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Re: Fettende Haare

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Martina Eckner

unread,
Jan 2, 2009, 8:01:12 AM1/2/09
to
Volker N. Englisch schrieb:

> Kennt hier vielleicht jemand ein "Geheimrezept", mit dem man die
Haare > wenigstens mal zwei Tage durchbringt, ohne auszusehen, als hätte man
> ein Hygienedefizit?

Ein "Geheimrezept" gibt es natürlich nicht, aber es gibt verschiedene
Möglichkeiten, warum die Haare so schnell fetten:

1. Möglichkeit: Hast du sonst irgendwelche Hautprobleme? Warst du mal
beim Arzt deswegen? Allerdings sind Hautärzte manchmal ziemlich ... naja
... also oft können sie einem nicht wirklich weiterhelfen. Eine
abgesetzte Pille kann man bei dir ja wohl als Ursache ausschließen ;-)

2. Möglichkeit: Vielleicht sind deine ganzen Shampoos auf Dauer einfach
zu agressiv, und du hast Glück, daß dein Kopf "nur" mit starker
hautpflegender Fettproduktion reagiert und nicht mit Schuppen oder
sonstigen Problemen. Jetzt mußt du deinem Kopf beibringen, daß er so
viel Hautpflege gar nicht braucht. Also du könntest ab und zu mal einen
waschfreien Tag einlegen, wenn du mal nicht raus mußt, du könntest dein
Shampoo verdünnen, du könntest mal auf die Inhaltsstoffe gucken, ob
irgendwas drin ist, was die Haare überpflegt. Spülung wirst du ja
sowieso nicht extra verwenden. Du könntest auch mal irgendwas
öko-mäßiges wie Lavaerde oder Waschnüsse ausprobieren. Damit fetten die
Haare zwar auch, aber ich finde, das sieht nicht so schlimm aus, weil
sich nicht so breite Strähnen bilden. Du könntest auch mal über Nacht
einen Teelöffel Olivenöl auf den Kopf einmassieren und am nächsten
Morgen mit auswaschen, vielleicht merkt deine Kopfhaut dann ja, daß sie
selber nicht mehr so viel Fett produzieren muß. Es gibt auch noch mehr
Tricks aus der Öko-Ecke wie verschiedene Kräuterspülungen, Joghurtkuren,
Waschen mit Ei, aber sowas funktioniert nicht bei jedem, und
möglicherweise findest du solche Sachen generell ganz furchtbar ;-) Wenn
du mehr wissen willst, frag ruhig. Auf jeden Fall wird das eine Weile
dauern, bis die Fettproduktion nachläßt, also erwarte keine Wunder.
Letztendlich mußt du selber rausfinden, was bei dir am besten
funktioniert. Das ideale Shampoo, welches für jeden Fettkopf paßt, gibt
es nicht.

Viele Grüße!
Martina

Elke Schwarz

unread,
Jan 2, 2009, 12:45:58 PM1/2/09
to

"Volker N. Englisch" <> schrieb ...
> Hi NG,
>
> seit meiner Jugend kämpfe ich mit meinen fettigen Haaren, ohne
> tägliches Waschen geht gar nichts. Aus den Drogeriemärkten habe ich
> eigentlich schon fast alle Shampoos durch - aber bringen tun die alle
> nicht wirklich etwas.

>
> Kennt hier vielleicht jemand ein "Geheimrezept", mit dem man die Haare
> wenigstens mal zwei Tage durchbringt, ohne auszusehen, als hätte man
> ein Hygienedefizit?

Bei mir sehen die Haare auch nur einen Tag lang schön aus. Spätestens
am 3. Tag sind sie dann fällig. Da sie etwas länger sind, ist das eher
aufwändiger (ich geh mir mal die Haare machen - O-Ton Mario Barth)

Wenn deine Haare kurz sind, sollte das tägliche Waschen kein Problem
sein ;) einfach unterm Wasserhahn halten oder beim Duschen mitwaschen.
Sei nicht so faul, tu was für dein Äußeres, andere verbringen täglich
Stunden im Bad um gut auszusehen. Da ist das bisschen Waschen doch
gar nichts. Es ist halt so bei dir, du musst damit leben.

Vom Shampoo her würde ich mildes aus der apotheke nehmen. Gerade
von Antischuppenshampoo u.ä. Spezialsachen marke billig können die
Haare extra fettig machen.
Dann nicht so viel drann rummachen, bürsten und so, das regt
an, Mütze tragen im Winter leider auch.

