Nachdem meine Freundin und ich letztes Jahr keinen designierten
Motorradurlaub gemacht haben und statt dessen Schnorcheln waren, sollte
es dieses Jahr schon wieder soweit sein und die ursprünglich für letztes
Jahr grob avisierte Tour in die französischen Seealpen gefahren werden.
Im Vorlauf mussten die beiden Bikes noch reisefit gemacht werden, was
bei meiner ZRX konkret einen neuen Satz Reifen, neue Bremsbeläge hinten,
neuen Luftfilter und eine gespannte Kette bedeutete, bei der GS meiner
Freundin einen neuen Hinterschlapfen und auch neue Beläge. Dank Andi
Tuma und seiner Werkstatt war das rasch erledigt.
In den letzten Wochen wurde dann noch sowohl bei mir als auch bei meiner
Freundin vorgearbeitet, um die 2 Wochen freizuschaufeln. Ursprünglich
wollten wir am Sonntag mit dem Autoreisezug nach Villach fahren und dort
dann zu Mittag weiter durch Südtirol - einzig der Zug war ausgebucht,
also haben wir uns für die Autobahnvariante bis Judenburg entschieden.
Am Samstag um 23:30 Uhr war ich also dann auch endlich reisefertig.
Sonntag, 11. 7. 2010
Wie bei solchen Touren so üblich fahren wir dann doch schon um 10:30 Uhr
weg ;-)
Aus Mödling gehts hinaus über die Weinstrasse per Gumpoltskirchen nach
Baden und dort dann auf die A2. Wir hatten beschlossen, die "klassischen
Wiener Hausstrecken" auszulassen, um möglichst rasch gen Süden zu
kommen. So fahren wir also via A2, S6 und S36 nach Judenburg, dort auf
die Bundesstrasse und das Murtal weiter entlang bis nach Predlitz. Im
Murtal hatten sich zwei Gänserndorfer Fireblades an uns vorbeigeschoben,
beim Abzweiger in Predlitz auf die Turrach hinauf sind sie schon außer
Sicht und ich denke jetzt sind sie weg. Aber kurz darauf sehe ich sie
ein paar Kurven weiter und nun müssen endlich die neuen Reifen
eingefahren werden - bis oben bin ich an einem so dicht dran, daß er
mich gleich vorbeiwinkt, der zweite ist ca. 50m weiter vorne. Mit deren
Herde an PS und ohne Gepäck hätte ich mir aber mehr erwartet, wo ich
doch mit 2 Packtaschen und Tankrucksack unterwegs bin.
Auf der Turracher Höhe biegen wir beim Hotel Kornock zum Rudi Strablegg
auf zwei Kaffee und eine Waldbeerschnitte ein und können zum ersten Mal
die toten Tiere vom Visier entfernen. Angesichts eines herannahenden
Gewitters fahren wir rasch weiter Richtung Süden, via Bad Kleinkirchheim
und Radenthein den Millstätter See entlang. Kaum neben dem See ist die
Luft heiß und zum Schneiden - das nächste Gewitter also absehbar. Um
Spittal a. d. Drau fahren wir auf der Autobahn herum, dann das Drautal
hinauf, nur um in Gröfelhof kurz vor unserer geplanten Abzweigung in
Oberdrauburg von einem heftigen Gewitter ins ein Gasthaus gezwungen zu
werden. Einen Kaffee und eine halbe Stunde später scheint das Wetter
wieder eine Weiterfahrt zuzulassen und wir queren bei Nieselregen via
Oberdrauburg über die Gailbergstrasse nach Kötschach-Mauthen, dort
nochmals aufgetankt und dann biegen wir ins Lesachtal.
Natürlich wird genau jetzt der Regen stärker.
Ein paar Kilometer später haben wir dann genug und geben unser Tagesziel
Bruneck auf - es bietet sich gerade die Gelegenheit, einen asphaltierten
Güterweg links bergab zu einem Bauernhof mit Fremdenzimmer zu nehmen -
das Haus Brandstätter. Nach einer Schnapserl-Begrüßung sind wir dann
auch überzeugt, die richtige Entscheidung getroffen zu haben und sowohl
die von der Wirtin improvisiert hingestellte Gailtaler Speckjause als
auch das große und gemütliche Zimmer bestärken uns in unserer Entscheidung.
Strecke: 395km
Montag, 12. 7. 2010
Auch an diesem Tag - Abfahrt 10:30 Uhr.
Nach einem lukullischen Frühstück fahren wir die drei kleinen
Serpentinen wieder hinauf zur Lesachtalstrasse und dann mit Schwung
Richtung Osttirol. Die Straße ist teilweise frisch und zweispurig,
teilweise holprig und bei Gegenverkehr nur mit Ausweichen zu bezwingen.
Jedenfalls habe ich beschlossen, diese Straße irgendwann mal in einem
Zug durchzufahren, denn dieses Kurvengeschlängel ist genial!
Bei Silian fahren wir dann über die Grenze nach Italien und sofort holt
uns der Urlaubsverkehr ein. Zusätzlich zu den montäglichen Lastwägen
fahren auch Wohnwägen, Wohnwagenanhängergespanne und Landschaftsgucker.
Das Pustertal ist verkehrsmäßig wie immer eine Katastrophe, also rollen
wir möglichst ohne größeren Ärger bis zur Autobahnauffahrt Brixen,
fahren dann die Brenner-Autobahn 21km Richtung Nordwest und dort zum
Jaufenpass ab.
Der Jaufenpass von Nordost nach Südwest ist wieder mal perfekt, im
rötlichen Fahrbahnbelag glänzt in der Sonne der Quartzsand, es hat Grip
ohne Ende und so werden die neuen Sportec M3 endlich ganz eingefahren.
Oben machen wir eine kurze Getränkepause, dann gehts die Südwestseite
wieder hinunter und dicht gefolgt vom nächsten langweiligen Teil: Die
Jaufenstrasse hinunter nach Meran.
Strecke und Landschaft wären ja schön, aber dort war noch jedes Mal so
viel Verkehr, daß man am besten mitzuckelt und an schönere Dinge denkt.
