> Die Frau finde ich Klasse: Trotz des totalen Hängers hat sie
> selbstbewusst und geistreich das Beste daraus gemacht.
> Zum kringeln, diese Nagelfeil-Geschichte. :-D
Dumm dass ich nach einer weiteren "zieht-sich-wie-Teer-in-der-Sonne-aber-
wir-ziehen-das-trotzdem-gnadenlos-durch" Zuschaueraktion schon abgeschaltet
hatte. Hab ich wohl das (zweifelhafte) Highlight der Wocher verpasst, wie?
Naja.
--
> Ich habe Zone Alarm in Hintergrund mitlaufen, das ist fuer mich
> Pflicht.
Ich habe eine Schüssel Weihwasser neben der Tastatur stehen. Das hilft
genauso. (Jürgen Schmadlak in <u67uq9...@news.schmadlak.net>)
Genau daran hat es auf Vater Rhein gemangelt:
"wir-ziehen-das-trotzdem-gnadenlos-durch"
Das ist ist früher Schmidts Devise gewesen, die ihn in seiner Nische
groß gemacht hat. Der leichte kultivierte allgemeine Hass, auch, weil
sie ihn nicht lieben, wie Gottschalk oder Jauch, die Vorführung von
Publikum und Gästen, das war seine Spezialität.
Vorgestern herrschte warmduschermäßiges Selbstmitleid vor, nur weil
die dummen Schiffspassagiere gelangweilt waren.
Dirty Harry ist wirklich tot.
> Genau daran hat es auf Vater Rhein gemangelt:
> "wir-ziehen-das-trotzdem-gnadenlos-durch"
>
> Das ist ist früher Schmidts Devise gewesen, die ihn in seiner Nische
> groß gemacht hat. Der leichte kultivierte allgemeine Hass, auch, weil
> sie ihn nicht lieben, wie Gottschalk oder Jauch, die Vorführung von
> Publikum und Gästen, das war seine Spezialität.
Einen Abend diese Autorin, am nächsten Abend Helmut Berger als Gast, die
Redaktion nimmt sich Zeit, die nächste Rheinschifferei in 10 Jahren (24
Stunden, von denen 45 Minuten gesendet werden) vor und Andrack kriegt
eine Woche frei.
Oh wie wäre das toll ...
> Vorgestern herrschte warmduschermäßiges Selbstmitleid vor,
> nur weil die dummen Schiffspassagiere gelangweilt waren.
Solche Aktionen sind mit Rücksicht auf die Passagiere in der Tat am
besten stramm durchzuziehen.
Als Kind mußte ich mal auf der Wappen von Hamburg miterleben, wie dort
für eine Sendung ("Schaubude?) ein auf dem Schiff gesungener Song von
"Oliver Onions" (die hatten damals die Bud Spencer Filmmusik gemacht)
aufgezeichnet wurde. Um das Musikvideo mit verschiedenen Einstellungen zu
drehen, begannen die nacheinander auf allen Decks immer wieder den
gleichen Song zu trällern, die gleichen Strophen immer wieder neu zu
starten und haben das wohl nur überlebt, weil Helgoland in Sicht kam und
nach massiven Protesten endlich wenigstens die Bordlautsprecher
abgestellt worden sind. Es hätte sicher nicht mehr lange gedauert und die
ersten Passagiere hätten sich gegen diesen Lärmterror gewehrt, d.h. zu
randalieren begonnen.
Der Kapitän hatte am Donnerstag auch zugestanden, daß solche
Aufzeichnungen am Ufer liegend aufgenommen werden. Wegen der Kabel für
die Teams? Wahrscheinlich eher, damit die genervten Zuschauer bei solchen
Aufzeichnungen rechtzeitig von Bord können, bevor denen die Gesichter
entgleisen und sie es nicht mehr aushalten.
Die HSS auf der Loreley wurde zwar geradlinig durchgezogen und die
Passagiere wußten vorher, was sie erwartet - für 8 EUR kann man ja keine
Kreuzfahrt erwarten -, dennoch ist das eine Gratwanderung. Um so
wichtiger wäre für diese Art Sendung ein spruchreifes Konzept gewesen,
das auch durchgezogen wird.