Zwischendurch kann man Trockenshampoo nehmen. Morgens findet
man sich vielleicht noch ok und schaut Mittags im Büro in den Spiegel
*kreisch* - da kann dich die Dose Trockenshampoo retten ;)
E.

P.S. Heute ist Tag 3: ich geh mir mal dann die Haare machen ...
hoffentlich ruft keiner mehr an, denn der Abend ist gelaufen, da ich sie
immer an der Luft trocknen lasse und heute deswegen nicht mehr raus kann =(

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Martina Eckner

unread,
Jan 3, 2009, 4:56:55 AM1/3/09
to
Volker N. Englisch schrieb:

> Mit den Inhaltsstoffen kenn ich mich gar nicht aus. Kennt Du da eine
> Quelle, wo ich mich einlesen könnte?

Hm ... es gibt www.codecheck.info mit einer relativ guten Suchfunktion,
dann finde ich noch http://www.mondschein.kilu.de/index.html und
http://kupferzopf-flechtfrisuren.de ziemlich interessant, was allgemeine
Informationen zu Inhaltsstoffen angeht, die sind halt ein bißchen
öko-angehaucht.

>> Du könntest auch mal über Nacht einen Teelöffel Olivenöl auf den Kopf
>> einmassieren und am nächsten Morgen mit auswaschen, vielleicht merkt
>> deine Kopfhaut dann ja, daß sie selber nicht mehr so viel Fett
>> produzieren muß.
>

> Zieht das wirklich ganz ein, oder muß das Bettzeug am nächsten Tag in
> die Kochwäsche?

Ich würde ein Handtuch drunter legen. Du kannst auch weniger Öl nehmen,
ein Teelöffel ist vielleicht etwas übertrieben ;-) Meine Handtücher und
Bettwäsche sind bisher bei 60°C immer sauber geworden. Normalerweise
wäscht sich Öl gut mit normalem Shampoo aus den Haaren, aber auch hier
gilt: besser ausprobieren, wenn du die Möglichkeit zur Nachwäsche hast.

> Ich bin für alles offen ;-) Ganzes Ei oder vorher trennen? Wie oft muß
> man die verschiedenen Möglichkeiten probieren, um zu merken, ob es auch
> hilft? Gibt's da eine Art Faustregel?

Dazu kannst du auf der Seite www.langhaarnetzwerk.de unter
"Selbstgemacht" rumstöbern, dort gibt es auch einen Link
"Honig-Ei-Shampoo". Grob besteht es aus 1Ei, 1Eigelb, 1Tl Honig und Saft
einer Zitrone (ich nehme zwei ganze Eier und viel weniger Zitronensaft -
bei kurzen Haaren dürfte ein Ei reichen). Ich habe schon beim ersten Mal
gemerkt, daß das gut funktioniert. Auf Dauer ist mir Ei nur zu teuer und
zu umständlich. Ich denke mal, nach zwei bis drei Versuchen solltest du
schon wissen, ob das funktioniert oder die Haare strohig macht. Im
Langhaarnetzwerk tummeln sich viele Leute mit problematischer,
empfindlicher Kopfhaut, nicht wundern, daß es da auch solche Versuche
mit Nur-Wasser oder mit Natron gibt.

> Das hab ich gemerkt. Selbst die teureren (die auch der Friseursalon
> vertreibt, ob für Jungs oder Mädels vorgesehen) haben bisher nichts
> gebracht.

Das ist vielleicht der größte Trick, daß man aufhört zu glauben, es gäbe
das perfekte Shampoo. Auch das mit den männlichen und weiblichen
Shampoos halte ich für Quatsch, vom Geruch mal abgesehen ;-)

Viele Grüße!
Martina

Julia Liebetrau

unread,
Jan 3, 2009, 5:19:21 AM1/3/09
to
Volker N. Englisch wrote:
> Elke Schwarz schrieb:

>> "Volker N. Englisch" <> schrieb ...

>>> Kennt hier vielleicht jemand ein "Geheimrezept", mit dem man die Haare


>>> wenigstens mal zwei Tage durchbringt, ohne auszusehen, als hätte man
>>> ein Hygienedefizit?

Alles, was die Haare von der Kopfhaut wegbringt (toupieren, abschneiden
etc.) sowie grobe Behandlung, die zum Austrocknen führt - z.B. färben.
Und niemals die beiliegenden Conditioner und Spülungen benutzen.

