt.
s.
> Die gegenwärtig herrschende
> Klasse fürchtet soziale Unruhen, weil der Wut-DDR-Bürger sich
> beschissen fühlt.
Wer ist denn der Wut-DDR-Bürger?
Dem "man" keinen Arbeitsplatz "anbietet"?
GL
--
[...] Seht mir doch diese Überflüssigen! Reichtümer erwerben
sie und werden ärmer damit. Macht wollen sie und zuerst das
Brecheisen*) der Macht, viel Geld – diese Unvermögenden!
<*)Korruption. Vom neuen Götzen. ...Zarathustra>
In Berlin hat die Sache noch einen üblen Beigeschmack. Es ist
Wahlkampfzeit, und jeder Politiker, oder wer einer sein will,
deutet das Thema für sich aus.
Ronald.
--
... Die Beschwerdeführer berufen sich auf ein neuartiges Recht, das bisher
gar nicht existiert, nämlich ein umfassendes Grundrecht auf Demokratie.
Prof. Dr. Franz Mayer, Prozessbevollmächtigter des
Deutschen Bundestages, über Verfassungsbeschwerden
Ein weitres Detail:
Vor etwa 2 Jahren wurden in Afghanistan auf Befehl der Bundeswehr 150
bis 300 Menschen durch eine einzige Bombe ermordet. Darüber schweigen
die gleichgeschalteten Medien. Die Bundesregierung findet das nicht
anstößig.
In fast 30 Jahren Berliner Mauer wurden dort etwa 130 bis 150 Menschen
getötet.
Natürlich ist jeder Tote einer zuviel.
s.
> Gelernter DDR-Insasse und Kommie-Zögling Peter Veith schrieb:
>
>> "Walter Sobchak" <uziw...@sobchak.com> verwies auf:
>>
>> > http://www.jungewelt.de/2011/08-13/069.php
>>
>> Danke, Genosse Walter[*] für den Hinweis und die geschickte Anpassung an
>> heutige Diktion! Aus Dokumentationsgründen hier noch das Original:
>>
>> »Wir sagen an dieser Stelle einfach mal: Danke
>> für 28 Jahre Friedenssicherung in Europa
>
> 28 Jahre Mauermorde, 251 Mauertote durch "Grenztruppen"-Mörder.
>
Naja es ist wie alles aus der DDR eben nicht Weltspitze.
Andere schaffen so was an einen Tag.
> Es stimmt:
>
> Strunzkommunistisches FDJ-Organ "Junge Welt" dankt für Mauermorde.
>
> FFM
Mfg
> Dirk Moebius <dirk.nosp...@gmx.de> schrieb:
>
>>Selbst ohne die Zahl selber zu hinterfragen (letztens las ich ja was
>>von > 1600, aber das war ja auch vom Heiligen Hubertus...), ist das
>>doch ein ganz guter Schnitt, fuer 28 Jahre. Wieviel hat den die
>>Bundeswehrmacht allein in den letzten zehn Jahren so zu verbuchen?
>
> Hauptsache, man hat was zum Gegenrechnen.
> Wie wär's denn mal mit den Verkehrstoten in Karachi, oder der
> Kindersterblichkeit in der Bronx?
>
> ... ach so, gängige Gegenrechnungsware sind doch eigentlich der
> Aachener Kaffeekrieg oder die in der Oder ertrunkenen Asylbewerber.
> Die werden doch immer gern genommen.
Oder die Erschossenen.
>
> Immer schön gegenrechnen, und schwupp sind die peinlichen Mauertoten
> weg.
Nein weg sind sie nicht.
das muss man schon sagen.
>
> Gruß
> Gerald
Das mal merken.
> Das permanente mediale Nachtreten 20 Jahre nach dem Untergang der DDR
Du, da sind Menschen gestorben. - Menschen. Nicht Karnickel.
Davon, dass Familien auseinandergerissen wurden mal nicht zu reden.
> hat ja auch genau mit den heutigen Verhältnissen zu tun.
Das hat exakt NULL mit heute oder irgend einer anderen Zeit zu tun.
> Keiner soll in Zeiten multipler Krisen des Kapitalismus auch nur
> ansatzweise an eine Alternative denken.
Ah, gugge.
Welche schwebt Dir denn da ganz konkret vor?
