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nur vnc-client session?

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Andreas Leitgeb

unread,
Aug 12, 2008, 7:52:09 AM8/12/08
to
(Sorry, wenns eine bloede Frage ist.)

Wenn ich mit rdesktop auf einem windows Rechner einlogge,
dann ist, sobald ich mit der Maus ueberm rdesktop-Fenster
bin, die Tastatur komplett fuer die remote-session reserviert.
Damit funktionieren auch Alt-Tab, etc am remote-host.

Wenn ich aber mit vnc arbeite, dann hab ich diesen Luxus
nicht, und ich kann am remote-host eigentlich kaum Hotkeys
verwenden, weil die typischen Alt-Tab/F<n> Combos schon
der lokale WM fuer sich konsumiert.

Nun die eigentliche Frage:
Gibt es beim VNC-client eine der folgenden Moeglichkeiten:
-) automatischen keyboard-grab a la rdesktop (als ein/aus-
schaltbares feature)
-) vnc als einziger lokaler X-Client einer speziellen
login-session ohne lokalen Windowmanager
So wie xdmcp, nur halt eben vnc :-)
-) vnc als svga-app
?

"F8" als Ausnahme fuer's client menu ist ok.

Andreas Leitgeb

unread,
Aug 12, 2008, 8:17:31 AM8/12/08
to
Andreas Leitgeb <a...@gamma.logic.tuwien.ac.at> wrote:
> Wenn ich aber mit vnc arbeite, dann hab ich diesen Luxus
> nicht, und ich kann am remote-host eigentlich kaum Hotkeys
> verwenden, weil die typischen Alt-Tab/F<n> Combos schon
> der lokale WM fuer sich konsumiert.

Kleine Ergaenzung: bin grad ueber -fullscreen gestolpert, aber
dann ist es eben auch nicht mehr im Fenster. Zumindest eruebrigen
sich damit die Fragen nach vnc-only sessions oder svga-vnc, sodass
nur noch die Frage bleibt, ob man vnc auch im Fenster anweisen kann,
die Tastatur fuer sich zu reservieren, solange die Maus im inneren
seines Fensters ist.

Dafuer gleich noch eine weitere Frage zu vnc:
Ich leite mir ueblicherweise mit
ssh -L5901:localhost:5900 zielrechner
den vnc-port weiter, und gebe dem vnc dann localhost:1
als Ziel an. Leider glaubt er dann aber, dass der
remote-rechner eh der gleiche Rechner ist, und die
session wird damit "etwas langsam".
Wie mach ich die Weiterleitung richtig bzw. welche vnc-
optionen sind notwendig, damit vnc mitkriegt, dass er
nicht wirklich mit einem lokalen vnc-server verbunden ist?
(Die ssh-verbindung als solche ist auch schon irgendwie
getrickst, und vnc hat *keine Chance*, den remote-rechner
direkt zu erreichen.)

Wolfgang Steger

unread,
Aug 12, 2008, 3:40:10 PM8/12/08
to
Andreas Leitgeb schrieb:

> Ich leite mir ueblicherweise mit
> ssh -L5901:localhost:5900 zielrechner
> den vnc-port weiter, und gebe dem vnc dann localhost:1
> als Ziel an. Leider glaubt er dann aber, dass der
> remote-rechner eh der gleiche Rechner ist, und die
> session wird damit "etwas langsam".
> Wie mach ich die Weiterleitung richtig bzw. welche vnc-
> optionen sind notwendig, damit vnc mitkriegt, dass er
> nicht wirklich mit einem lokalen vnc-server verbunden ist?
> (Die ssh-verbindung als solche ist auch schon irgendwie
> getrickst, und vnc hat *keine Chance*, den remote-rechner
> direkt zu erreichen.)
>

Ich hoffe, Du verwendest tightvnc oder einen Abkömmling (RealVNC besser
nicht verwenden), dann kannst Du dem vncviewer mittels "-encoding"
-Option zum Datenkomprimieren bringen, also:

vncviewer -encodings "tight" localhost:1

Ausserdem bietet sich die Option "-via" zum automatischen Herstellen des
Tunnels an, ausserdem wird dann das Encoding automatisch auf tight gesetzt.

Findet man alles unter vncviewer(1).

Lg, Wolfgang

--
Computers make excellent and efficient servants, but I have no wish to
serve under them. Captain, a starship also runs on loyalty to one
man. And nothing can replace it or him.
-- Spock, "The Ultimate Computer", stardate 4729.4

Andreas Leitgeb

unread,
Aug 12, 2008, 7:34:03 PM8/12/08
to
Wolfgang Steger <wolfgang...@utanet.at> wrote:
> Ich hoffe, Du verwendest tightvnc oder einen Abkömmling (RealVNC besser
> nicht verwenden), dann kannst Du dem vncviewer mittels "-encoding"
> -Option zum Datenkomprimieren bringen, also:

Hmm, auf einer der Maschinen (mit hardy) duerfte es der tightVnc
sein, auf den anderen (mit gutsy) der RealVnc.