>> Wenn deine Haare kurz sind, sollte das tägliche Waschen kein Problem
>> sein ;) einfach unterm Wasserhahn halten oder beim Duschen mitwaschen.
>

> 3 mal darfst Du raten, was ich bisher immer gemacht habe :-) Trotzdem
> nervts, weil jeden Abend 1 Stunde hin ist, bis die Dinger trocken sind.

Das finde ich jetzt, um ehrlich zu sein, nicht besonders lang.

> Normalerweise sind die Haare bei mir etwa schulterlang, im Moment etwas
> kürzer, bis sie wieder gewachsen sind ;-)

Oha. Ganz, ganz ungünstige Länge. Da liegt ein Großteil der Haare auf
der Kopfhaut auf und wird so schnell fettiger. Entweder länger oder
kürzer - mittellang ist gern kritisch.

>> P.S. Heute ist Tag 3: ich geh mir mal dann die Haare machen ...
>> hoffentlich ruft keiner mehr an, denn der Abend ist gelaufen, da ich sie
>> immer an der Luft trocknen lasse und heute deswegen nicht mehr raus kann =(
>

> Me too. Ebend - Fönen ist nicht, dann kommen die ganzen Naturwellen an
> den Stellen heraus, an denen ich sie gar nicht brauchen kann.

Was ist an glattfönen so schwierig? Geht auch kalt, das reizt die
Kopfhaut nicht so sehr.


Julia

--
Ich kann mich nicht überreden, daß man, um Recht zu haben, unbedingt
verpflichtet ist, jedes Mal das letzte Wort zu behalten.

Jean-Jacques Rousseau, Brief an Melchior Grimm

Arno Schuh

unread,
Jan 3, 2009, 6:03:43 AM1/3/09
to
Elke Schwarz <elkes...@online.de> wrote:
> Zwischendurch kann man Trockenshampoo nehmen. Morgens findet
> man sich vielleicht noch ok und schaut Mittags im Büro in den Spiegel
> *kreisch* - da kann dich die Dose Trockenshampoo retten ;)

Ich kenne da nur das von Sulfroderm - und das duftet extrem stark. Nicht
jeder-manns sache.

Das Abtrainieren einer über Jahre durch tägliches Waschen herangezüchteten
Überproduktion von Fett dürfte nicht von heut auf morgen zu bewerkstelligen
sein.
Vielleicht gibt es da ja Nahrungsergänzungsmittel (Salbei, Salbeitee?), die
nachweislich die Talgdrüsen beruhigen?

Freundliche Grüße

Arno

Elke Schwarz

unread,
Jan 3, 2009, 6:58:47 AM1/3/09
to

"Arno Schuh" schrieb ...

>
> Das Abtrainieren einer über Jahre durch tägliches Waschen herangezüchteten
> Überproduktion von Fett dürfte nicht von heut auf morgen zu bewerkstelligen
> sein.

Ist das nicht ein modernes Märchen so a la "wenn man die Haare immer
nachschneidet, werden sie kräftiger"? Ich gehe eher davon aus, dass das
Veranlagung ist!

Außerdem widerspricht das meinen persönlichen Erfahrungen.
Früher[tm] wurden die Haare nur 1 x die Woche gewaschen. Stimmt,
aus Kostengründen. Daher liefen alle Mädels mit Zopf rum (50er Jahre z.B.)
Wenn ich mir einen Zopf mache, halte ich auch eine Woche durch. Hab
früher mal versucht, so den Waschzeitpunkt dauerhaft hinauszuzögern, hat leider
nicht geklappt. Im Gegenteil: Bakterien und gottwasweisich haben sich vermehrt
und es hat extra angefangen zu jucken.

> Vielleicht gibt es da ja Nahrungsergänzungsmittel (Salbei, Salbeitee?), die
> nachweislich die Talgdrüsen beruhigen?

Hm, oder Medikamente - bei Akne klappts ja auch. Vielleicht doch mal
den Spezialisten aka Hautarzt befragen.

Bei der Haut ist es ja ähnlich: jeder hat einen anderen Hauttyp. Fettige
Haut kann gleichzeitig trocken sein. Durch die richtige Pflege kann man
das Hautbild verbessern - weggezüchtet bekommt man es leider nicht.
Bei fettigen Haaren kann man gleichzeitig Schuppen haben - davon schrieb
der OP ja gottseidank nichts.

Bei dem richtigen, milden Shampoo spricht nichts gegen tägliches
Haarewaschen!

LG, E.