Ich sage Dir mal was.
Du kannst die heutige Zeit ja gern Scheiße finden. Du kannst auch gern
neue gesellschaftliche Modelle erfinden [1].
Leider wird keiner der Toten mit Deinen Modellen wieder lebendig; das
mal zum Thema Aufrechnen.
[1] Ich befürchte lediglich, dass die Mehrheit Dir nicht folgen will:
Wie möchtest Du dieses Problem lösen?
Das würde mich schon mal genauer interessieren.
Mt
> Aber - Du wirst das nicht verstehen - diese arrogante "denn gottseidank,
> ich bin *nicht* so"-Haltung der BRD-Politik, einer Clique, die Raub,
> Mord, Krieg etc. gern in Kauf nimmt,
Komm' mal wieder runter.
Du hast Deine Auslandserfahrungen, ich meine.
Ich habe die [korrekter: einige] Fl�chtlingslager gesehen, auf Grund
dessen die NATO beschloss, ein Stopp zu setzen.
Ich kenne BW-Piloten, die mit der "Sarajevo-Landung" [1] ihr Leben
riskiert haben, damit diese Stadt+B�rger �berlebt.
Ich habe keine Lust, das n�her zu er�rtern. Das ist mir zu doof.
[1] man google
HINT: Die Videos sind harmlos, der Anstellwinkel war deutlich
steiler.
Mt
> Am 15.08.2011 02:38, schrieb Kai Ammon:
>> Gerald Endres wrote:
>>> Immer schön gegenrechnen, und schwupp sind die peinlichen Mauertoten
>>> weg.
>
> Das mal merken.
Der Tonfall paßt jedenfalls zu einem Feldwebel oder Ult. der Grenztruppen
der DDR, bei Herrn Ritter finde ich's ja noch lustig...
Und selbstverständlich rechnet jeder Ossi gegen, wenn die heutigen
Volksvertreter der "repräsentativen Demokratie" sich derartig empört
zeigen über ein Unrecht, welches 1989 beendet wurde, heute aber viel
größere Schweinereien passieren.
>
>> Das permanente mediale Nachtreten 20 Jahre nach dem Untergang der DDR
>
> Du, da sind Menschen gestorben. - Menschen. Nicht Karnickel.
> Davon, dass Familien auseinandergerissen wurden mal nicht zu reden.
Vor 1989 habe ich mich darüber auch aufgeregt, das ist aber 20 Jahre her
und zum Glück vorbei. Da das Sterben von Menschen heute
sowohl an den bundesdeutschen Grenzen
http://www.ari-berlin.org/doku/PE_deutsch_18.pdf
http://www.ari-berlin.org/doku/titel.htm
als auch durch staatliche Willkür und bei Kriegen der Bundeswehr (Kundus,
"Am 19. April 2010 gab die Bundesanwaltschaft bekannt, dass sie das
Ermittlungsverfahren gegen Oberst Klein und Hauptfeldwebel Wilhelm wegen
des Luftangriffs gemäß § 170 Abs. 2 StPO eingestellt hat, „weil im
Ergebnis weder die Vorschriften des Völkerstrafgesetzbuches […] noch die
Bestimmungen des Strafgesetzbuches […] erfüllt“ seien" - Wikipedia) weit
weniger thematisiert wird oder im Falle Kundus alles rechtmäßig ist,
könnte man denken, daß die Phobie vor der untoten DDR oder auch nur linkem
Gedankengut doch recht groß ist, oder? Gleichzeitig wird auch hier davon
gesprochen, daß die DDR nur eine Fußnote der Geschichte bleiben wird. Da
könnte man aber schon souveräner mit ihr umgehen mit weniger Schaum vorm
Maul.
> Das hat exakt NULL mit heute oder irgend einer anderen Zeit zu tun.
Selbstverständlich, s.o.
>
>> Keiner soll in Zeiten multipler Krisen des Kapitalismus auch nur
>> ansatzweise an eine Alternative denken.
>
> Ah, gugge.
> Welche schwebt Dir denn da ganz konkret vor?
Empfehle Wagenknecht, Freiheit statt Kapitalismus.
> Ich sage Dir mal was.
> Du kannst die heutige Zeit ja gern Scheiße finden. Du kannst auch gern
> neue gesellschaftliche Modelle erfinden [1].