Meran bräuchte dringend eine Umfahrung und die Strecke von Meran hinauf
zum Reschenpaß bzw. für uns bis zum Abzweiger zum Stilfser Joch ähnelt
in allen Belangen der Jaufenstraße. Am Fuße des Stilfser Jochs noch
schnell getankt, und dann los in einem Zug bis hinauf zur Passhöhe. Ein
zwischenzeitlich eingeholtes Carabinieri-Auto wird ebenso aufgesaugt wie
viele andere wandelnde Hindernisse. Die Strecke ist nach wie vor
wunderschön, sie wird nur von Jahr zu Jahr holpriger. Nach kurzen
(Foto-)Halt oben fahren wir dann wieder in einem Zug hinunter bis fast
nach Bormio, wir biegen aber vorher nach Westen ab und fahren noch den
Passo Foscagno und den Passo Eira nach Livigno, wo wir nach Recherche im
Tourist Office im Hotel Le Alpi einchecken - Motorräder in die
Tiefgarage, Abendessen und einschlafen.
Strecke: 332km
Dienstag, 13. 7. 2010
Ausnahmsweise kommen wir bereits kurz vor 10:00 Uhr weg, meine Kette
wird noch geschmiert und der GS ein halber Liter Öl gegönnt. Dann gehts
gleich los raus aus Livigno und den Bernina-Pass hinauf. Auf der
Passhöhe machen wir erst nur kurz einen Beweisfoto-Halt, nachdem sich
jedoch neben uns ein deutscher Hypermotard-Fahrer mit Sozia einparkt und
dieser mit Leatherman bewaffnet beginnt, an seinem Topfkäs *würg*
herumzuschrauben, ist dem Elend nicht mehr zuzusehen und ich bite mein
Werkzeug an. 20 Minuten später ist die Grundplatte des Topfkäses
versetzt und wir werden auf einen Kaffee eingeladen.
Mit einer halben Stunden Verspätung geht es nun den Berg hinunter nach
St. Moritz, von dort direkt weiter den Maloja-Pass hinunter und bei
Castasegna wieder zurück nach Italien. Unser nächster Halt ist bereits
am Ufer des Como-Sees, der mit seinem Sechzigerjahre-Flair in der
Mittagshitze flimmerte. Über verschiedene fast ausgestorbene Ortschaften
und Umfahrungstunnels folgen wir ein Stück weit dem Westufer des Sees
bis wir nach Westen und damit Lugano abbiegen. Das Anwesen George
Clooneys und er selbst wurden nicht gesichtet.
Eine Beschreibung der Ortsdurchfahrt von Lugano erspare ich dem werten
Leser, wir queren wieder die Grenze in die Schweiz und tanken. Der kurze
Blick auf den Lago Maggiore ist im Verkehr ersoffen, Locarno ist nicht
besonders eindrucksvoll.
Umso lieber verlassen wir Locarno durch ein Seitental Richtung Westen -
endlich wieder eine kurvige Straße nach unserem Geschmack. Eng und mit
gutem Asphalt schmiegt sie sich an die Talwand, links in der Tiefe
rauscht ein Gebirgsfluß. Wir überqueren wieder die Grenze nach Italien
und biegen in Domodossola nach Norden auf die Anfahrt zum Simplon-Paß.
Dabei handelt es sich um keine eng über den Berg gelegte Strecke sondern
um eine gut ausgebaute und mit zahlreichen Trassen versehene
Bergstrecke, die auch hohe Geschwindigkeiten vertragen würde, wenn da
nicht der schweizer Freiland-80er wäre. Nach dem obligatorischen
Fotohalt auf der Passhöhe fahren wir hinunter nach Brig und von dort das
Rotten-Tal nach Nordost Richtung Grimsel. In Ulrichen finden wir im
zweiten Anlauf ein Zimmer im Hotel Astoria, der Grimsel-Pass würde am
nächsten Tag unser Muntermacher werden.
Strecke: 351km
Mittwoch, 14. 7. 2010
Heute Abfahrt um 10:15 Uhr - ein guter Kompromiss ;-)
Zum Einschwingen gilt es gleich das erste Highlight, den Grimselpass, zu
bezwingen - eine Aufgabe, die mit dem nötigen Ernst und entsprechendem
Riesengrinsen unterm Helm erledigt wird. Oben wie immer ein paar
Beweisfotos - dann gehts auch schon wieder die Nordseite hinunter und in
Innertkirchen wird wieder getankt, weiter am Nordufer des Brienzersees,
durch Interlaken und dann das Südufer des Thunsersees bis Spiez.
Kurz vor Spiez will ich den linken Seitenspiegel korrigieren, der schon
die ganze Zeit so komisch wackelt - mit dem Ergebnis, daß ich ihn bei
ca. 100km/h dann auch gleich in der Hand halte. Da mich sowas aber schon
längst nicht mehr ärgen kann verstaute ich den Spiegel während der Fahrt
im Tankrucksack und fahre bis zum kurzen Halt bei einem COOP-Markt in
Spiez eben mit dem nackten Halterungsstangerl am Lenker. Beim Halt dann
eine eingehende Analyse des Schadens: Die Rückwand des Spiegels, wo die
Halterung halbkugelgelenk-artig angeschraubt ist, ist ausgebrochen. Also
wird mit der Zange die Rückwand wieder in Form gebogen, damit der
Spiegel zumindest wieder rundum an die Bruchstelle anschließt und dann
wird das ganze kunstvoll mit Racetape befestigt (sowas hat man natürlich
immer mit!).
Fazit: Hält perfekt - kein Spiel, kein Wackeln, nur ein schmaler
Streifen Racetape geht senkrecht durch die Bildmitte, aber das ist zu
verkraften.
Von Spiez gehts nach Westen weiter ins Simmental bis Zweisimmen,
nördlich an Gstaad vorbei bis zum Abzweiger in Chateau D'Oex, wo wir auf
den Col Les Mosses abbiegen und oben einen Kaffee schlürfen. Im
Gegensatz zum Frühstückskaffee ist dieser mehr als trinkbar. Von Les
Mosses wieder herunten fahren wir weiter Richtung Südwest bis Aigle und
via Ollon und Monthey den nächsten Berg hinauf zur
schweizerisch-französischen Grenze kurz nach Morgins.
