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[DE]Nachtcaching - mit einem Bein im Knast?

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4lagig-deluxe

unread,
Dec 29, 2004, 9:07:31 AM12/29/04
to
In Zusammenhang mit diesem Cache
http://www.geocaching.com/seek/cache_details.aspx?wp=GCKK57&Submit6=Find
kam es vor kurzem zu einer Begegnung zwischen Cachern und einem Jäger, der
üblicher Weise irritiert auf die Cacher reagiert hat.

Klar, da friert man sich als Jäger stundenlang im Hochsitz den Arsch ab
und plötzlich tauchen da Gestalten mit MAG-LITE und Petzl-Stirnlampe auf,
die nach eigenen Angaben Tupperdosen im Unterholz suchen und somit das zu
jagende Wild vertreiben. Das Betreten des Waldes abseits der vorgesehenen
Wege nach Anbruch der Dunkelheit ist nach unseren Waldgesetzen in S-H
verboten. Streng genommen macht man sich als gesetzeskonformer Geocacher,
der alle hierzulande geltenden Gesetze beachtet, sogar strafbar abseits
der üblichen Wege ein Döschen zu suchen.

Welche Erfahrungen habt ihr mit Jägern während eurer Nachtcaching Tour
gemacht?

Armin

unread,
Dec 29, 2004, 9:24:58 AM12/29/04
to

> Welche Erfahrungen habt ihr mit Jägern während eurer Nachtcaching Tour
> gemacht?

Hast Du schon mal wieder bei uns im Forum nachgeschaut? Wir haben da einen
ganz interessanten Thread:

http://www.geocache-forum.de/viewtopic.php?t=630

Gruß

Armin aka whitesun

Marcus Wennrich

unread,
Dec 29, 2004, 9:26:16 AM12/29/04
to
Wenn ich mich erinnere dann darf ein Jäger niemanden Gefähren denn wenn er
um sich ballert.
und Nachsichtgeräte oder Helligkeitsverstärkende Geräte im allgemeinen sind
verboten.
Also kann ich auch Nachts im Wald spazieren gehen.
Wenn mich dann ein Jäger mit geladener Waffe überrascht dann kann ich mich
mal kreuzweise gerne haben.
Ich werde bestimmt keinem Jäger sagen was ich im Unterhol tue denn ich bin
denen gegenüber nicht Auskunftspflichtig.
Was will er tun?
Die Polizei rufen? Sehr gerne dann können wir gleich mal sehen ob seine
Waffe schon fertig geladen ist und war er damit vor mir rumgewedelt hat.
Also was soll das ganze denn?
Und wenn er einen Verfolgt weil er wissen will wer man ist dann könnte man
das schon als Bedrohung ansehen da er ja eine Schußwaffe mit sich
herumträgt.

Also ich sehe da einfach kein Problem.


Frank Zemla

unread,
Dec 29, 2004, 9:32:08 AM12/29/04
to
... deshalb:
tragt immer eine eingeschaltete Stirnlampe, Wildschweine tun dies im
allgemeinen nicht! :-)

"Marcus Wennrich" <nc_we...@netcologne.de> schrieb im Newsbeitrag
news:cquept$7dk$1...@newsreader2.netcologne.de...

4lagig-deluxe

unread,
Dec 29, 2004, 9:56:47 AM12/29/04
to
Am Wed, 29 Dec 2004 15:26:16 +0100 schrieb Marcus Wennrich
<nc_we...@netcologne.de>:

> Also ich sehe da einfach kein Problem.

Wenn ich mir das durchlese, wird mir zumindest speiübel...

---elektronische falzkante---
Neulich habe ich geträumt, was passiert wenn so einer mir unterkommt?

Als erstes entlud ich meine Waffe(n)!

* dann baumte ich ab (ohne Waffe)
* dannach verprügelte ich diesen Spinner dass er auch gleich in sein
Tupperdöschen passte.
* anschließend holte ich meine Waffe vom Hochsitz und brachte ihn zur
nächsten Polizeiwache.
* Dort erstatte ich Strafanzeige wegen versuchter Sachbeschädigung((er
wollte vermutlich Jagdeinrichtungen zerstören) und Störung der Jagd.

LEUTE BLEIBT AM BODEN- ES WAR NUR EIN ALPTRAUM !

schönes WE
franz
---elektronische falzkante---

Quelle:
http://jagd.de/treff/forum/diejagd?f_cmd=anzeigen&f_modus=thread&f_part_id=1644111

Ralf Herrmann

unread,
Dec 29, 2004, 10:28:43 AM12/29/04
to
Hallo Marcus,
ein wenig polarisierent ist Deine Mail ja schon :-)

Also auch wenn ich kein Jäger bin, kann ich mir ein paar Bemerkungen nicht
verkneifen :-)

So einfach ist das nicht wie Du das so beschreibst, auch wenn ich im Moment
nicht die Zeit habe die entsprechenden Gesetzes- und Verordnungstexte
rauszusuchen.

Allgemeines aus meiner Erinnerung herraus ohne Anspruch auf Vollständigkeit
oder 100 prozentiger Rechtsgenauigkeit:

Ein Waldbesucher hat alles zu unterlassen was das Wild stört.

Ein Jäger hat berechtigtes Interesse in seinem ! Wald zu sein. Er hat dort
Hausrecht.

Dieses Hausrecht wird durch Gesetze wie z.B Landesforstgesetze eingeschränkt
und somit jedem Bürger der Zutritt zu Erholungszwecken ermöglicht.
Er kann Dich also nicht unbegründet aus dem Wald schicken, so wie Du
jemanden aus Deiner Wohnung schickst.

Jäger haben in ihrem Revier weitreichende Befugnisse ähnlich dem
Polizeirecht.

Ein Jäger darf in seinem Revier durchaus geladene ( wenn auch nicht
entsicherte oder durchgeladene ) Waffen mit sich führen auch Kurzwaffen.

Aber ganz Grundsätzlich....

meinst Du das solch ein Verhalten wie Du es in Deiner Mail beschreibst einen
Jäger aufgeschlossener macht, wenn er das nächste mal in seinem Revier einen
Geocacher trifft ?

Ich finde ein vernünftiges Gespräch führt da eher zu einem
Interessenausgleich.


In der Hoffnung das Du nie einen Jäger im Wald triffst..

Gruß

Ralf


Dieter Andreas Sattler

unread,
Dec 29, 2004, 10:57:21 AM12/29/04
to
On 2004-12-29 15:56:47 +0100, 4lagig-deluxe <geoca...@planet.ms> said:

> Quelle:
> http://jagd.de/treff/forum/diejagd?f_cmd=anzeigen&f_modus=thread&f_part_id=1644111

Ein
>

Ein Grossteil der "Jäger" dieses Forums könnten offensichtlich eine
sofortige und umgehende ärztliche Betreuung gebrauchen. Diese stellen
m. M. eine echte Gefahr für die Menschheit dar. Man kann nur hoffen,
dass diese "mal schnell 'nen Warnschuss abgeben" oder "mal eben
plattmachen" Mentalität nur für die Profilneurotiker gilt, die in
diesem Forum schreiben. Wenn die Masse der deutschen Jäger so denkt und
handelt, bin ich sofort für die Einstellung der Hobbyjagd, dass sollten
dann in Zukunft nur noch Profis machen.

Bis denne,
--
Dieter Andreas Sattler, Laatzen (Hannover) - Germany
http://www.werftarchiv.de http://www.fununlimited.de

4lagig-deluxe

unread,
Dec 29, 2004, 6:21:36 PM12/29/04
to
Am Wed, 29 Dec 2004 16:28:43 +0100 schrieb Ralf Herrmann
<herrm...@gmx.de>:

> Jäger haben in ihrem Revier weitreichende Befugnisse ähnlich dem
> Polizeirecht.

*lol*
Quelle?

Walter Janné

unread,
Dec 29, 2004, 7:01:52 PM12/29/04
to
4lagig-deluxe schrieb:

>In Zusammenhang mit diesem Cache
>http://www.geocaching.com/seek/cache_details.aspx?wp=GCKK57&Submit6=Find
>kam es vor kurzem zu einer Begegnung zwischen Cachern und einem Jäger, der
>üblicher Weise irritiert auf die Cacher reagiert hat.
>
>Klar, da friert man sich als Jäger stundenlang im Hochsitz den Arsch ab
>und plötzlich tauchen da Gestalten mit MAG-LITE und Petzl-Stirnlampe auf,
>die nach eigenen Angaben Tupperdosen im Unterholz suchen und somit das zu
>jagende Wild vertreiben.

Das Problem mit den Jägern ist nicht der Naturschutz oder das arme Wild,
daß nach einer Begnung mit Cachern völlig verstört durch den Wald irrt.
Diese Argumente werden von manchen "Wildhütern" immer gern ins Gespräch
gebracht, sind aber völliger Unfug. Hinter dem Gegreine der Grünröcke
steckt allein der Ärger mal wieder nicht zum Schuß gekommen zu sein.
Wild wird nicht verstört durch Menschen, die durch den Wald gehen. Wild
entzieht sich den Menschen und geht weg. Das merken viele Cacher noch
nicht einmal, wenn sie nicht mit besonders offenen Augen durch den Wald
gehen.

Wir haben viel zu viel Wild in unseren Wäldern. Wäre dem nicht so,
bestünde nicht die Notwendigkeit der Jagd - und das obwohl viel Wild den
Verkehrstod stirbt. Erst das Wild an besonderen Stellen anfüttern,
Schneisen für freies Schußfeld schlagen und dann mit dem Allrad in den
Wald fahren und es womöglich noch mit Restlichtverstärker und
Leuchtpunktvisierzur Strecke bringen, ist nicht gerade sehr
waidmännisch.

