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Auch ich war Agitator

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Uwe Schickedanz

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May 16, 2013, 10:03:02 AM5/16/13
to
Gut geschriebener Artikel im Tagesspiegel:
http://www.tagesspiegel.de/kultur/die-ddr-jugend-der-angela-merkel-auch-ich-war-agitator/8212298.html

Und ehe noch einer nachfragt: ja, ich war auch mal Agitator (oder
Wnadzeitungsverantwortlicher). Und in sp�teren Jahren FDJ-Sekret�r
meiner Brigade (und FDJ-Gruppe in Personalunion).


Gru� Uwe

--
"Jedes Mal, wenn Bomben benutzt werden, um unschuldige Zivilisten
zu treffen, ist das ein Akt des Terrors" Barack Obama
=== http://www.sicherheitslampe.de ===

Ronald Konschak

unread,
May 16, 2013, 12:42:51 PM5/16/13
to
Uwe Schickedanz <Uwe_use...@nurfuerspam.de> schrieb:
> Gut geschriebener Artikel im Tagesspiegel:
> http://www.tagesspiegel.de/kultur/die-ddr-jugend-der-angela-merkel-auch-ich-war-agitator/8212298.html
>
> Und ehe noch einer nachfragt: ja, ich war auch mal Agitator (oder
> Wnadzeitungsverantwortlicher). Und in späteren Jahren FDJ-Sekretär
> meiner Brigade (und FDJ-Gruppe in Personalunion).

Irgendwas war jeder mal, da kam man in Schule, Lehre oder Studium
garnicht drumherum. Anhand dieses "Enthüllungs"-Buches und der
aktuellen Kampagne zeigt sich wiedermal, wie wenig Ahnung die
Herren Westreporter vom Alltag in der DDR haben. Umso erfreulicher
ist es wenn David Ensikat, sicher in den Fußstapfen des Vaters
wandelnd, den Knilchen ihre Dummheit unter die Nase reibt. Nun
ist zwar noch nicht ausgemacht, ob diese Schlammschlacht der
Kanzlerin nutzen oder schaden wird. Sie sagt jedoch eine ganze
Menge über den Zustand der deutschen Einheit. Wenn es der Zweck
des Buches sein sollte, den ehemaligen DDR-Bürgern ein schlechtes
Gewissen einzureden, dann kann ich mit einiger Sicherheit sagen,
_der_ Plan ging schief. Soviel ich bisher in meinem privaten
Umfeld erkunden konnte, findet niemand etwas Anstößiges an
der Tätigkeit von Frau Merkel in der DDR. Wie ich schon vor
einigen Jahren anläßlich einer vergleichbaren Kampagne hier
anmerkte: Eine stinknormale DDR-Biografie. Millionen von Reform-
kommunisten bevölkern nun also dieses Land, und was passiert?
Nichts. Mögen die Schreibhuren (Danke Gerald, für dieses wunder-
schöne Wort!) von der Springer AG weiter herumgeifern, es nutzt
ihnen nichts. Der Ossi mit seinem einmaligen Erfahrungsschatz
wird sich kaum daran kehren, und um Frau Merkel abzusetzen,
müßte Goldman Sachs ihr erstmal das uneingeschränkte Vertrauen
aussprechen.

Ronald.

--
Wir bringen für Geld
den Tod über die Welt
wie lieb’ ich so’n Land
mit Herz oder Verstand

kueh...@front.ru

unread,
May 16, 2013, 1:02:45 PM5/16/13
to
Ronald Konschak gab zu Bedenken:

>Goldman Sachs ihr erstmal das uneingeschränkte Vertrauen
> aussprechen.

Wen ihr mich fragt kommt das aus der Ecke.
Sie wird Unbequem für einige und da muss man suchen.
Der Westen hätte wieder gerne einen Kanzler der aus dem Richtigen
Deutschland stammt.
Bei Wulfi klappte das doch Prima.

So was kann eben auch mal nach hinten losgehen.
( ist schon stark was Genosse Gysi dazu sagt :) )

http://www.stern.de/politik/deutschland/gregor-gysi-ueber-merkels-ddr-
vergangenheit-mit-dem-schwachsinn-muss-schluss-sein-2011453.html

MfG



--
Kleinmut und Stolz, aus diesem Holz,
schuf der Mensch sich am sechsten Tag Gott.

kueh...@front.ru

unread,
May 16, 2013, 1:08:54 PM5/16/13
to
kueh...@front.ru gab zu Bedenken:

> Ronald Konschak gab zu Bedenken:
>
>>Goldman Sachs ihr erstmal das uneingeschränkte Vertrauen
>> aussprechen.
>
> Wen ihr mich fragt kommt das aus der Ecke.
> Sie wird Unbequem für einige und da muss man suchen.
> Der Westen hätte wieder gerne einen Kanzler der aus dem Richtigen
> Deutschland stammt.
> Bei Wulfi klappte das doch Prima.
>
> So was kann eben auch mal nach hinten losgehen.
> ( ist schon stark was Genosse Gysi dazu sagt :) )
>
> http://www.stern.de/politik/deutschland/gregor-gysi-ueber-merkels-ddr-
> vergangenheit-mit-dem-schwachsinn-muss-schluss-sein-2011453.html
>
> MfG
>

Wirklich Interessant fände ich, man würde eventuell den Zeitrahmen für die
Umbenennung dieses Postens finden.
Nach meiner Erinnerung, war es wirklich erst der "Für Kultur".
Irgendwann zu Mitte der 70 er wurde das dann in "Agitation und Propaganda"
umbenannt.
Nach meinen Erinnerungen so ca 1971 oder 72 .
( Genau, weil es deswegen schon Knatsch auf der Penne gab.)

MfG
gunter

Dirk Moebius

unread,
May 16, 2013, 2:05:30 PM5/16/13
to
On 5/16/13 16:03 , Uwe Schickedanz wrote:
> Gut geschriebener Artikel im Tagesspiegel:
> http://www.tagesspiegel.de/kultur/die-ddr-jugend-der-angela-merkel-auch-ich-war-agitator/8212298.html
>
> Und ehe noch einer nachfragt: ja, ich war auch mal Agitator (oder
> Wnadzeitungsverantwortlicher).

Das war doch jeder mal. Spaetestens nach zwei, drei Jahren musste^W
durfte doch jeder mal wieder in die Leitung.

Dirk (sogar mal ein halbes Jahr Kultufunktionaer in der HGOL)


--
If I steal your bicycle you have to take the bus,
but if I just copy it, there�s one for each of us.

http://questioncopyright.org/minute_memes/copying_is_not_theft

Martin Ebert

unread,
May 16, 2013, 7:50:23 PM5/16/13
to
Am 16.05.2013 16:03, schrieb Uwe Schickedanz:

> Und ehe noch einer nachfragt: ja, ich war auch mal Agitator (oder
> Wnadzeitungsverantwortlicher).

Interessant w�re ja die Frage, wer das *nicht* war. Ich meine mich
zu erinnern, dass das dann mehr oder weniger interessante Wand-
zeitungen wurden, die nach irgendwelchen Pl�nen abgerechnet wurden.
Und die im Grunde niemand las - egal wie interessant.

Auch nach meiner Erinnerung war der Agitator die einzige Funktion,
die irgendwie reihum ging, alle anderen Funktionen waren irgendwie
belegt.

Was auch immer gern vergessen wird: 20% der erwachsenen Bev�lkerung
war in der SED. Das war keine Partei im heutigen Sinne, das war eine
Massenbewegung im DDR-Sinn.

Allgemein: Frau Merkel muss man ja nicht m�gen.
Aber nun aus einem FDJ-Agitator eine Staatskrise zu machen, das hat
schon was: Hauptamtlich wird sie's ja kaum gewesen sein. Noch sch�ner
finde ich die Behauptung, dass sie in der UdSSR studiert habe. Da war
sie wohl einige Wochen auf Austausch. Also wenn's nach Austausch geht,
dann sind so einige Karrieren hier zu Ende.

Und ganz grunds�tzlich muss man ja mal fragen, was selbst an einem
Vollstudium der Naturwissenschaften oder Technik in Moskau so
ehrenr�hrig w�re: Cambridge ging ja nun schlecht.

Peter, Du bist grad ein bisschen im Dilemma, oder? Ganz-eigentlich
m�sstest Du die Ostbiografie der Frau Merkel verteidigen, die man gerade
delegitimieren will ...

Mt


Peter Veith

unread,
May 17, 2013, 12:26:13 AM5/17/13
to
Am 17.05.2013 01:50, schrieb Martin Ebert:

> Peter, Du bist grad ein bisschen im Dilemma, oder? Ganz-eigentlich
> m�sstest Du die Ostbiografie der Frau Merkel verteidigen, die man gerade
> delegitimieren will ...

Wie jetzt, ich?! Ist denn schon wieder Wahlkampf?

Veith
--
Lieber Reich ins Heim, als heim ins Reich!
http://ddr-luftwaffe.blogspot.com

Lars Gebauer

unread,
May 17, 2013, 6:44:48 AM5/17/13
to
* Ronald Konschak:
> Soviel ich bisher in meinem privaten
> Umfeld erkunden konnte, findet niemand etwas Anstößiges an
> der Tätigkeit von Frau Merkel in der DDR.

Ihr "Engagement" finde ich ebenso wenig anstößig.

> Wie ich schon vor
> einigen Jahren anläßlich einer vergleichbaren Kampagne hier
> anmerkte: Eine stinknormale DDR-Biografie.

Ja.

> Millionen von Reform-
> kommunisten bevölkern nun also dieses Land, und was passiert?
> Nichts.

Nicht *mehr*.

Ich kann mich noch an Zeiten erinnern, wo wegen solcher und ähnlicher
Dinge ganze Lebensplanungen zerstört wurden. Wo die Betreffenden
anschließend noch nicht mal mehr als Straßenfeger im Öffentlichen Dienst
arbeiten durften.

Und für die ist dieses "war doch ganz normal" ein ziemlicher Tritt.

Bigotte Bande.

Martin Ebert

unread,
May 17, 2013, 9:30:38 AM5/17/13
to
Am 17.05.2013 12:44, schrieb Lars Gebauer:

> Ich kann mich noch an Zeiten erinnern, wo wegen solcher und ähnlicher
> Dinge ganze Lebensplanungen zerstört wurden. Wo die Betreffenden
> anschließend noch nicht mal mehr als Straßenfeger im Öffentlichen Dienst
> arbeiten durften.

Ich finde es interessant, dass so großer Wert auf Beschäftigung im
öffentlichen Dienst gelegt wird: Ich höre andererseits, dass das so
doof sei?

Und ein wenig Lagermechanik: Mit Ausreiseantrag im DDR-Staatsdienst -
das ging? Ja?

Mt

Martin Ebert

unread,
May 17, 2013, 9:36:12 AM5/17/13
to
Am 17.05.2013 06:26, schrieb Peter Veith:
> Am 17.05.2013 01:50, schrieb Martin Ebert:

>> Peter, Du bist grad ein bisschen im Dilemma, oder? Ganz-eigentlich
>> m�sstest Du die Ostbiografie der Frau Merkel verteidigen, die man gerade
>> delegitimieren will ...

> Wie jetzt, ich?! Ist denn schon wieder Wahlkampf?

Herr Fleischhauer von SPon hat sich auch seine Gedanken gemacht. Und
alle anderen unausgesprochenen Gedanken konsequent zu Ende gef�hrt:
Frau Merkel muss Schl�fer des KGB sein. Hier:

<http://www.spiegel.de/politik/deutschland/fleischhauer-ueber-angela-merkel-a-900157.html>

Mt

Uwe Schickedanz

unread,
May 17, 2013, 9:58:32 AM5/17/13
to
On Fri, 17 May 2013 15:36:12 +0200, Martin Ebert <mx...@gmx.net>
wrote:
Vermutlich ein Siebenschl�fer. Seit wann gibts den KGB gleich nicht
mehr?

Aber was solls, eine gepflegte Polemik meidet Fakten wie der Teufel
das Weihwaser.

Ronald Konschak

unread,
May 17, 2013, 10:20:29 AM5/17/13
to
Martin Ebert <mx...@gmx.net> schrieb:
>
> Und ein wenig Lagermechanik: Mit Ausreiseantrag im DDR-Staatsdienst -
> das ging? Ja?

Ja.

Ronald Konschak

unread,
May 17, 2013, 10:22:27 AM5/17/13
to
Martin Ebert <mx...@gmx.net> schrieb:
>
> Herr Fleischhauer von SPon hat sich auch seine Gedanken gemacht. Und
> alle anderen unausgesprochenen Gedanken konsequent zu Ende geführt:
> Frau Merkel muss Schläfer des KGB sein. Hier:
>
> <http://www.spiegel.de/politik/deutschland/fleischhauer-ueber-angela-merkel-a-900157.html>

Das nimmst Du ernst? Dann ist Sigmund Jähn wohl
der Agent der Marsmännchen?

Lars Gebauer

unread,
May 17, 2013, 10:25:37 AM5/17/13
to
* Martin Ebert:
> Am 17.05.2013 12:44, schrieb Lars Gebauer:
>> Ich kann mich noch an Zeiten erinnern, wo wegen solcher und
>> ähnlicher Dinge ganze Lebensplanungen zerstört wurden. Wo die
>> Betreffenden anschließend noch nicht mal mehr als Straßenfeger im
>> Öffentlichen Dienst arbeiten durften.
>
> Ich finde es interessant, dass so großer Wert auf Beschäftigung im
> öffentlichen Dienst gelegt wird:

Ja. Auf eine solche oder ähnliche Antwort habe ich gewartet. Du findest
also wirklich? - Nun, der Grund ist recht simpel: Auf die private
Wirtschaft hat die Politik vergleichsweise wenig Zugriff. Desto
radikaler wurde aber gerade der ÖD gesäubert.

> Ich höre andererseits, dass das so doof sei?

Ich höre auch manchmal Stimmen.

> Und ein wenig Lagermechanik: Mit Ausreiseantrag im DDR-Staatsdienst
> - das ging? Ja?

Ach Martin. Daß auch in der DDR Mist gemacht wurde ändert doch überhaupt
nichts daran, daß in der BRD exakt der gleiche Mist gemacht wurde bzw.
gemacht wird. Oder? - Warum also versuchst Du abzulenken?

(Hab' ich vom Endres gelernt. Zu irgendwas muß der Mann ja Nütze sein.)

Martin Ebert

unread,
May 17, 2013, 11:56:09 AM5/17/13
to
Am 17.05.2013 16:22, schrieb Ronald Konschak:
> Martin Ebert <mx...@gmx.net> schrieb:
>>
>> Herr Fleischhauer von SPon hat sich auch seine Gedanken gemacht. Und
>> alle anderen unausgesprochenen Gedanken konsequent zu Ende geführt:
>> Frau Merkel muss Schläfer des KGB sein. Hier:
>>
>> <http://www.spiegel.de/politik/deutschland/fleischhauer-ueber-angela-merkel-a-900157.html>
>
> Das nimmst Du ernst?