<Heldengeschichte>
Vor der fünften Serpentine ist eine Baustellenampel auf "Rot" und in der
ersten Reihe haben bereits ein Transalp mit Sozia und eine 1098er mit
Sozia Aufstellung genommen. Bei "Grün" fahren nun alle vier Motorräder
los und nach der ersten Serpentine ist die Baustelle zu Ende - Feuer!
Aus dritter Position wird die Transgatsch gleich eingesaugt und an
Haltung und Beschleunigung kann man erkennen: Die 1098er wills wissen.
Die langezogenen Kurven bis zur letzten Serpentine hänge ich schon an
seinem Hinterrad, aber in der Serpentine dann sein Fehler: Er nimmt eine
sehr runde Linie - wahrscheinlich wegen der Sozia - während ich einen
spitzen Scheitel wählte und während er noch Richtung machen muss habe
ich schon aufgerichtet und gebe Vollgas. Und so schiebt sich meine ZRX
mit Packtaschen und Tankrucksack innen am Kurvenausgang vorbei. In den
folgenden Wechselkurven kann ich meinen Vorsprung ausbauen und kurz vor
Morgins ist die Sache geklärt. Ohne Sozia hätte er mich aber
wahrscheinlich stehengelassen ;-)
</Heldengeschichte>
Jedenfalls schließt meine Freundin auch bald wieder auf und wir
überqueren die Grenze über den Pas de Morgins, folgen der Straße bis
Bonnevaux und biegen dort nach Süden ab auf den Col Du Corbier - auch
hier sensationeller Asphalt, ein kurzer Blick auf der Passhöhe bestätigt
den fehlenden Schissrand am Hinterreifen. Also machen wir uns auf zum
letzten Höhepunkt des Tages - der Teilbefahrung der "Tour de
France"-Etappe von Morzine nach St. Jean de Maurienne.
Nach Morzine und Les Gets durchqueren wir Taninges, durch Cluses gehts
schon wieder bergauf, hinauf zum Col de la Colombiere - 2010 der
Schicksalsberg von Cadel Evans bei "le Tour". Wieder unten in St. Jean
de Sixt wird nur noch kurz getankt und dann kehren wir im Hotel Les
Aravis ein.
Der Tag wird mit Amstel-Bier und einem "Heißen Stein"-Dinner für zwei
abgeschlossen.
Strecke: 316km
Donnerstag, 15. 7. 2010
Ausnahmsweise starten wir um 09:35 Uhr - quasi eine Sensation!
Der Col de Aravis wird quasi als Frühstücksergänzung genommen, die
Reifen sind dann schon schön warm - beste Voraussetzungen für den Rest
des Tages. Ursprünglich war unser Ziel, nach etwa 320km am Lac de
Serre-Poncon ein Quartier zu suchen - es sollte anders kommen.
Kaum vom Col de Aravis wieder herunten gehts in Notre Dame de Bellecombe
schon wieder in Serpentinen de Berg hinauf, oben hinunter nach
Albertville und ein Stück die Schnellstrasse entlang bis zum Abzweiger
auf den nächsten "le Tour"-Schicksalsbeg - den Col de la Madeleine. Die
teilweise extrem farbenprächtigen und beinahe kunstvollen
Anfeuerungssprüche auf der Straße lassen mich immer wieder anhalten und
Fotos machen. Unten im Etappenziel in St. Jean de Maurienne halten wir
uns nicht lange auf, denn dort wird für uns schon der nächste Berg
gestartet. Und das heisst "Hinauf auf den Col de la Croix de Fer!" -
sehr gerne, denn teilweise neu ansphaltiert und trotzdem nur maximal
zweispurig (wenn überhaupt), eben eine tolle Strecke. Bei der Abfahrt
lassen wir Alpe d'Huez im Osten liegen und fahren zur nächsten "le
Tour"-Etappe, der wir uns südlich von Vizille wieder anschließen wollen.
Zuvor wählen wir aber noch die Bergnebenstrecke via St. Barthelemy - La
Morte - Lavaldense und Nantes en Ratier, bevor wir in Le Mure wieder
eine Tankstelle aufsuchen müssen.
Ab Le Mure folgen wir der Route Napoleon über den Cote des Terrasses bis
Corps, dann ist jedoch wieder ein Col angesagt - Richtung Col de Rioupes
hinauf, dann aber ostwärts über den Col du Noyer. Nach der Abfahrt
hinunter Richtung Gap verabschieden wir uns von der Tour-Führung 2010
und fahren weiter zu unserem vermeintlichen Tagesziel am Lac de
Serre-Poncon.
"Crowded" ist der richtige Ausdruck für diesen See - also beschließen
wir, auch noch die restlichen 150km abzureiten und einen Tag früher bei
unserem gebuchten Hotel im Verdon-Tal aufzutauchen. Wir überqueren also
den See und nachdem ich meinem Navi grundsätzlich traue kommen wir auch
in den Genuss des Col de Pontis - nachher wusste ich, warum es
mittlerweile eine Umfahrung am See entlang gibt. Jedefalls eine
einspurige Serpentinenorgie mit Rumpelbelag in der prallen
Nachmittagssonne - das musste halt auch sein. Jedenfalls fahren wir
anschließend das Tal ostwärts bis Barcelonnette, wo wir zum letzten Col
des Tages abbiegen, den Col d'Allos.
Ein würdiger Abschluß. Nicht enden wollende eineinhalbspurige Straße in
teilweise bestem Zustand, die sich den Berg in unterschiedlichsten
Kurvenradien hinaufschlängelt - eine letzte Prüfung für die Reste an
Konzentration. Oben angekommen fährt meine Freundin gleich durch, ich
mache noch die Fotos und dann nichts wie hinunter ins Verdon-Tal und
dieses entlang bis zum Hotel, das für die nächsten Tage unsere Station
sein sollte: das Hotel Lac Et Foret.
Strecke: 479km
Freitag, 16. 7. 2010
Erster Tagesordnungspunkt: Ausschlafen.
Dann: Frühstücken.
Nach weiteren Tätigkeiten wie Um- und Auspacken sowie Routenplanung für
erst mal vier weitere Tage fahren wir um etwa 13:45 Uhr los - unser
Ziel: Grasse.