Schöne Grüße
Jürgen Gerkens
> Genau daran hat es auf Vater Rhein gemangelt:
> "wir-ziehen-das-trotzdem-gnadenlos-durch"
ACK. Aber wenn man weiss, dass man schlecht organisiert und vorbereitet
ist, lässt man sich natürlich von Publikum und Gästen auch leichter
verunsichern.
> Das ist ist früher Schmidts Devise gewesen, die ihn in seiner Nische
> groß gemacht hat.
"Halloooo Ludwigsburg!"
> Vorgestern herrschte warmduschermäßiges Selbstmitleid vor, nur weil
> die dummen Schiffspassagiere gelangweilt waren.
Das dumm kann ich nicht unterschreiben, steht aber auf einem anderen Blatt.
Jedenfalls sind sie sicher nicht dumm, bloß weil sie die Schwächen der Show
mitbekommen haben (ging ja auch kaum anders, schließlich waren sie ein
Hauptbestandteil derselben).
> Dirty Harry ist wirklich tot.
Ich will Eastwood in seinem Alter auch nicht mehr wirklich als Actioncop
über die Leinwand turnen sehen.
Ich meine sogar dumm und frech:
Dumm, weil von vernherein klar war, dass 4 Stunden sitzen kein reines
Vergnügen sein können, sondern harte Arbeit
Frech, weil sie für sich eine unterhaltsame Show für 8 Euro erwarten.
Die Leute im Live-"Publikum" sind so etwas wie Komparsen oder sogar
nur lebende Staffage. Die sollen froh sein, wenn sie überhaupt ein
Quentchen Spaß haben. Es geht schließlich nicht um die 200 Laidl,
sondern um die 2 Millionen vor dem Fernseher.
Ja, für die Zuschauer zuhause. Das "Live-Publikum" hat die Rolle von
Komparsen und Staffage.
>> Das dumm kann ich nicht unterschreiben, steht aber auf einem anderen
>> Blatt. Jedenfalls sind sie sicher nicht dumm, bloß weil sie die
>> Schwächen der Show mitbekommen haben (ging ja auch kaum anders,
>> schließlich waren sie ein Hauptbestandteil derselben).
Ich saß grad geschlagene drei Minuten vor diesem Absatz und hab mich
gefragt, ob und wann ich das geschrieben hab. Und als "dass" und "heut
morgen" verifiziert waren, blieb nur noch "warum". Letzteres ließ sich
bisher nicht zufriedenstellend beantworten.
> Ich meine sogar dumm und frech:
[...]
Aus o.g. Gründen verzichte ich auf weitere Antworten zu dem Thema. Einklich
ist es mir nämlich schnurzegal ob irgendwer das Bootspublikum dumm, blöd,
dämlich, briliant, langweilig oder erregend fand.
Jens,
Gute Nacht allerseits
>Die Leute im Live-"Publikum" sind so etwas wie Komparsen oder sogar
>nur lebende Staffage. Die sollen froh sein, wenn sie überhaupt ein
>Quentchen Spaß haben. Es geht schließlich nicht um die 200 Laidl,
>sondern um die 2 Millionen vor dem Fernseher.
Die sich ja auch immer tierisch mit jedem Quizkandidaten freuen, der
für genau gar nichts 700 Euro mitnehmen kann.
Gruß
Tim
> Kris Kaiser <firew...@gmx.net> tat schreiben tun:
> Ich bin gerade verwirrt. Die Zuschauer die auf dem Boot
> waren, sind also grundsätzlich dumm, wenn sie erwartet
> habe, daß es ein Vergnügen wird?
Ja. Dass die Show wahrscheinlich langweilig wird, war vorher schon
die Mehrheitsmeinung. Und dass 4 Stunden Sitzen auf Bierbänken eine
körperliche Tortur ist, sollte Jedem klar gewesen sein.
>> Die Leute im Live-"Publikum" sind so etwas wie Komparsen oder sogar
>> nur lebende Staffage.