Auch mal über den Tellerrand gucken! Nicht _ich_ finde die _heutige Zeit_
scheiße, der aggressive, neoliberale Kapitalismus scheint keine lösung für
die Probleme der Mehrheit der Menschen mehr bereitstellen zu können.
> Leider wird keiner der Toten mit Deinen Modellen wieder lebendig; das
> mal zum Thema Aufrechnen.
Natürlich nicht, man muß aber auch nicht früherem opportunistischem
Verhalten in der DDR heutige Anpassung - weil man es so gelernt hat und
dazu gehören will - folgenlassen und heutige Opfer unterschlagen. Ich gebe
aber zu, daß das hier nicht dauerhaft Thema sein kann.
>
> [1] Ich befürchte lediglich, dass die Mehrheit Dir nicht folgen will:
> Wie möchtest Du dieses Problem lösen?
> Das würde mich schon mal genauer interessieren.
Die Frage ist, wie durch die herrschenden Eliten und ihre Medien reagiert
wird, wenn demokratisch gewählt wird und nicht genehme Regierungen an die
Macht kommen (Chile, Venezuele, Bolivien).
--
Gruß Kai
Vorneweg rate ich zu "Die Kunst, kein Egoist zu sein" von
Richard David Precht. Darin u.a. ein paar Ideen, um heute
schon damit anzufangen.
> Und selbstverständlich rechnet jeder Ossi gegen, wenn die heutigen
Na wenn Du das sagst.
>>> Das permanente mediale Nachtreten 20 Jahre nach dem Untergang der DDR
Du magst es als Nachtreten empfinden. Andere denken anders darüber.
>>> Keiner soll in Zeiten multipler Krisen des Kapitalismus auch nur
>>> ansatzweise an eine Alternative denken.
>> Ah, gugge.
>> Welche schwebt Dir denn da ganz konkret vor?
> Empfehle Wagenknecht, Freiheit statt Kapitalismus.
Das ist jetzt die Dame mit dem Kaviar und dem Haus in Norwegen?
Also wenn es das dann für alle gibt - kann man darüber reden.
Mt
>Vor 1989 habe ich mich dar�ber auch aufgeregt, das ist aber 20 Jahre her
>und zum Gl�ck vorbei. Da das Sterben von Menschen heute
Sch�tzchen,
Thema dieser Gruppe ist aber die DDR. Wenn es dich nicht mehr
interessiert, was vor 20 und noch mehr Jahren passiert ist, und wenn
du gerne �ber was anderes reden m�chtest, bist du hier schlicht
falsch. - So falsch wie all die Trottel aus der Christentum- oder
Politik-Gruppe.
Gru�
Gerald
--
Der Reichstag - Eine deutsche Geschichte
Eine Dokumentation von Ute B�nnen und Gerald Endres
Montag. 22.8., um 12:45 Uhr in Phoenix
http://www.boen-end.de
Kannste alles haben, die Freiheit hast Du.
Und die Opfer wollten alle nur umziehen?
CYA! Matthias
>> allein die Bundesdt. Polizei hat in der Zeit weit mehr pro Jahr
>> erschossen
>
> Und die Opfer wollten alle nur umziehen?
Nein, manche wollten auch bloß nach Hause gehen.
Veith
--
Strukturen, Bilder & Geschichte(n) der LSK/LV
http://www.DDR-LUFTWAFFE.de
>> allein die Bundesdt. Polizei hat in der Zeit weit mehr pro Jahr
>> erschossen
>
> Und die Opfer wollten alle nur umziehen?
Da die Zahlen der Kriminellen in der Bundesrep um das 100fache höher
sind, kann man also araus schließen, das es in Ordnung ist ein paar
Tausend davon abzuschießen!
> Thema dieser Gruppe ist aber die DDR.
Schonmal was von Freier Rede gehört?
Da habt Ihr Lupenreinen Demokraten wohl noch ein wenig Nachholebedarf.
Wenn schon Hetzen, das so wie es Dir passt . so dachte Honecker auch -
als Thema DDR und Du der gleiche Stalinist, nur auf der anderen Seite -
nennt man Faschist!