Was die Diskussion in diesem Jägerforum betrifft: die sind in der Regel
irgendwo ausgebrochen und man ist nicht mal sicher, ob das auch
wirkliche Jäger oder nur Provokateure sind.

Und als letztes zur Ehrenrettung der Jäger: bisher habe ich nur zwei
Idioten getroffen. Der Rest war mehr oder weniger umgänglich.

Walter
--
Wenn du denkst, es geht nicht mehr,
kommt von irgendwo 'ne Filzlaus her.

Al.F

unread,
Dec 30, 2004, 3:10:59 AM12/30/04
to

4lagig-deluxe wrote:
> > Jäger haben in ihrem Revier weitreichende Befugnisse ähnlich dem
> > Polizeirecht.
>
> *lol*
> Quelle?

§§ 23, 25 Bundesjagdgesetz, sofern es sich um "bestätigte
Jagdaufseher" handelt. Zusätzlich obliegt aber jedem
Jagdausübungsberechtigten (d.h. dem Eigentümer oder Pächter, d.h. im
Zweifel dem Jäger, auf den man trifft) der Jagdschutz, sofern dieser
einen Jagdschein besitzt. Jagdschutz umfasst neben dem Schutz des
Wildes die Sorge für die Einhaltung der zum Schutz des Wildes und der
Jagd [sic!] erlassenen Vorschriften.

Und ich bin gar nicht mal sicher, ob man nicht auf - je nach Sichtweise
- das Geocachen mitten im Wald, d.h. weit abseits von Wegen, als
Eingriff in das "Ökosystem Wald" ansehen könnte und damit als
Gefährdung des Wildes, womit wieder jeder Jäger berechtigt und
verpflichtet wäre, dagegen vorzugehen.

Auf der anderen Seite ist nach dem meistens Forstgesetzen der
Bundesländer das Betreten des Waldes zu Zwecken der Erholung auf
eigene Gefahr gestattet. Aber dies ist zum einen zumeist durch weitere
Regelungen eingeschränkt (aus BaWü lass ich, dass es nachts verboten
sei; im Übrigen hat man sich regelmäßig "so zu verhalten, dass die
Lebensgemeinschaft Wald nicht gefährdet, beschädigt oder verunreinigt
[...] wird" (Formulierung NRW). Daraus wird man nicht die Berechtigung
zum cachen im Wald ableiten können.

Man kann die Sache sicherlich von zwei Seiten betrachten, aber wir
können uns sicher sein, dass wir uns in einer rechtlichen Grauzone
bewegen, wenn wir nachts abseits von Waldwegen tief in den Wald
gehen... schon allein deshalb sollte man um Deeskalation bemüht sein.

Wenn man allerdings das Cachen so betreibt, wie mind. 95% der Cacher,
nämlich als Freizeitvergnügen mit Freunden oder Familie, dabei den
gesunden Menschenverstand nicht ausschaltet und sich rücksichtsvoll
verhält, sollten solche Probleme gar nicht aufkommen.

Und nach meiner Erfahrung - die nicht vom Geocachen herrührt - kann
man selbst beim "illegalen" Zelten im Wald sinnvoll mit Jägern und
Förstern reden, wenn man ihnen klarmachen kann, dass man selbst den
Wald respektiert, keinen Schaden anrichtet und keinen Müll
zurücklässt. Dabei bewahrheitet sich immer wieder der in diesen
Kontext passende Spruch "Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es
hinaus.".

Happy Caching,
Al.F

Marcus Wennrich

unread,
Dec 30, 2004, 3:21:22 AM12/30/04
to
Jäger haben niemals ähnliche Befugnisse wie die Polizei.
Wie sollte man das den begründen können? Es kann doch im Endeffekt jeder
Jäger werden der genug Geld für einen Jagdschein hat.
Aber wenn du es glaubst werde ich im neuen Jahr gerne mal auf einer
Polizeiwache nachören was die überhaupt dürfen.
Ich glaube nichtmal das die Hausrecht haben da es nicht ihr Grundstück ist
auf dem sie sich befinden sondern nur das Jagtrecht gepachtet haben.

Und ein Jäger darf eine Waffe mit sich führen.
Aber das rumlaufen mit einer geladenen oder fertig geladenen Waffe ist
soweit ich das weiß verboten. Ich werde mich da aber mal im Waffenrecht
schlau machen.

Ja wenn ich einen störischen verstockten Jäger antreffe dann kann ich auch
noch ganz anders. Da kann man im Dämmerlicht auch mal einen Jäger mit einem
Bär verwechseln und das gibt einem ganz neue möglichkeiten wenn du weiß was
ich meine.

Übringens ist ein Jäger auch ein Waldbesucher und deswegen sollte er
unterlassen das Wild beim Leben zu stören, oder?

Und ich glaube das nur der Förster Hausrecht hat denn der Arbeitet für die
Gemeinde.


"Ralf Herrmann" <herrm...@gmx.de> schrieb im Newsbeitrag
news:cquifc$oam$03$1...@news.t-online.com...

Marcus Wennrich

unread,
Dec 30, 2004, 10:38:44 AM12/30/04
to
Also ich war eben bei der Polizei hier in Köln.
Habe da was abgegeben was ich beim Cachen gefunden hatte.
Und dann habe ich mal Gefragt wie das aussieht mit im Wald rumlaufen des
Nachts abseits der Wege.
Das ist total Erlaubt solange man weder Fauna noch Flora zerstört.

Und ein Jäger hat soviel Rechte wie du und ich.


4lagig-deluxe

unread,
Dec 30, 2004, 12:03:43 PM12/30/04
to
Das mag für Nordrhein-Westfalen stimmen, jedoch hat jedes Bundesland ein
eigenes Landeswaldgesetz oder eine Baumschutzverordnung. In unserem
Beispiel ging es um Waldflächen in Schleswig-Holstein und dort sieht es
leider ein bißchen anders aus.


Am Thu, 30 Dec 2004 16:38:44 +0100 schrieb Marcus Wennrich
<nc_we...@netcologne.de>:

> Also ich war eben bei der Polizei hier in Köln.

Walter Janné

unread,
Dec 31, 2004, 4:44:51 AM12/31/04
to
4lagig-deluxe schrieb:

>Das mag für Nordrhein-Westfalen stimmen, jedoch hat jedes Bundesland ein
>eigenes Landeswaldgesetz oder eine Baumschutzverordnung. In unserem
>Beispiel ging es um Waldflächen in Schleswig-Holstein und dort sieht es
>leider ein bißchen anders aus.

Mit dem Betreten villeicht ein wenig - aber nicht mit den Befugnissen
von "Jägern".

Walter
--
Liebender, sieh Dir Deine Vorgänger an,
damit Du weißt, wie wenig man von Dir erwartet.
(Rudolf Rolfs)

Nicola Straub

unread,
Jan 2, 2005, 7:58:44 AM1/2/05
to
Hi!

Marcus Wennrich wrote:

> Und ich glaube das nur der Förster Hausrecht hat denn der Arbeitet für die
> Gemeinde.

Rund 1/3 der Flaeche Deutschlands ist waldbedeckt (11,1 ha)
- Tendenz zunehmend. Aber rund 44% dieser Flaechen befinden
sich in Privatbesitz, weitere knapp 30 % befinden sich im
Staatsbesitz. Die Gemeinden besitzen also nur einen kleineren
Teil der Waelder in Deutschland. Genauer:

fuer NRW:
Staatswald: 3,4 % (Bund) & 14,3 & (Land),
Koerperschaftswald: 15,3 %,
Privatwald: 67,0 % (!!)

fuer SH:
Staatswald: 3,7 % (Bund) & 31,0 & (Land),
Koerperschaftswald: 15 %,
Privatwald: 50,4 % (!)

Durch das Waldgesetz sind auch die Privatwaelder der Oeffentlichkeit
zur (kostenlosen) Nutzung freigegeben. Fast 60 % der Flaeche der
Privatwaelder gehoeren Betrieben unter 20 ha Flaeche. Das Geld fuer
die Bewirtschaftung muessen diese Betriebe ueber den Holzverkauf
decken. Der aber ist nicht grad ein Zuckerschlecken, denn Ver-
braucher achten (IMHO zu) wenig darauf, heimisches Holz zu
kaufen (z.B. Gartenmoebel: Robinien muessen raus aus den Waeldern,
da sie als Einwanderer mit besonders schnellem Wachstum die 'normale'
Naturverjuengung stoeren (koennen). Dennoch werden wenig Moebel aus
Robinien gekauft, die aehnliche Eigenschaften wir Teak haben).

Das Waldgesetz deckt eine Nutzung des Waldes zum Geocaching
NICHT ab, streng genommen duerfen Caches also nicht im Wald
versteckt werden. Ob es dennoch geduldet wird, haengt vom
jeweiligen Foerster oder Waldbesitzer ab (wenn er es denn weiss).
(Tatsaechlich duerften Waelder z.B. nicht mal von Kindergarten-
Gruppen o.ae. genutzt werden (ausser sie treffen sich dort
'zufaellig', da solche verabredeten Treffen/Nutzungen als
'Veranstaltungen' bewertet werden, die im Wald verboten sind
bzw. nur auf Antrag hin genehmigt werden koennen. Es soll
tatsaechlich Jaeger geben, die Kindergeburtstagsgruppen aus
dem Wald gejagt haben (Schilderung eines sehr viel offeneren
Foersters).