Hast Du den Artikel gelesen?
Falls ja: GOTO 1.

Mt

Ronald Konschak

unread,
May 17, 2013, 12:30:46 PM5/17/13
to
Martin Ebert <mx...@gmx.net> schrieb:
Eindeutige Ansagen bitte, Du bist nicht Frau Merkel.

kueh...@front.ru

unread,
May 17, 2013, 12:37:39 PM5/17/13
to
Martin Ebert gab zu Bedenken:
Da ist mir vor Kurzem ( naja schon Paar Tage her) zu Ohren gekommen, das
eine Mitstudentin vom Roten Kloster in Radebeul, einen ausreise Antrag
laufen hatte.
Dem ist stattgegeben worden und Sie musste bis kurz vor Schluss noch Dienst
in der DDR Bildung schieben.

Erstaunlich.
Am Tag meiner Entlassung, aus den Reihen der VP, wurde meine Frau zu ihrer
Chefin bestellt und ihr mitgeteilt das sie als Kindergärtnerin ab jetzt
nicht mehr tragbar ist.
Die Bandbreite ist schon gewaltig.


MfG
Gunter

kueh...@front.ru

unread,
May 17, 2013, 12:47:30 PM5/17/13
to
Martin Ebert gab zu Bedenken:

Werter Herr Ebert.
Der Herr Fleischhauer ist meines Wissens bei einer Zeitung angestellt, die
sogar Tageb�cher, die nie geschrieben worden sind, ver�ffentlicht hat.
Da darf man solche Aussagen nicht allzu w�rtlich nehmen.

Martin Ebert

unread,
May 17, 2013, 12:52:23 PM5/17/13
to
Am 17.05.2013 18:30, schrieb Ronald Konschak:
> Martin Ebert <mx...@gmx.net> schrieb:
>> Am 17.05.2013 16:22, schrieb Ronald Konschak:
>>> Martin Ebert <mx...@gmx.net> schrieb:
>>>>
>>>> Herr Fleischhauer von SPon hat sich auch seine Gedanken gemacht. Und
>>>> alle anderen unausgesprochenen Gedanken konsequent zu Ende geführt:
>>>> Frau Merkel muss Schläfer des KGB sein. Hier:
>>>>
>>>> <http://www.spiegel.de/politik/deutschland/fleischhauer-ueber-angela-merkel-a-900157.html>
>>>
>>> Das nimmst Du ernst?
>>
>> Hast Du den Artikel gelesen?
>> Falls ja: GOTO 1.
>
> Eindeutige Ansagen bitte, Du bist nicht Frau Merkel.

Der Artikel ist eine Glosse.

Mt

Martin Ebert

unread,
May 17, 2013, 1:02:17 PM5/17/13
to
Am 17.05.2013 18:47, schrieb kueh...@front.ru:

> Werter Herr Ebert.
> Der Herr Fleischhauer ist meines Wissens bei einer Zeitung angestellt, die
> sogar Tageb�cher, die nie geschrieben worden sind, ver�ffentlicht hat.

Du musstest nicht nachweisen, dass Dur keine Ahnung hast:
Ist bekannt.

Mt

Uwe Schickedanz

unread,
May 17, 2013, 1:07:48 PM5/17/13
to
On Fri, 17 May 2013 19:02:17 +0200, Martin Ebert <mx...@gmx.net>
wrote:
Naja, bei dem Niveau, welches Stern und Spiegel mittlerweile haben,
ist eine Verwechslung der beiden ein verzeihlicher Fehler.

Ronald Konschak

unread,
May 17, 2013, 1:08:45 PM5/17/13
to
Eierei. Dir Kolumne von heute ist da wesentlich substanzhaltiger.
Offenbar hegt Herr Diez den selben Wunsch wie ich: Eine Regierung
haben.

Uwe Schickedanz

unread,
May 17, 2013, 1:27:05 PM5/17/13
to
On Fri, 17 May 2013 19:08:45 +0200, Ronald Konschak <dl1...@darc.de>
wrote:

>Eierei. Dir Kolumne von heute ist da wesentlich substanzhaltiger.

So? F�r mich war das nur Geschwurbel.

>Offenbar hegt Herr Diez den selben Wunsch wie ich: Eine Regierung
>haben.

Eine, irgendeine?!?

Mir w�rde eine gen�gen, die sich bem�ht, Schaden vom deutschen Volk
fernzuhalten. Das ist ganz tief gegriffen, ich wei�, aber wir wollen
nicht gleich zuviel verlangen.

Dirk Moebius

unread,
May 17, 2013, 1:31:58 PM5/17/13
to
On 5/17/13 15:30 , Martin Ebert wrote:
> Am 17.05.2013 12:44, schrieb Lars Gebauer:
>
>> Ich kann mich noch an Zeiten erinnern, wo wegen solcher und ähnlicher
>> Dinge ganze Lebensplanungen zerstört wurden. Wo die Betreffenden
>> anschließend noch nicht mal mehr als Straßenfeger im Öffentlichen Dienst
>> arbeiten durften.
>
> Ich finde es interessant, dass so großer Wert auf Beschäftigung im
> öffentlichen Dienst gelegt wird: Ich höre andererseits, dass das so
> doof sei?

Die Anstellung ist - grad im Beamtenverhaeltnis - vergleichsweise
krisensicher, dafuer aber nicht ueberbordend bezahlt. Soziale
Sicherheit ist nicht alles, aber doch schoen, wenn man sie hat.

Dirk

--
If I steal your bicycle you have to take the bus,
but if I just copy it, there’s one for each of us.

http://questioncopyright.org/minute_memes/copying_is_not_theft

Dirk Moebius

unread,
May 17, 2013, 1:34:25 PM5/17/13
to
On 5/17/13 18:47 , kueh...@front.ru wrote:
> Martin Ebert gab zu Bedenken:
>
>> Am 17.05.2013 06:26, schrieb Peter Veith:
>>> Am 17.05.2013 01:50, schrieb Martin Ebert:
>>
>>>> Peter, Du bist grad ein bisschen im Dilemma, oder? Ganz-eigentlich
>>>> m�sstest Du die Ostbiografie der Frau Merkel verteidigen, die man gerade
>>>> delegitimieren will ...
>>
>>> Wie jetzt, ich?! Ist denn schon wieder Wahlkampf?
>>
>> Herr Fleischhauer von SPon hat sich auch seine Gedanken gemacht. Und
>> alle anderen unausgesprochenen Gedanken konsequent zu Ende gef�hrt:
>> Frau Merkel muss Schl�fer des KGB sein. Hier:
>>
>> <http://www.spiegel.de/politik/deutschland/fleischhauer-ueber-angela-
> merkel-a-900157.html>
>>
>> Mt
> Werter Herr Ebert.
> Der Herr Fleischhauer ist meines Wissens bei einer Zeitung angestellt, die
> sogar Tageb�cher, die nie geschrieben worden sind, ver�ffentlicht hat.

Velwechserst Du jetzt Spiegel und Stern?

(Nicht, dass das heutzutage nicht nahelaege... - Hitlers Hunde, Hitlers
Taschenuhren, Hitlers Zahnaerzte, das ist ja alles Spiegel...)

Dirk
--
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but if I just copy it, there�s one for each of us.

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Ronald Konschak

unread,
May 17, 2013, 1:46:02 PM5/17/13
to
Uwe Schickedanz <Uwe_use...@nurfuerspam.de> schrieb:
> On Fri, 17 May 2013 19:08:45 +0200, Ronald Konschak <dl1...@darc.de>
> wrote:
>
>>Eierei. Dir Kolumne von heute ist da wesentlich substanzhaltiger.
>
> So? Für mich war das nur Geschwurbel.
>
>>Offenbar hegt Herr Diez den selben Wunsch wie ich: Eine Regierung
>>haben.
>
> Eine, irgendeine?!?

Eine gewählte natürlich. Eine mit Persönlichkeiten, so wie zu
Helmut Schmidts Zeiten. Und Fraktionschefs wie Herbert Wehner.
Da war wenigstens Stimmung in der Bude. Nicht sowas wie heute,
wo freitags abends, kurz vor der Halbzeitpause, die Hinterbänkler
alles abnicken, was aufgerufen wird.

> Mir würde eine genügen, die sich bemüht, Schaden vom deutschen Volk
> fernzuhalten.

Und den letzten Satz vom Amtseid soll sie weglassen. An Märchen
glaubt keiner mehr.

Uwe Schickedanz

unread,
May 17, 2013, 2:16:19 PM5/17/13
to
On Fri, 17 May 2013 19:46:02 +0200, Ronald Konschak <dl1...@darc.de>
wrote:

>Uwe Schickedanz <Uwe_use...@nurfuerspam.de> schrieb:
>> On Fri, 17 May 2013 19:08:45 +0200, Ronald Konschak <dl1...@darc.de>
>> wrote:
>>
>>>Eierei. Dir Kolumne von heute ist da wesentlich substanzhaltiger.
>>
>> So? F�r mich war das nur Geschwurbel.
>>
>>>Offenbar hegt Herr Diez den selben Wunsch wie ich: Eine Regierung
>>>haben.
>>
>> Eine, irgendeine?!?
>
>Eine gew�hlte nat�rlich. Eine mit Pers�nlichkeiten, so wie zu
>Helmut Schmidts Zeiten. Und Fraktionschefs wie Herbert Wehner.
>Da war wenigstens Stimmung in der Bude. Nicht sowas wie heute,
>wo freitags abends, kurz vor der Halbzeitpause, die Hinterb�nkler
>alles abnicken, was aufgerufen wird.

Wenn sie nicht vorher einnicken.

>> Mir w�rde eine gen�gen, die sich bem�ht, Schaden vom deutschen Volk
>> fernzuhalten.
>
>Und den letzten Satz vom Amtseid soll sie weglassen. An M�rchen
>glaubt keiner mehr.

Vielleicht l��t ihn ja der Steinbr�ck, diesen Herbst?

Ich halte Merkel f�r das derzeit geringste �bel. Alle anderen
Kandidaten w�rden die Lage nur noch mehr verschlimmern.

Um nun zu Deinem ersten Punkt zu kommen: nenne mir bitte _eine_
derartige aktuelle Pers�nlichkeit.

Ronald Konschak

unread,
May 17, 2013, 3:54:15 PM5/17/13
to
Uwe Schickedanz <Uwe_use...@nurfuerspam.de> schrieb:
>
> Ich halte Merkel für das derzeit geringste Übel. Alle anderen
> Kandidaten würden die Lage nur noch mehr verschlimmern.

German Angst. Keine Perspektive, nur durchhalten - nix für mich.

> Um nun zu Deinem ersten Punkt zu kommen: nenne mir bitte _eine_
> derartige aktuelle Persönlichkeit.

Eben, das ist das Problem. Sicher finden sich welche, aber die
werden in seltsamer Einigkeit von Medien und Merkel fertiggemacht.
An der Stelle bin jedoch anderer Meinung als Georg Diez; das fing
schon unter Kohl so an, Heiner Geißler und Kurt Biedenkopf als
Beispiele. Merkel mit ihrem Konformismus hat das überlebt. Und
damit sich das nicht ändert, beißen Pofalla und Gröhe jeden weg,
der seine Meinung nicht für sich behalten kann.

Die SPD hat ihre Köpfe weitgehend verschlissen, ich glaube die
will auch nicht regieren. Denen fehlt wirklich mal ein Wehner,
der sie mit dem Knüppel zum Sieg treibt.

Ein Lichtblick bei den Grünen, der Trittin ist ein harter Hund.
Aber ach, ihm ward eine kleine Merkel an die Seite gegeben. So
wird das auch nichts.

Zuletzt Die Linke. Die könnte aus dem Vollen schöpfen. Gysi -
jede Rede ein rhetorisches Meisterwerk. Wagenknecht - Ohrfeigen
für die Bankster im Dauerabo. Kipping - braucht bestimmt nicht
das BKA, um sich Kritiker vom Leib zu halten. Allerdings
ist jeder Einzelne von denen eine intellektuelle Überforderung
fürs plattitüdengewohnte Publikum. Schlechte Chancen also.

Angela Merkel wird Kanzlerin bleiben. Jedes Volk bekommt die
Regierung, die es verdient.

Martin Ebert

unread,
May 17, 2013, 5:19:09 PM5/17/13
to
Am 17.05.2013 19:07, schrieb Uwe Schickedanz:
> Martin Ebert wrote:
>> Am 17.05.2013 18:47, schrieb kueh...@front.ru:
>>
>>> Werter Herr Ebert.
>>> Der Herr Fleischhauer ist meines Wissens bei einer Zeitung angestellt, die
>>> sogar Tageb�cher, die nie geschrieben worden sind, ver�ffentlicht hat.
>>
>> Du musstest nicht nachweisen, dass Dur keine Ahnung hast:
>> Ist bekannt.

> Naja, bei dem Niveau, welches Stern und Spiegel mittlerweile haben,
> ist eine Verwechslung der beiden ein verzeihlicher Fehler.

Nun komm. Wer mich klugschei�erisch-wichtigtuerisch mit
"Werter Herr Ebert" niedermachen will, sollte vorher gefr�hst�ckt haben.
Peinlich. Ok, ist Gunter, insoweit hast Du Recht.

Mt

Martin Ebert

unread,
May 17, 2013, 5:21:30 PM5/17/13
to
Am 17.05.2013 19:31, schrieb Dirk Moebius:
> On 5/17/13 15:30 , Martin Ebert wrote:
>> Am 17.05.2013 12:44, schrieb Lars Gebauer:

>>> Ich kann mich noch an Zeiten erinnern, wo wegen solcher und ähnlicher
>>> Dinge ganze Lebensplanungen zerstört wurden. Wo die Betreffenden
>>> anschließend noch nicht mal mehr als Straßenfeger im Öffentlichen Dienst
>>> arbeiten durften.

>> Ich finde es interessant, dass so großer Wert auf Beschäftigung im
>> öffentlichen Dienst gelegt wird: Ich höre andererseits, dass das so
>> doof sei?

> Die Anstellung ist - grad im Beamtenverhaeltnis - vergleichsweise
> krisensicher, dafuer aber nicht ueberbordend bezahlt. Soziale
> Sicherheit ist nicht alles, aber doch schoen, wenn man sie hat.

Dirk, beim Klassenfeind? Das sind doch grad die Leute, die den Staat
bekämpfen - darum wollte man sie nicht im Staatsdienst. Deren Jammerei
hat was von Paranoidität.

Mt

Uwe Schickedanz

unread,
May 17, 2013, 5:44:10 PM5/17/13
to
On Fri, 17 May 2013 21:54:15 +0200, Ronald Konschak <dl1...@darc.de>
wrote:

>Ein Lichtblick bei den Gr�nen, der Trittin ist ein harter Hund.