> Ausserdem bietet sich die Option "-via" zum automatischen Herstellen des
> Tunnels an, ausserdem wird dann das Encoding automatisch auf tight gesetzt.

Das ist ja ueberhaupt genial! Das scheinen beide vnc's zu koennen.
Ich habe dann gleicheinmal zum testen vom einen Rechner
vncviewer -via derandere localhost:0
gemacht, und dann per vnc am anderen Rechner gleich:
vncviewer -via dereine localhost:0
:-)))

Danke! (naechstes mal tu ich wieder "tfm" "r"en, versprochen :-)

Christoph 'Mehdorn' Weber

unread,
Sep 29, 2008, 11:16:27 AM9/29/08
to
Hallo!

* Andreas Leitgeb <a...@gamma.logic.tuwien.ac.at>:

> Wenn ich aber mit vnc arbeite, dann hab ich diesen Luxus
> nicht, und ich kann am remote-host eigentlich kaum Hotkeys
> verwenden, weil die typischen Alt-Tab/F<n> Combos schon
> der lokale WM fuer sich konsumiert.

Ich habe das Problem so gelöst, daß in meiner .xinitrc eine
Schleife drin ist, die der Reihe nach verschiedene Window-Manager
startet. In dieser Liste ist auch "ratpoison" drin. Dieser kleine
Windowmanager belegt genau eine Tastenkombination für sich (per
Default ^T). Also alten Windowmanager killen, ratpoison geht auf,
man kann bequem VNC nutzen. Wenn man fertig ist, killt man dann
ratpoison und bekommt den nächsten Windowmanager in der Liste (ich
habe da noch xterm als Fallback drin, was ich dann mit ^D einfach
schließe) und lande dann wieder beim ersten Windowmanager.

Man könnte natürlich, wenn ratpoison nicht zusagt, auch einfach
einen twm nehmen und dem die meisten Tasten wegkonfigurieren etc.

Christoph

--
Hmm jedenfalls hat es vor knapp anderthalb Wochen im Siegerland
einen Feldversuch zu taktischen Kleinbussen gegeben. --
War da vor dem Versuch auch schon ein Feld, oder erst danach?
(Michael Gross, Andreas Riedel)

Andreas Leitgeb

unread,
Sep 29, 2008, 4:13:10 PM9/29/08
to
Christoph 'Mehdorn' Weber <spam...@das-mehdorn.de> wrote:
> * Andreas Leitgeb <a...@gamma.logic.tuwien.ac.at>:
>> Wenn ich aber mit vnc arbeite, dann hab ich diesen Luxus
>> nicht, und ich kann am remote-host eigentlich kaum Hotkeys
>> verwenden, weil die typischen Alt-Tab/F<n> Combos schon
>> der lokale WM fuer sich konsumiert.
>
> Ich habe das Problem so gelöst, daß in meiner .xinitrc eine
> Schleife drin ist, die der Reihe nach verschiedene Window-Manager
> startet. In dieser Liste ist auch "ratpoison" drin. Dieser kleine
> Windowmanager belegt genau eine Tastenkombination für sich (per
> Default ^T). Also alten Windowmanager killen, ratpoison geht auf,
> man kann bequem VNC nutzen. Wenn man fertig ist, killt man dann
> ratpoison und bekommt den nächsten Windowmanager in der Liste (ich
> habe da noch xterm als Fallback drin, was ich dann mit ^D einfach
> schließe) und lande dann wieder beim ersten Windowmanager.

Ah, der ratpoison "managt" dann also den vncviewer...
Falls das mit full-screen (meine derzeitige loesung) mal nicht
funktionieren sollte, ist das das naechste was ich probieren werde.
Allerdings eher ohne wm-cycling (wie beendest du eigentlich dann
die session?) sondern mit einem Eintrag in meiner .icewm/menu:
"restart ratpoison - ratpoison"
Und der ratpoison kann per "newwm"/"tmpwm" die kontrolle z.b. an
icewm zurueckgeben. Schade, dass ratpoison nicht direct --replace
kann :-)

Leider vertraegt sich ein WM-wechsel oft nicht gut mit virtual
desktops - danach hat man dann oft alle Fenster auf einem Haufen.

Trotzdem, danke fuer den Tipp!

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