In DE kommen auf einen ha Wald etwa 7 Einwohner, die den Wald
nutzen (Freizeit, Immissionsschutz, Grundwasserschutz, Sicht-
schutz, CO2-Senke etc. - das ist ein hoher Wert, verglichen mit
anderen waldreichen Nachbarlaendern. Aber natuerlich fokussieren
sich die Nutzungen auf einzelne Waelder anders als auf andere,
soll heissen, manche (stadtnahe) Waelder muessen sehr viel mehr
'ertragen' als andere. Die Strenge, mit der die Verantwortlichen
auf die Einhaltung von Regeln achten, duerfte u.U. auch davon
abhaengen, wie die Belastung (durch Ausfluegler, Geocacher und
andere Verrueckte ;-) im jeweiligen Wald aussieht. Wir kennen
alle Caches, die man im dunkeln findet, weil ausgepraegte
Trampelwege zu ihnen hinfuehren...

(Pacht-)Jaeger scheinen tatsaechlich oft ein graesslicher Menschen-
schlag zu sein. Ich mag sie schon deshalb nicht, weil sie oft
(oder sogar meist) die Wildbestaende (zu) hoch halten, um zu
einfacheren Abschuessen zu kommen. Fuer manchen Forst-Kleinst-
betrieb mag aber die Verpachtung der Jagd - davon abgesehen,
dass man die Arbeit nicht selbst auch noch schafft) - die
zuverlaessigste (bzw. einzig zuverlaessige) Geldquelle sein,
mit der die Waldpflege gegenfinanziert wird.

Fazit: Es gibt kein juristisches und IMHO auch kein moralisches
Recht, in allen Waeldern geocachen zu duerfen. Wir tun es dennoch,
weil wir verrueckt danach sind. Dann sollten wir uns aber dieser
Tatsache erst Recht bewusst sein und uns entsprechend benehmen,
also auch mal uns zuruecknehmen koennen.

Bemerkung: Eine unangebrachte Wut und Wortwahl kann auch aus
einem grossen Schrecken resultieren. Falls naemlich einer
tatsaechlich schon angelegt hatte und erst dann erkannte,
"Mist, das sind Menschen!". Moechte sein, dass auch so ein
Schreck zu Ueberreaktionen fuehrt.

2. Bemerkung: Wir wissen von Begebenheiten, wo Geocacher
Katastrophenuebungen zerstoerten, weil sie partout nicht
davon zu ueberzeugen waren, JETZT mal auf einen bestimmten
Cache zu verzichten. Wir wissen weiterhin von Cachern, die
auf dem Nothaltestreifen von Autobahnen anhalten, um einen
Mikrocache zu bergen. Die Gefahren, in die sie andere damit
bringen, sind durch unzaehlige, auch schwere, Unfaelle aufgrund
blockierter Seitenstreifen jedes Jahr dokumentiert!

Quellenangabe: Waldinventurbericht, Aussagen eines gemeindlichen
Foersters aus NRW, Mitteilungen per Mail bzw. durch Postings
hier in arg.

Herzliche Gruesse, ich wuensche uns ein erfolgreiches, friedliches,
menschliches neues Jahr mit vielen [DE]-Tags ;-)

Nicola aka nici-

Nils Ketelsen

unread,
Jan 2, 2005, 9:13:40 AM1/2/05
to
Nicola Straub <spam...@gmx.de> wrote:

> Rund 1/3 der Flaeche Deutschlands ist waldbedeckt (11,1 ha)

Deutschland ist aber klein geworden.

> Das Waldgesetz deckt eine Nutzung des Waldes zum Geocaching
> NICHT ab, streng genommen duerfen Caches also nicht im Wald
> versteckt werden. Ob es dennoch geduldet wird, haengt vom

Alles was nicht ausdruecklich erlaubt ist ist verboten?

> Fazit: Es gibt kein juristisches und IMHO auch kein moralisches
> Recht, in allen Waeldern geocachen zu duerfen. Wir tun es dennoch,

Das ist auch der falsche Ansatz. Es gibt auch kein jruistisches Recht im
Wald pinkeln zu duerfen, trotzdem werde ich tun, wenn ich muss. Es ist eben
nicht alles verboten, was nicht erlaubt ist. Es muss explizit verboten sein,
damit Dir jemand was kann.

> weil wir verrueckt danach sind. Dann sollten wir uns aber dieser
> Tatsache erst Recht bewusst sein und uns entsprechend benehmen,
> also auch mal uns zuruecknehmen koennen.

Wir sollten einfach daran arbeiten nicht bemerkt zu werden. Das wirkt sich
auch positiv auf die Lebenszeit eines Caches aus. Auf den Wegen dagegen so
zuffaellig wie moeglich sein, dann schiesst auch keiner.

Nils
--
Der Minister nimmt flüsternd den Bischof beim Arm:
"Halt Du sie dumm - ich halt sie Arm"
[Reinhard Mey, 'Sei Wachsam']

Nicola Straub

unread,
Jan 2, 2005, 4:45:42 PM1/2/05
to
Hi!

Nils Ketelsen wrote:

> Alles was nicht ausdruecklich erlaubt ist ist verboten?

Auf privatem Land IMHO: Ja. Waldnutzung ist per Gesetz auch hier
erlaubt, diese Nutzung ist aber eng gefasst.

>> Fazit: Es gibt kein juristisches und IMHO auch kein moralisches
>> Recht, in allen Waeldern geocachen zu duerfen. Wir tun es dennoch,

> Das ist auch der falsche Ansatz. Es gibt auch kein jruistisches Recht im
> Wald pinkeln zu duerfen, trotzdem werde ich tun, wenn ich muss. Es ist

Da haste aber auch ein moralisches Recht dafuer.

> eben nicht alles verboten, was nicht erlaubt ist. Es muss explizit
> verboten sein, damit Dir jemand was kann.

Auf privatem Grund ist im zweifelsfall verboten, was nicht erlaubt
ist. Aber IANAL.



>> weil wir verrueckt danach sind. Dann sollten wir uns aber dieser
>> Tatsache erst Recht bewusst sein und uns entsprechend benehmen,
>> also auch mal uns zuruecknehmen koennen.

> Wir sollten einfach daran arbeiten nicht bemerkt zu werden. Das wirkt sich
> auch positiv auf die Lebenszeit eines Caches aus. Auf den Wegen dagegen so
> zuffaellig wie moeglich sein, dann schiesst auch keiner.

Full ACK. Nicht bemerkt werden eben auch in dem Sinne, dass man
es der Landschaft nicht ansieht, dass hier Caching betrieben wird.

Herzliche Gruesse

Nicola aka nici-

--
"Die Freiheit sich mit ausgestreckten Armen zu drehen, endet bei der
Nasespitze des anderen."

Marcus Wennrich

unread,
Jan 3, 2005, 3:32:31 AM1/3/05
to
Also wir haben das Recht im Wald zu pinkeln.
Wenn ihr das nicht glaubt könnt ihr ja mal alle pinkelprozesse durchlesen
die es so vor Gericht gab. Da kommen erstaunliche Sachen zutage wo man
überall Pinkeln darf und wo nicht.

Ich darf in alle Wälder gehen es sein denn das dort Schilder stehen die das
Verbieten.
Aber das müssen dann auch besondere Schilder sein.
Einfach ein Schild das sagt betreten verboten ist glaube ich nicht
statthaft.

Mir sagte die Polizei das immer ein Grund des Verbotes Drauf stehen muß.
Und wenn ihr euch mal die Verbotsschilder in Wäldern anschaut dann steht
dort auch immer drauf warum man das Gebiet nicht betreten sollte.

Und wenn ich in der Nacht in den Wald gehe dann denke ich nicht das mich ein
Jäger übersehen kann denn es gibt keine Tiere die einen Positionsblitzer auf
dem Rucksack tragen.


Dr. Joachim Neudert

unread,
Jan 3, 2005, 11:19:03 AM1/3/05
to
Marcus Wennrich schrieb:

> Und wenn ich in der Nacht in den Wald gehe dann denke ich nicht das mich ein
> Jäger übersehen kann denn es gibt keine Tiere die einen Positionsblitzer auf
> dem Rucksack tragen.
>
>

"deh verdammten Füchs, de wern immer raffinierter!
Aber I lass mi net drazn, dem brenn i oane nauf..."


SCNR

Joachim

Alexander Stapff

unread,
Jan 10, 2005, 12:21:59 PM1/10/05
to
Hallo Leute,

vieleicht sollten wir uns bei dieser Frage nicht so sehr an den (von
Bundesland zu Bundesland verschiedenen Gesetzen), sonder mehr am gesunden
Menschenverstand und dem Naturschutz orientieren. Daher hier mal ein paar
Punkte:

1. In Deutschland gibt es ein Waldbetretungsrecht für jedermann. Je nach
Bundesland, kann es aber auf öffentliche Wege und/oder bestimmte
Tageszeiten beschränkt sein. Gegen dieses Waldbetretungsrecht kann auch
der Eigentümer (und der ist Inhaber des Jagdrechtes) nichts einwenden.

2. Störung der Jagd ist Störung eines Eigentumsrechts (auch dann, wenn
das Jagdrecht wie i.d.R üblich an einen Jagdpächter verpachtet wurde). So
ähnlich, als wenn man bei einem Bauern auf der Kuhweide campiert. Das muß
der auch nicht dulden.

3. In Deutschland ist die Jagd nachts, mit Ausnahme auf Schwarzwild,
verboten. Nacht ist die zeit von 1,5 Stunden nach Sonnenuntergang bis 1,5
Stunden vor Sonnenaufgang.

4. Eine Störung der Jagd durch Leute die im Wald herumlaufen findet in
der Regel nur kurzzeitig statt, Wild kommt häufig schon nach kurzer Zeit
zurück.