> Ich kenne BW-Piloten, die mit der "Sarajevo-Landung" [1] ihr Leben
> riskiert haben, damit diese Stadt+Bürger überlebt.
Nachdem der Deutsche aussenminister den Krieg erst inszenierte - ja
klar, dann ist ja alles gut.
>>> Hauptsache, man hat was zum Gegenrechnen.
>
>> Hauptsache sie verrecken in Deinem Sinne?
>
> Raus hier!
> Ganz schnell.
Du willst vor Deinem schlechtem Gewissen weglaufen, das in Deinem Namen
heute Tausende Frauen und Kinder ermordet werden?
Köstlich, köstlich.
Ich weiß nicht, ob ich lachen soll, oder mit der Stirn auf die
Tischplatte knallen will.
Lachen wir also :D
Da ist bei manchen alles ok wenn es der "rechten" Sache (Erweiterung
des Gesch�ftfeldes\Erd�l aus Lybien) dient.
BU
Wenn Mueller selber der Richter ist (und eine gewisse Parallele kann man
diesem 50-Jahre-Hoellenspuk nicht absprechen), dann sollte die Einrede
der Befangeneit schon zulaessig sein.
Dirk
--
Es herrschen zensurähnliche Zustände. Ich kann verstehen, wenn
Menschen das umgangssprachlich Zensur nennen. Ich tue das auch.
[...]
Allerdings ging es nicht um "Diskussionen" (ob zul�ssig oder nicht)
sondern um "Aufrechnungen". Danke f�r das (versuchte) Ablenkungsman�ver.
Und da ist es in der Tat v�llig legitim darauf hinzuweisen, da� der
andere Kaiser (ebenfalls) v�llig nackt ist. Insbesondere dann, wenn er
sich aufspielt als ob er bekleidet w�re.
> Ich würd's spontan für Satire halten, selbst in der "Jungen Welt."
Das ist "die" Erklärung, auf welche "man" sich zu einigen scheint: Laß'
doch, war nur Satire ... manche Stellen, wie der Knabe-Bezug lesen sich
lustig, ich hoffe / glaube aber, das "Danke" war ernst gemeint. Die Mauer
hat uns vor vieles, lange Jahre bewahrt.
Ich möchte insbesondere die ersten drei "Danke" nicht unter den
gesamtdeutschen Tisch fallen lassen:
für 28 Jahre Friedenssicherung in Europa
für 28 Jahre ohne Beteiligung deutscher Soldaten an Kriegseinsätzen
für 28 Jahre ohne Hartz IV und Erwerbslosigkeit
- Unterschreib -
>Wenn Mueller selber der Richter ist (und eine gewisse Parallele kann man
>diesem 50-Jahre-Hoellenspuk nicht absprechen)
Oh doch.
>dann sollte die Einrede
>der Befangeneit schon zulaessig sein.
M�ller ist nicht der Richter. Das Urteil �ber den Sozialismus a la
Stalin ist l�ngst gef�llt und exekutiert.
M�ller ist M�ller und steht f�r sich, genau wie Maier Maier ist und
seine Taten unabh�ngig von M�ller beurteilt werden.
Es geht auch nicht darum, eine Alternative madig zu machen. Mir
scheint, du gehts mal wieder in Verallgemeinerung alter DDR-Erfahrung
von einer gelenkten (Medien-)�ffentlichkeit aus.
Darf ich dir aktuelle Artikel journalistischer Gro�f�rsten ans Herz
legen:
http://www.sueddeutsche.de/politik/proteste-in-aller-welt-heiliger-zorn-der-jugend-1.1133140
Dass der Kapitalismus gewaltig W�rmer hat, bestreitet derzeit kaum
jemand, das Problem ist eher, dass an die in der ersten H�lfte des 20.
Jahrhunderst g�ngige Alternative nicht einmal mehr die Maden gehen.
Sie ist schon lange so verrottet, dass nur noch ein paar Zombies damit
herumspielen.
Also: Diese vermeintliche Alternative ist keine mehr. Sich mit ihr zu
besch�ftigen ist Gedenken ihrer Opfer, aber nicht Diskreditierung von
etwas, das irgend jemand als Gefahr sieht - au�er eben ein paar
Zombies, die im Modder herumw�hlen, irgendwelche Fetzen hochheben und
sagen: Seht, das war doch viel besser als der verfaulende
Kapitalismus.
