Hi!
Die Bremsbeläge gehören erneuert. So baue ich die neuen sinterischen in
den 10 Jahre alten, 225kg Bock ein. Es hätte mich eigentlich schon
gewundert, wenn bei mir mal was ohne Probleme abläuft. Kolben lassen
sich nicht mehr zurück stellen. Auch mit Schraubenzieher da quer und
anderen technisch ausgereiften Ideen, geht nicht. So bekomme ich die
Bremsbacken nie auf die Bremsscheibe. Muss man halt die Bremskolben
reinigen. Wird eh schon Zeit nach 10 Jahren. Neue Kolbendichtringe habe
ich mir absichtlich nicht gegönnt. 80 Plärer will Yamaha für 8 Stück 1mm
starke Gummiringerl haben. Und der Finanzminister nochmal 16,-.
*vogelzeig* Das wieder befüllen der Bremsanlage mit neuer
Bremsflüssigkeit ist wie immer ein Graus. Nach 30 Minuten pumpen,
öffnen, schließen, pumpen, öffnen, schließen, lässt sich doch noch so
etwas ähnliches wie ein Druckpunkt erahnen. Das geht in der Firma schon
bussifein, mit dieser kompressorbetriebenen Absaugtechnik. Aber 270 Eier
kostet so ein Gerät. Nach weiteren 10 Minuten pumpen, öffnen,
schließen, geht der Bremshebel wenigstens nicht mehr ganz bis zum Griff.
Und noch 10 Minuten später "Genug jetzt. Ist zwar schlechter als vorher,
aber bremsen tuts".
Beim aufladen des Motorrades am Samstag Abend dann die Erkenntnis, dass
ein aufgebocktes Motorrad, wo man mit der Hand das Vorderrad dreht, viel
besser bremst als 225kg in Bewegung. Verdammt, bei 10km/h so ein großer
Bremsweg ist nicht normal. Ok, muss man in Stockerau am Renntag noch
einmal ein wenig pumpen, öffnen, schließen, pumpen, öffnen, schließen...
Dieses Jahr komme ich mit 2 Motorrädern am Hänger, weil ich in zwei
Klassen starten will. Straßenmotorräder über 750ccm und in der
Enduroklasse. Da in der Enduroklasse heuer fast nur Supermotos am Start
sind und man dagegen mit einer KTM 950 Adventure eh kein Leiberl hat,
wird nach diesem Tag beschlossen, diesen Plan aufzugeben und heuer nur
noch mit der Thunderace anzutreten. Ist auch insofern besser, weil die
dauernde Umstellung von der extrem unterschiedlichen Fahrweise der
beiden Motorräder einfach auf die Nerven geht. Kaum hat man sich an den
einen Bock (drücken) gewöhnt, muss man schon wieder mit dem anderen
(Hang-off) an den Start gehen. Und Zeit zum ausruhen hat man auch fast
keine.
Trotz dieses andauernden Umgewöhnens bin ich dann mit meinem
Reiseschlachtschiff bei den Enduros Fünfter von acht Startern geworden.
Und bei den Straßenmotorrädern sogar Zweiter von sechs Startern.
Übrigens mit dem schwersten und unhandlichsten Motorrad der sechs
Starter. Damit kann ich leben. Insbesondere dann, wenn die Bremse von
der Thunderace macht, was sie will. Einmal bremst sie völlig normal,
nächste Runde wieder nur mit ca 75%. Nächste Runde wieder normal. Wer
weiß, vielleicht war ja das der Grund warum ich Zweiter geworden bin.
Weil ich manchmal nicht so stark bremsen konnte, wie ich eigentlich vor
hatte. Ich tippe darauf, dass vielleicht eine Kolbendichtung in einer
Bremsbacke bei der Säuberungsaktion ein wenig beleidigt wurde. Vor dem
nächsten Termin am Pannoniaring gehört das auf alle Fälle angeschaut.
Weil vor der schnellen Einser würde ich liebend gerne auf dieses
Lotterspiel verzichten. Aber so wie ich mich kenne, wird drauf
gepfiffen. Keine Zeit, kein Geld. Vielleicht komme ich so sogar auf eine
bessere Zeit am Ring, weil wer bremst verliert sowieso, wie man weiß.
Und wenn man in Landshhaag rauffährt, ohne zu wissen ob man genug Luft
im VR hat, kann man auch ohne Vertrauen in die Bremse in der
pannonischen Tiefebene fahren. *g*
http://www.triumphclubwien.at/2012ErgebnisStockerau1.pdf
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Robert Schreiner, YAMAHA YZF 1000 R Thunderace, KTM 950 Adventure
"Im Zusammenhang mit Kommunikationen an denen du beteiligt bist, kann
der Umstand, dass du ein Trottel bist unabhängig von Nationalität und
Verfassung der Mitdiskutanten durchaus eine Rolle spielen". Hermann Gräf