Du nennst einen gr�nlackierten Faschisten einen Lichtblick?

Ronald Konschak

unread,
May 18, 2013, 12:38:06 AM5/18/13
to
Uwe Schickedanz <Uwe_use...@nurfuerspam.de> schrieb:
> On Fri, 17 May 2013 21:54:15 +0200, Ronald Konschak <dl1...@darc.de>
> wrote:
>
>>Ein Lichtblick bei den Grünen, der Trittin ist ein harter Hund.
>
> Du nennst einen grünlackierten Faschisten einen Lichtblick?

Kannst Du einen Hinweis geben, worauf sich Dein Vorwurf stützt?

Dirk Moebius

unread,
May 18, 2013, 2:28:10 AM5/18/13
to
Ich kann mich nicht erinnern, das bestritten zu haben.

Erinnerlich ist mir eine Person, die beschwichtigend erklaerte, dieser
Treueschwur fuers Beamtenverhaeltnis sei der einzige Meineid in ihrem
Leben gewesen...

Dirk Moebius

unread,
May 18, 2013, 2:28:58 AM5/18/13
to
On 5/17/13 23:44 , Uwe Schickedanz wrote:
> On Fri, 17 May 2013 21:54:15 +0200, Ronald Konschak <dl1...@darc.de>
> wrote:
>
>> Ein Lichtblick bei den Gr�nen, der Trittin ist ein harter Hund.
>
> Du nennst einen gr�nlackierten Faschisten einen Lichtblick?

Autoritaer, aber nicht faschistisch.

YMMV
Dirk

--
If I steal your bicycle you have to take the bus,
but if I just copy it, there�s one for each of us.

http://questioncopyright.org/minute_memes/copying_is_not_theft

Uwe Schickedanz

unread,
May 18, 2013, 2:57:06 AM5/18/13
to
On Sat, 18 May 2013 08:28:58 +0200, Dirk Moebius
<dirk.nosp...@gmx.de> wrote:

>On 5/17/13 23:44 , Uwe Schickedanz wrote:
>> On Fri, 17 May 2013 21:54:15 +0200, Ronald Konschak <dl1...@darc.de>
>> wrote:
>>
>>> Ein Lichtblick bei den Gr�nen, der Trittin ist ein harter Hund.
>>
>> Du nennst einen gr�nlackierten Faschisten einen Lichtblick?
>
>Autoritaer, aber nicht faschistisch.

Da fehlt bei vielen Gr�nen aber nicht mehr viel. Und Trittin ist
praktisch die Essenz dessen.

>YMMV
Das tut sie, in der Tat.

Uwe Schickedanz

unread,
May 18, 2013, 3:05:35 AM5/18/13
to
On Sat, 18 May 2013 06:38:06 +0200, Ronald Konschak <dl1...@darc.de>
wrote:

>Uwe Schickedanz <Uwe_use...@nurfuerspam.de> schrieb:
>> On Fri, 17 May 2013 21:54:15 +0200, Ronald Konschak <dl1...@darc.de>
>> wrote:
>>
>>>Ein Lichtblick bei den Gr�nen, der Trittin ist ein harter Hund.
>>
>> Du nennst einen gr�nlackierten Faschisten einen Lichtblick?
>
>Kannst Du einen Hinweis geben, worauf sich Dein Vorwurf st�tzt?

Auf die geistige Haltung. Die Gr�nen finden die Demokratie doch
mittlerweile nur l�stig, mit einer �kodiktatur lie�en sich ihre Pl�ne
doch viel besser verwirklichen. Der Transformationsproze� ist in
vollem Gange, demokratische Entscheidungen werden so lange
hintertrieben, bis sie gekippt werden. Sie sind intolerant bis zum
geht-nicht-mehr.

Und das alles im Dienste der 'h�heren Idee'.

Dabei konterkarieren sie ihre Ziele durch ihre Taten, siehe Dosenpfand
oder EEG. Trittin selbst hat das 10j�hrige Moratorium f�r die
Erkundung des Salzstockes Gorleben durchgesetzt, entbl�det sich aber
nicht, damit zu argumentieren, da� es nach soviel Jahren noch immer
keine Aussage zur Eignung g�be. Dazu kommt, da� die Gr�nen mit allen
mitteln die Fertigstellung der sog. vorl. Sicherheitsanalyse
verhindern wollen, denn da k�nnten f�r sie unangenehme Wahrheiten
drinstehen.

Usw. usf.

Ronald Konschak

unread,
May 18, 2013, 3:54:55 AM5/18/13
to
Uwe Schickedanz <Uwe_use...@nurfuerspam.de> schrieb:
> On Sat, 18 May 2013 06:38:06 +0200, Ronald Konschak <dl1...@darc.de>
> wrote:
>
>>Uwe Schickedanz <Uwe_use...@nurfuerspam.de> schrieb:
>>> On Fri, 17 May 2013 21:54:15 +0200, Ronald Konschak <dl1...@darc.de>
>>> wrote:
>>>
>>>>Ein Lichtblick bei den Grünen, der Trittin ist ein harter Hund.
>>>
>>> Du nennst einen grünlackierten Faschisten einen Lichtblick?
>>
>>Kannst Du einen Hinweis geben, worauf sich Dein Vorwurf stützt?
>
> Auf die geistige Haltung. Die Grünen finden die Demokratie doch
> mittlerweile nur lästig, mit einer Ökodiktatur ließen sich ihre Pläne
> doch viel besser verwirklichen. Der Transformationsprozeß ist in
> vollem Gange, demokratische Entscheidungen werden so lange
> hintertrieben, bis sie gekippt werden. Sie sind intolerant bis zum
> geht-nicht-mehr.

Das alles ist CDU.


> Und das alles im Dienste der 'höheren Idee'.
>
> Dabei konterkarieren sie ihre Ziele durch ihre Taten, siehe Dosenpfand
> oder EEG. Trittin selbst hat das 10jährige Moratorium für die
> Erkundung des Salzstockes Gorleben durchgesetzt, entblödet sich aber
> nicht, damit zu argumentieren, daß es nach soviel Jahren noch immer
> keine Aussage zur Eignung gäbe. Dazu kommt, daß die Grünen mit allen
> mitteln die Fertigstellung der sog. vorl. Sicherheitsanalyse
> verhindern wollen, denn da könnten für sie unangenehme Wahrheiten
> drinstehen.

Zunächstmal ist das aktuelle EEG nicht mehr grün. Der Vorläufer dieses
Gesetzes ist das Stromeinspeisungsgesetz von 1991. Die Einführung des
sog. Dosenpfands war ein Automatismus aus der Verpackungsverordnung,
auch von 1991. Wer hats erfunden? Die CDU.

Nach Deiner Ansicht ist Anwendung bestehender Gesetze schon Faschismus.
Wenn Trittin vielleicht in Deinem beruflichen Umfeld als Todfeind gilt
bedeutet das nicht, daß er ein Faschist ist. Der Vorwurf des Faschismus
ist i.d.R. die Ablehnung jeglicher Diskussion. Da hätte ich jetzt die
Frage, wer intolerant ist.

Uwe Schickedanz

unread,
May 18, 2013, 4:44:10 AM5/18/13
to
On Sat, 18 May 2013 09:54:55 +0200, Ronald Konschak <dl1...@darc.de>
wrote:

>Zun�chstmal ist das aktuelle EEG nicht mehr gr�n. Der Vorl�ufer dieses
>Gesetzes ist das Stromeinspeisungsgesetz von 1991. Die Einf�hrung des
>sog. Dosenpfands war ein Automatismus aus der Verpackungsverordnung,
>auch von 1991. Wer hats erfunden? Die CDU.

"...f�hrte J�rgen Trittin (Gr�ne) - Umweltminister von 1998 bis 2005 -
das Einwegpfand zum 1. Januar 2003 ein" - von einem Automatismus lese
ich nichts, auch wenn wohl die Verpackungsordnung die Grundlage daf�r
lieferte. Sonst h�tte man das Einwegpfand ja nicht extra einf�hren
m�ssen.

>Nach Deiner Ansicht ist Anwendung bestehender Gesetze schon Faschismus.
Wenn es so grunds�tzlich wird - auch die richtigen Faschisten wendeten
bestehende Gesetze an oder erlie�en neue. Und gew�hlt waren sie auch,
doch das f�hrt zu weit und hier in die falsche Richtung.

>Wenn Trittin vielleicht in Deinem beruflichen Umfeld als Todfeind gilt

Eigentlich nicht, wieso? Todfeind ist so ein h��liches Wort.

Es gibt Leute in Deutschland, die wollen den Atomm�ll
verantwortungsvoll entsorgen. Diese Bem�hungen werden haupts�chlich
durch die Gr�nen (und hier Trittin als Speerspitze) hintertrieben. Das
neueste in dieser Reihe von Fehlleistungen und geistigem D�nnschiss
war sein Verlangen, die nicht-Enteignung von Salzrechten in das
Endlagersuchgesetz zu schreiben. Das meine ich mit undemokratisch:
nachdem eine Einigung erzielt wurde, wird diese sofort mit den
n�chsten Maximalforderungen torpediert.

�brigens haben die L�nder relativ wenig Einflu� darauf, wo die
n�chsten Castoren hinkommen, obwohl man momentan einen gegenteiligen
Eindruck vermittelt bekommt. Es ist n�mlich so, da� die
Entsorgungspflichtigen einen Antrag auf Zwischenlagerung stellen
m��ten und dazu bestehende Genehmigungen f�r Zwischenlager erweitert
bzw. neue erteilt werden m��ten. Es gibt aber ein genehmigtes
Zwischenlager in Gorleben. D.h., wenn die Politik bei den EVN nicht
ganz lieb bitte-bitte macht, steht eine Zwischenlagerung in
Brunsb�ttel oder sonstwo gar nicht zur Debatte.

>bedeutet das nicht, da� er ein Faschist ist. Der Vorwurf des Faschismus
>ist i.d.R. die Ablehnung jeglicher Diskussion.

Hast Du schonmal mit �kos "diskutiert"? Keine Ahnung, doch davon ganz
viel, sachlichen Argumenten verschlossen, wiederholen immer dieselben
ausgelutschten Thesen, schrecken vor offenen L�gen nicht zur�ck
(Stichwort Schwarzbau Gorleben, Kosten der Endlagersuche).

Das ist Ablehnung jeglicher Diskussion, nur mit anderen Mitteln
(Trillerpfeifenkonzert bspw.).
Solange man sich nicht deren Meinung anschlie�t, ist man der Feind.

> Da h�tte ich jetzt die
>Frage, wer intolerant ist.

Wenn es eine Auseinandersetzung zwischen toleranten und intoleranten
Menschen gibt, triumphieren an Ende die intoleranten. Insofern w�re
Schwarz-Gr�n das allerschlimmste, was wir im Herbst kriegen k�nnen.

G. Kühne

unread,
May 18, 2013, 4:58:38 AM5/18/13
to
Dirk Moebius gab zu Bedenken:

> On 5/17/13 18:47 , kueh...@front.ru wrote:
>> Martin Ebert gab zu Bedenken:
>>
>>> Am 17.05.2013 06:26, schrieb Peter Veith:
>>>> Am 17.05.2013 01:50, schrieb Martin Ebert:
>>>
>>>>> Peter, Du bist grad ein bisschen im Dilemma, oder? Ganz-eigentlich
>>>>> m�sstest Du die Ostbiografie der Frau Merkel verteidigen, die man
>>>>> gerade delegitimieren will ...
>>>
>>>> Wie jetzt, ich?! Ist denn schon wieder Wahlkampf?
>>>
>>> Herr Fleischhauer von SPon hat sich auch seine Gedanken gemacht. Und
>>> alle anderen unausgesprochenen Gedanken konsequent zu Ende gef�hrt:
>>> Frau Merkel muss Schl�fer des KGB sein. Hier:
>>>
>>> <http://www.spiegel.de/politik/deutschland/fleischhauer-ueber-angela-
>> merkel-a-900157.html>
>>>
>>> Mt
>> Werter Herr Ebert.
>> Der Herr Fleischhauer ist meines Wissens bei einer Zeitung angestellt,
>> die
>> sogar Tageb�cher, die nie geschrieben worden sind, ver�ffentlicht hat.
>
> Velwechserst Du jetzt Spiegel und Stern?
>
> (Nicht, dass das heutzutage nicht nahelaege... - Hitlers Hunde, Hitlers
> Taschenuhren, Hitlers Zahnaerzte, das ist ja alles Spiegel...)
>
> Dirk
Der unterschied ist minimal.
gestern ( Oder vorgestern ) im Untersender des ZDF Hitlers Geheimburg
irgendwo in Polen.
Im Prinzip hatten die nichts au�er paar Stollen aber Theorien. Jaja bis
zum Atomkraftwerk :(

Ronald Konschak

unread,
May 18, 2013, 5:46:16 AM5/18/13
to
Uwe Schickedanz <Uwe_use...@nurfuerspam.de> schrieb:
> On Sat, 18 May 2013 09:54:55 +0200, Ronald Konschak <dl1...@darc.de>
> wrote:
>
>>Zunächstmal ist das aktuelle EEG nicht mehr grün. Der Vorläufer dieses
>>Gesetzes ist das Stromeinspeisungsgesetz von 1991. Die Einführung des
>>sog. Dosenpfands war ein Automatismus aus der Verpackungsverordnung,
>>auch von 1991. Wer hats erfunden? Die CDU.
>
> "...führte Jürgen Trittin (Grüne) - Umweltminister von 1998 bis 2005 -
> das Einwegpfand zum 1. Januar 2003 ein" - von einem Automatismus lese
> ich nichts, auch wenn wohl die Verpackungsordnung die Grundlage dafür
> lieferte. Sonst hätte man das Einwegpfand ja nicht extra einführen
> müssen.

Doch. In der Verpackungsverordnung von 1991 war vorgesehen, daß ein
Einwegpfand erhoben werden soll, wenn die Industrie den Mehrweg-
anteil nicht über 72% steigern sollte (§9 VerpackV 1991). Man hat
also - ganz wirtschaftsliberal - der Getränkeindustrie die Initiative
überlassen. Diese hat geglaubt, mit Verzögern und Taktieren davonzu-
kommen. Trittin hat den Mut besessen, den Anteil nicht wie gewünscht
anzupassen, sondern klare Linie zu zeigen.

>>Nach Deiner Ansicht ist Anwendung bestehender Gesetze schon Faschismus.
> Wenn es so grundsätzlich wird - auch die richtigen Faschisten wendeten
> bestehende Gesetze an oder erließen neue. Und gewählt waren sie auch,
> doch das führt zu weit und hier in die falsche Richtung.

Nun habe ich immernoch keine Antwort, warum Trittin ein Faschist
sein soll.

>
>>Wenn Trittin vielleicht in Deinem beruflichen Umfeld als Todfeind gilt
>
> Eigentlich nicht, wieso? Todfeind ist so ein häßliches Wort.