Obwohl wir beide überzeugt sind, daß Grasse eine Touristenfalle ist,
machen wir uns auf den Weg, es sind ja nur etwa 65km.
Entlang des Lac de Castillon schwingen wir uns ein und für die
Reifenflanken kommen die 9 Serpentinen hinter St. Julien du Verdon wie
gelegen, vor allem weil der Belag wieder mal von der griffigsten Sorte
ist. Nach einem Tankstop in Castillane fahren wir Richtung Südosten auf
der schön ausgebauten Route Napoleon über den Col de Luens, den Col de
Valferriere, den Pas de la Faye und den Col du Pilon nach Grasse hinein.
Schwerer Fehler.
Unsere Befürchtungen bewahrheiten sich und Grasse zeigt sich als mit
Parkhäusern versehene Touristenfalle. Nicht mal sein Motoorad kann man
irgendwo parken und nachdem der Parkplatz einer der Parfümerzeugungen
erstens voll besetzt und zweitens einfahrtseitig auch noch von zwei
Reisebussen belagert wird, geben wir auf und verlassen Grasse wieder
Richtung Norden. In einem Bistro am Stadtrand nehmen wir noch einen
Kaffee und dann fahren wir weiter Richtung Vence, be"rasen" den Col de
Vence (weil dort kann man wieder umlegen bis ... naja, sehr weit eben
;-) ), biegen in Coursegoules nach Osten ab und folgen der Straße "D8"
und dann der "D1" um die dortigen Berge. Eine Sensation des Straßenbaues
- denn auf einer zumeist zweispurigen, jedoch engen Straße werden bester
Straßenbelag, atemberaubende Landschaft und Kurvenradien aller
Ausprägungen auf ca. 70km Länge vereint. Von der "D1" gehts weiter auf
die "D17", die "D2211" und die "D27", bis der Wahnsinn ein Ende hat und
wir in Puget-Theniers wieder auf eine Art Bundesstraße biegen. Dieser
folgen wir Richtung Osten, bis wir wieder am Lac de Castillon ankommen
und die letzten 7km zum Hotel noch richtig "ausschwingen".
Strecke: 230km
Samstag, 17. 7. 2010
Typische Urlaubsabfahrtszeit: 12:00 Uhr
Es sollte wieder ein eher kurzer Tag werden - also "nur" knapp 300km.
Die Tour führt uns wieder zuerst entlang des Lac de Castillon nach
Castellane, dort zu einer Tankstelle und danach gleich den ersten
serpentinenbestückten Berg hinauf - auch auf die Gefahr hin, mich zu
wiederholen:
Wunderbarer Asphalt, kaum Verkehr, sehr schräglagentauglich.
Während der Auffahrt habe ich auch die Heckkamera eingeschaltet, damit
meine Freundin sich am Abend bewundern kann. Also gehts über den Col du
Corobin, die Nordwestseite dann wieder engagiert hinunter und das
darauffolgende Tal entlang bis Caudon Norante, rechts abgebogen und kaum
mehr als einspurig hinauf zum Col de Pierrebasse. Sowohl Duft als auch
Landschaft erinnern an toskanische Pinienheine, die Temperatur
allerdings auch - wir schwitzen wieder mal unterm Leder.
Nachdem wir auch diesen Berg wieder hinuntergeschwungen waren, folgen
wir ab Digne les Bains der D900 mit ihren weiten Kurven, überqueren mit
viel Schwung den Col du Labouret, weiters den Col du Maure und biegen in
Seyne ab auf die D207, aber nur kurz, in St. Jean Montclar fahren wir
auf der D900 wieder weiter. Ab Le Lauzet-Ubaye kennen wir die
Teilstrecke bereits von der Anreise am Donnerstag, es geht entlang bis
Les Thuiles, dort biegen wir ab auf die D109, überqueren den Fluß und
biegen ein paar Kilometer später hinauf zum Col della Cayolle auf 2326m.
Anfangs noch eine ziemlich wellige Strecke, die meine ZRX ordentlich
herumhüpfen lässt, ist nach ein paar Kilometern weiter wieder mal neu
aspahltiert - das sollte in Österreich mal mit den diversen
eineinhalbspurigen Straßen gemacht werden.
Oben über die Passhöhe drüber gehts in gewohnter Manier Richtung Süden
wieder hinunter und wir glauben schon, wir rollen nur mehr nach Hause.
Wer Fremdenführer lesen würde wäre klar im Vorteil.
Wir finden uns plötzlich auf einer Strasse wieder, die sich an der
rechten Talwand entlang schlängelt und immer wieder durch den blanken
Fels getriebene Tunnels geführt wird. Nur - der ganze Fels, die
Talwände, das ganze Ambiente ist tiefrot. Ein faszinierender Anblick,
der mich doch einmal zum Fotografieren anhalten lässt. Dabei handelt es
sich um "Les Gorges de Daluis", ein Pflichtbesuch für jeden Besucher der
Gegend!
Bei Guillaumes stoßen wir wieder auf die Strasse, die uns von Grasse
heimgeführt hat und folgen ihr Richtung Westen bis zur Abzweigung nach
Annot, dann gings durch Annot durch und den Col St. Michel quasi zum
Tagesabschluss hinauf und danach erst wieder hinunter ins Verdon-Tal,
wieder dieses entlang bis erst zur Tankstelle vor dem Hotel und dann zum
Hotel zurück auf ein Bier ;-)
Strecke: 281km
Sonntag, 18. 7. 2010
Badetag!
Nach dem Frühstück erkundigen wir uns zuerst bei der Paraglider-Station
auf der anderen Talseite, was so ein Tandemflug kostet, dann
fotografieren wir die ebendort gelegenen Lavendelfelder, die gerade in
voller Blüte stehen. Nach kurzer ergebnisloser Suche nach einem Bankomat
wollen wir eigentlich in ein Seebad in St. Julien fahren, aber nach 2km
haben wir schon eine Liegewiese mit Tretbootverleih ausgemacht und
bleiben gleich dort.
Also erst mal ins Wasser gestiegen, später Tretboot ausgeborgt und damit
eine Stunde über den See "getretelt". Nachdem wir zwischendurch immer
wieder ins Wasser gehüpft sind war die Sache sehr erfrischend, trotzt
quasi sportlicher Betätigung.