Aber für viel wichtiger halte ich einen anderen Punkt: Grade jetzt im
Winter braucht das Wild Ruhe, da es bei Kälte und durch erhöhte Aktivität
einen wesentlich höheren Energieverbrauch hat. Wenn es dann auch noch
gezwungen wird in einer Dickung zu bleiben, weil nirgens sonst Ruhe
herscht, ist Verbiß (durch den Eingriff des Menschen - nicht durch zu
hohe Wilddichte) vorprogrammiert. Dazu kommt noch die wesentlich höhere
Verletzungsgefahr bei verharschtem Schnee.

Deshalb sollte man vor allem im Winter von einem herumkriechem im Wald zu
jeder Tages- und Nachtzeit Abstand nehmen. Vernünftiger Weise sollte das
schon bei der Plazierung des Caches berücksichtigt werden.

Ach ja: Jäger sind, wie Cacher, auch nur Menschen. Sicher gibt es
unrühmliche Beispiele, aber die gibt es auf beiden Seiten und sie sind
deutlich in der Minderheit. So schwierig kann es doch nicht sein,
vernünftig miteinander zu unterhalten. Und noch was: Das Schießen macht
in Deutschland bei der Jagd nur den kleinsten teil aus.

Alexander

Nicola Straub

unread,
Jan 11, 2005, 5:10:25 AM1/11/05
to
Hi!

Alexander Stapff wrote:

> Aber für viel wichtiger halte ich einen anderen Punkt: Grade jetzt im
> Winter braucht das Wild Ruhe, da es bei Kälte und durch erhöhte Aktivität
> einen wesentlich höheren Energieverbrauch hat. Wenn es dann auch noch
> gezwungen wird in einer Dickung zu bleiben, weil nirgens sonst Ruhe
> herscht, ist Verbiß (durch den Eingriff des Menschen - nicht durch zu
> hohe Wilddichte) vorprogrammiert. Dazu kommt noch die wesentlich höhere
> Verletzungsgefahr bei verharschtem Schnee.

Gestern erreichte uns eine Mail eines Jagdpaechters, aus der ich
Teile zitieren moechte:

*** snip ***
Seit einigen Monaten ist im Bereich B500/A5/B36/B5 eine starke Zunahme
von Wildunfällen (6 Rehe alleine seit Oktober) gemeldet worden.
Ich selbst musste 3 Rehe förmlich "von der Strasse kratzen". Auch wurde
im Bereich des altem Bahndamms ein Rehkitz gefunden das den Wunden nach
offensichtlich von einem Hund gerissen wurde.
Bis zum gestrigen Tage war mir dieses plötzliche Durcheinander unerklärlich.
Bei einem Reviergang sah ich gestern mehrere Personen auf dem alten
Bahndamm.
Ich sprach sie an und sie berichteten mir von diesem "Seek&Cache"-Spiel.
Grundsätzlich ist das sicher eine gute Idee um Menschen der Natur näher
zu bringen, allerdings sollte man dabei auf empfindliche Bereiche der
Natur und solch Rückzugsgebiete Rücksicht nehmen.
In diesem Falle handelt es sich um ein Stück Natur das bisher von
Waldwegen und Beunruhigungen weitgehend verschont wurde.
Viele geschützte Tierarten (Eisvogel, Silberreiher, Ringelnattern..)
haben dort ein ungestörtes Plätzchen gefunden.
Auch das Wild (vorallem das Rehwild) hat in diesem Bereich seinen Einstand.
Da nun einige Wildunfälle sogar mit einigen Logbucheinträgen korrelieren,
ist davon auszugehen das dies auf die Beunruhigung durch ihr "Spiel"
zurückzuführen ist.
[...]
*** snap ***

In diesem Sinne moechte auch ich noch einmal daran appellieren, seine
Sucht doch bitte soweit zu kontrollieren, dass der gute Menschenverstand
nicht leidet.

Walter Janné

unread,
Jan 11, 2005, 10:32:37 AM1/11/05
to
Alexander Stapff schrieb:

>Hallo Leute,
>
>vieleicht sollten wir uns bei dieser Frage nicht so sehr an den (von
>Bundesland zu Bundesland verschiedenen Gesetzen), sonder mehr am gesunden
>Menschenverstand und dem Naturschutz orientieren. Daher hier mal ein paar
>Punkte:

Oha, das wird schwierig. Gesunder Menschenverstand, Jägerei und
naturschutz schließen sich nachmeinen Erfahrungen mestens aus. Leider.

>
>1. In Deutschland gibt es ein Waldbetretungsrecht für jedermann. Je nach
>Bundesland, kann es aber auf öffentliche Wege und/oder bestimmte
>Tageszeiten beschränkt sein. Gegen dieses Waldbetretungsrecht kann auch
>der Eigentümer (und der ist Inhaber des Jagdrechtes) nichts einwenden.
>
>2. Störung der Jagd ist Störung eines Eigentumsrechts (auch dann, wenn
>das Jagdrecht wie i.d.R üblich an einen Jagdpächter verpachtet wurde). So
>ähnlich, als wenn man bei einem Bauern auf der Kuhweide campiert. Das muß
>der auch nicht dulden.

Durch den Wald laufen (oder "schleichen", wie Cacher das oft machen)
allein ist noch keine Jagdstörung. Auch wenn die Herrschfaten im grünen
Rock das gern so hätten. Wenn da einer gut versteckt im Unterholz oder
auf einer Kanzel wartet, weiß ich das als "Waldläufer" nicht und muß es
auch nicht wissen. Wenn ich ihm dann den Boch oder den Keiler
verscheuche, ist das Pech.

Anders verhält es sich, wenn ich bewußt mit Tamtam durchs Revier trample
mit der Absicht, "den armen Tierchen" das Leben zu verlängern - wie das
gern von Jagdgegner oder auch "Naturschützern" gemacht wird. Das ist
dann eine Stufe vor Ansägen eines Hochsitzes.

>
>3. In Deutschland ist die Jagd nachts, mit Ausnahme auf Schwarzwild,
>verboten. Nacht ist die zeit von 1,5 Stunden nach Sonnenuntergang bis 1,5
>Stunden vor Sonnenaufgang.
>
>4. Eine Störung der Jagd durch Leute die im Wald herumlaufen findet in
>der Regel nur kurzzeitig statt, Wild kommt häufig schon nach kurzer Zeit
>zurück.

Eben. Die lassen sich nicht mal durch eine Gruppe schnaufender Jogger
oder eine Horde schnattern Nordicwalkerinnen stören. Aber wehe man
bleibt stehen - dann reißen sie aus.

>
>Aber für viel wichtiger halte ich einen anderen Punkt: Grade jetzt im
>Winter braucht das Wild Ruhe, da es bei Kälte und durch erhöhte Aktivität
>einen wesentlich höheren Energieverbrauch hat. Wenn es dann auch noch
>gezwungen wird in einer Dickung zu bleiben, weil nirgens sonst Ruhe
>herscht, ist Verbiß (durch den Eingriff des Menschen - nicht durch zu
>hohe Wilddichte) vorprogrammiert. Dazu kommt noch die wesentlich höhere
>Verletzungsgefahr bei verharschtem Schnee.

Bis vor diesem Absatz war ich Deiner Meinung. Das Argument mit dem
Winter und den armen verendenden Tieren zieht Deine in meinen Augen
schlüssige Argumentation aber wieder ins Reich der Märchen. Du bist
nicht zufällig selbst Jäger? Die kommen nämlich immer gern mit diesem
Beispiel. Fehlte eigentlich nur noch die Behauptung, Jäger tragen zum
Naturschutz, zur Artenvielfalt und zur Hege und Pflege bei. Worum es
denen wirklich geht ist, in ihrem Revier ungestört Wild zu schießen. Das
ist auch völlig legitim, zahlen sie doch eine erhebliche Pacht und
wollen was haben für ihr Geld. Aber dann sollen sie so ehrlich sein und
das zugeben - und nicht mit solchen Schwafelargumenten kommen.


>
>Deshalb sollte man vor allem im Winter von einem herumkriechem im Wald zu
>jeder Tages- und Nachtzeit Abstand nehmen. Vernünftiger Weise sollte das
>schon bei der Plazierung des Caches berücksichtigt werden.

Nein. Natur ist Natur. Der Mensch läuft in der Natur herum und stört
Wild. Das läuft weg. Machten früher die Raubtiere.Wer das im Winter
nicht überlebt, ist zu schwach. Darwin. Basta. Wild gibt es bei uns
genug. Sonst müßte und könnte es nicht geschossen werden.

>
>Ach ja: Jäger sind, wie Cacher, auch nur Menschen. Sicher gibt es
>unrühmliche Beispiele, aber die gibt es auf beiden Seiten und sie sind
>deutlich in der Minderheit.

Das ist war. Jäger stellen sich in der Öffentlichkeit (und das ist auch
im Wald im Kontakt mit "Störern") nicht gerade positiv dar. Bei Cachern
wieß ich das nicht, die treffe ich seltener, und wenn, dann sind sie
leise. Schlimmer sind "Waödkindergärten" oder am Wochenende Familien,
die gern "hinaus aufs Land" fahren und durch die Botanik krakeelen.

>So schwierig kann es doch nicht sein,
>vernünftig miteinander zu unterhalten.

Oft schon. Besonders wenn die Vertreter der Jägerschaft sich nach
Gutsherrenart den "Nichtjägern" nähern.

>Und noch was: Das Schießen macht
>in Deutschland bei der Jagd nur den kleinsten teil aus.

Das ist auch wieder wahr.

Walter
--
13 Prinzipien der Aktenarbeit
6. Laß dich nicht überfordern.
Bearbeite nie zwei Vorgänge gleichzeitig.

Walter Janné

unread,
Jan 11, 2005, 10:35:41 AM1/11/05
to
Nicola Straub schrieb:


>
>Gestern erreichte uns eine Mail eines Jagdpaechters, aus der ich
>Teile zitieren moechte:

Und? Hat er um Beseitigung des Caches und Beendigung der Aktivitäten
gebeten?

