Zitat:
-------------------------------
In genau einem Monat erlebt das Netz den vielleicht größten Testlauf für
IPv6, den es bislang gab: einen Tag lang wollen eine Reihe großer, aber
auch kleinerer Anbieter ihre Seiten nicht nur über das klassische Ipv4-
Protokoll, sondern auch über das Nachfolgeprotokoll Ipv6 verfügbar
machen. Und weil mancher Heimrouter und manches Betriebssystem bei einem
solchen Parallelbetrieb ins Straucheln kommt, müssen sich am Welttag
IPv6 wohl mehrere hunderttausend Nutzer weltweit darauf einstellen, dass
sie an diesem Tag lange Wartezeiten beim Zugriff auf die teilnehmenden
Seiten in Kauf nehmen. Eine kleine Minderheit von Nutzern müssen am 8.
Juni sogar ganz verzichten auf Google-Recherchen, Facebook-Kommunikation
oder Seiten wie den Beirut Internet Exchange, die University of New York
oder den Förderverein Bürgernetz Landshut verzichten.
Gefährdet sind laut Analysen (PDF Datei) von Google, einem der
Initiatoren des globalen Testlaufs, etwa die Nutzer von MAC OS X oder
bestimmten Linux-Versionen. Das Problem ist dabei nicht, dass die
Betriebssysteme IPv6 nicht unterstützen. Wäre das so, wäre alles in
Butter, denn die IPv4-Versionen laufen ja unverändert weiter. Das
Problem ist, dass die besagten Betriebssysteme das neue Protokoll
unvollständig unterstützen, teils falsche Anfragen losschicken und sich
an den IPv6-Anfragen verschlucken.
Ähnliche Phänomene werden bei einzelnen Heimroutern erwartet, die „ein
bisschen“ Ipv6-fähig sind. Alle Netzbetreiber sollten sich am 8. Juni
auf entnervte Anfragen ihrer Kunden vorbereiten, empfahl David Freedman
von Claranet beim Treffen der IP-Adressverwalter des RIPE in der
vergangenen Wochen in Amsterdam. Freedman riet den Netzbetreibern, ihre
Helpdesks mit der Liste von möglichen Gegenmaßnahmen (PDF Dokument) zu
bewaffnen, die Nutzer ergreifen können: von einem Check auf eigens
vorbereiteten Testseiten zur IPv6- Fähigkeit der jeweiligen Verbindung,
über mögliche Updates für Betriebssystem, Browser, das vorhandene
Officepaket oder die CPE Firmware bis zur Deaktivierung von
Ipv6-Übergangsmechanismen, die den Zugriff auf die Ipv4-Varianten stören.
.......
-------------------------------
fup2 at.internet.provider
--
Fritz