Nach ausgiebigem Trockenliegen in der Wiese fahren wir um etwa 17:00 Uhr
zurück, finden doch noch den Bankomat und lassen den Nachmittag bei zwei
Bieren ausklingen.
Strecke: 6km ;-)
Montag, 19. 7. 2010
Nach dem Erholungstag müssen heute ein bisschen die Reifen
weiterbearbeitet werden. Wir starten also über die übliche Strecke über
St. Julien nach Osten bis wir wieder zu den Gorges de Daluis einbiegen -
diesmal mit mehr Fotohalts - und bei Guillaumes hinauf zum Col de
Valberg fahren. Den schwingen wir auf der Ostseite hinunter nach Beuil,
dort wieder zum Col de La Couillole hinauf, hinunter nach St. Sauveur
Sur Tinee, dann hinauf den Col St. Martin und via Belvedere über den Col
de Turini und die Abzweigung nach Süden nach Luceram - und schon sind
wir mitten drin in einer einzigen Kurvenorgie, bei deren Streckenführung
man sofort an schwere Drogen bei den Straßenarchitekten denken muss.
Über eine winzige Nebenstraße gehts nach Südwesten nach Contes - den
heutigen Umkehrpunkt - die Kurvenorgie nimmt via Levens, St. Jean la
Riviere und la Tour kein Ende, erst in Gare de Malaussene kommen wir
wieder auf eine Art Bundesstraße. Diese führt uns wieder nach Westen
zurück zum Lac de Castillon und zum Hotel.
Strecke: 336km
Dienstag, 20. 7. 2010
Der Tag, an dem wir die Strecke fahren, wegen der wir eigentlich hier in
die Seealpen wollten - den Canyon du Verdon.
Meine Freundin entschließt sich, diesen Tag auf dem Sozius zu
verbringen, aber natürlich nicht auf der ZRX, also nehme ich auf der GS
vorne Platz und wir fahren gemeinsam los nach Castellane - zum Tanken.
Im Stadtgebiet sind auch die beiden Abzweigungen zum Verdon.
Eigentlich kann man das Schluchtengewirr des Verdon nord- und südseitig
entlangfahren, da bietet es sich also an, quasi um sie herumzufahren. Da
das jedoch nicht sonderlich lang gewesen wäre, fahren wir erst die
Südseite, die sich als schmäler, griffiger und deutlich weniger
"touristenverseucht" herausstellt. Wir nutzen also die
Staßengegebenheiten und die Reifen der GS werden vorne und hinten gleich
mal bis zum Rand abgearbeitet, die Fußrasten steifen über den Asphalt.
Bei der Pont de l'Artuby machen wir den ersten Fotohalt, die Aussicht
ist durchaus beeindruckend.
Weiter fahren wir die Schlucht entlang, nächster Fotohalt ist bei
einigen Felstunnels, bei deren Fenstern man auf die Straße auf der
gegenüberliegenden Seite blicken kann. Nach dem Ende der Kurven entlang
der Schlucht biegen wir ab nach Süden und folgen verschiedensten
Nebenstraßen, die auf der Navi-Planungssoftware nett ausgesehen haben -
und wir haben uns nicht getäuscht, die Straßen sind wunderschön, es geht
schwungvoll nach Süden bis Carces, rund um den Lac de Carces, wir
überholen unter anderem zwei BMW-Treiber aus Oberösterreich, und fahren
uns Richtung Norden wieder schwindelig. Endlich kommen wir auch durch
eine Gegend mit wunderschönen Lavendelfeldern - der Duft verrät diese
Felder bereits Kilometer im voraus.
Mit der Verdon-Schlucht umrunden wir auch den Lac de St. Croix, bei
Moustiers-St. Marie biegen wir wieder Richtung Schlucht ein - diesmal
gehts die Nordseite retour Richtung Castellane. In la Plaud machen wir
eine Getränkepause und finden dort auch die Einmündung der Route des
Cretes, die - nur in einer Richtung zu befahren - fast 24km quasi im
Kreis südlich von le Plaud spektakulär hinunter zur Schluchtkante und
retour führt. Diese wollten wir aber erst am nächsten Tag befahren, denn
die Touistenmassen lassen das für den heutigen Tag sinnlos erscheinen.
So fahren wir nur noch kurz nach Rougon hinauf, finden dort aber nicht
die dort beheimateten Geier, diese sehen wir erst als wir die Schlucht
weiter nach Castellane fahren und dann gibts auch kurz ein Foto von den
Geiern, die oben um die Felsen kreisen und offenbar auf ein paar
angeschwemmte Rafting-Opfer in der Schlucht hoffen ;-)
Zurück im Hotel angekommen buchen wir zwei Tandemflüge bei der
nahegelegenen Paraglider-Station für den nächsten Abend.
Strecke: 287km
Mittwoch, 21. 7. 2010
Heute haben wir uns erst mal wieder ausgeschlafen. Etwas später als
sonst machen wir uns wieder auf zwei Motorrädern auf nach Castellane zum
Tanken und fahren dann die Nordseite der Verdon-Schlucht wieder hinein,
diesmal bis zur Abzweigung der Route des Cretes und diese dann hinein.
Heute fotografieren wir von der anderen Seite über die Schlucht und
genießen die relativ freie Fahrt um diese Tageszeit.
Nachdem ich ja schon die letzten Tage mit batteriebendingten
Startproblemen der ZRX zu kämpfen habe, haben wir uns nach der
Schluchtbefahrung über eine wieder mal wunderschöne Strecke nach Digne
les Bains aufgemacht, da es dort Motorradwerkstätten geben soll. Nachdem
wird dort in der Touristeninfomation erfahren, daß es genau eine
Werkstätte gibt, suchen wir eben auch den Standort von "Elite Moto" auf
und die ZRX wird unkompliziert mit einer neuen Batterie ausgestattet -
während meine Freundin und ich dort auf einen Kaffee eingeladen werden.
Nach dem etwa halbstündigen Aufenthalt fahren wir noch auf einen
Getränkehalt zum Mäci, dann sind wir über eine teilweise in
Gegenrichtung bereits bekannte Strecke über den Col de Pierrebasse und
den Col de Corobin auf dem Weg retour, in Barreme biegen wir ab auf den
direkten Weg nach St. Andre und zum Hotel.