Julia Liebetrau

unread,
Jan 3, 2009, 8:58:12 AM1/3/09
to
Arno Schuh wrote:

> Vielleicht gibt es da ja Nahrungsergänzungsmittel (Salbei, Salbeitee?), die
> nachweislich die Talgdrüsen beruhigen?

Vorsicht: Salbei nimmt man gegen übermäßiges Schwitzen, nicht, um die
Talgproduktion zu reduzieren. Versuchen kann man es natürlich, das
bekannteste Produkt dürfte Sweatosan sein.
http://www.novartis-consumerhealth.de/novartis/produkte_detailed.php3?id=48

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Arno Schuh

unread,
Jan 3, 2009, 5:13:48 PM1/3/09
to
Elke Schwarz <elkes...@online.de> wrote:
> "Arno Schuh" schrieb ...
>>
>> Das Abtrainieren einer über Jahre durch tägliches Waschen
>> herangezüchteten Überproduktion von Fett dürfte nicht von heut auf
>> morgen zu bewerkstelligen sein.
>
> Ist das nicht ein modernes Märchen so a la "wenn man die Haare immer
> nachschneidet, werden sie kräftiger"? Ich gehe eher davon aus, dass
> das Veranlagung ist!

Das glaube ich nicht, dass das ein Ammenmärchen ist. Wenn man immer wieder
die Fettschicht weg wäscht, werden die Talgdrüsen mit Nachfetten reagieren.

> Früher[tm] wurden die Haare nur 1 x die Woche gewaschen. Stimmt,
> aus Kostengründen. Daher liefen alle Mädels mit Zopf rum (50er Jahre
> z.B.) Wenn ich mir einen Zopf mache, halte ich auch eine Woche durch.

In den 50er jahren war es auch kein Problem, glänzende Haare zu tragen. Man
hat sich als Mann Brilliantine, Diplona(?) etc. in die Haare geschmiert,
damit sie schön glänzen.
Dass das gejuckt und geklebt hat und man roch wie ein Iltis war normal.

Freundliche Grüße

Arno

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Johannes Roehl

unread,
Jan 10, 2009, 12:51:40 PM1/10/09
to
Stefan Ram schrieb:

> "Volker N. Englisch" <vne1...@rsli.de> writes:
>> seit meiner Jugend kämpfe ich mit meinen fettigen Haaren
>
> Gibt es nicht Menschen, die sich sogar absichtlich Fett
> (»Pomade«) in die Haaren schmieren?
>
> Weiß jemand warum sie das tun?

Weiß ich auch nicht genau, ist aber eine jahrtausendealte Tradition
(vgl. ZB Altes Testament, wo nicht nur zum König mit Öl gesalbt wird,
sondern das eine übliche (luxuriöse) Pflegemaßnahme war). Jedenfalls
eine ältere Tradition als tägliche Haarwäsche. ; ) Davon wird es nicht
richtig, aber kompletter Unsinn dürfte es nicht gewesen sein.

JR

Johannes Roehl

unread,
Jan 10, 2009, 12:52:04 PM1/10/09
to
Arno Schuh schrieb:

> Elke Schwarz <elkes...@online.de> wrote:
>> "Arno Schuh" schrieb ...
>>> Das Abtrainieren einer über Jahre durch tägliches Waschen
>>> herangezüchteten Überproduktion von Fett dürfte nicht von heut auf
>>> morgen zu bewerkstelligen sein.
>> Ist das nicht ein modernes Märchen so a la "wenn man die Haare immer
>> nachschneidet, werden sie kräftiger"? Ich gehe eher davon aus, dass
>> das Veranlagung ist!
>
> Das glaube ich nicht, dass das ein Ammenmärchen ist. Wenn man immer wieder
> die Fettschicht weg wäscht, werden die Talgdrüsen mit Nachfetten reagieren.

Davon bin ich auch überzeugt, obwohl es sicher auch eine persönliche
Komponente gibt, die davon unabhängig ist. Meines Wissens sind sich alle
Dermatologen einig, daß z.B. zu häufiges und zu heißes (und mit zuviel
Reinigungsmittel) Duschen/Baden nicht gut für die Haut ist und die
Kopfhaut ist auch nur eine Haut.
Mein Vorschlag wäre: Seltener waschen, dabei in Ferien oder langes
Wochenende usw. beginnen, wenn man nicht super aussschauen muß; zunächst
einen Tag auszulassen. Evtl. mit klarem Wasser oder Babyshampo (das
einzige wirklich milde, egal, was woanders draufsteht) waschen (das
schäumt kaum, dennoch nicht zuviel nehmen). Gerade lange Haare benötigen
meines Wissens den gewissen Fettanteil, sonst werden sie brüchig und
splittern. Mindestens ein Tag Pause sollte erreichbar sein. Bis vor
wenigen Jahrzehnten waren wie schon gesagt, Haarwäscheintervalle
zwischen einmal pro Woche und zweimal im Jahr die Regel. In diesem
Zeitraum kann sich an dem Haarbalgtalgmechanismus nichts geändert haben,
der ist seit hunderttausend Jahren derselbe und dient einem Zweck (und
nicht dem der Wasserdichtigkeit durch Fettschicht wie bei den Enten...)