Aber diese Zombies sind eben der letzte Rest der DDR-endemischen
Lagermechanik: Wenn das eine schlecht ist, muss das andere gut sein.
Dass die DDR - nebenbei - auch nach genau nach dieser Logik mit Pauken
und Trompeten verloren hat, geh�rt zu den kleinen Witzen, die Zombies
nicht kapieren.
Das Problem ist, dass diese Zombies mit ihren stinkenden Leichenteilen
noch immer bei der Suche nach einer Alternative im Weg herumstehen.
> Es geht auch nicht darum, eine Alternative madig zu machen. Mir
> scheint, du gehts mal wieder in Verallgemeinerung alter DDR-Erfahrung
> von einer gelenkten (Medien-)Öffentlichkeit aus.
>
> Darf ich dir aktuelle Artikel journalistischer Großfürsten ans Herz
> legen:
>
> http://www.faz.net/artikel/C30351/buergerliche-werte-ich-beginne-zu-glauben-dass-die-linke-recht-hat-30484461.html
Jaja, die FAZ kann noch mehr:
> http://www.sueddeutsche.de/politik/proteste-in-aller-welt-heiliger-zorn-der-jugend-1.1133140
Oha, der ist heftig.
> Dass der Kapitalismus gewaltig Würmer hat, bestreitet derzeit kaum
> jemand, das Problem ist eher, dass an die in der ersten Hälfte des 20.
> Jahrhunderst gängige Alternative nicht einmal mehr die Maden gehen.
> Sie ist schon lange so verrottet, dass nur noch ein paar Zombies damit
[...]
> Aber diese Zombies sind eben der letzte Rest der DDR-endemischen
> Lagermechanik: Wenn das eine schlecht ist, muss das andere gut sein.
> Dass die DDR - nebenbei - auch nach genau nach dieser Logik mit Pauken
> und Trompeten verloren hat, gehört zu den kleinen Witzen, die Zombies
> nicht kapieren.
>
> Das Problem ist, dass diese Zombies mit ihren stinkenden Leichenteilen
> noch immer bei der Suche nach einer Alternative im Weg herumstehen.
Da wäre nur die Frage, wer sich da im Weg herumstehen läßt. Anders
gefragt: Wo ist denn die vielzitierte Mittelschicht, welche diese
Gesellschaft trägt? Ich fürchte, der stehen eher tiefergelegte
Bahnhöfe und aufgeblasene Flugplätze im Weg. Wann endlich werden
die begreifen, daß Politiker und Polizisten das falsche Ziel
für die Wut des Bürgers sind?
Ronald.
P.S.: Ich zitiere mich auch mal:
> Vor 4 Wochen hätte ich diesem
> politischen System noch 10 Jahre gegeben. Seit voriger
> Woche sinkt die Restlaufzeit beinahe täglich.
aus: <fivt03-...@dl1dww-u.ampr.org> vom 29.9.2005.
Ich glaube, das klappt noch.
Ach das ist ganz simpel: Ich kann innerhalb einer Diskussion aufrechnen.
Weil Dir das nicht gefällt versuchst Du, zu unterstellen, daß eine
Diskussion für unzulässig gehalten wurde. Ein leicht durchschaubarer
Versuch.
Wer legt fest, ob er das ist?
> hieße das, Diskussionen über
> Staatsverbrechen dürften nur auf dem Boden des betroffenen Staates
> stattfinden, denn kein Regime auf der ganzen Welt ist moralisch
> tadellos.
Schade, eigentlich. Aber ich gebe Dir recht. In diesem Punkt.
Ein Land, das jahrzehntelang Diktaturen stuetzt, sollte nicht ueber
Diktaturen richten. Ein Land, dessen Wirtschaft von Menschenrechts-
verletzungen, von China bis Nigeria,abhaengig ist, sollte sich nicht
als Menschenrechtsapostel aufspielen.
Das wuerfe uns, allerdings, zurueck auf das Legitimitaetsprinzip
des vorigen Jahrhunderts, als das Recht eines Landes in ebendiesem
Lande galt und in anderen nicht. Angesichts der Verbrechen, die jetzt
und heute im Sinne des "mein Recht muss auch Deines sein" begangen
werden, erscheint mir dies aber inzwischen als bessere Alternative.