Nach einer schnellen Dusche sind wir pünktlich um 18:30 Uhr bei der
Paragleiterstation und bereits eine halbe Stunde später werden wir von
den beiden Tandempiloten zum Startplatz über der Stadt gefahren. Eine
kurze Instruktion über das Startprozedere später werden wir schon in die
Sitzgeschirre und Schirme eingehängt und wir laufen jeder mit dem
Piloten im Rücken den Hang hinunter, der Schirm steigt auf und schon
heben wir ab und segeln in einer Aufwindstömung über das Tal. Fast eine
halbe Stunde dauert der Flug und zaubert uns beiden ein Grinsen ins
Gesicht. Die Piloten haben beide Kameras mit und so gibts von den Flügen
ein paar nette Fotos. Nach der Landung erhalten wir noch eine CD mit den
Bildern, dann fahren wir hinüber ins Hotel, das Abendbier ist verdient.
Strecke: 183km
Donnerstag, 22. 7. 2010
Nach dem Frühstück wird gezahlt und möglichst rasch losgefahren, denn
immerhin müssen wir in 3 Tagen wieder in Wien sein und der Weg ist nicht
gerade kurz.
Die Straße von St. Julien nach Osten kennen wir ja schon, aber nach den
Gorges de Daluis sind wir diesmal quasi ein Tal später in die Gorges du
Cians eingebogen. Auch hier sid die roten Felsen ein sensationeller
Anblick, in diesem Tal aber führt die Straße am Talgrund entlang und so
sind auch die Ausblicke anders, wenn auch ebenso spektakulär - ein paar
Fotohalts müssen also sein. Sin fahren hinauf nach Beuil und wir
überqueren wieder den Col de La Couillole, hinunter in St. Sauveur Sur
Tinee biegen wir aber Richtung Norden nach Isola ab und dort folgt die
Kurvenorgie zur Skistation Isola 2000 und von dort weiter zum Col de la
Lombarde hinauf.
Genau auf der Passhöhe ist auch die Grenze nach Italien und nach einer
nicht minder kurvenreichen Abfahrt bis Borge San Dalmazzo suchen wir uns
die Autobahnauffahrt auf die A33, von dort dann auf die A6 und diese
entlang nach Norden bis zum Autobahnkreuz bei Turin. Dort nehmen wir die
A21 und fahren so schnell wie ... vertretbar nach Osten bis nach
Brescia. Während der Fahrt überlege ich, wie weit es heute gehen solle
und bei einem Tankstopp einigen wir uns darauf, nach Möglichkeit im
Hotel La Terrazzina, das wir schon am Weg von unserer Toskana-Tour 2006
retour besucht hatten, ein Zimmer zu ergattern. Also fahren wir in
Brescia noch kurz weiter auf der A4 und verlassen dann die Autobahn, um
auf schnellstem Weg zum Westufer des Gardasees zu gelangen. Wie immer
ist die Strecke verstaut und so kämpfen wir uns mühsam bis Gargnano zum
Hotel durch.
Zimmer sind frei, also laden wir ab und genießen auch diesmal ein
ausgezeichnetes Abendessen mit Blick über den Gardasee.
Strecke: 568km
Freitag, 23. 7. 2010
Heutiges Ziel: Spittal an der Drau
Ursprünglich wollen wir via A22 bei Rovereto und Bozen bis Brixen, von
dort das Pustertal an Bruneck vorbei und über den Stallersattel nach
Österreich fahren. Aber nachdem wir den letzten Regen unserer Reise
vorher in Österreich hatten, hat uns der Regen jetzt in Südtirol wieder
erwischt - also verzichten wir auf den Stallersattel und fahren wieder
über Silian. Über Lienz und das Drautal fahren wir nach Spittal an der
Drau. Ein unspektakulärer Tag mit Regen - muss offenbar auch mal sein ;-)
Strecke: 343km
Samstag, 24. 7. 2010
Letzte Etappe - heim solls gehen. Und so fahren wir auch (zumindest
fast) die schnellste Route nach Hause. Aber zum Tagesbeginn muss es doch
noch das Liesertal hinauf und über den Katschberg sein - ein paar Kurven
eben noch ;-)
Über das Thomatal fahren wir ins Murtal, dieses entlang und in Judenburg
fahren wir auf die S36 auf. Via S6 und A2 waren wir gegen 15:00 Uhr
wieder daheim.
Strecke: 327km
Fazit
* Schön wars!
* Heiß wars.
* Wenn ich so lese, was sich mittlerweile in Südtirol abspielt, so
gibt es dort noch die "Spitzenstrecken".
* Meine Reifen sind nach 16 Tagen fix und fertig - und schön bis zum
Rand gefahren ;-)
* Neue Bremsbeläge vorne brauche ich auch.
* Gesamt sind wir 4.438 km gefahren.
* Kilometerstand auf der ZRX: gut 83.700 km
Gratulation fürs bis zum Ende durchhalten, wers geschafft hat.
Fotos gibts hier, Fotobeschriftung folgt erst:
<http://harald.lemans.at/motorrad/tour-franzoesische-alpen-juli-2010/>
Greets
Harald
--
ZRX 1100 R ::: 23Mm-? ::: BJ 00 ::: 05/05-?? ::: running
KLE "Kawazombie" ::: 0-63Mm ::: BJ 92 ::: 09/92-09/05 ::: sold
wenns wer nicht lassen kann: http://harald.lemans.at/
[Berichterl]
Sehr fein! Danke!
Hast dafür auch irgendwo eine KArte oder so? Ich bin irgendwann bei der
Streckenbeschreibung ausgestiegen ;-)
>Gratulation fürs bis zum Ende durchhalten, wers geschafft hat.
>Fotos gibts hier, Fotobeschriftung folgt erst:
><http://harald.lemans.at/motorrad/tour-franzoesische-alpen-juli-2010/>
Feine Bilder!
lg
wode
--
Die meisten Menschen haben mit der Demokratie etwas missverstanden.
In einer Demokratie *darf* man eine Meinung haben.
Man muss aber nicht. Dieter Nuhr
Neu: http://www.traumrouten.com/namibia
Ja, das ist hart ;-)
Karte hab ich keine, kann nur einen dann nimmer aussagekräftigen
Screenshot vom MapSource machen.