...und Faschismus erst.

> Es gibt Leute in Deutschland, die wollen den Atommüll
> verantwortungsvoll entsorgen.

...nach Rußland, in die Taiga kippen.

> Diese Bemühungen werden hauptsächlich
> durch die Grünen (und hier Trittin als Speerspitze) hintertrieben. Das
> neueste in dieser Reihe von Fehlleistungen und geistigem Dünnschiss
> war sein Verlangen, die nicht-Enteignung von Salzrechten in das
> Endlagersuchgesetz zu schreiben. Das meine ich mit undemokratisch:
> nachdem eine Einigung erzielt wurde, wird diese sofort mit den
> nächsten Maximalforderungen torpediert.

Ein demokratisch gefaßter Beschluß ist es, wenn der Bundestag
zugestimmt hat. Soweit sind wir noch gar nicht. Das Ding mit den
Salzrechten kommt von den Salzrechteinhabern selbst. Trittin
wehrt sich gegen die Übertragung der Endlagersuche an ein neu
zu gründendes Institut, dessen Besetzung in aller Voraussicht nach
parteipolitischen Richtlinien erfolgen würde.

Wenn Du mich fragst - der ganze Ansatz ist falsch. Aber das hatten
wir ja schon mal.

Uwe Schickedanz

unread,
May 18, 2013, 6:19:35 AM5/18/13
to
On Sat, 18 May 2013 11:46:16 +0200, Ronald Konschak <dl1...@darc.de>
wrote:

>Uwe Schickedanz <Uwe_use...@nurfuerspam.de> schrieb:
>> On Sat, 18 May 2013 09:54:55 +0200, Ronald Konschak <dl1...@darc.de>
>> wrote:
>>
>>>Zun�chstmal ist das aktuelle EEG nicht mehr gr�n. Der Vorl�ufer dieses
>>>Gesetzes ist das Stromeinspeisungsgesetz von 1991. Die Einf�hrung des
>>>sog. Dosenpfands war ein Automatismus aus der Verpackungsverordnung,
>>>auch von 1991. Wer hats erfunden? Die CDU.
>>
>> "...f�hrte J�rgen Trittin (Gr�ne) - Umweltminister von 1998 bis 2005 -
>> das Einwegpfand zum 1. Januar 2003 ein" - von einem Automatismus lese
>> ich nichts, auch wenn wohl die Verpackungsordnung die Grundlage daf�r
>> lieferte. Sonst h�tte man das Einwegpfand ja nicht extra einf�hren
>> m�ssen.
>
>Doch. In der Verpackungsverordnung von 1991 war vorgesehen, da� ein
>Einwegpfand erhoben werden soll, wenn die Industrie den Mehrweg-
>anteil nicht �ber 72% steigern sollte (�9 VerpackV 1991). Man hat
>also - ganz wirtschaftsliberal - der Getr�nkeindustrie die Initiative
>�berlassen. Diese hat geglaubt, mit Verz�gern und Taktieren davonzu-
>kommen. Trittin hat den Mut besessen, den Anteil nicht wie gew�nscht
>anzupassen, sondern klare Linie zu zeigen.

Und vor allem hat er damit dem Umweltschutz einen B�rendienst
erwiesen.

>>>Nach Deiner Ansicht ist Anwendung bestehender Gesetze schon Faschismus.
>> Wenn es so grunds�tzlich wird - auch die richtigen Faschisten wendeten
>> bestehende Gesetze an oder erlie�en neue. Und gew�hlt waren sie auch,
>> doch das f�hrt zu weit und hier in die falsche Richtung.
>
>Nun habe ich immernoch keine Antwort, warum Trittin ein Faschist
>sein soll.

Na gut, dann so: ich habe Glos' Bemerkung �ber den "�kostalinisten"
Trittin weitergesponnen. Und das die Stalinisten als "rotlackierte
Faschisten" bezeichnet wurden, d�rfte doch als bekannt gelten, oder?

>>>Wenn Trittin vielleicht in Deinem beruflichen Umfeld als Todfeind gilt
>>
>> Eigentlich nicht, wieso? Todfeind ist so ein h��liches Wort.
>
>...und Faschismus erst.
>
>> Es gibt Leute in Deutschland, die wollen den Atomm�ll
>> verantwortungsvoll entsorgen.
>
>...nach Ru�land, in die Taiga kippen.

Diese Stimmen kommen seltsamerweise immer aus den Reihen der
Atomkraftgegner. Da h�rt man dann so Zeug wie das man den M�ll doch
lieber oberirdisch zwischenlagern soll, bis nachfolgende Generationen
eine bessere Verwendung einfallen m�ge, da� man ihn in die Sonne
schie�en oder eben nach Ru�land exportieren solle. _Sehr_
verantwortungvoll.

>> Diese Bem�hungen werden haupts�chlich
>> durch die Gr�nen (und hier Trittin als Speerspitze) hintertrieben. Das
>> neueste in dieser Reihe von Fehlleistungen und geistigem D�nnschiss
>> war sein Verlangen, die nicht-Enteignung von Salzrechten in das
>> Endlagersuchgesetz zu schreiben. Das meine ich mit undemokratisch:
>> nachdem eine Einigung erzielt wurde, wird diese sofort mit den
>> n�chsten Maximalforderungen torpediert.
>
>Ein demokratisch gefa�ter Beschlu� ist es, wenn der Bundestag
>zugestimmt hat. Soweit sind wir noch gar nicht. Das Ding mit den
>Salzrechten kommt von den Salzrechteinhabern selbst. Trittin
>wehrt sich gegen die �bertragung der Endlagersuche an ein neu
>zu gr�ndendes Institut, dessen Besetzung in aller Voraussicht nach
>parteipolitischen Richtlinien erfolgen w�rde.

Nun, ein Umweltminister, dessen Name mir bereits wieder entfallen ist,
wollte ein solches Institut gr�nden, da� reineweg fachlich besetzt
wird. Dies rief Widerstand der Gr�nen auf den Plan, die die Sache doch
lieber beim Bundesamt f�r Strahlenschutz angesiedelt lassen wollten.
Dummerweise gibt es eine EU-Richtlinie, nach der Aufsicht und
Betreiber nicht dieselbe Person sein d�rfen, was beim BfS aber gegeben
ist.

Also, der Witz an dem neuen Institut ist eben gerade, da� es _nicht_
nach Parteienproporz besetzt werden soll. Nur sind die Gr�nen halt -
wie immer - dagegen.

Matthias Kohrs

unread,
May 18, 2013, 6:37:42 AM5/18/13
to
Am 17.05.2013 21:54, schrieb Ronald Konschak:
> Zuletzt Die Linke. Die könnte aus dem Vollen schöpfen. Gysi -
> jede Rede ein rhetorisches Meisterwerk. Wagenknecht - Ohrfeigen
> für die Bankster im Dauerabo. Kipping - braucht bestimmt nicht
> das BKA, um sich Kritiker vom Leib zu halten.

Verbale Ohrfeigen austeilen suggeriert noch nicht die Fähigkeit ein
Problem zu lösen.

CYA! Matthias, ansonsten genauso ratlos

Matthias Kohrs

unread,
May 18, 2013, 6:42:36 AM5/18/13
to
Am 18.05.2013 10:44, schrieb Uwe Schickedanz:

> Es gibt Leute in Deutschland, die wollen den Atomm�ll
> verantwortungsvoll entsorgen.

So weit waren wir schon mal; du glaubst das ginge.

CYA! Matthias

Peter Veith

unread,
May 18, 2013, 7:01:07 AM5/18/13
to
Vor allem, wenn "das Problem" nicht innerhalb des Systems zu lösen ist.

Wenn die Probleme nun aber nicht durch Systemänderung gelöst werden
sollen, ist der "Marktradikale" immer die beste, effizienteste Wahl.
Sozialklimbim bremst den Kapitalismus nur in seinem Lauf.

Darum, wählt CDU/CSU, die sind wenigstens das Original!
Veith
--
"There’s class warfare, all right, […] but it’s my class, the rich
class, that’s making war, and we’re winning" (Warren Buffett)
http://www.DDR-Luftwaffe.de

Ronald Konschak

unread,
May 18, 2013, 7:13:22 AM5/18/13
to
Uwe Schickedanz <Uwe_use...@nurfuerspam.de> schrieb:
> On Sat, 18 May 2013 11:46:16 +0200, Ronald Konschak <dl1...@darc.de>
> wrote:
>
>>Uwe Schickedanz <Uwe_use...@nurfuerspam.de> schrieb:
>>> On Sat, 18 May 2013 09:54:55 +0200, Ronald Konschak <dl1...@darc.de>
>>> wrote:
>>>
>>
>>Doch. In der Verpackungsverordnung von 1991 war vorgesehen, daß ein
>>Einwegpfand erhoben werden soll, wenn die Industrie den Mehrweg-
>>anteil nicht über 72% steigern sollte (§9 VerpackV 1991). Man hat
>>also - ganz wirtschaftsliberal - der Getränkeindustrie die Initiative
>>überlassen. Diese hat geglaubt, mit Verzögern und Taktieren davonzu-
>>kommen. Trittin hat den Mut besessen, den Anteil nicht wie gewünscht
>>anzupassen, sondern klare Linie zu zeigen.
>
> Und vor allem hat er damit dem Umweltschutz einen Bärendienst
> erwiesen.

Das steht auf einem anderen Blatt. Aber es war nicht so, daß
das Dosenpfand eine Trittinsche Schnapsidee war.

>>>>Nach Deiner Ansicht ist Anwendung bestehender Gesetze schon Faschismus.
>>> Wenn es so grundsätzlich wird - auch die richtigen Faschisten wendeten
>>> bestehende Gesetze an oder erließen neue. Und gewählt waren sie auch,
>>> doch das führt zu weit und hier in die falsche Richtung.
>>
>>Nun habe ich immernoch keine Antwort, warum Trittin ein Faschist
>>sein soll.
>
> Na gut, dann so: ich habe Glos' Bemerkung über den "Ökostalinisten"
> Trittin weitergesponnen. Und das die Stalinisten als "rotlackierte
> Faschisten" bezeichnet wurden, dürfte doch als bekannt gelten, oder?

Oha, was für eine Herleitung. :-) Den Glos mag ich übrigens auch.
"Laßt mich gehen, ich kann das nicht", hat er gesagt. Daran erkennt
man den Fachmann. Nicht sowas karrieregeiles, was sich sonst
unfähigerweise in den Ministerien herumdrückt.

>>> Es gibt Leute in Deutschland, die wollen den Atommüll
>>> verantwortungsvoll entsorgen.
>>
>>...nach Rußland, in die Taiga kippen.
>
> Diese Stimmen kommen seltsamerweise immer aus den Reihen der
> Atomkraftgegner. Da hört man dann so Zeug wie das man den Müll doch
> lieber oberirdisch zwischenlagern soll, bis nachfolgende Generationen
> eine bessere Verwendung einfallen möge, daß man ihn in die Sonne
> schießen oder eben nach Rußland exportieren solle. _Sehr_
> verantwortungvoll.

Seltsam, ich sah Atomkraftgegner an der B6 bei Radeberg gegen den
Abtransport von Brennstäben nach Rußland protestieren.
(Herr Grafe, ich weiß, daß die benutzten Brennstäbe in Ahaus lagern.)

> Nun, ein Umweltminister, dessen Name mir bereits wieder entfallen ist,
> wollte ein solches Institut gründen, daß reineweg fachlich besetzt
> wird. Dies rief Widerstand der Grünen auf den Plan, die die Sache doch
> lieber beim Bundesamt für Strahlenschutz angesiedelt lassen wollten.
> Dummerweise gibt es eine EU-Richtlinie, nach der Aufsicht und
> Betreiber nicht dieselbe Person sein dürfen, was beim BfS aber gegeben
> ist.

Wer macht bei der EU die Richtlinien? Wer ist dort Energiekommissar?
Siehste.

> Also, der Witz an dem neuen Institut ist eben gerade, daß es _nicht_
> nach Parteienproporz besetzt werden soll. Nur sind die Grünen halt -
> wie immer - dagegen.

Wenn es nur der Parteienproporz wäre. In diesem Lande sind solche
Vereine doch eher der Tummelplatz für Lobbyisten. Nee Du, ich traue
solchen Absichten auch kein Stück. Dafür haben die Stromkonzerne
zuviel kriminelle Energie. Will heißen, unter den gegenwärtigen
Bedingungen ist keine Lösung möglich. Erst muß eine Demokratisierung
der Wirtschaft erfolgen, erst muß die Wirtschaft den Bürgern dienen,
und nicht umgekehrt. Dann können wir über solche grundsätzlichen
Dinge wie Endlagerung (oder besser: Unschädlichmachung) von Reaktor-
abfällen reden. Jede vorherige Entscheidung wird keinen Bestand vor
der Nachprüfung durch kommende Generationen haben.

Uwe Schickedanz

unread,
May 18, 2013, 7:21:32 AM5/18/13
to
On Sat, 18 May 2013 13:13:22 +0200, Ronald Konschak <dl1...@darc.de>
wrote:

>> Nun, ein Umweltminister, dessen Name mir bereits wieder entfallen ist,
>> wollte ein solches Institut gr�nden, da� reineweg fachlich besetzt
>> wird. Dies rief Widerstand der Gr�nen auf den Plan, die die Sache doch
>> lieber beim Bundesamt f�r Strahlenschutz angesiedelt lassen wollten.
>> Dummerweise gibt es eine EU-Richtlinie, nach der Aufsicht und
>> Betreiber nicht dieselbe Person sein d�rfen, was beim BfS aber gegeben
>> ist.
>
>Wer macht bei der EU die Richtlinien? Wer ist dort Energiekommissar?
>Siehste.

Diese Richtlinie ist eine der wenigen, bei der ich der EU
uneingeschr�nkt zustimme, denn auch bei bei staatlichen Institutionen
ist es nicht gut, wenn man sein eigener Kontrolleur ist.

>> Also, der Witz an dem neuen Institut ist eben gerade, da� es _nicht_
>> nach Parteienproporz besetzt werden soll. Nur sind die Gr�nen halt -
>> wie immer - dagegen.
>
>Wenn es nur der Parteienproporz w�re. In diesem Lande sind solche
>Vereine doch eher der Tummelplatz f�r Lobbyisten. Nee Du, ich traue
>solchen Absichten auch kein St�ck. Daf�r haben die Stromkonzerne
>zuviel kriminelle Energie. Will hei�en, unter den gegenw�rtigen
>Bedingungen ist keine L�sung m�glich. Erst mu� eine Demokratisierung
>der Wirtschaft erfolgen, erst mu� die Wirtschaft den B�rgern dienen,
>und nicht umgekehrt. Dann k�nnen wir �ber solche grunds�tzlichen
>Dinge wie Endlagerung (oder besser: Unsch�dlichmachung) von Reaktor-
>abf�llen reden.