Da funktioniert "Containment by Wall" wenigstens noch.
Natuerlich. Du kannst. Naumann (omfg, welch entlarvendes Interview im
DLF) kann auch. Klar. Jeder kann das. Freies Land und so.
Nur kann auch jeder mit dem Finger auf den nackten Kaiser zeigen und
rufem "Guck mal, das Blut an seinen Haenden". Gar nicht wahr, ist ja
kein Blut, ist doch Oel.
Da fehlen Worte in Deinem Satz.
BGE
>Nur kann auch jeder mit dem Finger auf den nackten Kaiser zeigen und
>rufem "Guck mal, das Blut an seinen Haenden".
So ist es. Jeder darf - und soll - auf die Verbrechen der anderen
verweisen. Er darf nur nicht glauben, dass seine eigenen deswegen
schöner oder weniger schlimm wären. Das zu glauben ist alte
DDR-Propaganda-Logik, die offensichtlich noch nicht ganz aus der Mode
ist.
Typischer Anruf beim Sender: "Schweigeminute für die Opfer der Mauer?
Macht doch lieber eine für die Opfer des Faschismus!" Da sitzt immer
noch fest in manchen Köpfen, dass der Faschismus alles legitimiert und
relativiert, was die DDR-Führung begangen hat.
Kurz und simpel: Alles was in der BRD schief läuft oder womölich
verbrecherisch ist, nimmt niemandem - nochmal zum Mitdenken:
*Niemandem* - das Recht, die Verbrechen der DDR zu anzuprangern.
Das kindliche "Aber der macht doch ..." ist noch dazu meistens an den
Haaren herbeigezogen. Die Welt ist nicht in Ordnung, es wird sich
immer so ein "Aber der..." finden. Die Verkehrstoten in Karachi, die
Kindersterblichkeit in der Bronx und Bomben auf Tripolis machen die
DDR kein bißchen schöner. Kein einziger Feldzug von Achilles bis Obama
rechtfertigt die Mauer, und sagte Achilles, die Mauer war schlecht,
macht sich nur lächerlich, wer erwidert: "Aber du hast Troja
angegriffen und deshalb kein Recht, die Mauer zu kritisieren."
Gruß
Gerald
--
Der Reichstag - Eine deutsche Geschichte
Eine Dokumentation von Ute Bönnen und Gerald Endres
Meine Verbrechen, Gerald, halten sich, soweit ich das ueberblicken kann,
noch in Grenzen. Ich habe bisher weder Fluechtlinge erschossen noch
Eingeborene in fernen Laendern.
> Das zu glauben ist alte
> DDR-Propaganda-Logik, die offensichtlich noch nicht ganz aus der Mode
> ist.
Das ist so ein Topos, den Du regelmaessig so ziemlich jedem unterstellst.
Da fuehl ich mich erstmal nicht von beunruhigt.
> Typischer Anruf beim Sender: "Schweigeminute f�r die Opfer der Mauer?
> Macht doch lieber eine f�r die Opfer des Faschismus!" Da sitzt immer
> noch fest in manchen K�pfen, dass der Faschismus alles legitimiert und
> relativiert, was die DDR-F�hrung begangen hat.
>
> Kurz und simpel: Alles was in der BRD schief l�uft oder wom�lich
> verbrecherisch ist, nimmt niemandem - nochmal zum Mitdenken:
> *Niemandem* - das Recht, die Verbrechen der DDR zu anzuprangern.
Natuerlich nicht. Aber es gibt auch *jedem* das Recht, darauf zu
verweisen, wenn die Anprangerer selber blutige Haende haben.
Bigotterie ist ja weissgott kein Alleinstellungsmerkmal der Kirche.
> Das kindliche "Aber der macht doch ..." ist noch dazu meistens an den
> Haaren herbeigezogen. Die Welt ist nicht in Ordnung, es wird sich
> immer so ein "Aber der..." finden. Die Verkehrstoten in Karachi, die
> Kindersterblichkeit in der Bronx und Bomben auf Tripolis machen die
> DDR kein bi�chen sch�ner. Kein einziger Feldzug von Achilles bis Obama
> rechtfertigt die Mauer, und sagte Achilles, die Mauer war schlecht,
> macht sich nur l�cherlich, wer erwidert: "Aber du hast Troja
> angegriffen und deshalb kein Recht, die Mauer zu kritisieren."