Und handelt es sich um einen Nachtcache? Wildunfälle bei Tage ausgelöst
durch Cacher in der Menge halte ich für ziemlich weit hergeholt.

Walter
--
Die 12 besten Gründe, Österreicher zu sein:
12. Rennräder müssen keine Radwege benutzen.

Nicola Straub

unread,
Jan 11, 2005, 12:07:14 PM1/11/05
to
Hi!

Walter Janné wrote:

> Und? Hat er um Beseitigung des Caches und Beendigung der Aktivitäten
> gebeten?

Ja. Er appeliert an den gesunden Menschenverstand und an den
Naturschutzgedanken.



> Und handelt es sich um einen Nachtcache? Wildunfälle bei Tage ausgelöst
> durch Cacher in der Menge halte ich für ziemlich weit hergeholt.

Es ist ein 2-Stellen-Multicache, normal fuer den Tag.

Du glaubst also wirklich, da denkt sich ein Jagdpaechter so etwas
aus, um sich selbst Anlass zu schaffen fuer die Muehe eines solchen
Mailwechsels? Klar, der Gedanke ist natuerlich naheliegend...

Ich frage mich grad in letzter Zeit oefter, wie es kommt, dass
beim Caching doch so oft Leute jedes Gefuehl fuer die Belange
anderer verlieren. Ich meine damit z.B. Cacher, die auf Autobahn-
seitenstreifen anhalten zum Cachen (die jedes Jahr leider haeufigen
und oft auch toetlichen Unfaelle wegen blockierter Seitenstreifen
belegen, was fuer eine Gefaehrdung dies fuer sich selbst wie andere
bedeutet!), ich meine das Zerstoeren einer Rettungshunde-Uebung,
weil man partout heute dort im Wald rumlaufen will und ich meine
ein offenbar haeufig 'fest eingebautes' Selbstverstaendnis "ich
tue der Natur nix, Cacher-Trampelpfade sind keine Naturzerstoerung
sondern normale, vertraegliche Nutzung" etc. pp.

Alexander Stapff

unread,
Jan 11, 2005, 12:39:22 PM1/11/05
to
> Oha, das wird schwierig. Gesunder Menschenverstand, Jägerei und
> naturschutz schließen sich nachmeinen Erfahrungen mestens aus. Leider.

Das ist allerdings leider war.

> Anders verhält es sich, wenn ich bewußt mit Tamtam durchs Revier
> trample mit der Absicht, "den armen Tierchen" das Leben zu verlängern
> - wie das gern von Jagdgegner oder auch "Naturschützern" gemacht wird.
> Das ist dann eine Stufe vor Ansägen eines Hochsitzes.

Soweit nichts einzuwenden (auch zu dem gelöschten teil nicht)

> Eben. Die lassen sich nicht mal durch eine Gruppe schnaufender Jogger
> oder eine Horde schnattern Nordicwalkerinnen stören. Aber wehe man
> bleibt stehen - dann reißen sie aus.

Stimmt genau. Kommen aber häufig nach kurzer Zeit wieder, oder gehen auch
nur hinter den nächsten Busch. Allerdings ist das Fluchtverhalten ja nach
Wildart sehr verschieden.

>>Aber für viel wichtiger halte ich einen anderen Punkt: Grade jetzt im
>>Winter braucht das Wild Ruhe, da es bei Kälte und durch erhöhte
>>Aktivität einen wesentlich höheren Energieverbrauch hat. Wenn es dann
>>auch noch gezwungen wird in einer Dickung zu bleiben, weil nirgens
>>sonst Ruhe herscht, ist Verbiß (durch den Eingriff des Menschen -
>>nicht durch zu hohe Wilddichte) vorprogrammiert. Dazu kommt noch die
>>wesentlich höhere Verletzungsgefahr bei verharschtem Schnee.
>
> Bis vor diesem Absatz war ich Deiner Meinung. Das Argument mit dem
> Winter und den armen verendenden Tieren zieht Deine in meinen Augen
> schlüssige Argumentation aber wieder ins Reich der Märchen. Du bist

Wieso bitte dies? Das der Energieverbrauch bei niedrigen Temperaturen
höher ist kann doch eigentlich auch jeder Mensch, der sich im Winter
draußen aufhält nachvollziehen. Gerne recherchiere ich aber auch nach
endgültigen Studien. Das Problem ensteht ja auch im wesentlichen durch
den erhöhten Energieverbrauch in Verbindung mit dem Rückzug des Wildes
auf wenige räumlich eng umgrenzte Gebiete. Und so schwierig kann es doch
nicht sein, bei entsprechenden Wetterlagen (also nicht, wie jetzt hier im
Rheinland bei +10 Grad und Sonne) auf den Wegen zu bleiben...

> nicht zufällig selbst Jäger? Die kommen nämlich immer gern mit diesem
> Beispiel. Fehlte eigentlich nur noch die Behauptung, Jäger tragen zum

Würden meine Argumente dadurch anders bewertet werden?

> Naturschutz, zur Artenvielfalt und zur Hege und Pflege bei. Worum es
> denen wirklich geht ist, in ihrem Revier ungestört Wild zu schießen.
> Das ist auch völlig legitim, zahlen sie doch eine erhebliche Pacht und
> wollen was haben für ihr Geld. Aber dann sollen sie so ehrlich sein
> und das zugeben - und nicht mit solchen Schwafelargumenten kommen.

Sicherlich ist das Schießen ein Teil der Jagd. Wenn ich mir allerdings
die allermeisten Jäger so anschaue (und ich kenne einige), dann sind sie
auch zu enem erheblichen Teil mit Arbeiten des "allgemeinen
Naturschutzes" beschäftigt, die bei weitem nicht nur den jagdbaren
Wildarten zu gute kommen. Insofern kann ich Deine Aussage leider nicht
bestätigen. mal davon abgesehen, daß sie das Schießen von Wild häufiger
auch mit weniger Arbeit haben könnten.

> Nein. Natur ist Natur. Der Mensch läuft in der Natur herum und stört
> Wild. Das läuft weg. Machten früher die Raubtiere.Wer das im Winter
> nicht überlebt, ist zu schwach. Darwin. Basta. Wild gibt es bei uns
> genug. Sonst müßte und könnte es nicht geschossen werden.

OK, also laßt uns den Umweltschutz doch einfach komplett vergessen. Wenn
Pflanzen und Tiere die Abgase oder ein wenig Altöl nicht verkraften - was
solls. Schließlich ist der Mensch nur ein Teil der Umwelt und im übrigen
wird es die Evolution schon richten. Und wenn auch ein paar Menschen
dadurch sterben - es gibt eh zu viele. Darwin eben. Vielleicht bedenkst
Du auch, daß zu den Zeiten als es die Raubtiere gerichtet haben die
Landschaft nicht eine einzige Kulturlandschaft (mit zig hektargroßen
deckungslosen Brachen im Winter) war und die Menschen im Winter auch
nicht ohne Grund durchs Unterholz gekrochen sind. (Wegen der mangelhaften
Bekleidung und des erhöhten Energieverbrauchs ;-) )

> Das ist war. Jäger stellen sich in der Öffentlichkeit (und das ist
> auch im Wald im Kontakt mit "Störern") nicht gerade positiv dar. Bei

Wie oft hast Du das schon selbst erlebt, und wie viele Jäger waren es?
meine Erfahrungen sind da durchaus anders. Allerdings sollte schon auf
beiden Seite eine gewisse Dialog- und Lehrnbereitschaft vorhanden sein.

> Cachern wieß ich das nicht, die treffe ich seltener, und wenn, dann
> sind sie leise. Schlimmer sind "Waödkindergärten" oder am Wochenende
> Familien, die gern "hinaus aufs Land" fahren und durch die Botanik
> krakeelen.

Hier kann ich Dir wieder zustimmen. Übertroffen wird das noch von den
Leuten, die mitten im Hochsommer anfangen im Wald zu rauchen oder zu
grillen (ist übrigens auch verboten) oder die unbedingt noch bis auf die
letzte Lichtung mit dem Auto fahren wollen. Allerdings sind die von Dir
genannten Gruppen eher im Sommer unterwegs, und da ist das Problem bei
weitem nicht so groß.

> Oft schon. Besonders wenn die Vertreter der Jägerschaft sich nach
> Gutsherrenart den "Nichtjägern" nähern.

Könnte es nicht vielleicht sein, daß auf beiden Seiten gewisse
Berührungsängste und Kontaktprobleme vorhanden sind? Und wie ich schon
mehrfach erwähnt habe: Die meisten der Jäger, die ich kenne sind durchaus
umgängliche Menschen. Und in jeder beliebigen Gruppe von Menschen findet
man Idioten, sei es bei Jägern, bei Bäckern (willkürliches Beispiel) oder
eben bei Cachern.

Eigentlich möchte ich ja nur erreichen (und das darf durchaus auch auf
andere Bereiche bezogen werden), daß man vor seinem Handeln auch mal
einen Moment den gesunden Menschenverstand walten läßt und nicht nur stur
auf seine Rechte schaut. Damit ist am Ende keinem geholfen.

Alexander

Nils Ketelsen

unread,
Jan 11, 2005, 6:24:25 PM1/11/05
to
Nicola Straub <spam...@gmx.de> wrote:

> Ich sprach sie an und sie berichteten mir von diesem "Seek&Cache"-Spiel.
> Grundsätzlich ist das sicher eine gute Idee um Menschen der Natur näher
> zu bringen, allerdings sollte man dabei auf empfindliche Bereiche der
> Natur und solch Rückzugsgebiete Rücksicht nehmen.