Also auf den St.-Nimmerleins-Tag verschieben. Klasse.

Uwe Schickedanz

unread,
May 18, 2013, 7:22:12 AM5/18/13
to
Als Ingenieur sage ich: ja, das geht.

Ronald Konschak

unread,
May 18, 2013, 7:43:39 AM5/18/13
to
Matthias Kohrs <Matthia...@t-online.de> schrieb:
Es ging zwar um Persönlichkeiten, aber bitte, Du kannst Dich
gern von Sahra Wagenknechts Fähigkeiten und Plänen überzeugen.
Publiziert hat sie mehr als genug.

Ronald Konschak

unread,
May 18, 2013, 8:41:05 AM5/18/13
to
Uwe Schickedanz <Uwe_use...@nurfuerspam.de> schrieb:
>
> Also auf den St.-Nimmerleins-Tag verschieben. Klasse.

Wenn der Sankt-Nimmerleins-Tag innerhalb der Lagerfrist für
ein oberirdisches Zwischenlager liegt - gern. Wir sollten
einen Michael Glos ziehen: Wir können es nicht. Wir haben
nicht die Fähigkeiten, ein sicheres Endlager zu bauen, also
Finger weg davon. Du mußt das auch mal global denken: Kein
Staat, der Kernkraftwerke betreibt, macht sich Gedanken um
die Endlagerung. Die glotzen alle hierher und warten ab,
was wir machen. Somit tragen wir die Verantwortung für das
Wohlergehen der halben Welt in dem nächsten Jahrtausenden.
Wenn wir jetzt irgendwas machen, dann machen die anderen
uns das nach. Ob das dann mit der notwendigen Sachkenntnis
geschieht, wage ich zu bezweifeln. Der China-Kopie von
Gorleben würde ich jedenfalls nicht vertrauen, und die
haben bald deutlich mehr Müll als wir.

Damit solls genug sein, ich will nach Dresden fahren. War
schön mit Dir geplaudert zu haben, jetzt ist die Familie
dran.

Gerald Endres

unread,
May 18, 2013, 8:46:49 AM5/18/13
to
On Fri, 17 May 2013 23:44:10 +0200, Uwe Schickedanz
<Uwe_use...@nurfuerspam.de> wrote:

>Du nennst einen gr�nlackierten Faschisten einen Lichtblick?

Die Leute, die jeden, der ihnen nicht passt, einen Faschisten nennen,
sind Agitatoren der allerplumpesten Sorte. Au�erdem tragen sie damit
zur Verharmlosung dessen bei, was sie "Faschismus" nennen. Aber
derartige Entgleisungen waren ja bei den Kommunisten perverse
Gewohnheit.

... bei dem Spruch von den "rotlackierten ..." kann ich aus
historischer Sicht ein gewisses Verst�ndnis aufbringen, ohne die
Formulierung zu billigen.

Lars Gebauer

unread,
May 18, 2013, 8:55:26 AM5/18/13
to
* Ronald Konschak:
> Uwe Schickedanz <Uwe_use...@nurfuerspam.de> schrieb:
>> Also auf den St.-Nimmerleins-Tag verschieben. Klasse.
>
> Wenn der Sankt-Nimmerleins-Tag innerhalb der Lagerfrist für
> ein oberirdisches Zwischenlager liegt - gern. Wir sollten
> einen Michael Glos ziehen: Wir können es nicht. Wir haben
> nicht die Fähigkeiten, ein sicheres Endlager zu bauen, also
> Finger weg davon.

Mal völlig abgesehen davon, daß ich das nicht glaube[0], was willst Du
denn mit strahlenden Abfällen anstellen? - Es geht ja nicht nur um
KKW-Abfälle.

[0] Es ist IMHO ein rein ingenieurtechnisches Problem. Und auch wenn man
jetzt noch nicht jede Frage bis ins Detail beantworten kann, so wird man
die Antwort bei der Lösung des Problems finden. Es sei denn, man beginnt
gar nicht erst nach den Antworten zu suchen.

Uwe Schickedanz

unread,
May 18, 2013, 10:59:56 AM5/18/13
to
On Sat, 18 May 2013 14:41:05 +0200, Ronald Konschak <dl1...@darc.de>
wrote:

>Uwe Schickedanz <Uwe_use...@nurfuerspam.de> schrieb:
>>
>> Also auf den St.-Nimmerleins-Tag verschieben. Klasse.
>
>Wenn der Sankt-Nimmerleins-Tag innerhalb der Lagerfrist f�r
>ein oberirdisches Zwischenlager liegt - gern. Wir sollten
>einen Michael Glos ziehen: Wir k�nnen es nicht. Wir haben
>nicht die F�higkeiten, ein sicheres Endlager zu bauen, also
>Finger weg davon.

1 Es gibt Atomm�ll
2 Atomm�ll k�nnte ein Problem sein
3 deshalb sollte man ihn sicher verschlie�en
4 das sollen die bezahlen, die ihn verursacht haben
5 man kann die nicht einfach machen lassen
6 deshalb mu� es der Staat machen
7 irgendwo mu� der M�ll hin
8 bei uns nicht!
9 am besten, man h�tte gar nicht erst Atomkraftwerke gebaut
10 siehe 1

Bis 7) waren wir Mitte/Ende der 60er. Seitdem pendelt die Debatte
zwischen 8 und 9, mit steigender Frequenz.

Ein Umweltminister Gabriel hat die Million Jahre eingef�hrt, weil ihm
die bis dahin genannten 100000 Jahre nicht auzureichen schienen - und
auf Druck der Gr�nen. Seitdem wird von dieser Seite damit
argumentiert, da� Menschen einen so langen Zeitraum unm�glich
beherrschen k�nnten. (Was �brigens eine Nullaussage ist, denn wir
k�nnen nicht einmal Dekaden vorhersagen, daher ist f�r dieses Argument
der Zeitraum ohne Belang.)

Ein Umweltminister Gabriel hat auch das Forschungsbergwerk AsseII
unter Atomrecht gestellt, publikumswirksam. Auf Druck der Gr�nen wird
die durch dieses Atomrecht gegebene h�here �ffentlichkeitsbeteiligung
durch die Lex Asse ausgehebelt.

>Du mu�t das auch mal global denken: Kein
>Staat, der Kernkraftwerke betreibt, macht sich Gedanken um
>die Endlagerung. Die glotzen alle hierher und warten ab,
>was wir machen.

Das ist Unsinn. Die Schweizer forschen und f�hren einen �ffentlichen
Dialog, Finnland baut, Schweden hat die Forschungen abgeschlossen und
betreibt das Genehmigungsverfahren.

Uwe Schickedanz

unread,
May 18, 2013, 11:32:16 AM5/18/13
to
On Sat, 18 May 2013 14:46:49 +0200, Gerald Endres <g.en...@gmx.de>
wrote:

>On Fri, 17 May 2013 23:44:10 +0200, Uwe Schickedanz
><Uwe_use...@nurfuerspam.de> wrote:
>
>>Du nennst einen gr�nlackierten Faschisten einen Lichtblick?
>
>Die Leute, die jeden, der ihnen nicht passt, einen Faschisten nennen,
>sind Agitatoren der allerplumpesten Sorte.

Da stimme ich Dir zu.

Falls Du mich bei 'diesen Leuten' mit einschlie�t, so mu� ich Dich
entt�uschen. Ich nenne nicht jeden so.

Antonia H.

unread,
May 18, 2013, 11:45:28 AM5/18/13
to
Am 17.05.2013 21:54, schrieb Ronald Konschak:

>
> Zuletzt Die Linke. Die könnte aus dem Vollen schöpfen. Gysi -
> jede Rede ein rhetorisches Meisterwerk.
Aber ohne jeglichen Inhalt..

Wagenknecht - Ohrfeigen
> für die Bankster im Dauerabo.
Total platt..., dumm und dreist


Kipping - braucht bestimmt nicht
> das BKA, um sich Kritiker vom Leib zu halten.
Dümmlicher und naiver geht es nicht..

> ist jeder Einzelne von denen eine intellektuelle Überforderung
> fürs plattitüdengewohnte Publikum.
Du meinst jetzt sicher die *Linken Wähler*.

>

> Ronald.
A.


Martin Ebert

unread,
May 18, 2013, 12:26:22 PM5/18/13
to
Am 18.05.2013 12:19, schrieb Uwe Schickedanz:
> On Sat, 18 May 2013 11:46:16 +0200, Ronald Konschak <dl1...@darc.de>
> wrote:
>> Doch. In der Verpackungsverordnung von 1991 war vorgesehen, da� ein
>> Einwegpfand erhoben werden soll, wenn die Industrie den Mehrweg-
>> anteil nicht �ber 72% steigern sollte (�9 VerpackV 1991). Man hat
>> also - ganz wirtschaftsliberal - der Getr�nkeindustrie die Initiative
>> �berlassen. Diese hat geglaubt, mit Verz�gern und Taktieren davonzu-
>> kommen. Trittin hat den Mut besessen, den Anteil nicht wie gew�nscht
>> anzupassen, sondern klare Linie zu zeigen.

> Und vor allem hat er damit dem Umweltschutz einen B�rendienst
> erwiesen.

Behauptung ohne Beweis. - Warum dieses?

Mt

Martin Ebert

unread,
May 18, 2013, 12:30:48 PM5/18/13
to
Am 18.05.2013 14:55, schrieb Lars Gebauer:
> * Ronald Konschak:
> Mal völlig abgesehen davon, daß ich das nicht glaube[0], was willst Du
> denn mit strahlenden Abfällen anstellen? - Es geht ja nicht nur um
> KKW-Abfälle.

> [0] Es ist IMHO ein rein ingenieurtechnisches Problem. Und auch wenn man
> jetzt noch nicht jede Frage bis ins Detail beantworten kann, so wird man
> die Antwort bei der Lösung des Problems finden. Es sei denn, man beginnt
> gar nicht erst nach den Antworten zu suchen.

Nein, es ist gerade kein rein ingenieurtechnisches Problem. Es ist ein
politisches Problem: Irgendwo im Web kreist eine Grundsatzstudie, die
sämtliche möglichen Gesteinsarten untersucht, also Salz, Granit usw.
Nun hat jedes Nachteile, es gibt keinen Ort, der das Optimum darstellt.

Die Entscheidung, welchen Nachteil man nimmt, ist keine ingenieur-
technische. Sondern eine politische.

Mt

Martin Ebert

unread,
May 18, 2013, 12:32:49 PM5/18/13
to
Am 18.05.2013 13:22, schrieb Uwe Schickedanz:
> On Sat, 18 May 2013 12:42:36 +0200, Matthias Kohrs
> <Matthia...@t-online.de> wrote:
>> Am 18.05.2013 10:44, schrieb Uwe Schickedanz:
>>> Es gibt Leute in Deutschland, die wollen den Atomm�ll
>>> verantwortungsvoll entsorgen.
>> So weit waren wir schon mal; du glaubst das ginge.

> Als Ingenieur sage ich: ja, das geht.

Und ich als Ingenieur sage: Das geht nicht.
Was m�glich w�re: Ein Langzeitlager, welches Eigenschaften eines
Zwischenlagers im ingenieurtechnischen Sinne hat - also die
M�glichkeit, den Krempel notfalls wieder rauszuholen.

Mt

Martin Ebert

unread,
May 18, 2013, 12:34:24 PM5/18/13
to
Am 18.05.2013 08:57, schrieb Uwe Schickedanz:
> On Sat, 18 May 2013 08:28:58 +0200, Dirk Moebius
>> Autoritaer, aber nicht faschistisch.

> Da fehlt bei vielen Gr�nen aber nicht mehr viel. Und Trittin ist
> praktisch die Essenz dessen.

Sicher ist er ein (genialer) Zyniker. Ein Eiferer scheint er mir
nicht zu sein, beides vertr�gt sich nicht.

Mt

Martin Ebert

unread,
May 18, 2013, 12:37:25 PM5/18/13
to
Am 18.05.2013 13:01, schrieb Peter Veith:
> Am 18.05.2013 12:37, schrieb Matthias Kohrs:
>> Verbale Ohrfeigen austeilen suggeriert noch nicht die Fähigkeit ein
>> Problem zu lösen.

> Vor allem, wenn "das Problem" nicht innerhalb des Systems zu lösen ist.

Jaja. Systemwechsel in die linke Richtung.

Peter?
Ist Dir aufgefallen, dass genau diese Richtung exakt gar nichts lösen
konnte - und aus diesem Grund auf dem Müllhaufen der Geschichte landete?
Sie hatten ihre Chance.

Mt

Peter Veith

unread,
May 18, 2013, 1:13:22 PM5/18/13
to
Am 18.05.2013 18:37, schrieb Martin Ebert:

> Sie hatten ihre Chance.

Du meinst jetzt die früh-bürgerlichen Revolutionäre (1523-26), an deren
Niederschlagung auch ein mitteldeutscher Reformator gehörig Anteil hatte?

Oder reden wir vom English Civil War (1642-49) und dem Ersten
Lordprotektor nebst den Ironsides der NMA? Die haben immer noch eine
Monarchie ... von der bürgerliche Revolution und den
Reichsverfassungskämpfen 1948/49 in Deutschland und deren Niederlage
reden wir nicht, oder?!

Wir reden von der Großen Sozialistischen Oktoberrevolution, den Folgen
des 2. Weltkrieges, also dem ersten Versuch 1917 - 1987.

Wann war der Kapitalismus nach zahlreichen Anläufen (obiges war nur eine
Auswahl) endlich politisch erfolgreich? So richtig erst (und in
Deutschland sowieso) nach dem ersten Weltkrieg 1918 ... wird, besser
gesagt: muß noch.

Peter Huyoff

unread,
May 18, 2013, 1:34:18 PM5/18/13
to
Martin Ebert wrote:

> Am 18.05.2013 13:22, schrieb Uwe Schickedanz:
>> On Sat, 18 May 2013 12:42:36 +0200, Matthias Kohrs
>> <Matthia...@t-online.de> wrote:
>>> Am 18.05.2013 10:44, schrieb Uwe Schickedanz:
>>>> Es gibt Leute in Deutschland, die wollen den Atommüll
>>>> verantwortungsvoll entsorgen.
>>> So weit waren wir schon mal; du glaubst das ginge.
>
>> Als Ingenieur sage ich: ja, das geht.
>
> Und ich als Ingenieur sage: Das geht nicht.
> Was möglich wäre: Ein Langzeitlager, welches Eigenschaften eines
> Zwischenlagers im ingenieurtechnischen Sinne hat - also die
> Möglichkeit, den Krempel notfalls wieder rauszuholen.
>
Genau das wäre auch das einzig sinnvolle (IMHO). Ein Teil des "Krempels" ist
eigentlich eher "Wertstoff", nur eben zum Teil sehr gefährlicher.