Immerhin hat er da versucht, Mauern abzubauen.
Dirk
--
Es herrschen zensur�hnliche Zust�nde. Ich kann verstehen, wenn
> "Kai Ammon" <leonh...@googlemail.com> wrote in
> news:op.vz8b2ro0ij8yz1@kai-pc:
>
>> Natürlich wird gegengerechnet, das ist auch legitim,
>
> Nein eigentlich nicht. Wenn Herr Maier wegen Diebstahl vor Gericht
> kommt, dann ist "Müller hat auch geklaut" keine zulässige Verteidigung.
> Höchstens ein Grund, Müller auch vor Gericht zu stellen. Selbst falls
> der Richter selbst vorbestraft sein sollte, ist das kein mildernder
> Umstand für Maier.
Es geht zuallererst um Ungleichbehandlung und dann um Interessen und
Besitztümer der heute Herrschenden, die hier in der Diskussion unter den
Tisch fallen. Die Heuchelei im Umgang mit Unrecht - je nachdem, wer es
begeht - ist unerträglich.
Zudem verteidigen sich die Ossis nicht als schuldige Meier (die haben
freilich nicht das Recht, sofort auf Müller zu verweisen, der Wessi-Reflex
ist aber der, jedem der auf heutiges Unrecht verweist, sogleich
DDR_Systemnähe zu unterstellen) sondern als Ost-Michel, um deren
Meinungsbildungsprozesse es geht.
Beim _vorbestraften Richter_ bin ich völlig anderer Meinung, wer
Angriffskriege, Demokratie- und Sozialabbau, Überwachungsstaat etc.
relativiert und sich gleichzeitig über DDR-Unrecht erregt, hat für mich
die Legitimation dazu verloren.
Im Übrigen bin ich der Meinung, daß man Andersdenkende nicht als Zombies
(Fauna-Bezeichnungen wunderten mich auch bald nicht) stigmatisieren sollte.
--
Gruß Kai
>Zudem verteidigen sich die Ossis nicht als schuldige Meier [...]
Eins sehr schöner Satz, der dir da entschlüpft ist. Wir reden von
DDR-*Regierungs*-Unrecht, und du bist der Meinung, "die Ossis"
verteidigen "sich", wenn sie die Kritik an diesem Unrecht ablehnen.
Diese Identifikation der damaligen Bürger mit einem jämmerlich
untergegangenen Staat finde ich reichlich sonderbar. Du solltest
zumindest nur für dich sprechen, nicht für "die Ossis", von denen
viele Opfer eben dieses Staates waren.
>der Wessi-Reflex
>ist aber der, jedem der auf heutiges Unrecht verweist, sogleich
>DDR_Systemnähe zu unterstellen
Siehe oben. Du bist es doch, der stellvertetend für "die Ossis" *sich*
verteidigt und sich offensichtlich mit dem kritisierten System
identifiziert.
>Im Übrigen bin ich der Meinung, daß man Andersdenkende nicht als Zombies
>(Fauna-Bezeichnungen wunderten mich auch bald nicht) stigmatisieren sollte.
Naja, ich komme aus Bayern, da ist man nicht so zimperlich bei
verbalen Äußerungen.
Wie sagt Karl Valentin in einem Beleidigungsprozess, in dem es auch um
den Ausdruck "Bollenhund" geht: "Na sehens, Herr Richter, wenn es
schon keinen Bollenhund nicht gibt, wie Sie sagen, dann braucht doch
der Aff deswegen auch nicht beleidigt sei."
Ich erkläre hiermit hochverbindlich, dass es in Wirklichkeit keine
Zombies gibt.
Allerdinsg würde ich mich als Ersatz für "Zombie" gerne an das im
Enlischen gebräuchliche "get a (real) life!" anlehnen. Kann deine
empfindsame Seele den Ausdruck "Leute ohne wirkliches Leben" ertragen?
Die nichtmenschliche Institution "junge welt" darf ich aber angesichts
ihrer Geschichte und ihres Verhaltens weiterhin als untote
Wiedergängerin, vulgo Zombie, bezeichnen, oder?