>
> Auch wenn Du es nicht hören magst, aber die Show dreht sich
> nicht um Dich.
Doch. Nur um mich. Ich bin der Prototyp der 2 Millionen.
>> Die sollen froh sein, wenn sie überhaupt ein
>> Quentchen Spaß haben. Es geht schließlich nicht um die 200 Laidl,
>> sondern um die 2 Millionen vor dem Fernseher.
>
> Sicher? Es ist mehr als offensichtlich, daß es einfach nur
> noch um Schmidt geht.
Nein. Leider nicht. Schmidt ist immer dann gut, wenn es ihm
Spaß macht. In der letzten Zeit hat er zu sehr versucht, sich als
schlaffe Parodie von sich selbst durchzulavieren.
Anstatt zwanghaft zu versuchen, seine Quoten durch Anpassung an den
Mainstream noch zu steigern, sollte er einsehen, dass es eine
Sackgasse ist, an deren Ende er sich eine blutige Birne (Spaßdicker)
holen wird.
Ein Bisschen zurück Richtung "Dirty Harry", der, davon bin ich
überzeugt, immer noch in ihm steckt, anstatt als "Everybody's
Darling" in der unterhalterischen Beliebigkeit aufzugehen.
P.S. Als Erstes sollte Franz den Claus-Achim rausschmeißen.
P.P.S Dann sollte er Dittrich, Engelke und Pastevka Hausverbot
erteilen.
>> Ja. Dass die Show wahrscheinlich langweilig wird, war vorher schon
>> die Mehrheitsmeinung.
>
> Mehrheitsmeinung? Hier in der Gruppe, oder da draußen in der
> realen Welt?
Und ich dachte, das hier sei die reale Welt.
>> Und dass 4 Stunden Sitzen auf Bierbänken eine
>> körperliche Tortur ist, sollte Jedem klar gewesen sein.
>
> Wenn das so schlimm wäre, gäbe es keine überfüllten Zelte
> auf dem Oktoberfest.
Besoffen und zwischendurch auf den Tischen tanzend kann man das
vielleicht gerade mal 2 Stunden genießen.
>> Doch. Nur um mich. Ich bin der Prototyp der 2 Millionen.
>
> Idioten die sich das angeschaut haben?
So gefällst du mir. :-D
>> Nein. Leider nicht. Schmidt ist immer dann gut, wenn es ihm
>> Spaß macht. In der letzten Zeit hat er zu sehr versucht, sich als
>> schlaffe Parodie von sich selbst durchzulavieren.
>
> Und deswegen dürfen die Zuschauer vor Ort keinen Spaß haben?
Es soll Leute gegeben haben, die doch ihren Spaß hatten auf dem
Schiff, weil mit Buch oder Kartenspiel ausgerüstet.
> Also falls da je ein Faden war, hast Du den verdammt gut
> getarnt.
Sag bloß, tin/1.6.0 kann die Fäden nicht nach Wunsch über die
References zusammenhalten?
> Einen Abend diese Autorin, am nächsten Abend Helmut Berger als Gast, die
> Redaktion nimmt sich Zeit, die nächste Rheinschifferei in 10 Jahren (24
> Stunden, von denen 45 Minuten gesendet werden) vor und Andrack kriegt
> eine Woche frei.
Dazu ne Frage: Muss sich die Redaktion bei Nora Tschirner jetzt nicht
noch mehr beeilen, sie mal einzuladen, bevor das dann eine Weile eh
nicht mehr so leicht klappen wird? Auf mtv vorgestern hatte sie entweder
ein sehr unfoermiges Kleid an oder sie ist schwanger...?
lg
Heidi
Sowieso.
> Auf mtv vorgestern hatte sie entweder ein sehr unfoermiges Kleid an
Auf MTV ist mal wieder »Designerama«.
> oder sie ist schwanger...?
Wäre doch gerade Grund, sie einzuladen.
--
»Manchmal denke ich, der beste Beweis dafür, dass es
anderswo im Universum intelligentes Leben gibt, ist der,
dass noch keiner versucht hat, Kontakt mit uns aufzunehmen.«
Bill Watterson (Calvin and Hobbes)