>> Früher[tm] wurden die Haare nur 1 x die Woche gewaschen. Stimmt,
>> aus Kostengründen. Daher liefen alle Mädels mit Zopf rum (50er Jahre
>> z.B.) Wenn ich mir einen Zopf mache, halte ich auch eine Woche durch.
>
> In den 50er jahren war es auch kein Problem, glänzende Haare zu tragen. Man
> hat sich als Mann Brilliantine, Diplona(?) etc. in die Haare geschmiert,
> damit sie schön glänzen.
> Dass das gejuckt und geklebt hat und man roch wie ein Iltis war normal.

http://www.markenmuseum.com/index.php?id=247

Bis man wegen ungewaschener Haare wie ein Iltis riecht, dauert es aber
ziemlich lange, während es bei ungewaschenen Achseln manchmal in wenigen
Stunden erreichbar ist. ;)
Außerdem hat Pomade meistens auch einen leichten Duft (nicht daß ich so
etwas verwenden würde). Und heute werden doch in gewissen Kreisen wieder
alle möglichen Typen vom Wet Gel bis zur wirklichen Pomade verwendet...

Ich habe vermutlich diesbezüglich recht unempfindliche Haare; ich wasche
etwa zweimal in der Woche, eben je nachdem, wie sie aussehen, jeden 3.
oder 4. Tag. Jucken oder stinken tut da gar nichts. Wenn ich auf einer
Berg- oder Campingtour mal ca. eine Woche ohne Haarwäsche (dabei
mitunter noch Hut/Kappe tragend, was ich sonst kaum tue) auskommen
mußte, kann es ein wenig jucken und man sieht dann natürlich auch, daß
sie nicht frisch gewaschen sind. Eklig ist das aber noch nicht. Am
Waschtag habe ich dagegen mitunter Probleme mit _zu lockeren Haaren_ und
muß etwas zur Bändigung verwenden. (Haarlänge mittel, Deckhaare so 5-8
cm je nachdem)

JR


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Johannes Roehl

unread,
Jan 10, 2009, 2:52:34 PM1/10/09
to
Stefan Ram schrieb:

> Johannes Roehl <parr...@web.de> writes:
>> Babyshampo (das einzige wirklich milde, egal, was woanders draufsteht)
>
> Nach einigen Quellen soll die »Milde« solcher Shampoos durch
> als Lokalanästhetikum wirkenden Laurylalkohol (Dodecanol) oder
> als Lokalanästhetikum wirkendes Bezoncain (Lidocain) erreicht
> werden. Ich konnte aber jetzt keine sichere Quelle dafür finden.

Ich habe die nicht regelmäßig benutzt, ich hatte mit "Milde" eigentlich
auch nicht gemeint, daß sie nicht in den Augen oder auf der Kopfhaut
brennen, sondern, daß sie kaum schäumen und die Haare nicht ganz so
"trocken" hinterlassen wie andere Mittel.
Was ich mal hatte ist ein "Ölshampoo" von Manufactum. Das war sehr
eigenartig (brannte ziemlich in den Augen), hat kaum geschäumt, man
sollte/durfte auch nur relativ wenig nehmen, aber einwandfrei gewaschen.
Ich weiß aber nicht, ob sie das in der Rezeptur noch haben.

Man kann jedenfalls einiges ausprobieren. Ich habe auch von Leuten
gehört, die ihre Haare mit gewöhnlicher Stückseife waschen (was
normalerweise eher stärker austrocknet/entfettet) und damit zufriedener
sind als mit jedem Shampoo.
M.E. führen die üblichen Darreichungsformen bei Shampoo (und noch
schlimmer Duschgel) tendenziell zur Überdosierung. Das Zeug ist zwar zur
Hälfte oder so eh schon Wasser, aber soviel Reinigungsmittel braucht bei
der heute üblichen häufigen Dusche kein Mensch. Und um die austrockende
u. sonstige Wirkungen davon zu kompensieren muß dann Spüllung,
Conditioner, Creme usw. her.