Außerdem: Wenn irgendwas unvorhergesehenes nach einer halben Ewigkeit mit
dem Lager geschähe, wäre es gut, sichere und vorher erprobte Verfahren zu
haben, das Inventar anderswo zwischenlagern zu können.

Peter

Peter Veith

unread,
May 18, 2013, 2:30:58 PM5/18/13
to
Am 18.05.2013 19:34, schrieb Peter Huyoff:

[Endlagerung]
> Martin Ebert wrote:
> Genau das wäre auch das einzig sinnvolle (IMHO). Ein Teil des "Krempels" ist
> eigentlich eher "Wertstoff", nur eben zum Teil sehr gefährlicher.

Für Uranmunition bspw.

Veith
--
Geschichte(n), Strukturen & Bilder der LSK/LV
http://www.DDR-Luftwaffe.de

Lars Gebauer

unread,
May 18, 2013, 2:40:15 PM5/18/13
to
* Peter Veith:
> Am 18.05.2013 19:34, schrieb Peter Huyoff:
>> Genau das wäre auch das einzig sinnvolle (IMHO). Ein Teil des "Krempels" ist
>> eigentlich eher "Wertstoff", nur eben zum Teil sehr gefährlicher.
>
> Für Uranmunition bspw.

... welche allerdings vergleichsweise ungefährlich ist.

Lars Gebauer

unread,
May 18, 2013, 2:52:54 PM5/18/13
to
* Martin Ebert:
> Am 18.05.2013 14:55, schrieb Lars Gebauer:
>> * Ronald Konschak:
>> Mal völlig abgesehen davon, daß ich das nicht glaube[0], was willst Du
>> denn mit strahlenden Abfällen anstellen? - Es geht ja nicht nur um
>> KKW-Abfälle.
>
>> [0] Es ist IMHO ein rein ingenieurtechnisches Problem. Und auch wenn man
>> jetzt noch nicht jede Frage bis ins Detail beantworten kann, so wird man
>> die Antwort bei der Lösung des Problems finden. Es sei denn, man beginnt
>> gar nicht erst nach den Antworten zu suchen.
>
> Nein, es ist gerade kein rein ingenieurtechnisches Problem. Es ist ein
> politisches Problem:

Es wird zu einem politischen Problem *gemacht*. Weil es sich sehr gut
zur Manipulation von Mensvhen eignet.

> Irgendwo im Web kreist eine Grundsatzstudie, die
> sämtliche möglichen Gesteinsarten untersucht, also Salz, Granit usw.
> Nun hat jedes Nachteile, es gibt keinen Ort, der das Optimum darstellt.

Welch' bemerkenswerte Erkenntnis! Um zu dieser zu gelangen haben die
echt eine Studie gebraucht? - Zeigt deutlich, wessen Geistes Kinder das
sind.

Nur mal so zur Info: Wir wenden tagtäglich einen ganzen Sack voller
Technologien ganz selbstverständlich an, die keineswegs ein Optimum
sind. Die, ganz im Gegenteil, auch eher fragwürdig sind.

Na gut, manche Leute brauchen halt auch eine Studie um herauszufinden,
daß es nachts dunkel wird.

> Die Entscheidung, welchen Nachteil man nimmt, ist keine ingenieur-
> technische. Sondern eine politische.

Nein. Es wird zu einem solchen gemacht.

Peter Veith

unread,
May 18, 2013, 3:53:35 PM5/18/13
to
Am 18.05.2013 20:40, schrieb Lars Gebauer:

> * Peter Veith:
>> Am 18.05.2013 19:34, schrieb Peter Huyoff:
>>> Genau das wäre auch das einzig sinnvolle (IMHO). Ein Teil des "Krempels" ist
>>> eigentlich eher "Wertstoff", nur eben zum Teil sehr gefährlicher.
>>
>> Für Uranmunition bspw.
>
> .... welche allerdings vergleichsweise ungefährlich ist.

Für wen?

G. Kühne

unread,
May 18, 2013, 4:34:54 PM5/18/13
to
Lars Gebauer gab zu Bedenken:
Das kann man als Techniker so unterschreiben.
Vor allem, das man die Möglichkeit zur Minimierung, überhaupt nicht
einbezieht.


MfG


--
Kleinmut und Stolz, aus diesem Holz,
schuf der Mensch sich am sechsten Tag Gott.

G. Kühne

unread,
May 18, 2013, 4:37:56 PM5/18/13
to
Peter Veith gab zu Bedenken:

> Am 18.05.2013 20:40, schrieb Lars Gebauer:
>
>> * Peter Veith:
>>> Am 18.05.2013 19:34, schrieb Peter Huyoff:
>>>> Genau das wäre auch das einzig sinnvolle (IMHO). Ein Teil des
>>>> "Krempels" ist eigentlich eher "Wertstoff", nur eben zum Teil sehr
>>>> gefährlicher.
>>>
>>> Für Uranmunition bspw.
>>
>> .... welche allerdings vergleichsweise ungefährlich ist.
>
> Für wen?
>
> Veith
Naja für den der nicht getroffen wird .
Wobei das am Problem vorbei geht.
Nur für Die, die in der Schule geschlafen haben:
http://de.wikipedia.org/wiki/Brutreaktor

Martin Ebert

unread,
May 18, 2013, 5:25:34 PM5/18/13
to
Am 18.05.2013 20:52, schrieb Lars Gebauer:
> * Martin Ebert:
>> Irgendwo im Web kreist eine Grundsatzstudie, die
>> sämtliche möglichen Gesteinsarten untersucht, also Salz, Granit usw.
>> Nun hat jedes Nachteile, es gibt keinen Ort, der das Optimum darstellt.

> Welch' bemerkenswerte Erkenntnis! Um zu dieser zu gelangen haben die
> echt eine Studie gebraucht? - Zeigt deutlich, wessen Geistes Kinder das
> sind.
>
> Nur mal so zur Info: Wir wenden tagtäglich einen ganzen Sack voller
> Technologien ganz selbstverständlich an, die keineswegs ein Optimum
> sind. Die, ganz im Gegenteil, auch eher fragwürdig sind.

Wir reden momentan nicht über den Betrieb einer Kaffeemaschine oder
das Fahren eines PKW.

>> Die Entscheidung, welchen Nachteil man nimmt, ist keine ingenieur-
>> technische. Sondern eine politische.

> Nein. Es wird zu einem solchen gemacht.

Nein, es ist eine politische, gesellschaftspolitische solche:
Welcher Nachteil wäre uns am Liebsten?

Da können Ingenieure beraten - mehr nicht.

Mt

Uwe Schickedanz

unread,
May 18, 2013, 6:52:13 PM5/18/13
to
On Sat, 18 May 2013 18:32:49 +0200, Martin Ebert <mx...@gmx.net>
wrote:
Das ist Unsinn. �berleg doch einfach mal, was in den letzten tausend
Jahren so alles vorgefallen ist und welche Auswirkungen �hnliche
Ereignisse in den n�chsten 500 Jahren auf ein solches Zwischenlager
haben k�nnten.

Schlauere Menschen als Du und ich haben sich den Kopf dar�ber
zerbrochen und festgestellt, da� die nichtr�ckholbare Tiefenlagerung
die beste L�sung darstellt - dar�ber gab es bereits einmal Konsens.
http://www.bmwi.de/BMWi/Redaktion/PDF/B/bgr-studie-kurzfassung,property=pdf,bereich=bmwi,sprache=de,rwb=true.pdf

Im �brigen gibt es ein paper, da� in sehr �bersichtlicher Form die
verschiedenen Szenarien (Endlager ohne/mit R�ckholung, dauerhaftes
Zwischenlager, etc. pp.) auflistet und bewertet. Wurde von einem
unabh�ngigen Institut f�r die Schweiz verfasst, nur leider finde ich
es gerade nicht wieder.

Martin Ebert

unread,
May 18, 2013, 6:57:41 PM5/18/13
to
Am 19.05.2013 00:52, schrieb Uwe Schickedanz:
> Martin Ebert wrote:
>> Und ich als Ingenieur sage: Das geht nicht.
>> Was m�glich w�re: Ein Langzeitlager, welches Eigenschaften eines
>> Zwischenlagers im ingenieurtechnischen Sinne hat - also die
>> M�glichkeit, den Krempel notfalls wieder rauszuholen.

> Das ist Unsinn. �berleg doch einfach mal, was in den letzten tausend
> Jahren so alles vorgefallen ist und welche Auswirkungen �hnliche
> Ereignisse in den n�chsten 500 Jahren auf ein solches Zwischenlager
> haben k�nnten.

Aus genau dem Grund ist's kein Unsinn - �berleg' *Du* doch mal.

> Im �brigen gibt es ein paper, da� in sehr �bersichtlicher Form die
> verschiedenen Szenarien (Endlager ohne/mit R�ckholung, dauerhaftes
> Zwischenlager, etc. pp.) auflistet und bewertet. Wurde von einem
> unabh�ngigen Institut f�r die Schweiz verfasst, nur leider finde ich
> es gerade nicht wieder.

Das k�nnte genau die sein, auf die auch ich reflektiere.
Soweit da die unterschiedlichen Lager-Basen mit betrachtet werden.
(Und nicht finde.)

Mt

Boris Gerlach

unread,
May 19, 2013, 12:54:54 AM5/19/13
to
Wir koennten doch ein Land (moechlichst weit weg von unserer Haustuere)
militaerisch erobern, die dort ansaessige Bevoelkerung ausrotten und
dann dort unseren Atommuell endlagern. Ist das nicht eine klasse Idee?
Wozu ham wir denn dieses ganze Scheiss Militaer hier. Die gammeln nur in
der Etappe rum.

Schoenen friedlichen Pfingstsonntag noch
BGE


Boris Gerlach

unread,
May 19, 2013, 12:56:30 AM5/19/13
to
Das war doch nur ein Test. das naechste mal sind wir [tm] viel besser.

BGE

Lars Gebauer

unread,
May 19, 2013, 5:06:16 AM5/19/13
to
* Martin Ebert:
> Am 18.05.2013 20:52, schrieb Lars Gebauer:
>> * Martin Ebert:
>>> Irgendwo im Web kreist eine Grundsatzstudie, die
>>> sämtliche möglichen Gesteinsarten untersucht, also Salz, Granit usw.
>>> Nun hat jedes Nachteile, es gibt keinen Ort, der das Optimum darstellt.
>
>> Welch' bemerkenswerte Erkenntnis! Um zu dieser zu gelangen haben die
>> echt eine Studie gebraucht? - Zeigt deutlich, wessen Geistes Kinder das
>> sind.
>>
>> Nur mal so zur Info: Wir wenden tagtäglich einen ganzen Sack voller
>> Technologien ganz selbstverständlich an, die keineswegs ein Optimum
>> sind. Die, ganz im Gegenteil, auch eher fragwürdig sind.
>
> Wir reden momentan nicht über den Betrieb einer Kaffeemaschine oder
> das Fahren eines PKW.

Stimmt. Wir reden von etwas ganz schlimm doll extraorbitant galaktisch
Gefährlichem, ach was rede ich, Tödlichem. Richtig?

>>> Die Entscheidung, welchen Nachteil man nimmt, ist keine ingenieur-
>>> technische. Sondern eine politische.
>
>> Nein. Es wird zu einem solchen gemacht.
>
> Nein, es ist eine politische, gesellschaftspolitische solche:
> Welcher Nachteil wäre uns am Liebsten?

Der, der im Verhältnis zum erreichbaren Ziel als der verkraftbarere
erscheint. Sind es Fragen diesen Kalibers, die Du mit "politisch"
meinst? - Dann sollten wir den Beteiligten einfach ein Eis kaufen, damit
sie dann hoffentlich mit ihrem Gequengel aufhören.

> Da können Ingenieure beraten - mehr nicht.

Soso. Und Du willst wirklich, daß über daß über dermaßen gefährliche
Dinge völlig ohne Fachkenntnisse, alleine auf der Basis irrationaler
Ängste, entschieden wird? - Kann nicht Dein Ernst sein.

Torsten Mueller

unread,
May 19, 2013, 5:14:56 AM5/19/13
to
Lars Gebauer <lgeb...@arcor.de> schrieb:

> > Wenn der Sankt-Nimmerleins-Tag innerhalb der Lagerfrist für ein
> > oberirdisches Zwischenlager liegt - gern. Wir sollten einen Michael
> > Glos ziehen: Wir können es nicht. Wir haben nicht die Fähigkeiten,
> > ein sicheres Endlager zu bauen, also Finger weg davon.
>
> Mal völlig abgesehen davon, daß ich das nicht glaube[0], was willst Du
> denn mit strahlenden Abfällen anstellen? - Es geht ja nicht nur um
> KKW-Abfälle.

Ich erhöhe um 1: es ist in ganz Europa nicht möglich (!), abgesehen von
technischen vor allem aus politischen Gründen. Keine Bevölkerung wird
sich bereiterklären, den von ihr verursachten Dreck irgendwo näher als
100km endlagern zu wollen. Es gibt eigentlich überhaupt keine
Alternative zum Export. Jede weitere Suche in Europa ist eine
verantwortungslose Verschwendung von Steuergeldern.

T.M.

Torsten Mueller

unread,
May 19, 2013, 5:39:17 AM5/19/13
to
Uwe Schickedanz <Uwe_use...@nurfuerspam.de> schrieb:

> Die Schweizer forschen und führen einen öffentlichen Dialog,

Es wird auch in der Schweiz kein Endlager geben, nie, ich halte das für
völlig ausgeschlossen! Es ist alles Alibi. Keine Regierung wird ihre
jehrzehntelange Konzeptlosigkeit zugeben, drum versteckt man sich hinter
Gutachten, die dann zeigen werden, daß technische Risiken bleiben. Hier
kommt's ja am Ende sowieso vor's Volk. Die Schweiz wird, das liegt auf
der Hand, Milliarden dafür ausgeben, den Scheiß im Ausland loszuwerden,
wahrscheinlich Rußland, wo es ja großteils auch herkommt.

T.M.