Also "Im Prinzip bin ich nicht dagegen, aber bitte nicht bei mir". Eine
uebliche Mentalitaet. Ob bei Caches, Atomendlagern, Asylantenheimen, egal.

> In diesem Falle handelt es sich um ein Stück Natur das bisher von
> Waldwegen und Beunruhigungen weitgehend verschont wurde.

Entgegen der landlaeufigen Meinung (und so manch eines Lexikons) halte ich
auch den Menschen fuer einen Teil der Natur.

Und es ist ja nun nicht so, dass da mit Panzern durchgerollt wird. Spaziert
der Mensch durch den Wald, dann ist das unnatuerlich, weil es den
gelbleibigen Harzlutscher erschrickt (oder erschreckt?). Spaziert das Reh
durch den Wald ist das natuerlich, obwohl das den gelbleibigen Harzlutscher
erschreckt (oder erschrickt?). Is klar.

> Viele geschützte Tierarten (Eisvogel, Silberreiher, Ringelnattern..)
> haben dort ein ungestörtes Plätzchen gefunden.

Diese Geschuetzten Tierarten sind offiziell davon ausgenommen sich zu
erschrecken, wenn der Jagdpaechter die Flinte benutzt.

> Auch das Wild (vorallem das Rehwild) hat in diesem Bereich seinen Einstand.
> Da nun einige Wildunfälle sogar mit einigen Logbucheinträgen korrelieren,
> ist davon auszugehen das dies auf die Beunruhigung durch ihr "Spiel"
> zurückzuführen ist.

Und jetzt mal alle unheimlich betroffen sein.

> [...]
> *** snap ***
> In diesem Sinne moechte auch ich noch einmal daran appellieren, seine
> Sucht doch bitte soweit zu kontrollieren, dass der gute Menschenverstand
> nicht leidet.

Ja. Die Political Correctness aber bitte auch.

Nils
--
May Brute Force be with you

Walter Janné

unread,
Jan 12, 2005, 6:25:46 AM1/12/05
to
Nicola Straub schrieb:

>Hi!
>
>Walter Janné wrote:
>
>> Und? Hat er um Beseitigung des Caches und Beendigung der Aktivitäten
>> gebeten?
>
>Ja. Er appeliert an den gesunden Menschenverstand und an den
>Naturschutzgedanken.

Naja..."gesunder Menschenverstand"... Ich hab die Erfahrung gemacht, daß
Leute, die daran appellieren, meistens _ihre_ Sicht eines selbigen als
Grundlage nehmen.

Und "Naturschutz" - achherrjeh, für welche Zwecke nicht alles der
Naturschutz herhalten muß. Ist dort ein ausgewiesenes Naturschutzgebiet?
Mit "Naturschutz" argumentiert man gern in Fällen, wenn keine weiteren
Argumente mehr vorhanden sind. Das ist genau wie mit den "Kindern", die
in Diskussionen immer gern eingebracht werden. Es wird unterschwellig
gehofft, daß derjenige, der dagegen argumentiert, von den anderen dann
als Verlierer eingestuft wird. Weil kinderfeindlich oder
naturschutzfeindlich wollen wir ja alle nicht sein...

>
>> Und handelt es sich um einen Nachtcache? Wildunfälle bei Tage ausgelöst
>> durch Cacher in der Menge halte ich für ziemlich weit hergeholt.
>
>Es ist ein 2-Stellen-Multicache, normal fuer den Tag.
>
>Du glaubst also wirklich, da denkt sich ein Jagdpaechter so etwas
>aus, um sich selbst Anlass zu schaffen fuer die Muehe eines solchen
>Mailwechsels? Klar, der Gedanke ist natuerlich naheliegend...

Ich meine nicht, daß er sich das "ausdenkt". Aber er sieht eben Leute in
"seinem" Revier und fühlt sich gestört. Da liegt es nahe, daß er sich
gern einen Sündenbock sucht. Und das sind in der Regel immer Gruppen wie
Cacher, Jogger, Mountainbiker, Pilzsammler etc, die ihn bei seiner
Jagdausübeung stören oder beeinträchtigen. Die Herren im grünen Rock
sehen sich gern in der Rolle des alleinigen Rechteinhabers, die Natur zu
durchwandern und wollen alles, was nicht "Jäger" heißt oder ihr
Wohlwollen hat, aus dem Wald verbannen. Dabei führen sie dann gern den
Naturschutz ins Feld. Oder erwähnen die Gefahr, die für Cacher etc
besteht, wenn sie im dunklen Wald "herumschleichen". Dabei vergessen sie
aber gern, daß jemand, von dem "Gefahr" ausgeht, verpflichtet ist, diese
Gefahr zu beseitigen - nicht umgekehrt. Und was ist das für eine
Tätigkeit im öffentlichen Raum, von dem Gefahr ausgeht? Wenn die Jägerei
für den "Normalbenutzer" von Feld, Wald und Flur so gefährlich ist,
gehört sie sofort verboten.

>
>Ich frage mich grad in letzter Zeit oefter, wie es kommt, dass
>beim Caching doch so oft Leute jedes Gefuehl fuer die Belange
>anderer verlieren. Ich meine damit z.B. Cacher, die auf Autobahn-
>seitenstreifen anhalten zum Cachen (die jedes Jahr leider haeufigen
>und oft auch toetlichen Unfaelle wegen blockierter Seitenstreifen
>belegen, was fuer eine Gefaehrdung dies fuer sich selbst wie andere
>bedeutet!), ich meine das Zerstoeren einer Rettungshunde-Uebung,
>weil man partout heute dort im Wald rumlaufen will und ich meine
>ein offenbar haeufig 'fest eingebautes' Selbstverstaendnis "ich
>tue der Natur nix, Cacher-Trampelpfade sind keine Naturzerstoerung
>sondern normale, vertraegliche Nutzung" etc. pp.
>

Das liegt mMn daran, daß Cachen sich immer weiter verbreitet. So ist es
mit allen neuen oder abenteuerlichen Tätigkeiten/Hobby: Am Anfang sind
es wenige verrückte Enthusiasten, die nicht sonderlich auffallen und
sich auch nicht sehr daneben benehmen. Wenn aber immer mehr Leute dazu
kommen, steigt auch der Anteil der "Chaoten" unter den Ausübenden. Dann
läuft das genze aus dem Ruder - es werden dann "Meisterschaften"
durchgeführt, man vergleicht sich mit anderen und stellt Statistiken
auf, die für einige gaaaaanz wichtig sind ("wer hat mehr Caches/TBs
gefunden?") oder es werden "feste Regeln" gefordert und oft auch
aufgestellt. Leute meinen, sie sind etwas besonderes und fordern das
Recht für sich ein, diese Tätigkeit überall durchzuführen.

In erster Linie ist das Cachen doch eine gute Gelegenheit, sich in der
Natur aufzuhalten oder Rätsel zu lösen. So sehe ich das jedenfalls. Die
Motivation einen Cache in einer Leitplanke zu verstecken oder ihn
überhaupt zu suchen verschließt sich mir. Entweder ein Cache ist
schwierig und gut versteckt oder an einer besonders schönen
landschaftlichen oder historisch bedeutvollen Ecke, die man vielleicht
ohne Cache nicht gefunden hätte.

Walter
--
Subjekt: Re: Wieso...
... bin ich nur eingewiesen worden?
(kma...@knicks.com in dag°)

Alexander Stapff

unread,
Jan 12, 2005, 8:18:52 AM1/12/05
to
> Also "Im Prinzip bin ich nicht dagegen, aber bitte nicht bei mir".
> Eine uebliche Mentalitaet. Ob bei Caches, Atomendlagern,
> Asylantenheimen, egal.

Es wäre schön, wenn Du Dich auch mit den dargelegten Gründen
auseinandersetzen würdest. Auf Basis einer von Dir aufgestellten und
durch nichts bewiesenen Vermutung zu argumentieren ist nicht besonders
sachdienlich.

> Und jetzt mal alle unheimlich betroffen sein.

Dir ist aber schon klar, daß durch Wildunfälle vor allem Menschen
geschädigt werden?

Aber wenn es alles nichts hilft, empfehle ich einen Blick in das
Bundesnaturschutzgesetz (vor allem Abschnitt 5) und das jeweilige
Landesforstgesetz. Schade eigentlich, daß das nötig ist...

Alexander

Nils Ketelsen

unread,
Jan 12, 2005, 9:31:51 AM1/12/05
to
Alexander Stapff <A.St...@gmx.de> wrote:

>> Also "Im Prinzip bin ich nicht dagegen, aber bitte nicht bei mir".
>> Eine uebliche Mentalitaet. Ob bei Caches, Atomendlagern,
>> Asylantenheimen, egal.
> Es wäre schön, wenn Du Dich auch mit den dargelegten Gründen
> auseinandersetzen würdest. Auf Basis einer von Dir aufgestellten und
> durch nichts bewiesenen Vermutung zu argumentieren ist nicht besonders
> sachdienlich.

Auch schoen waere es, wenn Du nicht nur die zwei Saetze liest, die Dir
gerade misfallen und dann behauptest, der Rest des zitierten Postings wuerde
nicht existieren.

> Aber wenn es alles nichts hilft, empfehle ich einen Blick in das
> Bundesnaturschutzgesetz (vor allem Abschnitt 5) und das jeweilige
> Landesforstgesetz. Schade eigentlich, daß das nötig ist...

Das ist fuer mich derzeit irrelevant, da ich nicht in Deutschland bin.

Nils
--
*SAMMELT OBSTKERNE!*

Walter Janné

unread,
Jan 13, 2005, 7:20:47 AM1/13/05
to
Alexander Stapff schrieb:

Ich kürze mal, weil ich nur auf einige Dinge eingehen möchte.
...