> Feine Bilder!
thx
>Ja, das ist hart ;-)
>Karte hab ich keine, kann nur einen dann nimmer aussagekräftigen
>Screenshot vom MapSource machen.
Map Source hab ich auch.
Kann man da nicht eine Datei extrahieren?
Und genau jetzt fällt mir auf, daß da nur ein Drittel der Bilder da
sind. Hat mich das MotoGP-Rennen gestern ein bisserl abgelenkt ;-)
Ich reiche die heute Abend nach.
Wenns eh schon ein .gdb ist ...
>
> * Schön wars!
Feiner Bericht.
Genau dahin wird uns voraussichtlich die nächstjährige Runde auch führen.
Irgendwie muss ich aber den Col de Tende auch in die Tour einbauen. Hast
mir aber sehr viele Anregungen für die Planung gegeben... :-)
--
lg, Christian
Thx
> Genau dahin wird uns voraussichtlich die nächstjährige Runde auch führen.
Weise Entscheidung, war so richtig mal was neues - der a3-Gü hat mich
schlussendlich überzeugt, sort mal hinzufahren.
> Irgendwie muss ich aber den Col de Tende auch in die Tour einbauen.
Das Geschotterte wollte ich der ZRX dort generell nicht antun.
> Hast mir aber sehr viele Anregungen für die Planung gegeben... :-)
Gern geschahs, Datei liegt vor.
Sehr nett, danke!
War letztes Jahr ebendort unterwegs. Ja, es gibt wirklich ein paar recht
nette Kurverl in dieser Gegend. ;)
Die Tour de France-Fahrer sind schlicht gottgleich. Ich war nach der 3
Bergpässe-Etappe schon vom Moppedfahren fix und foxi - aber das mit dem
Fahrrad? Niemals! =8-O
Geier gibt's am Grand Canoyn du Verdon übrigens bei der Route des Cretes in
größerer Zahl zu sehen. Zumindest über uns sind sie dauernd gekreist. Waren
uns nicht sicher ob's an unserer *hüstel ambitionierteren Fahrweise, oder
unserem hygienischen Zustand lag. Haben daher am Abend geduscht.
Dort Paragleiten ist natürlich eine geniale Idee. [x] notiert.
Als Dankeschön ein Tipp von mir: nächstes Mal ev. vom Norden (Feldkirch)
durch die Schweiz anfahren. Macht IMHO deutlich mehr Laune. Und Du kannst
quasi auch gleich den Montblanc (fast-)umrunden.
> Gratulation fürs bis zum Ende durchhalten, wers geschafft hat.
> Fotos gibts hier, Fotobeschriftung folgt erst:
> <http://harald.lemans.at/motorrad/tour-franzoesische-alpen-juli-2010/>
Auch sehr nett!
> Greets
> Harald
LGM
Dem kann ich mich nur voll anschließen!
> Die Tour de France-Fahrer sind schlicht gottgleich. Ich war nach der 3
Oder sie spüren sich einfach nimmer ;-)
> Bergpässe-Etappe schon vom Moppedfahren fix und foxi - aber das mit dem
> Fahrrad? Niemals! =8-O
Selbiges dachte ich mir bei einer Giro-Etappe, welche vor einigen Jahren
von Arabba übers Pordoi, Pellegrino, Giau, Falzarego und abschließender
Bergankunft am Fedaia führte, auch - und am nächsten Tag gehts weiter!
--
Wolfgang (C)ernohorsky
"So ein Vorderrad am Boden wird überschätzt."
(Alex Hofmann, 20.7.2009)
Jup.
Wurscht wie aufgeblasen die sind, hab ich mir dort gedacht. Die 24km den
Col de la Madeleine hinauf haben mir gezeigt, daß der Glockner halt
wirklich ein Lercherlsch&? ist.
> Geier gibt's am Grand Canoyn du Verdon übrigens bei der Route des Cretes
> in größerer Zahl zu sehen. Zumindest über uns sind sie dauernd gekreist.
> Waren uns nicht sicher ob's an unserer *hüstel ambitionierteren
> Fahrweise, oder unserem hygienischen Zustand lag. Haben daher am Abend
> geduscht.
Die haben wir dann auch dort gesehen, aber die Serpentinen bergauf waren
grad so lässig ;-)
Außerdem wars zu dem Zeitpunkt noch so, daß ich beim Fotohalt mit
laufendem Motor stehenbleiben musste - oder anrennen (lassen bergab) war
angesagt. Also lieber Gaaas ;-)
> Dort Paragleiten ist natürlich eine geniale Idee. [x] notiert.
Die haben dort in St André les Alpes 2008 die franz. Meisterschaften
geschupft und irgendwelche internationalen gibts 2012 oder so dort
(woswasi ;-) ).
Page der Station: <http://www.aerogliss.com/>
> Als Dankeschön ein Tipp von mir: nächstes Mal ev. vom Norden (Feldkirch)
> durch die Schweiz anfahren. Macht IMHO deutlich mehr Laune. Und Du
> kannst quasi auch gleich den Montblanc (fast-)umrunden.
Feldkirch war eh ein Thema, aber auch ausgebucht. Und CH sind wir vor 2
Jahren gefahren, meine Holde wollte den Como-See sehen, ich den Grimsel,
insofern haben wir uns da zwischen ITA und CH öfter durchgewechselt.
Montblanc ist noch ein Thema, allerdings ;-)
Cooler Bericht, schöne Photos.
Hmm, vielleicht sollte ich Ende September auf dem Heimweg doch einen
kleinen Umweg über Frankreich machen....
--
"If I don't come back tell Mother I love her"
"Your mother's dead Llewelyn"
"Well I'll tell her myself then"(Cormac McCarthy-No Country for old Men)
Tom Kreuzer - Still no homepage
> Page der Station: <http://www.aerogliss.com/>
Danke!
>> Als Dankeschön ein Tipp von mir: nächstes Mal ev. vom Norden (Feldkirch)
>> durch die Schweiz anfahren. Macht IMHO deutlich mehr Laune. Und Du kannst
>> quasi auch gleich den Montblanc (fast-)umrunden.