Paul Panter

unread,
May 19, 2013, 5:39:59 AM5/19/13
to
Am 19.05.2013 00:52, schrieb Uwe Schickedanz:
> On Sat, 18 May 2013 18:32:49 +0200, Martin Ebert <mx...@gmx.net>
> wrote:
>
>> Am 18.05.2013 13:22, schrieb Uwe Schickedanz:
>>> On Sat, 18 May 2013 12:42:36 +0200, Matthias Kohrs
>>> <Matthia...@t-online.de> wrote:
>>>> Am 18.05.2013 10:44, schrieb Uwe Schickedanz:
>>>>> Es gibt Leute in Deutschland, die wollen den Atommüll
>>>>> verantwortungsvoll entsorgen.
>>>> So weit waren wir schon mal; du glaubst das ginge.
>>
>>> Als Ingenieur sage ich: ja, das geht.
>>
>> Und ich als Ingenieur sage: Das geht nicht.
>> Was möglich wäre: Ein Langzeitlager, welches Eigenschaften eines
>> Zwischenlagers im ingenieurtechnischen Sinne hat - also die
>> Möglichkeit, den Krempel notfalls wieder rauszuholen.
>
> Das ist Unsinn. Überleg doch einfach mal, was in den letzten tausend
> Jahren so alles vorgefallen ist und welche Auswirkungen ähnliche
> Ereignisse in den nächsten 500 Jahren auf ein solches Zwischenlager
> haben könnten.
>
> Schlauere Menschen als Du und ich haben sich den Kopf darüber
> zerbrochen und festgestellt, daß die nichtrückholbare Tiefenlagerung
> die beste Lösung darstellt - darüber gab es bereits einmal Konsens.
> http://www.bmwi.de/BMWi/Redaktion/PDF/B/bgr-studie-kurzfassung,property=pdf,bereich=bmwi,sprache=de,rwb=true.pdf
>
> Im übrigen gibt es ein paper, daß in sehr übersichtlicher Form die
> verschiedenen Szenarien (Endlager ohne/mit Rückholung, dauerhaftes
> Zwischenlager, etc. pp.) auflistet und bewertet. Wurde von einem
> unabhängigen Institut für die Schweiz verfasst, nur leider finde ich
> es gerade nicht wieder.
>
>
> Gruß Uwe
>
Die ganze Diskussion ist doch total schwachsinnig, und wird natürlich
rein politisch geführt, Fachkenntnisse schaden da nur. Sehr viel
gefährlichere Abfälle werden seit Langem völlig problemlos in einem
Salzbergwerk eingelagert, und zwar rückholbar. Wo? In Hessen, genauer in
Herfa-Neurode, bei K&S.
http://de.wikipedia.org/wiki/Untertagedeponie_Herfa-Neurode
http://www.n24.de/n24/Nachrichten/Wirtschaft/d/1184334/der-giftigste-ort-der-welt-ist-in-nordhessen.html
um nur mal 2 Links zu setzen.
Und bitte nicht vergessen, chemische Gifte haben keine Halbwertszeit,
die bleiben genau so giftig wie sie heute sind, bis zum Ende des
Universums, was sind dagegen die paar hunderttausend Jahre, oder auch
Millionen Jahre beim "Atommüll"?

Paule

--
Glauben: http://www.pastafari.eu/index.php?kategorie=1&sub=glaub
Monsterunser: http://www.pastafari.eu/index.php?kategorie=1&sub=munser
"8 Bitten": http://www.pastafari.eu/index.php?kategorie=1&sub=liebsten
SEIN Volk: http://www.pastafari.eu/index.php?kategorie=1&sub=piraten

G. Kühne

unread,
May 19, 2013, 5:52:43 AM5/19/13
to
Lars Gebauer gab zu Bedenken:

> * Martin Ebert:
>> Am 18.05.2013 14:55, schrieb Lars Gebauer:
>>> * Ronald Konschak:
>>> Mal völlig abgesehen davon, daß ich das nicht glaube[0], was willst Du
>>> denn mit strahlenden Abfällen anstellen? - Es geht ja nicht nur um
>>> KKW-Abfälle.
>>
>>> [0] Es ist IMHO ein rein ingenieurtechnisches Problem. Und auch wenn man
>>> jetzt noch nicht jede Frage bis ins Detail beantworten kann, so wird man
>>> die Antwort bei der Lösung des Problems finden. Es sei denn, man beginnt
>>> gar nicht erst nach den Antworten zu suchen.
>>
>> Nein, es ist gerade kein rein ingenieurtechnisches Problem. Es ist ein
>> politisches Problem:
>
> Es wird zu einem politischen Problem *gemacht*. Weil es sich sehr gut
> zur Manipulation von Mensvhen eignet.

Richtig

>> Irgendwo im Web kreist eine Grundsatzstudie, die
>> sämtliche möglichen Gesteinsarten untersucht, also Salz, Granit usw.
>> Nun hat jedes Nachteile, es gibt keinen Ort, der das Optimum darstellt.
>
> Welch' bemerkenswerte Erkenntnis! Um zu dieser zu gelangen haben die
> echt eine Studie gebraucht? - Zeigt deutlich, wessen Geistes Kinder das
> sind.
>
> Nur mal so zur Info: Wir wenden tagtäglich einen ganzen Sack voller
> Technologien ganz selbstverständlich an, die keineswegs ein Optimum
> sind. Die, ganz im Gegenteil, auch eher fragwürdig sind.
>
> Na gut, manche Leute brauchen halt auch eine Studie um herauszufinden,
> daß es nachts dunkel wird.

>> Die Entscheidung, welchen Nachteil man nimmt, ist keine ingenieur-
>> technische. Sondern eine politische.

> Nein. Es wird zu einem solchen gemacht.

Die Ingenieurstechnische Lösung könnte auch darin bestehen das Zeug zu
verbrauchen.
Aber das will man ja nicht. und ist somit Politisch.

Was nicht mehr da ist muss ich nicht mehr ewig einlagern.

Naja hier in DE wird man noch paar Jahre die Sau durchs Dorf treiben,
und auf Grund des Bildungsstandes hier wird das auch funktionieren.
( Grade gelesen, 70% der Bundesdeutschen Bevölkerung glaubt an Geister oder
ähnlichen.)
Aus solchen Ländern kann keine vernünftige Technische Lösung mehr herkommen.
Aber andere haben auch schlaue Leute. :)
Manche sind dem Ziel gerade wieder einen Schritt entgegen gegangen.

Grundsätzlich bin ich ja nicht gegen Kernkraft , aber nach der neusten
Rechtlichen Lage habe ich selbst beim betrieb von normalen Dampfkesseln
gemischte Gefühle.
Wir haben ja, im Januar, die gründlich deutsche Gesetzgebung in der
Richtung begraben.
Jetzt darf ja jeder Betreiber selbst Einschätzen, wie gefährlich seine
Anlage ist.
( auch bei Kernanlagen :( TRD ist außer kraft.)
Unsere Kanzlerin bezeichnet das als sicherheitstechnischen Fortschritt. :)
( Wurde ja auch Zeit das man die Luschen vom TÜV in die Ecke stellt.)
Wer Ironie findet darf sie behalten.
MfG
und schöne Feiertage:)
Gunter

Uwe Schickedanz

unread,
May 19, 2013, 6:23:31 AM5/19/13
to
On Sun, 19 May 2013 11:39:17 +0200, Torsten Mueller
<irrli...@gmx.ch> wrote:

>Uwe Schickedanz <Uwe_use...@nurfuerspam.de> schrieb:
>
>> Die Schweizer forschen und f�hren einen �ffentlichen Dialog,
>
>Es wird auch in der Schweiz kein Endlager geben, nie, ich halte das f�r
>v�llig ausgeschlossen! Es ist alles Alibi. Keine Regierung wird ihre
>jehrzehntelange Konzeptlosigkeit zugeben, drum versteckt man sich hinter
>Gutachten, die dann zeigen werden, da� technische Risiken bleiben. Hier
>kommt's ja am Ende sowieso vor's Volk. Die Schweiz wird, das liegt auf
>der Hand, Milliarden daf�r ausgeben, den Schei� im Ausland loszuwerden,
>wahrscheinlich Ru�land, wo es ja gro�teils auch herkommt.

Wir werden sehen.

René

unread,
May 19, 2013, 8:09:23 AM5/19/13
to
On 2013-05-18 06:57:06 +0000, Uwe Schickedanz said:

> On Sat, 18 May 2013 08:28:58 +0200, Dirk Moebius
> <dirk.nosp...@gmx.de> wrote:
>
>> On 5/17/13 23:44 , Uwe Schickedanz wrote:
>>> On Fri, 17 May 2013 21:54:15 +0200, Ronald Konschak <dl1...@darc.de>
>>> wrote:
>>>
>>>> Ein Lichtblick bei den Gr�nen, der Trittin ist ein harter Hund.
>>>
>>> Du nennst einen gr�nlackierten Faschisten einen Lichtblick?
>>
>> Autoritaer, aber nicht faschistisch.
>
> Da fehlt bei vielen Gr�nen aber nicht mehr viel.

Als die Gr�nen neu waren, t�nte der Spiegel mit sorgenplissierter
Stirn, da� es sich bei jenen nur um verkappte Nazis handeln k�nne, denn
Natur sch�tzen, den deutschen Wald bewahren, pro Familie und gegen
totalen Kapitalismus? K�nnen nur Nazis sein.

http://de.wikipedia.org/wiki/Gr%C3%BCne_Aktion_Zukunft

Bernd Ullrich

unread,
May 19, 2013, 8:46:23 AM5/19/13
to

"Lars Gebauer" <lgeb...@arcor.de> schrieb im Newsbeitrag
news:5197cb07$0$6640$9b4e...@newsspool2.arcor-online.net...
Weder für die die damit getroffen werden noch die welche
übrigbleiben...
http://www.uran-munition.de/

BU

G. Kühne

unread,
May 19, 2013, 8:59:40 AM5/19/13
to
Bernd Ullrich gab zu Bedenken:
Wen ich getroffen werde bin ich höchstwahrscheinlich tot.
dann ist mir das eigentlich egal.
:(
Message has been deleted
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Uwe Schickedanz

unread,
May 19, 2013, 1:20:11 PM5/19/13
to
On Sun, 19 May 2013 19:08:27 +0200, Wolfgang Schwanke <s...@sig.nature>
wrote:

>Martin Ebert <mx...@gmx.net> wrote in news:kn89rj$bte$1...@dont-email.me:
>
>>> Und vor allem hat er damit dem Umweltschutz einen B�rendienst
>>> erwiesen.
>>
>> Behauptung ohne Beweis. - Warum dieses?
>
>Es liegen seitdem mehr Glasscherben rum als fr�her.

Sagen wir mal, der Anteil der Mehrwegflaschen ist seitdem noch weiter
zur�ckgegangen, und w�hrend es jetzt kaum noch leicht zu recyclende
B�chsen gibt, �berwiegt bei weitem der Anteil des Plastem�lls.

Aber die Pfandautomatenhersteller haben ein gutes Gesch�ft gemacht.

(Man soll das ja nicht immer so negativ darstellen.) Also: in der
metallverarbeitenden Industrie wurden durch den erh�hten Bedarf an
Pfandautomaten Arbeitspl�tze geschaffen.
Message has been deleted
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G. Kühne

unread,
May 19, 2013, 1:42:05 PM5/19/13
to
Matthias Opatz gab zu Bedenken:

> kueh...@front.ru gab zur Kenntnis:
>
>> Werter Herr Ebert.
>> Der Herr Fleischhauer ist meines Wissens bei einer Zeitung angestellt,
>> die
>> sogar Tageb�cher, die nie geschrieben worden sind, ver�ffentlicht hat.
>> Da darf man solche Aussagen nicht allzu w�rtlich nehmen.
>
> Werter Herr K�hne,
>
> mal davon abgesehen, dass dies der Spiegel �berhaupt nicht war,
> hat Deine Aussage in etwa das Niveau von "Der Herr K�hne war Bulle
> in einem Land, in dem Unschuldige auf Nimmerwiedersehen nach
> Buchenwald verschwanden. Da darf man ihn nicht allzu ernst nehmen."
>
> Matthias
>
H�ttest du anstelle Buchenwald, Bautzen geschrieben, w�re es sogar richtig.
Im Prinzip.
Aber ob nun Spiegel,Stern oder Fokus.
Im Prinzip schwimmen die alle dem Mainstream hinterher.
Insofern Belanglos so was f�r eine T�tigkeit heranzuziehen.
MfG
Message has been deleted

G. Kühne

unread,
May 19, 2013, 3:06:06 PM5/19/13
to
Matthias Opatz gab zu Bedenken:

> G. K�hne gab zur Kenntnis:
>
>> H�ttest du anstelle Buchenwald, Bautzen geschrieben, w�re es sogar
>> richtig.
>
> Ich habe absichtlich Buchenwald geschrieben. Und auch die DDR gemeint.
>
> Matthias
>
Die Wahrheit ist immer Zweigleisig.

Martin Ebert

unread,
May 19, 2013, 7:46:56 PM5/19/13
to
Am 19.05.2013 14:09, schrieb Ren�:

> Als die Gr�nen neu waren, t�nte der Spiegel mit sorgenplissierter Stirn,
> da� es sich bei jenen nur um verkappte Nazis handeln k�nne, denn Natur
> sch�tzen, den deutschen Wald bewahren, pro Familie und gegen totalen
> Kapitalismus? K�nnen nur Nazis sein.

Schnittmengen gibt es tats�chlich. Erste Naturschutzgebiete, Wald usw.
Aber das ist sicher bekannt.

Mt

Martin Ebert

unread,
May 19, 2013, 7:51:48 PM5/19/13
to
Am 19.05.2013 19:20, schrieb Uwe Schickedanz:
> On Sun, 19 May 2013 19:08:27 +0200, Wolfgang Schwanke <s...@sig.nature>
> wrote:
>> Martin Ebert wrote:
[...]
>>>> Und vor allem hat er damit dem Umweltschutz einen B�rendienst
>>>> erwiesen.
>>> Behauptung ohne Beweis. - Warum dieses?

>> Es liegen seitdem mehr Glasscherben rum als fr�her.

Du wohnst in einer anderen Gegend.

> Sagen wir mal, der Anteil der Mehrwegflaschen ist seitdem noch weiter
> zur�ckgegangen, und w�hrend es jetzt kaum noch leicht zu recyclende
> B�chsen gibt, �berwiegt bei weitem der Anteil des Plastem�lls.

Das ist die eine Lobbyistensicht. Mir ist auch die entgegengesetze Sicht
bekannt: Mit gleichem Eifer �brigens.

Du hast �brigens noch die Getr�nkekartons vergessen - noch eine
Lobbyisten-Gruppe. Die sind bei der Gelegenheit unter dem Radar durch-
gesegelt: In minimal anderer Fallkonstellation w�rde es die heute nicht
mehr geben. Oder mit Pfand - und Automaten daf�r.

Mt

Martin Ebert

unread,
May 19, 2013, 8:08:35 PM5/19/13
to
Am 19.05.2013 19:34, schrieb Matthias Opatz:

> In welche DDRen die alle waren. In meiner DDR gab es bei den
> Jungpionieren zwar Wandzeitungsredakteure, aber keinen Agiator.
> Den gab's erst bei den Th�lmannpionieren und FDJlern.

Das ist (vom Autoren bewusst oder unbewusst) das von Dir gesetzte
Beispiel "Buchenwald". - Die Abstrus-Sprache der DDR sorgt nun daf�r,
dass die erste Generation seit der Wende nicht versteht, was �ber-
haupt gemeint ist - geschweige denn, was es beinhaltet.

Was ist ein Agitator der FDJ-Gruppe im Gegensatz um Anleitenden f�r
Agitation?