JR

Arno Schuh

unread,
Jan 10, 2009, 3:52:25 PM1/10/09
to
Johannes Roehl <parr...@web.de> wrote:
>> In den 50er jahren war es auch kein Problem, glänzende Haare zu
>> tragen. Man hat sich als Mann Brilliantine, Diplona(?) etc. in die
>> Haare geschmiert, damit sie schön glänzen.
>> Dass das gejuckt und geklebt hat und man roch wie ein Iltis war
>> normal.
>
> http://www.markenmuseum.com/index.php?id=247
>
> Bis man wegen ungewaschener Haare wie ein Iltis riecht, dauert es aber
> ziemlich lange, während es bei ungewaschenen Achseln manchmal in
> wenigen Stunden erreichbar ist. ;)
> Außerdem hat Pomade meistens auch einen leichten Duft

Das war damit gemeint, wie ein Iltis zu riechen - nicht zu stinken, sondern
meilenweit nach einem, mehr oder weniger aufdringlichen, Parfüm zu "duften".

Freundliche Grüße

Arno

Elke Schwarz

unread,
Jan 10, 2009, 4:37:34 PM1/10/09
to

"Johannes Roehl" schrieb ...
> Arno Schuh schrieb:

>> Elke Schwarz <> wrote:
>>> "Arno Schuh" schrieb ...
>>>> Das Abtrainieren einer über Jahre durch tägliches Waschen
>>>> herangezüchteten Überproduktion von Fett dürfte nicht von heut auf
>>>> morgen zu bewerkstelligen sein.
>>> Ist das nicht ein modernes Märchen so a la "wenn man die Haare immer
>>> nachschneidet, werden sie kräftiger"? Ich gehe eher davon aus, dass
>>> das Veranlagung ist!
>>
>> Das glaube ich nicht, dass das ein Ammenmärchen ist. Wenn man immer wieder
>> die Fettschicht weg wäscht, werden die Talgdrüsen mit Nachfetten reagieren.
>
> Davon bin ich auch überzeugt, obwohl es sicher auch eine persönliche Komponente gibt, die davon unabhängig ist. Meines Wissens
> sind sich alle Dermatologen einig, daß z.B. zu häufiges und zu heißes (und mit zuviel Reinigungsmittel) Duschen/Baden nicht gut
> für die Haut ist und die Kopfhaut ist auch nur eine Haut.

Das mit dem zu warmen Wasser stimmt, ich nehme nur lauwarmes.
Außerdem kann man mit kaltem Wasser nachspülen, das schließt die
Poren und macht zudem einen schönen Glanz - ohne Fett natürlich.
Auf meinem Shampo steht PH-neutral 5,5 und man darf es jeden
Tag benutzen.
Übrigens: seitdem ich blondiere, ist es viiieeel besser ...
Vielleicht stehen dem Volker ja blonde Haare?
E.

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David Kastrup

unread,
Jan 20, 2009, 11:01:11 AM1/20/09
to
Martina Eckner <martina...@gmx.de> writes:

> Das ist vielleicht der größte Trick, daß man aufhört zu glauben, es
> gäbe das perfekte Shampoo. Auch das mit den männlichen und weiblichen
> Shampoos halte ich für Quatsch, vom Geruch mal abgesehen ;-)

Na, von irgendwas müssen die Männer ja den Haarausfall kriegen.

--
David Kastrup

David Kastrup

unread,
Jan 20, 2009, 11:08:26 AM1/20/09
to
Johannes Roehl <parr...@web.de> writes:

> Bis man wegen ungewaschener Haare wie ein Iltis riecht, dauert es aber
> ziemlich lange, während es bei ungewaschenen Achseln manchmal in
> wenigen Stunden erreichbar ist. ;)

Auch mit frisch gewaschenen Achseln bereits mit 15 Minuten sportlicher
Betätigung, wenn die natürliche Behaarung, die ja bei den dortigen
Schweißdrüsen fast nur noch die Funktion der Pheromonverteilung hat,
noch vorhanden ist.

Als jemand, der viel mit dem Fahrrad fährt, fand ich das extrem nervig.

--
David Kastrup

Elke Schwarz

unread,
Jan 21, 2009, 2:25:53 PM1/21/09
to

"David Kastrup" schrieb ...

fand ... und jetzt nicht mehr? Hast du alle abrasiert *neugierigguck*?
E.

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