>
> Feldkirch war eh ein Thema, aber auch ausgebucht. Und CH sind wir vor 2
> Jahren gefahren, meine Holde wollte den Como-See sehen, ich den Grimsel,
> insofern haben wir uns da zwischen ITA und CH öfter durchgewechselt.
> Montblanc ist noch ein Thema, allerdings ;-)
Der Comersee läge da wirklich gar arg abseits, das stimmt.
Der Grimsel wäre bei einer Route durch die Schweiz allerdings gar kein
Problem, ganz im Gegentum 8-).
Einfach bei der großen Kreuzung nach Andermatt rechts Richtung Luzern
abbiegen statt geradeaus weiter, dann links Richtung Meiringen, dann wieder
links zum/über den Grimsel, rechts und gleich wieder links über den Novena,
links rauf auf den Gotthard und dann wieder links, zum drüberstreuen noch
über den Furka wieder ins Rhone-Tal zurück.
_Sehr_ fein, das.
Abstecher nach Saas-Fee , Leukerbad, oder Zermatt sind am Weg weiter runter
auch recht nett.
Naja, und dann WIMRE irgendwie über Chamonix, Courmayeur und Val d'Isere
runter nach Briancon.
(Wer die unter Garantie zahlreich verloren gegangenen Accents findet, darf
sie gern behalten ;-).
Sicher, am Comersee gibts den Herrn Clooney, Hemdentischlereien, eine
wunderschöne Landschaft und sicherlich den besseren Rotwein. Aber zum
Moppedfahren ist die Route durch die Schweiz wirklich ein Traum.
> Greets
> Harald
LGM
Jo, und is voll sinnlo, falls ich das noch nicht erwähnt hätte ;-)
> Der Grimsel wäre bei einer Route durch die Schweiz allerdings gar kein
> Problem, ganz im Gegentum 8-).
Jup *sabber*
> Einfach bei der großen Kreuzung nach Andermatt rechts Richtung Luzern
> abbiegen statt geradeaus weiter, dann links Richtung Meiringen, dann
> wieder links zum/über den Grimsel, rechts und gleich wieder links über
> den Novena, links rauf auf den Gotthard und dann wieder links, zum
> drüberstreuen noch über den Furka wieder ins Rhone-Tal zurück.
> _Sehr_ fein, das.
> Abstecher nach Saas-Fee , Leukerbad, oder Zermatt sind am Weg weiter
> runter auch recht nett.
> Naja, und dann WIMRE irgendwie über Chamonix, Courmayeur und Val d'Isere
> runter nach Briancon.
[x] notiert
> (Wer die unter Garantie zahlreich verloren gegangenen Accents findet,
> darf sie gern behalten ;-).
Das hab ich in meinem Bericht auch so gehalten, eindeutig zu mühsam ;-)
> Sicher, am Comersee gibts den Herrn Clooney, Hemdentischlereien, eine
> wunderschöne Landschaft und sicherlich den besseren Rotwein.
Übernachten wollt ich dort nicht auch noch ...
> Aber zum Moppedfahren ist die Route durch die Schweiz wirklich ein Traum.
Check, maybe next time ...
Dieses Jahr schau ich mir noch die Gegend um Madrid an ...
2 Wochen Motorradfahren *schluck*.
Nein, nein, ich bin euch das jetzt nicht nur ein bisserl neidig.
> Gratulation fürs bis zum Ende durchhalten, wers geschafft hat.
Danke, aber wie bekomme ich jetzt das lästige Kribbeln in meiner rechten
Hand wieder weg?
Reinhard
--
http://www.mopedseite.com
DA bist nicht der einzige ....
> > Gratulation fürs bis zum Ende durchhalten, wers geschafft hat.
>
> Danke, aber wie bekomme ich jetzt das lästige Kribbeln in meiner rechten
> Hand wieder weg?
>
Wie gehst dir sonst wieder - fit zum MTB-Fahren ?
Ulrich
>
> Dieses Jahr schau ich mir noch die Gegend um Madrid an ...
>
Brauchts nicht noch einen Roadcaptain? :-)
--
lg, Christian
*muahahaha*
Vielleicht lässt Dich der Martin einspringen ;-)
> *muahahaha*
> Vielleicht lässt Dich der Martin einspringen ;-)
>
Ich glaub, der will nur mein Geld... *g*
--
lg, Christian
> Wie gehst dir sonst wieder - fit zum MTB-Fahren ?
Könnten wir wieder einmal machen, ich habe heuer schon 30 km im
Flachland abgespult und bin somit voll im Training.
Reinhard
--
http://www.mopedseite.com
Mehr wie ich, ich hab ein paar Stunden auf der Walze verbracht -
allerdings mit kaum Widerstand ...
Also eh so wie ich in etwa - ein bisserl mehr km hab ich schon drauf,
aber davon auch einiges im flachen...
dieses WE Zeit ?
Ulrich
Am 26.07.2010 18:27, schrieb Harald Fenz:
> Nachberichterl Motorradtour französische Alpen - 11. 7. bis 25. 7. 2010
[Sabber]
zumal ich ja beruflich öfters in der Nähe zu tun hatte (am Ende des/der
Verdon wird der Iter gebaut) und ich es nur einmal mit der Dose
geschafft habe, dort ein WE zu verbringen.
Grasse ist maximal doof.
Den Mt. Ventoux hätt ich noch mitgenommen.
> Gratulation fürs bis zum Ende durchhalten, wers geschafft hat.
> Fotos gibts hier, Fotobeschriftung folgt erst:
> <http://harald.lemans.at/motorrad/tour-franzoesische-alpen-juli-2010/>
Danke dafür.
[x] gebongt fürs nexte Jahr.
Ciao
CeBe
--
Christoph Baurichter, cba...@gmx.de JRF#650 AfbbiA#1
84er RD500LC, 89er GSX11R, 87er Husky WR250, 01er MilleR
Chopper sind nichts fuer Ahnungslose.
Chopper sind was fuer komplett Ahnungslose. JS in mo 5/98
> dieses WE Zeit ?
Nein, die hätte ich nicht gehabt.
PS: Nachdem ich hier nicht täglich mitlese wäre ein Mail oder ein SMS
besser.
Reinhard
--
http://www.mopedseite.com