Was ist ein Parteigruppenorganisator im Gegensatz zum Parteisekret�r?

Meist ist das Ganze mit der Fragestellung "hauptamtlich oder
neben-amtlich" zu kl�ren. Wenn man es denn wei�.

Und damit kann man wundersch�n spielen; der "Fall" Merkel scheint es
zu beweisen: Gesagt wird, sie sei in der FDJ-Leitung der Akademie
verantwortlich f�r Agitation gewesen: Das soll wohl nach der zentralen
FDJ-Leitung der Akademie klingen und nach hauptamtlich.
(Vielleicht kann Florian helfen: Die zentrale Leitung war hauptamtlich?)

Real scheint Frau Merkel aber stinkepups-normal in einer FDJ-Gruppe in
der Akademie die Arschkarte gezogen zu haben und gab nebenbei den
Agitator. Tja schade, Frau Merkel. Das einem sowas mal vorgehalten
werden w�rde ...

Mt

Paul Panter

unread,
May 19, 2013, 8:47:55 PM5/19/13
to
Am 20.05.2013 02:08, schrieb Martin Ebert:
> Am 19.05.2013 19:34, schrieb Matthias Opatz:
>
>> In welche DDRen die alle waren. In meiner DDR gab es bei den
>> Jungpionieren zwar Wandzeitungsredakteure, aber keinen Agiator.
>> Den gab's erst bei den Thälmannpionieren und FDJlern.
>
> Das ist (vom Autoren bewusst oder unbewusst) das von Dir gesetzte
> Beispiel "Buchenwald". - Die Abstrus-Sprache der DDR sorgt nun dafür,
> dass die erste Generation seit der Wende nicht versteht, was über-
> haupt gemeint ist - geschweige denn, was es beinhaltet.
>
> Was ist ein Agitator der FDJ-Gruppe im Gegensatz um Anleitenden für
> Agitation?
>
> Was ist ein Parteigruppenorganisator im Gegensatz zum Parteisekretär?
>
> Meist ist das Ganze mit der Fragestellung "hauptamtlich oder
> neben-amtlich" zu klären. Wenn man es denn weiß.
>
> Und damit kann man wunderschön spielen; der "Fall" Merkel scheint es
> zu beweisen: Gesagt wird, sie sei in der FDJ-Leitung der Akademie
> verantwortlich für Agitation gewesen: Das soll wohl nach der zentralen
> FDJ-Leitung der Akademie klingen und nach hauptamtlich.
> (Vielleicht kann Florian helfen: Die zentrale Leitung war hauptamtlich?)
>
> Real scheint Frau Merkel aber stinkepups-normal in einer FDJ-Gruppe in
> der Akademie die Arschkarte gezogen zu haben und gab nebenbei den
> Agitator. Tja schade, Frau Merkel. Das einem sowas mal vorgehalten
> werden würde ...

Du warst offenbar nie in einem Institut der AdW dsr DDR, sonst würdest
Du nicht solchen Dummfug hier hinschreiben. Und außerdem, wer war denn
noch Jahre nach dem Abschluss seiner Ausbildung, egal ob Studium oder
Lehre, in der FDJ aktiv, besonders als Funktionär? Die Jugendfreundin
Angela war nicht etwa ein einfacher "Wandzeitungsredakteur" die war nur
pro Forma als Physikerin bei der AdW angestellt, praktisch war sie
Vollzeit für ihre gesellschaftliche Tätigkeit freigestellt. Bei uns im
Institut gab es auch rund ein Dutzend solcher Funktionäre, und von denen
hat keiner wissenschaftlich gearbeitet. Aber eigentlich müsstest Du das
aus eigener Erfahrung ganz genau wissen, nur redest Du Dir offenbar
Deine eigene Biografie schön, wieder jedes besseres Wissen.
>
> Mt

Martin Ebert

unread,
May 19, 2013, 10:58:40 PM5/19/13
to
Am 20.05.2013 02:47, schrieb Paul Panter:
> Am 20.05.2013 02:08, schrieb Martin Ebert:
>> Real scheint Frau Merkel aber stinkepups-normal in einer FDJ-Gruppe in
>> der Akademie die Arschkarte gezogen zu haben und gab nebenbei den
>> Agitator. Tja schade, Frau Merkel. Das einem sowas mal vorgehalten
>> werden würde ...

> Du warst offenbar nie in einem Institut der AdW dsr DDR,

André Grafe, ich will nicht verhehlen, dass ich Deine Beiträge
(von den grenzwertigen Tatsachenbehauptungen zu realen Personen mal
ganz abgesehen) nicht so recht ernst nehmen kann, trotzdem will ich
mal antworten:

Nein, ich war nie in einem Institut der AdW der DDR.
Warst Du das denn? Bei welchem Institut denn? Und - als was?
Eher Hausmeister oder eher Wissenschaftler?

Egal, Du bist Zeitzeuge. Das ist immer spannend.

> sonst würdest Du nicht solchen Dummfug hier hinschreiben.

Du wirst das gleich richtig stellen. Ich bin sicher.

> Die Jugendfreundin
> Angela war nicht etwa ein einfacher "Wandzeitungsredakteur" die war nur
> pro Forma als Physikerin bei der AdW angestellt, praktisch war sie
> Vollzeit für ihre gesellschaftliche Tätigkeit freigestellt.

Aha. - Ich möchte Dir ja wirklich gern glauben:
Du behauptest ja nie etwas. Sondern beweist das:
+100 - und will sehen!

> Bei uns im Institut

Welches war das gleich noch?

> gab es auch rund ein Dutzend solcher Funktionäre, und von denen
> hat keiner wissenschaftlich gearbeitet.

Aha.

Ich verstehe Dich so: Es gab keine FDJ-Gruppen bei der Akademie der
Wissenschaften in der DDR. Sondern die "Funktionäre" der FDJ waren
in der Akademie der Wissenschaften hauptamtliche Funktionäre, da habe
ich Dich richtig verstanden?

Die AdW hatte ca. 22.000 Wissenschaftler in Lohn und Brot. Nebst der
eigentlichen Akademie waren da noch 59 angeschlossene Institute, die
haben auch so einige der 22.000 Wissenschaftler gehabt.

Das ist ja eine sportliche Zahl, 22.000. Sicher viele ganz alte
Professoren. Und -ich weiß nicht- vielleicht so 5.000, die unter 35
waren. Da werden sich so einige aus der FDJ gehangelt haben. Da waren
also ganz grob noch 3.000 in der FDJ, eher deutlich mehr - Professoren
sind selten, Fußvolk ist häufig. Aber das weißt Du als
Instituts-mitarbeiter ja viel besser als ich.

3.000 FDJ-Mitglieder (eher deutlich mehr). Und die hatten da gar keine
FDJ-Gruppen? Wow, das hätte ich nun nicht gedacht. Man erlernt nie aus.

Die hatten da nur hauptamtliche FDJ-Funktionäre?
Dekadenter Laden.

So, nochmal: Frau Merkel war da nur pro forma angestellt - sagst Du.
Dir ist aber schon klar, dass Du steinreich wirst, wenn Du da den
Beweis hast, ja?

Und da muss es ja auch noch Kollegen geben, die das alles mitbekommen
haben: Wo sind die denn alle hin? Knebelt der BND die grad?
Oder warum sagen die nicht, wie es wirklich war?
Erklär's mir.

Mt

Peter Veith

unread,
May 20, 2013, 3:23:30 AM5/20/13
to
Am 20.05.2013 02:47, schrieb Paul Panter:

> ... Und außerdem, wer war denn
> noch Jahre *nach* dem Abschluss seiner Ausbildung, egal ob Studium oder
> Lehre, in der FDJ aktiv, besonders als Funktionär?

Da ist was dran. Mitglied? Ok, da gab es schließlich Jugendtourist, aber
"aktiv"? Ich hatte nach dem Studium auch keine FDJ-Funktion mehr.

Veith
--
Niemand hat die Absicht eure Konten einzufrieren!
http://ddr-luftwaffe.blogspot.com

G. Kühne

unread,
May 20, 2013, 5:48:37 AM5/20/13
to
Matthias Opatz gab zu Bedenken:

> Uwe Schickedanz gab zur Kenntnis:
>
>> Gut geschriebener Artikel im Tagesspiegel:
>> http://www.tagesspiegel.de/kultur/die-ddr-jugend-der-angela-merkel-auch-
ich-war-agitator/8212298.html
>
> In welche DDRen die alle waren. In meiner DDR gab es bei den
> Jungpionieren zwar Wandzeitungsredakteure, aber keinen Agiator.
> Den gab's erst bei den Th�lmannpionieren und FDJlern.
>
> In meiner DDR gab's �brigens auch keinen "FDJ-Sekret�r f�r Agitation und
> Propaganda". Da gab's nur /entweder/ Gruppensekret�r /oder/ Agitator.
>
> Matthias
>
In Meuiiner DDR auch nicht-
Ich hatte ja schon geschrieben der begriff Agitation und Propaganda tauchte
erst so 1974/75 auf.
Vorher nicht.
Uns wurde damals gesagt das das eben nur ein neuer begriff ist. So was wie
Raumpfleger statt Reinemachfrau.

Ja, und bei uns, wurde automatisch der Zust�ndige f�r Kultur dazu ernannt.
( Bis zur n�chsten Wahl, dann gleich unter diesem Namen.)
Insofern decken sich meiner Erinnerungen mit der von Frau Merkel.
Die Frage ist nur war sie das nur in ihrer Seminargruppe, oder vom gesamten
Institut.
Dazwischen lagen Welten.
Interessant w�hren eventuell die Akten , Moskau m�sste ja noch einen
Kompletten Satz aus der Zeit haben.


MfG

Werner Drago

unread,
May 20, 2013, 7:01:11 AM5/20/13
to


"Peter Veith" schrieb

> Ich hatte nach dem Studium auch keine FDJ-Funktion mehr.

Auch im Studium gab es nur die Kombination -Parteimitglied UND FDJ- bzw.
studentische Funktion.


Paul Panter

unread,
May 20, 2013, 7:31:56 AM5/20/13
to
Denk doch mal nach, habe ich hier und anderswo oft genug erwähnt. Du
weißt es ganz genau, aber aus gewissen Gründen tust Du so als wüsstest
Du es nicht. (*)
>
>> gab es auch rund ein Dutzend solcher Funktionäre, und von denen
>> hat keiner wissenschaftlich gearbeitet.
>
> Aha.
>
> Ich verstehe Dich so: Es gab keine FDJ-Gruppen bei der Akademie der
> Wissenschaften in der DDR. Sondern die "Funktionäre" der FDJ waren
> in der Akademie der Wissenschaften hauptamtliche Funktionäre, da habe
> ich Dich richtig verstanden?

Stell Dich nur weiter richtig blöde, darin bist Du ja eh kaum zu
übertreffen.
>
> Die AdW hatte ca. 22.000 Wissenschaftler in Lohn und Brot. Nebst der
> eigentlichen Akademie waren da noch 59 angeschlossene Institute, die
> haben auch so einige der 22.000 Wissenschaftler gehabt.
>
> Das ist ja eine sportliche Zahl, 22.000. Sicher viele ganz alte
> Professoren. Und -ich weiß nicht- vielleicht so 5.000, die unter 35
> waren. Da werden sich so einige aus der FDJ gehangelt haben. Da waren
> also ganz grob noch 3.000 in der FDJ, eher deutlich mehr - Professoren
> sind selten, Fußvolk ist häufig. Aber das weißt Du als
> Instituts-mitarbeiter ja viel besser als ich.

Profs gab es eher wenige, Doktoren schon sehr viel mehr, und Dipl.-Ings.
jede Menge. Und dann gehst Du von völlig flaschen Voraussetzungen aus,
bei weitem nicht jeder der unter 35 war, war auch in der FDJ, schon bei
den Leuten mit 25 war doch nur noch ein verschwindender Anteil überhaupt
noch FDJ-Mitglied, und aktiv nach dem Ende der Ausbildung waren doch nur
absolute Ausnahmen.
>
> 3.000 FDJ-Mitglieder (eher deutlich mehr). Und die hatten da gar keine
> FDJ-Gruppen? Wow, das hätte ich nun nicht gedacht. Man erlernt nie aus.

Ok, ich bin nie offiziell aus der FDJ ausgetreten, aber ab Ende meiner
Lehre habe ich keine Beiträge mehr gezahlt, noch an irgendwelchen
Aktivitäten im Rahmen der FDJ teilgenommen. Und damit gehörte ich zur
absoluten Mehrheit.
>
> Die hatten da nur hauptamtliche FDJ-Funktionäre?
> Dekadenter Laden.

Habe ich das irgendwo behauptet? Du bist ja schon bekannt dafür das Du
Aussagen Anderer stets sehr abenteuerlich interpretierst.
>
> So, nochmal: Frau Merkel war da nur pro forma angestellt - sagst Du.
> Dir ist aber schon klar, dass Du steinreich wirst, wenn Du da den
> Beweis hast, ja?

Nun ja, die hatte dort ein Büro, noch nicht mal für sich alleine, und
die hatte da auch so etwas wie eine Arbeit zu erledigen, aber den weit
überwiegen Teil ihrer Arbeitszeit war sie mit "gesellschaftlicher
Arbeit" beschäftigt, die eigentliche Arbeit blieb liegen oder wurde von
anderen erledigt. So lief das doch überall in der DDR. Und in einigen
Gegenden im Westen gibt es ähnliches heute auch noch, nur ist die
"gesellschaftliche Arbeit" da nicht die FDJ, Partei oder Gewerkschaft,
sondern der Schützenverein oder der Karnevalsclub. Das stellt dann auch
so mancher Cheffe den einen oder anderen Mitarbeiter für mehr oder
weniger Zeit dafür ab.
>
> Und da muss es ja auch noch Kollegen geben, die das alles mitbekommen
> haben: Wo sind die denn alle hin? Knebelt der BND die grad?

Nö, wieso denn? Warum sollte der?

> Oder warum sagen die nicht, wie es wirklich war?

Weil sie selbst Teil des Systems waren? Weil keiner sie hören will? Weil
das damals total normal war? Weil sie auch heute noch von der damaligen
"Zusammenarbeit" profitieren? Einer der ehemaligen Kollegen wohnt ja mit
ihr zusammen in der Bundeswaschmaschine.

> Erklär's mir.

Das willst Du doch gar nicht, Du willst doch nur das ich Dir noch mehr
Text zum Verdrehen liefere.

Lüge Dir nur weiter die peinlichen Stellen Deiner Biografie schön, das
macht doch eh fast jeder.
>
> Mt
>
Paule

(*) ZfK Rossendorf

G. Kühne

unread,
May 20, 2013, 7:43:35 AM5/20/13
to
Werner Drago gab zu Bedenken:
Deshalb waren ja die reinen studentischen Funktionen so begehrt.
( Lehrmittelbeauftragter ad :) )
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