>>>Aber für viel wichtiger halte ich einen anderen Punkt: Grade jetzt im
>>>Winter braucht das Wild Ruhe, da es bei Kälte und durch erhöhte
>>>Aktivität einen wesentlich höheren Energieverbrauch hat. Wenn es dann
>>>auch noch gezwungen wird in einer Dickung zu bleiben, weil nirgens
>>>sonst Ruhe herscht, ist Verbiß (durch den Eingriff des Menschen -
>>>nicht durch zu hohe Wilddichte) vorprogrammiert. Dazu kommt noch die
>>>wesentlich höhere Verletzungsgefahr bei verharschtem Schnee.
>>
>> Bis vor diesem Absatz war ich Deiner Meinung. Das Argument mit dem
>> Winter und den armen verendenden Tieren zieht Deine in meinen Augen
>> schlüssige Argumentation aber wieder ins Reich der Märchen. Du bist
>
>Wieso bitte dies? Das der Energieverbrauch bei niedrigen Temperaturen
>höher ist kann doch eigentlich auch jeder Mensch, der sich im Winter
>draußen aufhält nachvollziehen. Gerne recherchiere ich aber auch nach
>endgültigen Studien. Das Problem ensteht ja auch im wesentlichen durch
>den erhöhten Energieverbrauch in Verbindung mit dem Rückzug des Wildes
>auf wenige räumlich eng umgrenzte Gebiete. Und so schwierig kann es doch
>nicht sein, bei entsprechenden Wetterlagen (also nicht, wie jetzt hier im
>Rheinland bei +10 Grad und Sonne) auf den Wegen zu bleiben...

Mir ging es nicht darum, Deine Ausführungen zum erhöhten
Energieverbrauch in Abrede zu stellen. Ich bin nur der Meinung, daß es
kein Argument gegen eine Waldnutzung durch Cacher oder sonstige ist.
Wenn es einige der Tiere nicht durch den Winter schaffen, dann ist das
Darwin. Wie ich bereits sagte, bin ich der Meinung, es gibt genug Wild.
Wenn es im Frühjahr ein paar Stücke weniger gibt, dann hat der Jäger
eben einen Abschuß weniger. Dafür ist der Rest stark genug und man hat
keine kranken Tiere durch den Winter gepäppelt.

Noch einmal: Meiner Ansicht nach ist das Verhalten vieler Jäger dadurch
zu erklären, daß sie ihre Abschußquote gefährdet sehen. Und auch nochmal
- das ist legitim, sie zahlen ja für die Pacht. Mir geht nur die
verlogene und großherrliche Art vieler auf den Senkel.

>
>> nicht zufällig selbst Jäger? Die kommen nämlich immer gern mit diesem
>> Beispiel. Fehlte eigentlich nur noch die Behauptung, Jäger tragen zum
>
>Würden meine Argumente dadurch anders bewertet werden?

Ja. Da von vielen Jägern in dieser Hinsicht gern Falschinformation und
Schönfärberei verbunden mit geheuchelter Sorge um das Wohl des Wildes
und Naturschutzes betrieben wird.

>
>> Naturschutz, zur Artenvielfalt und zur Hege und Pflege bei. Worum es
>> denen wirklich geht ist, in ihrem Revier ungestört Wild zu schießen.
>> Das ist auch völlig legitim, zahlen sie doch eine erhebliche Pacht und
>> wollen was haben für ihr Geld. Aber dann sollen sie so ehrlich sein
>> und das zugeben - und nicht mit solchen Schwafelargumenten kommen.
>
>Sicherlich ist das Schießen ein Teil der Jagd. Wenn ich mir allerdings
>die allermeisten Jäger so anschaue (und ich kenne einige), dann sind sie
>auch zu enem erheblichen Teil mit Arbeiten des "allgemeinen
>Naturschutzes" beschäftigt, die bei weitem nicht nur den jagdbaren
>Wildarten zu gute kommen. Insofern kann ich Deine Aussage leider nicht
>bestätigen. mal davon abgesehen, daß sie das Schießen von Wild häufiger
>auch mit weniger Arbeit haben könnten.

Ich bin der Meinung, daß andere Bevölkerungsschichten wesentlich mehr
zum Naturschutz beitragen als Jäger.

>
>> Nein. Natur ist Natur. Der Mensch läuft in der Natur herum und stört
>> Wild. Das läuft weg. Machten früher die Raubtiere.Wer das im Winter
>> nicht überlebt, ist zu schwach. Darwin. Basta. Wild gibt es bei uns
>> genug. Sonst müßte und könnte es nicht geschossen werden.
>
>OK, also laßt uns den Umweltschutz doch einfach komplett vergessen. Wenn
>Pflanzen und Tiere die Abgase oder ein wenig Altöl nicht verkraften - was
>solls. Schließlich ist der Mensch nur ein Teil der Umwelt und im übrigen
>wird es die Evolution schon richten.

Das ist Unfug und das weißt Du auch. Es ging nicht darum,. Öl in die
Botanik zu kippen oder die Umwelt zu vergiften, sondern darum, daß Wild
nicht allein dadurch dezimiert wird, wenn man es ein wenig stört,
sondern daß es dadurch etwas mehr Bewegung hat, was früher auch so war.
Nur nicht durch Menschen.

Wie kommt es übrigens, daß man im Wald in der Regel Autospuren findet,
die merkwürdigerweise immer vor Hochsitzen enden. Ist die Jägerschaft
nicht in der Lage, mal ein paar Meter zu Fuß zurückzulegen? Wie
vereinbaren sich Naturschutz und das (unnötige!) Fahren im Wald?

>
>> Das ist war. Jäger stellen sich in der Öffentlichkeit (und das ist
>> auch im Wald im Kontakt mit "Störern") nicht gerade positiv dar. Bei
>
>Wie oft hast Du das schon selbst erlebt, und wie viele Jäger waren es?

Ich kenne vielleicht nicht so vieleJäger wie Du. Ein paar kenne ich
persönlich - als Nachbar, Kollege oder eben so. Die sind eigentlich ganz
normal - einer ist etwas weltfremd und trottelig. Aber über die Jagd
kann man bis auf zwei Ausnahmen mit ihnen nicht sachlich reden: da haben
sie vorgefertigte Ansichten und sind nicht in der Lage, andere Argumente
zu erkennen oder auch nur in Erwägung zu ziehen, daß sie eben nicht die
"Gutsherren" sind, die sie unterschwellig vielleicht gern wären.

Einige habe ich im Wald getroffen und mit ihnen gesprochen. Gleiche
Erkenntnis: Spricht man sie auf ihre Passion an, sind sie redseelig und
freuen sich, jemandem die Jagd und was dazu gehört erklären zu können.
Zwei haben mich sogar mal mit auf ihren Ansitz genommen. Kritikfähig
sind sie allerdings ebenfalls nicht.

Der größte Teil jedoch, die ich getroffen haben, verhalten sich arrogant
großherrschaftlich und meinen, sie haben das alleinige Recht im Wald
herumzulaufen. Sie sind oberlehrerhaft und bilden sich ein, sie hätten
im Wald so etwas wie Polizeigewalt.

Aber vielleicht habe ich auch nur die falschen getroffen oder hier in
der Gegend gibt es eben nur Idioten unter den Jägern.

>meine Erfahrungen sind da durchaus anders. Allerdings sollte schon auf
>beiden Seite eine gewisse Dialog- und Lehrnbereitschaft vorhanden sein.

Wie wahr.
Und es muß wirklich nicht sein, daß Cacher zwischen Rettungshundeübungen
oder gerade statt findenden Jagden herumlaufen - auch wenn man letztere
ablehnt. Sie ist schließlich nicht verboten.

>
>> Cachern wieß ich das nicht, die treffe ich seltener, und wenn, dann
>> sind sie leise. Schlimmer sind "Waödkindergärten" oder am Wochenende
>> Familien, die gern "hinaus aufs Land" fahren und durch die Botanik
>> krakeelen.
>
>Hier kann ich Dir wieder zustimmen. Übertroffen wird das noch von den
>Leuten, die mitten im Hochsommer anfangen im Wald zu rauchen oder zu
>grillen (ist übrigens auch verboten) oder die unbedingt noch bis auf die
>letzte Lichtung mit dem Auto fahren wollen.

siehe oben meine Beobachtungen zu Spuren, die zu Hochsitzen führen...

>Allerdings sind die von Dir
>genannten Gruppen eher im Sommer unterwegs, und da ist das Problem bei
>weitem nicht so groß.

Zumindest nicht mit Jägern

...

>Eigentlich möchte ich ja nur erreichen (und das darf durchaus auch auf
>andere Bereiche bezogen werden), daß man vor seinem Handeln auch mal
>einen Moment den gesunden Menschenverstand walten läßt und nicht nur stur
>auf seine Rechte schaut. Damit ist am Ende keinem geholfen.

Da sprichst Du ein Problem an. Es ist ein Unterschied (ich denke für
viele zumindestens) ob im Wald ein Förster kommt und freundlich auf
eventuelle Regeln hinweist und sie vielleicht noch mit ein paar
Informationen anreichert oder ob da ein belehrender Wichtigtuer seine
vermeintliche "Autorität" herauskehrt, und der dann auch noch eine Waffe
mitführt. Bei derartigem "Outfit" gibt es bestimmt bei vielen Leuten ein
Sympathiedefizit. Zumal bei den meisten "Nichtjägern" die Jagd lediglich
mit Schießen und Töten von "armen Tieren" verbunden wird.
Etwas mehr Fingerspitzengefühl im Umgang mit "Nichtjägern" täte der
Jägerschaft gut. Ich weiß nicht, ob das ein Bestandteil der
Jagdscheinausbildung ist, es sollte jedoch ein wichtiges Augenmerk auf
diesen Aspekt gelegt werden.

Walter
--
24 Gründe warum Windows kein Virus ist
2. Viren können von jeder guten Homepage geladen werden.

Volker Blasius

unread,
Jan 13, 2005, 10:35:40 AM1/13/05
to
Walter Janné wrote:
> Alexander Stapff schrieb:

>> Wieso bitte dies? Das der Energieverbrauch bei niedrigen Temperaturen
>> höher ist kann doch eigentlich auch jeder Mensch, der sich im Winter
>> draußen aufhält nachvollziehen...

>
> Mir ging es nicht darum, Deine Ausführungen zum erhöhten
> Energieverbrauch in Abrede zu stellen....

> Wenn es einige der Tiere nicht durch den Winter schaffen, dann ist das
> Darwin.

Die Zeiten, in denen jagdbares Wild im Winter Not litt, sind lange
vorbei. Heute wird nicht nur gefüttert, sondern gemästet. Zum einen
wegen der hier schon erwähnten Verbissschäden und der damit verbundenen
Auflagen der Unteren Jagdbehörde zu erhöhtem Abschuss, zum anderen, weil
einem sonst der Reviernachbar die stärksten Böcke, die sich nachher an
der Wand so gut machen, wegfüttert.

[Viel Wahres gelöscht]

> Aber vielleicht habe ich auch nur die falschen getroffen oder hier in
> der Gegend gibt es eben nur Idioten unter den Jägern.

Da muss man die verschiedenen Sorten unterscheiden. Berufsjäger (und
Förster, die mit der Jagd fast nichts zu tun haben) habe ich nur als
ausgesprochen nett, vernünftig und hilfsbereit erlebt, aber die bilden
bei weitem die Minderheit. Aber dann gibt es die Jagdscheinbesitzer...
Die unterteilen sich wieder in mehrere Gruppen: Zunächst die
Revierpächter, die alles bezahlen müssen. Eine Teilmenge davon sind die
neureichen Kettner-Grünen, bei denen die eigene Jagd einfach zum guten
Ton gehört. Und dann gibt es die Lakaien, die vom Pächter einen
Begehungsschein ausgestellt bekommen (damit dürfen sie mit Waffe im
Revier rumlaufen) und dafür das Revier in Ordnung halten und die hier
schon erwähnten Arbeiten erledigen, damit der Herr am Wochenende alles
schön ordentlich vorfindet und seinen Edel-Jeep auf dem Weg zum Ansitz
nicht dreckig macht. Zum Dank darf er ab und zu einen kleinen Bock
schießen; die großen gehören dem Herrn und seinen Gästen.

Diese drei Gruppen benehmen sich nach meiner Erfahrung aus über 30
Jahren als Hundebesitzer alle auf ihre Art daneben, zwischen dummem
Gepöbel, arrogantem Anherrschen und Abkanzeln und massiven Drohungen.
Vernünftiges Reden und Verweise auf die Rechtslage sind zwecklos; bei
denen gilt im Wald allein das Faustrecht.

(Halt ein, einem habe ich Unrecht getan: Ein Handwerker aus dem
Nachbardorf hat sich mit Freunden ein Revier gepachtet, der weiß was er
tut und sagt (die Freunde nicht). Es gibt also auch andere, aber die
muss man mit der Lupe suchen.)

Fazit: Da die Verteilung leider so ist wie geschildert, trifft man fast
immer die Falschen. Und was kann man tun? Man sollte vermeiden, ein
derartiges Zusammentreffen zu provozieren (z.B. durch die Wahl der Zeit
für eine Unternehmung; auf dem Weg bleiben, wenn man keinen guten Grund
hat, quer Beet zu laufen (die letzten Meter zum Cache oder Pilze
sammeln); auf jeden Fall Lichtungen und Wildäcker in der Dämmerung
meiden). Ein Fernglas in der Tasche oder um den Hals hilft
festzustellen, ob eine Kanzel besetzt ist. Und wenn man sich diese
Behandlung nicht gefallen lassen will: eine gute Jagdzeitung abonnieren,
sich gründlich informieren und den Burschen ordentlich Kontra geben.
Wenn die merken, dass sie mit ihren Sprüchen nicht weit kommen weil der
andere mindestens so viel weiß wie sie selbst, lenken sie schnell ein.

Volker

Marcus Wennrich

unread,
Jan 13, 2005, 2:19:07 PM1/13/05
to

"Nicola Straub" <spam...@gmx.de> schrieb im Newsbeitrag
news:cs08mg$8i4$00$1...@news.t-online.com...
> Hi!

>
>
> Gestern erreichte uns eine Mail eines Jagdpaechters, aus der ich
> Teile zitieren moechte:
>
> *** snip ***
> Seit einigen Monaten ist im Bereich B500/A5/B36/B5 eine starke Zunahme
> von Wildunfällen (6 Rehe alleine seit Oktober) gemeldet worden.
> Ich selbst musste 3 Rehe förmlich "von der Strasse kratzen". Auch wurde
> im Bereich des altem Bahndamms ein Rehkitz gefunden das den Wunden nach
> offensichtlich von einem Hund gerissen wurde.

Es scheint mir um normale Wildunfälle zu handeln bei dem ein Auto das Tier
überfahren hat und dann nicht den Förster gerufen hat wie es eigendlich sein
sollt.
Kommt wohl in diesen Monaten öfters vor.


> Bis zum gestrigen Tage war mir dieses plötzliche Durcheinander
> unerklärlich.
> Bei einem Reviergang sah ich gestern mehrere Personen auf dem alten
> Bahndamm.
> Ich sprach sie an und sie berichteten mir von diesem "Seek&Cache"-Spiel.
> Grundsätzlich ist das sicher eine gute Idee um Menschen der Natur näher
> zu bringen, allerdings sollte man dabei auf empfindliche Bereiche der
> Natur und solch Rückzugsgebiete Rücksicht nehmen.

Sind das die Gebiete in dem der Jäger seinen Hochsitz hat?
Empfindliche Gebiete stehen im allgemeinen Unter Naturschutz oder unter
irgend einem anderen Schutz. Das sind dann die Orte wo auch der Typ mit der
Waffe nichts zu suchen hat.


> In diesem Falle handelt es sich um ein Stück Natur das bisher von
> Waldwegen und Beunruhigungen weitgehend verschont wurde.

Naja wie nennt er es denn wenn er dort ein Tier erlegt?


> Viele geschützte Tierarten (Eisvogel, Silberreiher, Ringelnattern..)
> haben dort ein ungestörtes Plätzchen gefunden.
> Auch das Wild (vorallem das Rehwild) hat in diesem Bereich seinen
> Einstand.
> Da nun einige Wildunfälle sogar mit einigen Logbucheinträgen korrelieren,
> ist davon auszugehen das dies auf die Beunruhigung durch ihr "Spiel"
> zurückzuführen ist.

Ja sein Primäres Ziel hat sich dort nun auch angesiedelt das will er ja
nicht vertrieben haben.
Außerdem wie kann er denn genau auf die Stunde sagen wann ein Autofahrer ein
Tier niedergefahren hat wenn der Autofahrer das nicht dem Förster gemeldet
hat?

> [...]
> *** snap ***
>
> In diesem Sinne moechte auch ich noch einmal daran appellieren, seine
> Sucht doch bitte soweit zu kontrollieren, dass der gute Menschenverstand
> nicht leidet.

In diesem Sinne möchte ich dazu appellieren seine Sucht auf das erschiessen
von wehrlosen Kreaturen doch bitte soweit zu kontrollieren das es die
Friedlichen Cacher nicht stört.

Marcus Wennrich

unread,
Jan 13, 2005, 2:22:17 PM1/13/05
to

> Die Zeiten, in denen jagdbares Wild im Winter Not litt, sind lange
> vorbei. Heute wird nicht nur gefüttert, sondern gemästet. Zum einen
> wegen der hier schon erwähnten Verbissschäden und der damit verbundenen
> Auflagen der Unteren Jagdbehörde zu erhöhtem Abschuss, zum anderen, weil
> einem sonst der Reviernachbar die stärksten Böcke, die sich nachher an
> der Wand so gut machen, wegfüttert.
>

Stimmt die Füttern im Winter ohne ende.


>
>
> Fazit: Da die Verteilung leider so ist wie geschildert, trifft man fast
> immer die Falschen. Und was kann man tun? Man sollte vermeiden, ein
> derartiges Zusammentreffen zu provozieren (z.B. durch die Wahl der Zeit
> für eine Unternehmung; auf dem Weg bleiben, wenn man keinen guten Grund
> hat, quer Beet zu laufen (die letzten Meter zum Cache oder Pilze
> sammeln); auf jeden Fall Lichtungen und Wildäcker in der Dämmerung
> meiden). Ein Fernglas in der Tasche oder um den Hals hilft
> festzustellen, ob eine Kanzel besetzt ist. Und wenn man sich diese
> Behandlung nicht gefallen lassen will: eine gute Jagdzeitung abonnieren,
> sich gründlich informieren und den Burschen ordentlich Kontra geben.
> Wenn die merken, dass sie mit ihren Sprüchen nicht weit kommen weil der
> andere mindestens so viel weiß wie sie selbst, lenken sie schnell ein.
>
> Volker
>

Naja eine Aufforderung doch ihre Angeblichen Rechte durchzusetzen bringt
einen des öfteren auch weiter.
Besonders wenn man dann schon die Polizei angerufen hat sie sollten doch mal
den Pistolenhelden auf die Sprünge helfen. So schnell habe ich noch nie
jemanden in seinem Wagen wenden und wegfahren sehen.


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